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Heymann-Löwenstein Riesling Großes Gewächs Uhlen Roth Lay

2018

Heymann-Löwenstein Riesling Großes Gewächs Uhlen Roth Lay

Heymann-Löwenstein, Deutschland, 0.75l

46,00

Lieferzeit: demnächst lieferbar

Grundpreis: 61,33/l

Ein noch in sich ruhendes Wein-Monument, das sich derzeit sehr zurückhaltend im Duft präsentiert, (etwas Hefe, helle Beeren, floral, reifes, gelbes Steinhobst, mediterrane Kräuter), aber seine Klasse mit Mineralik und genialer Frische schon andeutet und wahrscheinlich nicht jeden geübten Weinfreund abholt. Fein, nobel, verspielt und mit seidiger Textur rollt er über die Zunge, zeigt eine leicht wärmende, gelbe und reife Steinobstnote, unaufgeregt, am Anfang vielleicht etwas unspektakulär baut er sich dann aber über einen sehr langen Zeitraum am Gaumen auf und zeigt seine ganze Kraft. Wir schmecken dunkle Schieferwürze, auch helle, rotbeerige Frucht und wiederum mediterrane Kräuter und eine Hauch Minze, oder doch Eukalyptus??. Aber auch eine feine, leicht angedeutete süßliche, zarte Frucht, die aber wiederum von der feinen Säure ausbalanciert wird. Insgesamt ein recht komplexer, tiefer und mit viel Würze am Gaumen haftender Wein, der sicherlich noch ein paar Jahre auf der Flasche reifen sollte, nein muss.

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Weingut Heymann-Löwenstein | Mosel

15 ha Weinberge, Produktion ca. 100.000 Flaschen, vom Klang der Schiefer – versteinertes Urmeer zu schwindelerregenden Terrassen geformt, urwüchsige Reben auf kargem Gestein, Herzblut und Leidenschaft, Neugier, Entdeckung, Faszination. Seit Oktober 2005 bei K&M im Sortiment.

Heymann-Löwenstein

Sarah & Reinhard Löwenstein

Etwas unterhalb von Koblenz, einige Kilometer bevor die Mosel in den Rhein mündet, liegt Winningen. Hier entstehen in einer außergewöhnlichen Fels-Terrassen-Landschaft in einem nach Süden geöffneten Amphitheater in hoch aufgeschichteten Schiefermauern mit eng an den Fels gehaltenen Terrassen Reinhards Weine. Auf fast 20 übereinander liegenden Terrassenanlagen steht ausschließlich Riesling, zum Teil nur eine Handvoll Stöcke. Hier ist der berühmte “UHLEN” zu Hause. Welch eine Kulisse! “Schiefer entstand vor 400 Millionen Jahren aus Ufersedimenten und Anschwemmungen eines Ur-Ozeans, … es gibt bei uns acht verschiedene geologische Schichten …” erklärt Reinhard Löwenstein.“

In dieser extremen, klimatischen Grenzregion (kühl, steil, steinig) gelingen Reinhard fein-mineralische, trockene und fruchtig-florale Mosel-Rieslinge feinster geschmacklicher Ausprägung. Reinhard Löwenstein hat Mitte der 80er Jahre das enorme Potenzial der Lagen UHLEN, RÖTTGEN etc. erkannt und nach Jahren harter Arbeit vorbildlich in seinen einzigartigen Weinen umgesetzt.

Weinunikate

Nach Jahren, in denen Moselrieslinge nur etwas galten, wenn sie von der Mittelmosel kamen, gehören Reinhards Weine mittlerweile zu den gesuchtesten und begehrtesten Wein in Deutschland und weltweit.

Natürlich benötigt es für solch einzigartige Weinunikate intensivste Zuwendung. Die alten Rebstöcke werden ausschließlich von Hand gepflegt, eine fast 150 tägige Reifezeit erbringt einzigartige Schiefer-Monumente. “Rieslinge sind ein Geschenk des Weinbergs und kein Produkt des Kellers. Riesling wird nicht gemacht, sondern er vinifiziert sich selbst, je weniger Einfluß, je besser”. Da kann es schon mal ein Jahr dauern, bis seine spontanvergorenen Weine diesen Prozeß beendet haben. Das Ergebnis jedoch ist ein Balanceakt an der Grenze der Wahrnehmung, eine Reise in die spannende Welt zwischen Ordnung und Chaos”, philosophiert Löwenstein.

