Rosé

2021

Rosé

Jülg, Deutschland, 0.75l

8,90

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Grundpreis: 11,87/l

Ab einer Bestellmenge von 6 Flaschen erhalten Sie einen Rabatt von 0,50€/Flasche.

Der Gutswein – der gehobene Einstieg für einen gehaltvollen, frischen Genuss von ausschließlich gebietstypischen Rebsorten rundum Schweigen-Rechtenbach und dem elsässischen Wissembourg. Der Rosé leuchtet im schönen, glänzenden Lachsrosa. Das Aroma duftet nach frischen Erdbeeren sowie roten Johannisbeeren, etwas unterlegt von würzigen Kräutern. Schlichtweg ein spritziger und fruchtbetonter Sommerwein von fein gesponnener, jugendlich-unbeschwerter Art.

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Rosé

Grenzgänger

18 Hektar Weinberge bewirtschaftet das 1961 gegründete und unmittelbar am Deutschen Weintor gelegene Weingut aus Schweigen-Rechtenbach, darunter auch Cabernet Sauvignon, Merlot und Spätburgunder für den Jülg Gutswein rosé trocken. Läuft man dann in die andere Richtung, sind es maximal 1km bis zur ehemaligen Grenze ins elsässische Wissembourg. Auch die Grenze verlief mitten durch den Schweigener Sonnenberg. Denn hier gedeihen die edelsten südpfälzischen Gewächse. Vive la France – solange der Wein in deutsche Fässern reifen und in hiesigen Kellern zu deutschem Wein ausgebaut werden kann! Das war nicht immer so! Nach dem zweiten Weltkrieg ist hier gar nichts mehr gewachsen. Das völlig verwilderte Gelände wurde der Stadt Weißenburg als Eigentümerin zur Last und sollte an Landsleute versteigert werden.

Rosé

Schweigener Sonnenberg

Rosé

Grenzstein

Doch kein Franzose hatte sich damals für die so weit ab vom Schuss liegenden Flächen interessiert – zum Glück für die Schweigener Winzer, die nun das unter Zwangsverwaltung stehende Land über das Rechtskonstrukt der Wiederaufbaubank pachten konnten. Erst 1984, „als Kohl und Mitterand miteinander Saumagen aßen“, ging das Eigentum im Zusammenhang mit der Mundartregelung auf die Pfälzer über.
Alles, was hier, in diesen sonnenüberfluteten Muschelkalk-und Buntsandsteinböden auf bis zu 250 Metern Seehöhe wächst, hat Spitzenqualität. Selbst der Jülg Gutswein rosé trocken.

40% der Weinberge des Familienweingutes liegen auf französischer Seite, früher, also vor Schengen, musste Werner Jülg immer seinen Reisepasses parat haben, wenn er im Wingert arbeiten musste.
Heute arbeiten Werner Jülg und der älteste Sohn Johannes Hand in Hand im Wingert und Keller. Johannes “Reisepass” liest sich wie das “Who is Who” im deutschen Weinbau. Stationen bei Theo Minges, Klaus-Peter Keller, Emrich-Schönleber, Stodden, Clemens Busch und nicht zuletzt die burgundische Domaine des Lambrays haben für einen neuen Qualitätssprung bei den Weinen gesorgt.

Jülg Gutswein Rosé trocken

Cuvée aus Spätburgunder, Merlot, Syrah und Cabernet Sauvignon. Für den Rosé wird nicht einfach etwas “zusammengeschmissen”, sondern Johannes und sein Leseteam suchen sich im Weinberg gezielt die Beeren dafür aus.

Memo zur Speise

Salbei-Gnocchi mit leicht gebräunter Butter

Memo zur Degustation

Der Gutswein – der gehobene Einstieg für einen gehaltvollen, frischen Genuss von ausschließlich gebietstypischen Rebsorten rundum Schweigen-Rechtenbach und dem elsässischen Wissembourg. Der Rosé leuchtet im schönen, glänzenden Lachsrosa. Das Aroma duftet nach frischen Erdbeeren sowie roten Johannisbeeren, etwas unterlegt von würzigen Kräutern. Schlichtweg ein spritziger und fruchtbetonter Sommerwein von fein gesponnener, jugendlich-unbeschwerter Art.

Memo zum Boden

Kalkmergel und Buntsandstein,

Weingut Jülg  | Pfalz | Südliche Weinstraße |

20 ha Rebfläche | Produktion ca. 220.000 Flaschen, davon ca. 50.000 Flaschen Sekt | seit Oktober 2005 bei K&M im Sortiment | seit 30.03.2021 Mitglied im VDP.

