Markovic Siefersheim Chardonnay » Goldenes Horn « trocken

2019

Markovic Siefersheim Chardonnay » Goldenes Horn « trocken

Tomislav Markovic, Deutschland, 0.75l

32,90

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Grundpreis: 43,87/l

Ab einer Bestellmenge von 6 Flaschen erhalten Sie einen Rabatt von 1,00€/Flasche

Reife Zitrusfrucht, etwas grüne Birne, alles in Maßen gehalten, nichts überbordendes, nur genauso viel an Frucht, das man es als natürlich wirkend war nimmt und nicht aufgesetzt wirkt. Am Gaumen ganz feiner Schmelz, der sofort von einer frischen, kecken, aber reifen Säure begleitet wird. Ungemein geradliniger Wein mit einer gewissen Kargheit, wirkt sehr zurückgenommen. Perfekt integriertes würziges Holz, mineralische Schlussszene. Großartig!

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Tomislav Markovic | Rheinhessen & Baden

0,4 ha Rebfläche | Produktion ca. 3.000 Flaschen | naturnahe Arbeitsweise | vom Bänker zum Winzer – die Liebe zum Wein besiegte den Kapitalismus – eigene Handschrift | Spontan vergoren |  ungeschönt und unfiltriert abgefüllt | möglichst wenig Schwefel. | Seit August 2017 bei K&M im Sortiment.

Tomislav Markovic

Tomislav Markovic

Entdeckung des Jahres 2020 Wein-Plus

Tomislav Markovic – Entdeckung des Jahres Bereich Rheinhessen & Baden

Zuhause ist das Weingut eigentlich in Breisach in Baden, doch einen Teil seiner Trauben bezieht Markovic aus Rheinhessen, weshalb es hier auffallend guten Riesling aus Siefersheim gibt. So ergab sich die verwirrende Situation, dass wir in Baden eigentlich eineinhalb Entdeckungen hätten und eine halbe in Rheinhessen. Wer also den ganz und gar eigenständigen “Quo Vadis” oder den Kabinett aus dem Höllenberg probiert, darf schon auch gleich die exzellenten Spätburgunder aus Baden mitkosten.

Vom Bänker zum Winzer

Die Wurzeln von Tomislav Markovic liegen in Kroatien. Seine Eltern stammen aus Slawonien, jener Region, aus der die Eichen für die großen Holzfässer, die hauptsächlich in der Toskana und dem Piemont zu finden sind, stammen. Während seiner jährlichen Heimaturlaube führte ihn sein Onkel an das Thema Wein heran. Plötzlich war die Neugier geweckt: wie kommen die Aromen in den Wein? Gibt es Besseres als Müller-Thurgau und Weißherbst?

Geboren und aufgewachsen ist er im Rhein/Main-Gebiet. Von 1993 bis 1997 studierte er BWL, ab dem Jahr 2000 wechselte er zu den großen Bankenhäusern nach Frankfurt. Wir haben uns eher zufällig immer wieder mal auf Weinveranstaltungen getroffen und uns ausgetauscht. Zu jener Zeit machten auch wir uns gerade selbstständig im Wein-Business. Neben dem Spätburgunder galt seine große Aufmerksamkeit vor allem den Rieslingen von der Mosel. Diese Liebe hält bis heute an. Probieren Sie doch einmal seinen wunderbaren KABINETT.

Bank adé – Willkommen im Winzerleben

2011 krempelte er sein berufliches Leben noch einmal um. Er schmiss den Bankjob und begann am Weincampus Neustadt Weinbau & Önologie zu studieren. Einher ging dabei die Ausbildung zum Winzer beim Weingut Bercher in Burkheim am Kaiserstuhl. Es folgten Praktika in Portugal beim Weingut Viera de Sousa (Douro) und 2015 beim berühmten Weingut Domaine de Montille in Volnay. Seit Juni 2016 ist er beim Beratungsdienst ökologischer Weinbau in Freiburg als Berater für Bio-Weinbau & Önologie tätig.

Vorbild Burgund & Douro

Nicht nur die Weine aus diesen Gebieten faszinieren Tomislav. Auch die vielen gemeinsamen Projekte der Winzer im Dourotal findet er beispielhaft für den Erfolg einer Region. So hat er sich das im Burgund übliche Modell der Négociant – vinificateurs zu Eigen gemacht. Man kauft Trauben oder Most und verarbeitet ihn dann zu seinem Wein. Ziemlich vorteilhaft, denn an geeignete, hochwertige Rebflächen zu gelangen ist für einen Quereinsteiger nicht so einfach. Bis er seine eigenen Weinberge im heimischen Breisgau findet, kann er auf Rebflächen von Freunden in Rheinhessen und am Kaiserstuhl zurückgreifen.

