Gunderloch Riesling GG » Nierstein Pettenthal « VDP.Grosse Lage

2013

Gunderloch Riesling GG » Nierstein Pettenthal « VDP.Grosse Lage

Gunderloch, Deutschland, 0.75l

26,00

Grundpreis: 34,67/l

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Recht intensiver und kräftiger Duft nach hochreifen, gelben Früchten mit einer Prise Gewürze (Muskat, etwas schwarzer Pfeffer) und floralen Noten. Auf der Zunge von viel kräuterigen Aromen geprägt, dazu eine warme, an feuchten Stein erinnernde Geschmackspräsenz. Zeigt enorm viel Roter-Schiefer-Mineralität, auch hier wieder nasser Stein. Die für Riesling üblichen Pfirsich/Mango-Maracuja Aromen sind hier nicht gewünscht, der Geschmack tendiert eher in rotschaliger Apfel bzw. von den Phenolen an die Haut eines Weinbergspfirsichs. Zeigt auch einen schönen Schmelz, die eher verhaltene Säure schmiegt sich genüsslich am festen Kern des Weines an. Wir denken, das der Wein immer noch genügend Potential besitzt und in 3-4 (2020-21) Jahren zu ganzer Blüte aufläuft.

Vorrätig

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Weingut Gunderloch  (Rheinhessen)

Johannes Hasselbach

Johannes Hasselbach (Weingut Gunderloch)

Fritz Hasselbach ließ sich erst spät für den Weinbau begeistern. Fast aus Verlegenheit absolvierte er die Weinbau-Lehre in Eltville im Rheingau. Es folgte ein Weinbau-Studium in Geisenheim mit dem Abschluss Dipl. Weinbauingenieur. Danach war er an der Landes-Lehr und Versuchsanstalt in Oppenheim für die Beratung in der Weinbau-Technik zuständig. 1974 heirateten Fritz Hasselbach und Agnes Usinger, die älteste Tochter aus dem Weingut Gunderloch in Nackenheim. Sie ist im Weingut aufgewachsen, studierte Biologie und Erdkunde und war als Realschullehrerin tätig. Gemeinsam begeisterten sie sich für den heimischen Riesling, aber auch für Weinbaugebiete in Europa, Australien, und Kanada. Agnes gab ihren Beruf als Realschullehrerin auf, Fritz tauschte seinen Beamtenstatus in eine freie Unternehmerschaft und 1979 traten die beiden in das Weingut Gunderloch ein. Sie arbeiteten anfangs gemeinsam mit den Eltern, bis sie 1986 endgültig die alleinige Verantwortung für das Weingut übernahmen. Ihr Ziel war es, dem Familienbetrieb wieder jenen Stellenwert verschaffen, den es in der Welt des Weins einmal hatte. Jedes Jahr von neuem, das Beste aus dem Rothenberg hervorzuholen, lautet die Devise von Fritz Hasselbach. Auch dem Riesling vom Roten Hang zu seiner angemessenen Beachtung und internationalen Anerkennung zu verhelfen, und damit die schützenswerten Steillagen am Rhein am Leben zu erhalten, sind gemeinsame Ziele von Agnes und Fritz Hasselbach. So erklärt sich auch, dass viele Reisen als Botschafter für den Riesling innerhalb Europas aber auch in Übersee unternommen wurden. Heute finden Weinfreunde in vielen Ländern der Erde die Gunderloch-Rieslinge auf guten Weinkarten oder in renommierten Weinläden. Nach nun mehr als 30 Jahren gemeinsamen Schaffens möchten sie etwas langsamer treten, und freuen sich, dass der Familienbetrieb mit Johannes weiter in die Zukunft geführt wird. Ganz aus dem Geschehen möchten sie sich nicht zurück ziehen, vielmehr werden sie weiterhin mit Rat und Tat dem jungen Team zur Seite stehen.

