Markovic Chardonnay » MACH « trocken

2019

Markovic Chardonnay » MACH « trocken

Tomislav Markovic, Deutschland, 0.75l

18,00

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Grundpreis: 24,00/l

Ab einer Bestellmenge von 6 Flaschen erhalten Sie einen Rabatt von 1,00€/Flasche

Mit zart gelb-goldener Farbe fliest er ins große Burgunderglas. Mit Schwenken des Weines im Glas und Luftzufuhr eröffnen sich herrlich reife Aromen von gelbem, süßem Apfel, frisch aufgeschnittener, reifer Honigmelone, etwas Muskat und ein Hauch Holz. Der erste Schluck ist geprägt von Frische und nicht aufdringlich wirkenden gelbfruchtigen Aromen bestimmt. Herrlich fruchtaromatisch auf der Zunge, saftig, verspielt, ungemein animierend, man möchte immer und immer wieder probieren. Sehr animierender Chardonnay, nicht unbedingt megatief, aber herrlich fruchtig-saftiger Chardonnay mit subtiler Mineralik des Granit.

Vorrätig

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Tomislav Markovic | Rheinhessen & Baden

0,4 ha Rebfläche | Produktion ca. 3.000 Flaschen | naturnahe Arbeitsweise | vom Bänker zum Winzer – die Liebe zum Wein besiegte den Kapitalismus – eigene Handschrift | Spontan vergoren |  ungeschönt und unfiltriert abgefüllt | möglichst wenig Schwefel. | Seit August 2017 bei K&M im Sortiment.

Tomislav Markovic

Tomislav Markovic

Entdeckung des Jahres 2020 Wein-Plus

Tomislav Markovic – Entdeckung des Jahres Bereich Rheinhessen & Baden

Zuhause ist das Weingut eigentlich in Breisach in Baden, doch einen Teil seiner Trauben bezieht Markovic aus Rheinhessen, weshalb es hier auffallend guten Riesling aus Siefersheim gibt. So ergab sich die verwirrende Situation, dass wir in Baden eigentlich eineinhalb Entdeckungen hätten und eine halbe in Rheinhessen. Wer also den ganz und gar eigenständigen “Quo Vadis” oder den Kabinett aus dem Höllenberg probiert, darf schon auch gleich die exzellenten Spätburgunder aus Baden mitkosten.

Vom Bänker zum Winzer

Die Wurzeln von Tomislav Markovic liegen in Kroatien. Seine Eltern stammen aus Slawonien, jener Region, aus der die Eichen für die großen Holzfässer, die hauptsächlich in der Toskana und dem Piemont zu finden sind, stammen. Während seiner jährlichen Heimaturlaube führte ihn sein Onkel an das Thema Wein heran. Plötzlich war die Neugier geweckt: wie kommen die Aromen in den Wein? Gibt es Besseres als Müller-Thurgau und Weißherbst?

Geboren und aufgewachsen ist er im Rhein/Main-Gebiet. Von 1993 bis 1997 studierte er BWL, ab dem Jahr 2000 wechselte er zu den großen Bankenhäusern nach Frankfurt. Wir haben uns eher zufällig immer wieder mal auf Weinveranstaltungen getroffen und uns ausgetauscht. Zu jener Zeit machten auch wir uns gerade selbstständig im Wein-Business. Neben dem Spätburgunder galt seine große Aufmerksamkeit vor allem den Rieslingen von der Mosel. Diese Liebe hält bis heute an. Probieren Sie doch einmal seinen wunderbaren KABINETT.

Bank adé – Willkommen im Winzerleben

2011 krempelte er sein berufliches Leben noch einmal um. Er schmiss den Bankjob und begann am Weincampus Neustadt Weinbau & Önologie zu studieren. Einher ging dabei die Ausbildung zum Winzer beim Weingut Bercher in Burkheim am Kaiserstuhl. Es folgten Praktika in Portugal beim Weingut Viera de Sousa (Douro) und 2015 beim berühmten Weingut Domaine de Montille in Volnay. Seit Juni 2016 ist er beim Beratungsdienst ökologischer Weinbau in Freiburg als Berater für Bio-Weinbau & Önologie tätig.

Vorbild Burgund & Douro

Nicht nur die Weine aus diesen Gebieten faszinieren Tomislav. Auch die vielen gemeinsamen Projekte der Winzer im Dourotal findet er beispielhaft für den Erfolg einer Region. So hat er sich das im Burgund übliche Modell der Négociant – vinificateurs zu Eigen gemacht. Man kauft Trauben oder Most und verarbeitet ihn dann zu seinem Wein. Ziemlich vorteilhaft, denn an geeignete, hochwertige Rebflächen zu gelangen ist für einen Quereinsteiger nicht so einfach. Bis er seine eigenen Weinberge im heimischen Breisgau findet, kann er auf Rebflächen von Freunden in Rheinhessen und am Kaiserstuhl zurückgreifen.