Wein als Kulturgut. Eine überaus spannende Herausforderung im Zeitalter von Geschmacksoptimierung und Food-Design. Uns fasziniert das authentische Erlebnis, die sinnliche Erfahrung der Weinberge und der Weine! Quasi als Medium sublimieren alte, tief verwurzelte Reben die Individualität der versteinerten Meeresböden ins Glas – behutsam vinifiziert in Holzfässern mit ausschließlich wilden Hefen und einem extrem langen Hefelager.

Anschrift des Weingutes:
Weingut Heymann-Löwenstein GdBR, Inh. Cornelia Heymann-Löwenstein &  Dipl ing. agr. Reinhard Löwenstein, Bahnhofstr. 10 D 56333 Winningen

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Heymann-Löwenstein Riesling Großes Gewächs Uhlen Roth Lay

Herkunft

“Wenn es gelingt, die Identität des Terroirs in den Wein (hier das Heymann-Löwenstein Riesling Großes Gewächs Uhlen Roth Lay) zu sublimieren, wenn sich die schöpferische Synthese von Böden, Reben, Mikroklima und den Fähigkeiten des Winzers zu einem einzigartigen, authentischen Sinnenerlebnis verdichtet, dann ist Wein mehr als nur guter Geschmack”, so Reinhard Löwenstein über seine Weine”.

Die Region am unteren Verlauf der Mosel ist von extrem steilen Terrassenweinbergen geprägt. Diese Weinberge, mit ihren bis zu 20 wie Schwalbennester übereinander angelegten Terrassen, sind ein weinbauliches Relikt vergangener Zeiten. Sie machen im heutigen Weinbau gerade mal 1% der Anbaufläche aus. Heute sind diese Terrassen nur unter extrem schwierigen Bedingungen und teilweise höchster Lebensgefahr zu bewirtschaften. Dabei sind es gerade die mikroklimatischen Bedingungen, die den Wein in diesen Terrassen ausgezeichnet reifen lassen. Nur eine Rebsorte kommt mit diesen extremen Bedingungen wie Kälte, Regen, Hitze oder Trockenheit zu Recht: der Riesling.

Und hier an der Mosel-Steillagen kommen noch die Ablagerungen des Devonzeitalters vor mehr als 400 Millionen Jahren als geschmackliche Einzigartigkeit hinzu. Der Schiefer, entstanden aus Ufersedimenten des Ur-Ozeanes, vor Millionen von Jahren, wo unser heutiges Europa südlich des Äquators lag. Auf der Suche nach Nahrung dringen die Rebwurzeln bis zu 12m in den Fels. Sie bringen den Eigengeschmack des Schiefers quasi als Transporteur in die Trauben.

Uhlen Roth Lay

Die Dialektbezeichnung „Roth Lay“ ist abgeleitet von der gleichnamigen höchsten Erhebung im Wald oberhalb der Weinberge. Sie enthält neben dem althochdeutschen „Lay“ für Felsen nicht nur das altdeutsche „roth“ aus dem Wort „roden“ sondern auch das „Rot“« des Hämatits, der höchsten Oxidform des Eisens, durch den der Schiefer hier maßgeblich geprägt ist. Dieses „Rot“ ist wahrscheinlich wesentlich am Geschmacksbild der hier reifenden Weine beteiligt, die meist von einer metallisch-kühlen und eher zurückhaltenden Adstringens geprägt sind. Die Weine der Roth Lay sind oft sehr aristokratisch. Würde man ihnen eine Jahreszeit zuordnen, wäre es eher der Herbst oder der Winter, hätten sie eine Farbe, wäre es eher ein dunkles, aber strahlendes Blau. Sie zeigen meist nur wenige Düfte aus der Welt der bekannten Fruchtaromen. Manchmal ist ein zarter Veilchenduft wahrnehmbar, gepaart mit Süßholz und Lakritze. „Uhlen Roth Lay“ ist für Kenner, die bereit sind, sich von Tiefe und Komplexität verzaubern zu lassen.