Auf mehreren Reisen hat Johannes Hasselbach nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften den Bezug zum Winzer-Handwerk gesucht. Die Wege führten ihn zu ganz unterschiedlichen Erzeugern nach Australien, Kanada, Chile und nach Neuseeland. Er hat diese Weinweltreise nicht gemacht, um sein Wissen zu perfektionieren. Es ging ihm dabei um etwas anderes: Er wollte sich voll und ganz der Arbeit rund um den Wein außerhalb des elterlichen Betriebs widmen. Er wollte wissen: ‚Was denken die Menschen? Wie machen sie ihren Wein?’ In dieser prägenden Zeit hat er einzigartige Erfahrungen gemacht und viele wunderbare Menschen und ihre Träume kennen gelernt.
Nach diesen “wertvollen Umwegen” hat Johannes Heute die Verantwortung für den Familienbetrieb übernommen und möchte ihn dynamisch weiter entwickeln. Dabei ist Ihm der Austausch mit Besuchern, Kollegen und Praktikanten aus der ganzen Welt nach wie vor eine Inspiration für sein Wirken als Winzer.

Der Allerbeste von Allen
Die große Kunst des Weinmachens ist es, sich treu zu bleiben, eine Idee zu haben, einen eigenen Stil zu entwickeln und das alles konsequent auf ALLE Weine zu übertragen. Am besten auch noch so, dass alles gut schmeckt. Wer das kann, ist für mich “Der Allerbeste von Allen”. In diesem Jahr ist das Johannes Hasselbach vom Weingut Gunderloch in Rheinhessen. Hier gibt es keinen Wein, den ich nicht mit Freuden trinken würde. Hier gibt es keinen Wein, wo ich sagen würde: “na ja, geht so”. Hier ist einer am Werk, der genaue Vorstellungen hat und diese exakt auch so in die Flasche bringt. Einer, der ein traditionsreiches Weingut in die Zukunft führt und dabei kolossal gute und manchmal sogar atemberaubende Weine macht. Es ist ein Traum und es macht unglaublich viel Spaß dabei zu sein und mitzuerleben, was da passiert. Ich bin mir sicher, Johannes Hasselbach ist noch lange nicht am Ende. Er ist aber jetzt schon ein “Großer”! (Stern easy drinking – der Weinblog)

Anschrift des Weingutes:
Weingut Gunderloch Agnes und Fritz Hasselbach, GbR Carl Gunderloch Platz 1  55299 Nackenheim

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Roter Hang

Mit dem Roten Tonschiefer des Roten Hanges zwischen Nackenheim und Nierstein besitzen wir ein weltweit einzigartiges Juwel. Die bis zu 80% steilen Hänge des Roten Hanges fußen auf diesem Gestein und sind der Geburtsort für den Gunderloch Riesling Nackenheim. Größtenteils sicher unter der Oberfläche verborgen, tritt dieses Gestein aus der Permzeit vor ca. 290 Mio. Jahren alleine an den Abbruchkanten des Rheintals an die Oberfläche. Die Prägung dieses Bodens zieht sich wie eine rote Linie durch unsere Weine.

Die würzige Mineralik unserer Böden bildet das Rückgrat unserer Weine. In Kombination mit einer fruchtigen Eleganz und einer Riesling-typischen rassigen Säure erschaffen unsere Weine eine Balance und Ausgewogenheit, die für uns als Winzer das Streben nach Harmonie und Ausgewogenheit ausdrückt. Selbsterklärend hat der Boden einen maßgeblichen Einfluss auf den Stil unserer Weine.

Gunderloch Riesling GG Nierstein Pettenthal

Pettenthal ist eine der besten Lagen am Roten Hang, der berühmten Schieferformation, die sich zwischen Nackenheim und Nierstein über dem Rhein aufbaut. Auf den rund 30 Hektar können große Rieslinge entstehen. Der Boden aus rotem Tonschiefer ist dermaßen karg, dass die Reben sehr tief wurzeln müssen, um an Nahrung und Mineralien zu gelangen. Die extremen Widerstände, denen die Pflanzen ausgesetzt sind, ergeben besondere Weine. Dazu trägt auch das spezielle Mikroklima bei mit dem Rhein und der Süd-Ost-Ausrichtung des Hanges.