Ihm geht es dabei nicht um nüchterne Geschäftsbeziehungen, sondern sieht die Zusammenarbeit als Projekte an. Das Ziel ist es, gemeinsam mit den Freunden das Potential der ausgesuchten Lagen durch individuelle, wenn möglich ökologische Weinbergsarbeit auszuschöpfen. Die Spätburgunderparzelle am Kaiserstuhl bearbeitet er vorwiegend selbst nach seinen eigenen Vorstellungen. Der 2016er Pinot Noir ist vom Fass vielversprechend. Da hat jemand in Frankreich genau hingeschaut. Wir sind gespannt.

Update 2016er Spätburgunder und 2017er Weißweine

Die Weine haben in der Frankfurter Spitzengastronomie (Weinsinn, Bidlabu)  großen Anklang gefunden. Tomi muss die Weine mittlerweile zuteilen. Da wir von Anfang an dabei sind, bekommen wir vom Kuchen auch immer das größte Stück.

Weinstil

“Ich möchte frische, balancierte Weine machen, mit feiner, tiefer Frucht und dabei immer leichtfüßig. Das Holz soll immer subtil unterstützen, nie vorschmecken. Im Übrigen eine schwierige Aufgabe – da benötigt es viel Erfahrung, die Kenntnis über sein Traubenmaterial und super Fässer.”

Anschrift des Weingutes:

Tomislav Markovic, Kupfertorplatz 1, 79206 Breisach

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Markovic Chardonnay » MACH « trocken

Herkunft

Die Trauben für den Markovic Chardonnay Mach stammen aus Zukauf von einem ehemaligen Studiumskollegen, dem ein Traubenabnehmer kurzfristig abgesprungen war. Sie kommen aus dem Breisgau und wachsen am Schwarzwaldrand auf Granitböden. Der Anbau ist konventionell, aber für Tomi gehört das Miteinander und gegenseitige Hilfe genauso zu seinerr Philosophie wie seine eigene naturnahe Bewirtschaftung der Reben und das reduzierte Arbeiten im Keller. So war es für ihn selbstredend, dass er ihm einige Trauben abgenommen hat, zudem es sich auch noch um tolle Lagen handelt. Aus dieser Aktion stammt der Chardonnay „Mach!“.

Der Markovic Chardonnay Mach stammt aus der hängig-steil ausgerichteten 44ha großen Weinbergslage Buchholzer „Sonnhalde“ am Rande des Schwarzwalds. Hier bestehen die Weinberge im Untergrund aus Gneis (Granit). Die ausgewählte Parzelle ist nach Südosten ausgerichtet und ist erst 2015 mit einem aromatischen Chardonnayklon bestockt worden. Es ist der Jungfernjahrgang (4 Jahre alte Reben) des Weinbergs. Den Jungfernertrag durfte ich vinifizieren. Klon oder Terroir? Das ist hier die Frage! Der fertige Wein zeigt sich sehr fruchtig und saftig.

Der Name Mach! setzt sich aus den ersten beiden Buchstaben der englischen Bezeichnung für Jungfernjahrgang (maiden) und der Rebsorte Chardonnay ab. MA/CH. Da mir die Abnahme der Trauben sehr ans Herz gelegt wurden, passt das deutsche Wort Mach! (ihn) ganz gut zu dem Wein.

Das Jahr 2019

Die Wetterextreme, und hier vor allem Hitze und Trockenheit, begleiten uns nun schon seit 2017. War 2017 aufgrund des nassen Vorjahres noch nicht im Bewusstsein als Jahr mit Wassermangel, so war das in 2018 und dann auch in 2019 mit seinen extrem heißen Spätsommern schon ein anderes Kaliber. Das Wasserdefizit aus 2018 schleppte die Natur durch den trockenen Winter nach 2019 mit. Der März war überdurchschnittlich warm, und auch der April machte nicht, was er will und war trocken. Im Mai wurde es dann doch merklich kühler, so dass der Austrieb sich etwas verzögerte und eher im normalen Zeitraum stattfand. In einigen Regionen schlugen die Eisheiligen zu und zerstörten – teilweise stark – die zukünftige Ernte.

Der Juni und der Juli waren dann extrem heiß und trocken. Dies hatte hauptsächlich zwei Auswirkungen: die erste war merklicher Sonnenbrand, auch in kaum entblätterten Weinbergen. Dabei zerkochten die Beeren förmlich. Die zweite Auswirkung war ein Stagnieren der physiologischen Reife. Nachdem sich die Reben am Anfang der Wärmeperiode noch zügig weiterentwickelten, so bremste die andauernde Trockenheit die Beerenentwicklung in Ihrer Größe und physiologischen Reife.