Ihm geht es dabei nicht um nüchterne Geschäftsbeziehungen, sondern sieht die Zusammenarbeit als Projekte an. Das Ziel ist es, gemeinsam mit den Freunden das Potential der ausgesuchten Lagen durch individuelle, wenn möglich ökologische Weinbergsarbeit auszuschöpfen. Die Spätburgunderparzelle am Kaiserstuhl bearbeitet er vorwiegend selbst nach seinen eigenen Vorstellungen. Der 2016er Pinot Noir ist vom Fass vielversprechend. Da hat jemand in Frankreich genau hingeschaut. Wir sind gespannt.

Update 2016er Spätburgunder und 2017er Weißweine

Die Weine haben in der Frankfurter Spitzengastronomie (Weinsinn, Bidlabu)  großen Anklang gefunden. Tomi muss die Weine mittlerweile zuteilen. Da wir von Anfang an dabei sind, bekommen wir vom Kuchen auch immer das größte Stück.

Weinstil

“Ich möchte frische, balancierte Weine machen, mit feiner, tiefer Frucht und dabei immer leichtfüßig. Das Holz soll immer subtil unterstützen, nie vorschmecken. Im Übrigen eine schwierige Aufgabe – da benötigt es viel Erfahrung, die Kenntnis über sein Traubenmaterial und super Fässer.”

Anschrift des Weingutes:

Tomislav Markovic, Kupfertorplatz 1, 79206 Breisach

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Markovic Siefersheim Chardonnay » Goldenes Horn « trocken

Herkunft

Tomislav Markovic 20 Jahre alten Rebstöcke für diesen Chardonnay stehen auf einer Höhe zwischen 160-240 m in der Lage “Goldenes Horn”.  Sie ist der Nachbar der berühmten GG Lage „Heerkretz“ in Siefersheim im Südwesten von Rheinhessen. Die kühle Parzelle dieses Chardonnay ist nach Osten ausgerichtet und hat – wie sein berühmter Nachbar –  Porphyr (rötliches Vulkanstein) als Gestein im Boden. Der Lehmanteil ist im „Goldenen Horn“ jedoch etwas höher und fügt der Mineralität durch den Porphyr Körper und Saftigkeit hinzu. Witziges am Rande: für die Entblätterung sorgten Schafe.

Das Jahr 2019

Die Wetterextreme, und hier vor allem Hitze und Trockenheit, begleiten uns nun schon seit 2017. War 2017 aufgrund des nassen Vorjahres noch nicht im Bewusstsein als Jahr mit Wassermangel, so war das in 2018 und dann auch in 2019 mit seinen extrem heißen Spätsommern schon ein anderes Kaliber. Das Wasserdefizit aus 2018 schleppte die Natur durch den trockenen Winter nach 2019 mit. Der März war überdurchschnittlich warm, und auch der April machte nicht, was er will und war trocken. Im Mai wurde es dann doch merklich kühler, so dass der Austrieb sich etwas verzögerte und eher im normalen Zeitraum stattfand. In einigen Regionen schlugen die Eisheiligen zu und zerstörten – teilweise stark – die zukünftige Ernte.

Der Juni und der Juli waren dann extrem heiß und trocken. Dies hatte hauptsächlich zwei Auswirkungen: die erste war merklicher Sonnenbrand, auch in kaum entblätterten Weinbergen. Dabei zerkochten die Beeren förmlich. Die zweite Auswirkung war ein Stagnieren der physiologischen Reife. Nachdem sich die Reben am Anfang der Wärmeperiode noch zügig weiterentwickelten, so bremste die andauernde Trockenheit die Beerenentwicklung in Ihrer Größe und physiologischen Reife.

Maßnahmen

Gegen die Hitze und Ihre Auswirkungen sind die Mittel leider knapp. Langjähriger Humusaufbau, reduzierter Wuchs und somit weniger Wasserverbrauch sowie das Walzen der Begrünung als Isolationsschicht gegen die Wasserverdunstung sind da die wenigen Mittel, von einer Bewässerung mal abgesehen, über die man auch Streiten kann. In den von mir bewirtschafteten Flächen habe ich neben den Verlusten durch Sonnenbrand bewusst zusätzlich früh Ertrag reduziert, um den Wasserverbrauch zu senken. Den ersten Laubschnitt habe ich sehr spät nach hinten terminiert. Die Laubwandglocke sorgte für spürbar kühlere Temperaturen in meinen Weinbergen. Im August fiel dann der lang ersehnte Regen. Leider als Starkregen, aber besser als weitere Trockenheit, denn dies hätte zu massiven Ertragsverlusten geführt.