Große Gewächse

Der Geburtsort der Weine ist für die Klassifikation der Großen Gewächse das ausschlaggebende Gütemerkmal. Nur Weine aus den besten Parzellen der besten Lagen werden als Große Gewächse klassifiziert. Diese Weine – wie der Gunderloch Riesling GG Nierstein Pettenthal – kommunizieren die spezifische Charakteristik der jeweiligen Lage am präzisesten. Südlich an den Rothenberg schließt sich die Lage Pettenthal an. Die Lage Pettenthal ist Rheinhessens steilster Weinberg. 70% beträgt die Hangneigung an manchen Stellen. Hier befindet sich auch die steilste Parzelle des Weingutes. Wer diese Reben pflegt, entscheidet sich für eine Mischung aus Handarbeit und Kletterpartie. Der Boden dieser renommierten Lage besteht ebenfalls aus rotem Tonschiefer, allerdings ist das Gestein hier etwas verwitterter. Die kleinbröselige, teilweise sandige Struktur bringt Weine mit einer lebhaften Eleganz und einer leichteren Struktur hervor.

Trotz der direkten Nachbarschaft zur Lage Rothenberg sind die Charaktere der beiden Weine sehr unterschiedlich. Die Weine des Pettenthals zeichnen sich schon von frühester Jugend durch exotische Fruchtaromen aus und zeigen auch nach mehreren Jahren noch ihre ganze Frische. Sie entwickeln sich langsam und verlieren auch nach Jahren nichts von ihrem Temperament.

Memo zur Degustation

Recht intensiver und kräftiger Duft nach hochreifen, gelben Früchten mit einer Prise Gewürze (Muskat, etwas schwarzer Pfeffer) und floralen Noten. Auf der Zunge von viel kräuterigen Aromen geprägt, dazu eine warme, an feuchten Stein erinnernde Geschmackspräsenz. Zeigt enorm viel Roter-Schiefer-Mineralität, auch hier wieder nasser Stein. Die für Riesling üblichen Pfirsich/Mango-Maracuja Aromen sind hier nicht gewünscht, der Geschmack tendiert eher in rotschaliger Apfel bzw. von den Phenolen an die Haut eines Weinbergspfirsichs. Zeigt auch einen schönen Schmelz, die eher verhaltene Säure schmiegt sich genüsslich am festen Kern des Weines an. Wir denken, das der Wein immer noch genügend Potential besitzt und in 3-4 (2020-21) Jahren zu ganzer Blüte aufläuft.

Memo zum Boden

Besonders tiefgründiger roter Schieferboden.

Allgemeine Informationen
Weinart Weißwein
Rebsorte Riesling
Geschmack trocken
Kategorie VDP Grosse Lage
Erzeugung konventionell
Verschluss Drehverschluß
Herkunft
Weingut Gunderloch
Region Rheinhessen
Bereich Nierstein
Lage Nierstein Pettenthal
Herkunftsland Deutschland
Verbrauch
Weintyp
Trinkreife 2016 - 2023
Trinktemperatur 10 Grad
Analysewerte
Alkohol 12.5% Vol.
Restzucker 6,5 g/l
Allergiker-Info enthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Säure 7,6%
Punktewertungen
K&M Punkte 91 Punkte
Wein-Plus 91 Punkte
Falstaff 92 Punkte

Kühler, geschliffener, fein-kräuteriger und mineralischer Zitrus-Pfirsichduft mit einem Hauch dunkler Beeren und hefigen Spuren. Klare, geschliffene, feinsaftige Frucht im Mund zart hefige und auch kräuterig-vegetabile Aromen, sehr feine, präsente Säure, nachhaltig am Gaumen, zart süßlicher Schmelz und ein Hauch Butter, deutliche Mineralik, schwarzbeerige Nuancen, feiner Biss, sehr guter Abgang mit kühlem Saft und Mineralik. 2016-2022+.