Maßnahmen

Gegen die Hitze und Ihre Auswirkungen sind die Mittel leider knapp. Langjähriger Humusaufbau, reduzierter Wuchs und somit weniger Wasserverbrauch sowie das Walzen der Begrünung als Isolationsschicht gegen die Wasserverdunstung sind da die wenigen Mittel, von einer Bewässerung mal abgesehen, über die man auch Streiten kann. In den von mir bewirtschafteten Flächen habe ich neben den Verlusten durch Sonnenbrand bewusst zusätzlich früh Ertrag reduziert, um den Wasserverbrauch zu senken. Den ersten Laubschnitt habe ich sehr spät nach hinten terminiert. Die Laubwandglocke sorgte für spürbar kühlere Temperaturen in meinen Weinbergen. Im August fiel dann der lang ersehnte Regen. Leider als Starkregen, aber besser als weitere Trockenheit, denn dies hätte zu massiven Ertragsverlusten geführt.

Sorgen machte lange die Stagnation des Beerenwachstums und der Reife. In den letzten Jahren wird der Zeitraum, in dem die Trauben den Zucker einlagern, immer schneller, heißt kürzer, und zwingt zu zügiger Lese, um nicht zu hohe Alkoholgehalte zu bekommen. Die Frage kam auf, wie physiologisch reif die Trauben bei ausreichenden Mostgewichten in 2019 sein würden. Der September brachte uns glücklicherweise Abkühlung mit relativ niedrigen Nachttemperaturen und hier und da Regen. Die Lese fand – endlich mal wieder – in der zweiten Septemberhälfte und im Oktober statt und bot somit ausreichend Hängezeit für die nötige Reife.

Wie sind sie denn nun, die Weine des Jahrgangs 2019? Das am stärksten herausstechende Merkmal ist die Frische des Jahrgangs. Die Säure ist höher als in den beiden Jahren zuvor, und die Weine generell straffer. Grundsätzlich sind die Weine auch etwas leichter als dies 2017 & 2018 der Fall war. Hier hinterlässt die Trockenheit des Sommers Ihre Spuren und bringt den 2019ern nicht ganz die Kraft der Vorgängerjahrgänge. Spannend sind sie aber allemal. Die einen zeigen Frucht und Frische, die anderen sind eher auf der kargen, mineralischen Seite und bieten somit ausreichend Abwechslung.

Vinifikation Markovic Chardonnay Mach

Jungfernertrag! Die Beeren wurden am 19 . September 2019 ausschließlich von Hand gelesen. Ertrag von 45hl/ha. Schonende Ganztraubenpressung. Spontangärung als Zweitbelegung in einem 400L Tonneau aus Jupilles Eiche. 10 Monate Vollhefelager. Abstich in Edelstahl zum Erhalt der Frucht des aromatischen Klons. Kein biologischer Säureabbau. Gesamtproduktion: 525 Flaschen a 0,75l. Unfiltriert auf die Flasche gefüllt.

Memo zur Degustation

Mit zart gelb-goldener Farbe fliest er ins große Burgunderglas. Mit Schwenken des Weines im Glas und Luftzufuhr eröffnen sich herrlich reife Aromen von gelbem, süßem Apfel, frisch aufgeschnittener, reifer Honigmelone, etwas Muskat und ein Hauch Holz. Der erste Schluck ist geprägt von Frische und nicht aufdringlich wirkenden gelbfruchtigen Aromen bestimmt. Herrlich fruchtaromatisch auf der Zunge, saftig, verspielt, ungemein animierend, man möchte immer und immer wieder probieren. Sehr animierender Chardonnay, nicht unbedingt megatief, aber herrlich fruchtig-saftiger Chardonnay mit subtiler Mineralik des Granit. 

Memo zum Boden

Gneis (Granit) im Untergrund

Allgemeine Informationen
WeinartWeißwein
RebsorteChardonnay
Geschmacktrocken
LeitrebeChardonnay
KategorieQualitätswein
Erzeugungkonventionell
VerschlussNaturkork
Herkunft
WeingutTomislav Markovic
RegionBaden
BereichBreisgau
LageBuchholz Sonnhalde
HerkunftslandDeutschland
Verbrauch
Weintypfruchtig, mittelkräftig, frisch, trocken
Trinkreife2021 - 2026
Trinktemperatur12 Grad
Analysewerte
Alkohol12,5% Vol.
Allergiker-Infoenthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Punktewertungen
K&M Punkte88 Punkte