Familie Jülg 

Wer unser Sortiment ein wenig kennt, weiß, dass wir aus der Nordpfalz einige Spitzenweine im Sortiment haben. Aber die Pfalz ist ein großes Gebiet – das größte Weinanbaugebiet in Deutschland – und natürlich gibt es auch hier deutliche regionale Unterschiede. Die Südpfalz ist kühler und feuchter als der nördliche Teil (Mittelhaardt). Im Pfälzerwald gibt es mehr Öffnungen, so dass die kühleren und feuchteren Westwinde etwas mehr Spielraum haben. Die Weinberge liegen hier auch etwas höher. Das muss in Zeiten der globalen Erwärmung kein Nachteil sein. Im Gegenteil. Die Weine aus den besten Weinbergen der Südpfalz zeigen Präzision, Kühle, Mineralität.

Schweigen -am Deutschen Weintor

Mit dem Weingut Jülg befinden wir uns mitten im Süden der Pfalz. Weiter südlich geht es nicht, die Hälfte der Weinberge dieser Domäne liegt sogar in Frankreich. Die Weine stammen größtenteils aus dem Schweigener Sonnenberg, durch den früher die Grenze verlief und der zum großen Teil auch auf französischer Seite in Wissembourg Rebstöcke beheimatet. Aber es ist erlaubt, diese Weine als “Pfälzer” zu vermarkten. Heute ist dieser grenzüberschreitende Weinbau kein Problem, aber vor dem Schengener Abkommen musste Vater Jülg zum Beispiel immer daran denken, seinen Reisepass im Traktor mitzuführen, denn Grenzkontrollen waren an der Tagesordnung. Der Schwerpunkt liegt – Rot wie Weiß – eindeutig bei den Burgunderrebsorten, die durch Kraft und Dichte sowie einer erfrischenden Säure eine wunderbare Lebendigkeit aufweisen und so prädestiniert sind für die “Heimatküche” der Jülgs.

Aus der Tradition in die Zukunft

Oskar Jülg begann 1961 mit seinem Weingut und entschied sich ebenfalls für trockene Weine. Dies stand damals im Widerspruch zu der vorherrschenden Produktion von Süßweinen. Er bezog seine Reben aus dem Elsass und pflanzte französische Klone des Weißburgunders und später des Spätburgunders. Er ließ sogar Chardonnay auf seinen Parzellen jenseits der Grenze in Frankreich anbauen, verkaufte ihn aber als Weissburgunder. Chardonnay war zu dieser Zeit nicht erlaubt. Seine Auswahl an trockenen Qualitätsweinen machte den Verkauf nicht einfach, er kombinierte das Weingut mit einer Weinstube.

Mein Ding

Mitte der 1980er Jahre hat dann Werner Jülg das Weingut kontinuierlich und mit viel Leidenschaft von einem typischen Massenweinbetrieb in einen Qualitätsbetrieb von individuellem Zuschnitt gewandelt. Dabei rennt er aber nicht jedem Trend hinterher, sondern er macht „sein Ding“. Entscheidend sind nicht die Analysewerte eines Weines, für ihn stehen immer der Geschmack, der Charakter, die Finesse und Persönlichkeit eines Weines im Vordergrund. Sie strahlen eine gelungene Verbindung zwischen Tradition, Frische und klarer Frucht aus und sind trocken ausgebaut. Und trocken bedeutet hier auch trocken, schmeichelnde Restsüße sucht man in seinen Weinen vergebens, da bleibt er seinem Leitspruch treu.

Die nächste Generation

Werner und Johannes Jülg

Werner und Johannes Jülg

Der Durchbruch gelang dem Weingut Jülg erst, als Johannes Jülg 2010 zu seinem Vater Werner stieß und der Qualität einen deutlichen Schub gab. Nach Abschluss seines Weinstudiums absolvierte er Praktika bei renommierten Betrieben wie z.B. bei Klaus-Peter Keller, Clemens Busch, Stodden und im Burgund beim Weingut Clos de Lambray. Sein Credo ist klar: mit harter Arbeit im Weinberg und so wenig Eingriffen im Keller wie möglich die bestmöglichen Weine auf den Markt bringen, die auch die Terroir-Unterschiede seiner Weinberge zum Ausdruck bringen. Sandstein, Kalk, Ton und Löss wechseln sich ab. Alles wird von Hand geerntet, und im Keller wird modern-traditionell gearbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, und Johannes wird heute zu den großen Talenten seiner Generation gezählt.

