Leon Gold Cabernet Sauvignon

2017

Leon Gold Cabernet Sauvignon

Leon Gold, Deutschland, 0,75l

14,50

Grundpreis: 19,33/

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Ab einer Bestellmenge von 6 Flaschen erhalten Sie einen Rabatt von 1,00€/Flasche

Was für ein verrückter Wein: 100% Cabernet Sauvignon aus Deutschland, aber was für ein schöner!

Tief rubinfarben, leicht durchscheinend. Die erste Nase ist vielversprechend und erinnert sofort an Cabernet Sauvignon: würzig, reife Kirschen, Cassis, schwarze Johannisbeeren, leichte Minznote. Am Gaumen ganz leicht spürbarer Alkohol, der sich aber mit Luft und etwas Kühlung zurücknimmt und sich dann ganz gut einbindet. Nach ein paar Stunden Luft zeigt sich der Wein immer mehr von der eleganten Seite. Zwar immer noch von jugendlicher Art, aber er deutet schon in Ansätzen sein gutes Reifepotential an. Vergleiche mit Bordeaux oder US-amerikanischen Cabernets erübrigen sich, das ist eigenständig und verdammt gut gemacht. Vor allem zeigt er mit viel Luft über fast 3 Tage sein phantastisches Potential. Der Wein wird von Tag zu Tag seidiger, runder und verbessert sich fast täglich. Der letzte Schluck am dritten Tag war dann tatsächlich der beste. Klare Beerenfrucht, feine Würze, seidig-sanft auf der Zunge. Klasse!

Vorrätig

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Weingut Leon Gold (Württemberg)

Mit den Weinen vom Weingut Leon Gold findet seit der Gründung von K&M Gutsweine im Jahre 2005 erstmals ein Winzer aus Württemberg den Weg in unser Portfolio. Das Arbeiten im Weinberg, der ganzheitliche, nachhaltige Umgang zum Thema Wein und natürlich Leons wunderbaren Weine haben uns von Anfang an restlos überzeugt.

K&M Gutsweine meets Leon Gold

K&M Gutsweine meets Leon Gold

Anfang April 2018 machten wir uns auf den Weg nach Württemberg, um einige Winzer zu besuchen, mit denen wir in unregelmäßigen Abständen Kontakt hatten. Es gab großartige Weine zu probieren, u.a. beim Weingut Lassak in Hessigheim, die eine kleine, feine Produktion von Rieslingen und Blaufränkischen produzieren, auch extrem spannend, dies weiterzuverfolgen. Schaun mer Mal, ob sich da etwas ergibt.

Bei Leon Gold gab es während der Verkostung nicht einen unter 20 Weinen und Sekten, bei dem wir etwas zu mäkeln hatten. Schon die feinen, gut strukturierten Basisweine überzeugten in ihrer klaren Art, und das für kleines Geld.

Richtig spannend wurde es aber dann beim Muskat-Trollinger Rosé. “Muss ich das wirklich probieren”, dachte ich vor mich hin, aber die überzeugende Art der vorherigen Weine lies diesen Gedanken nur kurzzeitig aufkommen. Und auch hier war sofort klar, dass dieser ungewöhnliche Rosé mit ins Programm muss. Im Sommer wird das gnadenlos gut sein, DER Terrassenwein schlechthin. Großartig! Verdunstungsgefahr im Glase extrem hoch!

Leon Golds Traum vom eigenen Weingut entstand schon in seiner frühesten Kindheit. Fast jede freie Minute verbrachte er in Nachbars Weingarten. Die Arbeit und natürlich auch die großen Maschinen faszinierten ihn. Ähnlich wie Winzerkollege und Freund Sven Nieger aus Baden gab es in der Familie keinen weinbaulichen Hintergrund oder gar Tradition. „Learning by doing“ war angesagt. Stationen bei vielen renommierten Weingütern im In- und Ausland folgten. Ganz besonders beeindruckte ihn die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete biodynamische Arbeitsweise beim Südpfälzer Top-Winzer Sven Leiner. Und es bestärkte ihn darin in besonderem Maße, eigene Weine zu kreieren. Nach der Ausbildung zum Weinbau – und Önologie Techniker in Weinsberg kehrte er in seine Wahlheimat zurück und gründete sein eigenes Weingut.

Der Weinberg:

Qualität entsteht im Weinberg, hier legst du den Qualitätsgrundstein für deine Weine und auch den Fortbestand des natürlichen Gleichgewichtes für kommende Generationen. Viel Idealismus und Durchhaltevermögen ist dabei angesag, wen man besondere Weinqualitäten und nicht Mainstream anbieten will. 7ha Reben stehen auf diversen Terroirs: Gipskeuper, Schilfsanstein, bunte Mergel und Kieselsandstein, hier entstehen charaktervolle, mineralische und vielschichtige Weine. Leon verwendet zur Düngung eigens für ihn hergestellten Kompost, Chemie kommt ihm nicht in den Weinberg, da ist sie wieder, die langfristige Denkweise. Nach selektiver Handlese werden die Trauben im Keller weiterverarbeitet.