Eingebracht in die geologische Zeitordnung gehört der Uhlen Roth Lay in das System Devon, Serie Unterdevon. Weiter untergliedert handelt es sich um Sedimente aus dem Oberems / Lahnstein-Unterstufe und hier um den Emsquarzit und den älteren Teil der HohenrheinSchichten. Das Gestein hat einen sehr hohen Gehalt an Magnesium, Aluminium und besonders Eisen. Manche Steine bestehen zu 8 % aus Eisenoxiden, die in kleinen, nur 0,25 mm
großen Kügelchen zwischen den Sandkörnern eingeschlossen sind. Die Bindung der einzelnen Sandkörner erfolgt durch Kieselsäure, welche diesen Felsen eine derartige Härte verleiht, dass die roten Steine in früheren Generationen Anlass gaben, über einen Meteoritenabsturz im Uhlen zu spekulieren.

Vinifikation Heymann-Löwenstein Riesling Großes Gewächs Uhlen Roth Lay

Ausschließlich selektive Handlese, kein Maschineneinsatz außer der Monorackbahn zum Transport der geernteten Trauen in kleinen Kisten. Im Keller leichtes Anquetschen der Trauben, lange Mazeration des Saftes auf der Maische, schonendes Pressen, kein Zusatz von Reinzuchthefen sondern Vergärung mit weinbergs-und kellereigenen Hefen. Ausbau im großen Holzfass, ein Jahr Vollhefe, dann 6-7 Monate Feinhefelager bis in den Sommer, bei einzelnen Weinen gar bis Ostern des Folgejahres, etwas Battonage, nicht geschönt, leicht filtriert.

Memo zur Degustation

Ein noch in sich ruhendes Wein-Monument, das sich derzeit sehr zurückhaltend im Duft präsentiert, (etwas Hefe, helle Beeren, floral, reifes, gelbes Steinhobst, mediterrane Kräuter), aber seine Klasse mit Mineralik und genialer Frische schon andeutet und wahrscheinlich nicht jeden geübten Weinfreund abholt. Fein, nobel, verspielt und mit seidiger Textur rollt er über die Zunge, zeigt eine leicht wärmende, gelbe und reife Steinobstnote, unaufgeregt, am Anfang vielleicht etwas unspektakulär baut er sich dann aber über einen sehr langen Zeitraum am Gaumen auf und zeigt seine ganze Kraft. Wir schmecken dunkle Schieferwürze, auch helle, rotbeerige Frucht und wiederum mediterrane Kräuter und eine Hauch Minze, oder doch Eukalyptus??. Aber auch eine feine, leicht angedeutete süßliche, zarte Frucht, die aber wiederum von der feinen Säure ausbalanciert wird. Insgesamt ein recht komplexer, tiefer und mit viel Würze am Gaumen haftender Wein, der sicherlich noch ein paar Jahre auf der Flasche reifen sollte, nein muss.

Memo zum Boden

Schiefer mit viel Eisenanteilen

Allgemeine Informationen
WeinartWeißwein
RebsorteRiesling
Geschmacktrocken
LeitrebeRiesling
KategorieQualitätswein
Erzeugungkonventionell
VerschlussDrehverschluß
Herkunft
WeingutHeymann-Löwenstein
RegionMosel
BereichTerrassenmosel
LageWinningen Uhlen
HerkunftslandDeutschland
Verbrauch
Weintypkraftvoll, komplex, elegant, trocken
Trinkreife2021 - 2033
Trinktemperatur10 Grad
Analysewerte
Alkohol13% Vol.
Allergiker-Infoenthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Punktewertungen
K&M Punkte94 Punkte
Wein-Plus94 Punkte

Fester, leicht süßlicher Duft nach teils kandierten gelben Früchten und ein wenig Senfgurke mit floralen, gelb-gewürzigen, schwarzbeerigen, ein wenig exotisch-floralen und mineralischen Noten. Reife, etwas warme, saftige Frucht, viel gelbe Würze, hefige Noten, feine Säure, nachhaltig am Gaumen, hat Substanz und Kraft, Griff von mürbem Gerbstoff, angetrocknete Kräuter und getrocknete Blüten im Hintergrund, wieder auch dunkle Beeren, gute Tiefe, gewinnt mit Luft an Biss und Zug, rotbeerige Nuancen, sehr guter, fast kompakter, reif-saftiger und würziger Abgang. Trinkempfehlung: 2022-2032+. Bewertet am 16.09.2020 Wein-Plus.