Der Lohn für harte Arbeit

Deutschlands führender Weinführer Gault-Millau ist sich sicher: “Das ist Klasse, das hat Stil!”. Johannes’ Paradestücke sind zweifellos seine Burgunder: Spätburgunder, Weißburgunder und Chardonnay. Aber er beherrscht zum Beispiel auch Riesling, Sauvignon Blanc und Scheurebe. Seit den 1980er Jahren haben sie auch eine eigene Sektenproduktion. Die Herstellung der fast 50.000 Flaschen Sekt, die hier jedes Jahr produziert werden, erfolgt vollständig auf dem Weingut.

Im März 2021 wurde das Talent von Johannes Jülg anerkannt: Das Weingut Jülg wurde in den Verband deutscher Prädikatsweingüter aufgenommen.

Vinum Weinguide 2022: Weingut des Jahres in der Pfalz

Weinstube Jülg

Als Oskar Jülg 1961 sein Weingut ganz im Süden der Pfalz eröffnete, wurde schnell klar, dass seine Auswahl an trockenen Weinen (hauptsächlich Weißburgunder) auf einem von Süßweinen dominierten Markt schwierig war. Ein eigenes Restaurant zu haben, erwies sich als eine Lösung, um trotzdem Umsatz zu machen. Im Jahr 1962 gründete seine Frau Erika die Weinstube Jülg. Sie servierte eine hochwertige regionale Küche, da sie entweder mit Fleischzubereitungen aus eigener Schlachtung arbeitete oder die Zutaten von hervorragenden Erzeugern bezog. Um den Betrieb rentabel zu halten, umfasste das Anwesen auch Ackerbau, Viehzucht und die Veredelung von Weinreben. Ihre konsequente Vision von Qualität, sowohl für das Weingut als auch für das Restaurant, brachte sie an den Punkt, den sie erreichen wollten: Anerkennung für ihre wunderbaren trockenen Weine.

Die Seele des Weingutes

Erika Jülg hat bis Dezember 2019 gekocht. Als frischgebackene Achtzigjährige hat sie nach fast 50 Jahren die Kochmütze an Laurent Durst weitergegeben, einen ehemaligen Sternekoch, der gleich hinter der Grenze in Wissembourg lebt und nun sein Fachwissen im Restaurant von Jülg weitergibt. Wir haben die Küche von Erika Jülg schon mehrmals probiert und waren gespannt, ob der Stilwechsel zu viel sein würde. Aber beim Verzehr eines überraschenden und frischen Carpaccio von Saumagen, Blutwurst mit Linsen und Pellkartoffeln, spürten wir sofort die Seele dieser Stube. Hier kocht ein Koch, der genau verstanden hat, was Erika Jülg in all den Jahrzehnten erreicht hat: Menschen mit der bestmöglichen regionalen Küche glücklich zu machen. Und an den berühmten Bratkartoffeln hat er zum Glück auch nichts geändert. Ein Gericht, das so einfach zu sein scheint, bei dem aber die Wahl der richtigen Kartoffel und die Erfahrung mit dem Frittieren von entscheidender Bedeutung sind, damit die Zubereitung so gelingt wie bei Erika.

Wenn das Wetter es zulässt, sitzen Sie im großen und gemütlichen Innenhof. Im Inneren herrscht die Atmosphäre vergangener Zeiten. Der Service durch die Frau von Laurent Durst und die Mutter von Johannes Jülg ist reibungslos und herzlich. Orte wie dieser sind zu bewundern.

Anschrift des Weingutes:

Weingut Jülg | Hauptstraße 1 | 76889 Schweigen-Rechtenbach

Alle Weine dieses Winzers >>
Allgemeine Informationen
WeinartRoséwein
RebsortePinot Noir (Spätburgunder)
Geschmacktrocken
LeitrebePinot Noir (Spätburgunder)
ZusatzrebeMerlot
KategorieQualitätswein
Erzeugungkonventionell
VerschlussDrehverschluß
Herkunft
WeingutJülg
RegionPfalz
BereichSüdliche Weinstraße
HerkunftslandDeutschland
Verbrauch
Weintypfruchtig, mittelkräftig, frisch, trocken
Trinkreife2022 - 2024
Trinktemperatur6 Grad
Analysewerte
Alkohol12% Vol.
Allergiker-Infoenthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Punktewertungen
K&M Punkte87 Punkte

Glockenklarer Burgunder mit feuchtem Kalkstein und Pfeffer im Hintergrund. Fast ein Rotweinduft! Aber ein adretter Rosé-Gaumen mit adretter Säure und einer nicht zu trockenen Abstimmung. Leichte Cassisnoten im Abklang. Ein Rosé, auf den sich alle einigen können: Terroiristen und Liebhaber eines etwas milderen Stils.