Sorgen machte lange die Stagnation des Beerenwachstums und der Reife. In den letzten Jahren wird der Zeitraum, in dem die Trauben den Zucker einlagern, immer schneller, heißt kürzer, und zwingt zu zügiger Lese, um nicht zu hohe Alkoholgehalte zu bekommen. Die Frage kam auf, wie physiologisch reif die Trauben bei ausreichenden Mostgewichten in 2019 sein würden. Der September brachte uns glücklicherweise Abkühlung mit relativ niedrigen Nachttemperaturen und hier und da Regen. Die Lese fand – endlich mal wieder – in der zweiten Septemberhälfte und im Oktober statt und bot somit ausreichend Hängezeit für die nötige Reife.

Wie sind sie denn nun, die Weine des Jahrgangs 2019? Das am stärksten herausstechende Merkmal ist die Frische des Jahrgangs. Die Säure ist höher als in den beiden Jahren zuvor, und die Weine generell straffer. Grundsätzlich sind die Weine auch etwas leichter als dies 2017 & 2018 der Fall war. Hier hinterlässt die Trockenheit des Sommers Ihre Spuren und bringt den 2019ern nicht ganz die Kraft der Vorgängerjahrgänge. Spannend sind sie aber allemal. Die einen zeigen Frucht und Frische, die anderen sind eher auf der kargen, mineralischen Seite und bieten somit ausreichend Abwechslung.

Vinifikation Markovic Siefersheim Chardonnay Goldenes Horn

Markovic Siefersheim Chardonnay » Goldenes Horn « trocken

Ungarisches Holz für Chardonnay Goldenes Horn

Die Beeren wurden am15 . Oktober 2019 gelesen. Ertrag von 40hl/ha. Schonende Ganztraubenpressung. Spontangärung in einem neuen 400L Tonneau aus Tokajer Eiche. 10 Monate Vollhefelager. Abstich in ein gebrauchtes französisches Tonneau. Kein biologischer Säureabbau. Gesamtproduktion: 525 Flaschen a 0,75l. Unfiltriert auf die Flasche gefüllt.

Memo zur Speise

Knusprig gebratener Loup de mer

Memo zur Degustation

Reife Zitrusfrucht, etwas grüne Birne, alles in Maßen gehalten, nichts überbordendes, nur genauso viel an Frucht, das man es als natürlich wirkend war nimmt und nicht aufgesetzt wirkt. Am Gaumen ganz feiner Schmelz, der sofort von einer frischen, kecken, aber reifen Säure begleitet wird. Ungemein geradliniger Wein mit einer gewissen Kargheit, wirkt sehr zurückgenommen. Perfekt integriertes würziges Holz, mineralische Schlussszene. Großartig!

Memo zum Boden

Porphyr, Lehm. Das Goldene Horn ist die Nachbarlage zur GG-Lage Siefersheim Heerkretz.

Allgemeine Informationen
WeinartWeißwein
RebsorteChardonnay
Geschmacktrocken
LeitrebeChardonnay
KategorieQualitätswein
Erzeugungkonventionell
VerschlussNaturkork
Herkunft
WeingutTomislav Markovic
RegionRheinhessen
HerkunftslandDeutschland
Verbrauch
Weintypkraftvoll, komplex, elegant, trocken
Trinkreife2021 - 2026
Trinktemperatur12 Grad
Analysewerte
Alkohol12,5% Vol.
Allergiker-Infoenthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Punktewertungen
K&M Punkte92 Punkte
Wein-Plus90 Punkte

Etwas pflanzlicher, floraler und gelb-gewürziger Duft nach reifen Zitrusfrüchten, etwas Zitruszesten und ein wenig Kernobst mit hefigen sowie zart rauchigen Aromen. Recht fest gewirkte, helle, kühle, zitrusbetonte Frucht, hefige, pflanzliche und ganz leicht rauchige Noten, merklicher Säurebiss, etwas Gerbstoff, nachhaltig, viel kühle kreidig-salzige Mineralik, ziemlich animierend, sehr guter, herber Abgang, wieder mit hellem, zitrusbetontem Saft. Bewertung: hervorragend (90 WP). Zuletzt bewertet: 8. Juni 2021. Trinkempfehlung: 2022-2026+