Im Keller:

Im Weinkeller gilt: „so wenig wie möglich – so viel wie nötig“. Je nach Rebsorte und Wein-Kategorie (Gutswein-Ortswein-Lagenwein) werden die Trauben in Edelstahl oder Holzfässern ausgebaut. Hier ist viel Geduld und Muße angesagt, aber natürlich auch handwerkliches Geschick. Die Rotweine durchlaufen traditionell die Maischegärung, das verleiht ihnen Kraft und Ausdruck. Die Top-Rotweine werden nur im Stück-oder Halbstückfass ausgebaut.

Anschrift des Weingutes:
Weingut Leon Gold, Buocher Weg 9, 71384 Weinstadt

Alle Weine dieses Winzers >>

Leon Gold Cabernet Sauvignon

Herkunft

Zum Wein kam das junge Winzertalent, weil der Großvater seiner Frau Juliane und sein Schwiegervater etwas Rebfläche im Remstal hatten. Und da Leon schon als 5-jähriger in den Rebzeilen herumsprang und Gefallen an der “Arbeit” fand,  machte eine solide Ausbildung mit Stationen in der Pfalz (u.a. Sven Leiner) sowie den Gütern, Beurer, Bruker und Bernhard Ellwanger im Remstal. Nach der Technikerausbildung in Weinsberg startete er mit dem Jahrgang 2014 richtig durch, kann inzwischen 6,5 Hektar Reben vorweisen und hat Gastrecht im Keller der von der Großtante betriebenen Gaststätte «Im Krug zum grünen Kranze» in Gundelsbach. Der Leon Gold Cabernet Sauvignon ist ein charaktervoller Rotwein mit einer feinen Würze und einer pfefferigen Note.

Kellerneubau

Seit Ende April 2019 blickt Leon stolz auf sein neu errichtetes Kellergebäude. Da seine Produktionsräume nicht mehr ausreichten, musste neu geplant werden und zwar der Bau einer neuen, überwiegend unterirdischen Produktionshalle. Die war nötig, denn „durch die Gründung des eigenen Weingutes ohne eigene und geeignete Räumlichkeiten“, so erzählt uns Leon Gold, „war das ein notwendiger Schritt, um den Weinbau und somit auch den Erhalt der Kulturlandschaft langfristig zu sichern.“

Vinifikation Leon Gold Cabernet Sauvignon

Die Lagen im Großheppacher Altenberg bieten beste Voraussetzungen für diese Rebsorte. Die Weinberge des Remstals liegen rund 100 Meter höher als der württembergische Durchschnitt. Von dieser Besonderheit und der damit verbundenen längeren Reifezeit profitieren seine Trauben. Nach einer 5-wöchigen, traditionellen Maischegärung wurde er im Barriquefass ausgebaut.

Memo zur Degustation

Was für ein verrückter Wein: 100% Cabernet Sauvignon aus Deutschland, aber was für ein schöner!

Tief rubinfarben, leicht durchscheinend. Die erste Nase ist vielversprechend und erinnert sofort an Cabernet Sauvignon: würzig, reife Kirschen, Cassis, schwarze Johannisbeeren, leichte Minznote. Am Gaumen ganz leicht spürbarer Alkohol, der sich aber mit Luft und etwas Kühlung zurücknimmt und sich dann ganz gut einbindet. Nach ein paar Stunden Luft zeigt sich der Wein immer mehr von der eleganten Seite. Zwar immer noch von jugendlicher Art, aber er deutet schon in Ansätzen sein gutes Reifepotential an. Vergleiche mit Bordeaux oder US-amerikanischen Cabernets erübrigen sich, das ist eigenständig und verdammt gut gemacht. Vor allem zeigt er mit viel Luft über fast 3 Tage sein phantastisches Potential. Der Wein wird von Tag zu Tag seidiger, runder und verbessert sich fast täglich. Der letzte Schluck am dritten Tag war dann tatsächlich der beste. Klare Beerenfrucht, feine Würze, seidig-sanft auf der Zunge. Klasse!

Allgemeine Informationen
Weinart Rotwein
Rebsorte Cabernet Sauvignon
Geschmack trocken
Kategorie Ortswein
Erzeugung konventionell
Verschluss Naturkork
Herkunft
Weingut Leon Gold
Region Württemberg
Bereich Remstal
Herkunftsland Deutschland
Verbrauch
Weintyp fruchtig, mittelkräftig, frisch, trocken
Trinkreife 2018 - 2025
Trinktemperatur 16 Grad
Analysewerte
Alkohol 13% Vol.
Allergiker-Info enthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Punktewertungen
K&M Punkte 89 Punkte
Gault Millau 87 Punkte
Falstaff 89 Punkte

Leicht reduktiv getönt, beerige Cabernetaromen, Cassis, Minze, Waldbeeren, saftiger Auftakt, leichte Tanninadstringenz, cremiger und holzaromatischer Hintergrund, reife Säure, schöne Frische. Mittlere Dichte – mit guten Anlagen zu würziger Entfaltung. (Falstaff, Wertung für den 2016er)