Markovic Riesling »Quo Vadis« trocken (Limitiert)

2018

Markovic Riesling »Quo Vadis« trocken (Limitiert)

Tomislav Markovic, Deutschland, 0.75l

19,00

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Grundpreis: 25,33/l

Ab einer Bestellmenge von 6 Flaschen erhalten Sie einen Rabatt von 1,00€/Flasche

Mirabelle, Quitte, heller Pfeffer. Offen, saftig, reife Limone, weißer Tee. Herb-pfeffriger Abgang.

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Tomislav Markovic | Rheinhessen & Baden

Vom Bänker zum Winzer

Tomislav Markovic

Tomislav Markovic

Die Wurzeln von Tomislav Markovic liegen in Kroatien. Seine Eltern stammen aus Slawonien, jener Region, aus der die Eichen für die großen Holzfässer, die hauptsächlich in der Toskana und dem Piemont zu finden sind, stammen. Während seiner jährlichen Heimaturlaube führte ihn sein Onkel an das Thema Wein heran. Plötzlich war die Neugier geweckt: wie kommen die Aromen in den Wein? Gibt es Besseres als Müller-Thurgau und Weißherbst?

Geboren und aufgewachsen ist er im Rhein/Main-Gebiet. Von 1993 bis 1997 studierte er BWL, ab dem Jahr 2000 wechselte er zu den großen Bankenhäusern nach Frankfurt. Wir haben uns eher zufällig immer wieder mal auf Weinveranstaltungen getroffen und uns ausgetauscht. Zu jener Zeit machten auch wir uns gerade selbstständig im Wein-Business. Neben dem Spätburgunder galt seine große Aufmerksamkeit vor allem den Rieslingen von der Mosel. Diese Liebe hält bis heute an. Probieren Sie doch einmal seinen wunderbaren KABINETT.

Bank adé – Willkommen im Winzerleben

2011 krempelte er sein berufliches Leben noch einmal um. Er schmiss den Bankjob und begann am Weincampus Neustadt Weinbau & Önologie zu studieren. Einher ging dabei die Ausbildung zum Winzer beim Weingut Bercher in Burkheim am Kaiserstuhl. Es folgten Praktika in Portugal beim Weingut Viera de Sousa (Douro) und 2015 beim berühmten Weingut Domaine de Montille in Volnay. Seit Juni 2016 ist er beim Beratungsdienst ökologischer Weinbau in Freiburg als Berater für Bio-Weinbau & Önologie tätig.

Vorbild Burgund & Douro

Nicht nur die Weine aus diesen Gebieten faszinieren Tomislav. Auch die vielen gemeinsamen Projekte der Winzer im Dourotal findet er beispielhaft für den Erfolg einer Region. So hat er sich das im Burgund übliche Modell der Négociant – vinificateurs zu Eigen gemacht. Man kauft Trauben oder Most und verarbeitet ihn dann zu seinem Wein. Ziemlich vorteilhaft, denn an geeignete, hochwertige Rebflächen zu gelangen ist für einen Quereinsteiger nicht so einfach. Bis er seine eigenen Weinberge im heimischen Breisgau findet, kann er auf Rebflächen von Freunden in Rheinhessen und am Kaiserstuhl zurückgreifen.

Ihm geht es dabei nicht um nüchterne Geschäftsbeziehungen, sondern sieht die Zusammenarbeit als Projekte an. Das Ziel ist es, gemeinsam mit den Freunden das Potential der ausgesuchten Lagen durch individuelle, wenn möglich ökologische Weinbergsarbeit auszuschöpfen. Die Spätburgunderparzelle am Kaiserstuhl bearbeitet er vorwiegend selbst nach seinen eigenen Vorstellungen. Der 2016er Pinot Noir ist vom Fass vielversprechend. Da hat jemand in Frankreich genau hingeschaut. Wir sind gespannt.

Update 2016er Spätburgunder und 2017er Weissweine

Die Weine haben in der Frankfurter Spitzengastronomie (Weinsinn, Bidlabu)  großen Anklang gefunden. Tomi muss die Weine mittlerweile zuteilen. Da wir von Anfang an dabei sind, bekommen wir vom Kuchen auch immer das größte Stück.

Weinstil

“Ich möchte frische, balancierte Weine machen, mit feiner, tiefer Frucht und dabei immer leichtfüßig. Das Holz soll immer subtil unterstützen, nie vorschmecken. Im Übrigen eine schwierige Aufgabe – da benötigt es viel Erfahrung, die Kenntnis über sein Traubenmaterial und super Fässer.”

Adresse des Weingutes:
Tomislav Markovic, Kupfertorplatz 1, 79206 Breisach

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Markovic Riesling »Quo Vadis« trocken (Limitiert)

Herkunft

Über 25 Jahre alten Rebstöcke liefern die Trauben für den Markovic Riesling Quo Vadis. Sie stammen aus dem Eckelsheimer Kirchberg im südwestlichen Rheinhessen. Dieses auch „Kliff“ genannte Areal ist bekannt für seine extrem felsigen Weinbergslagen. Der Untergrund besteht hauptsächlich aus Porphyr / Rhyolit, aber auch Kies und Sand sind hier vorhanden. Diese Bodenformation ist einzigartig und entstand vor 30 Millionen Jahren, als der vulkanische Untergrund von einem subtropischen Urmeer geflutet wurde. Der Porphyr in Kombination mit der sandigen und kieseligen Komponente gibt den Rieslingen vom Kirchberg immer eine Note von reifer Limonenschale, in wärmeren Jahren gerne auch etwas mehr gelbe Früchte.

Vinifizierung Markovic Riesling Quo Vadis

Sorgfältige und händische Lese der gesunden Trauben. 6 Stunden Mazeration der leicht angequetschten Ganztrauben sowie Ganztraubenpressung. Spontane Vergärung und 10-monatiger Ausbau in einem 3rd Fill 500 l Tonneaux aus französischer Eiche. Anschließend leicht oxidativer Ausbau im Edelstahl. 18 Monate Feinhefelager. Aufgrund des Restzuckers eine Filtration. Keine Schönung. 1200 Flaschen wurden produziert.

Der Gault Millau 2020 schreibt

Die Eltern von Tomislav Markovic stammen aus Slawonien in Kroatien, einer sehr weinverbundenen Region. Ein erstes Berufsleben führte ihn in eine deutsche Großbank. Doch dann orientierte er sich komplett um: „Aufgrund eines 2. Platzes beim Wettbewerb zum Weinkenner des Jahres der Zeitschrift ‚Der Feinschmecker‘ entschied ich mich 2011, meine Tätigkeit im Bankenwesen zu beenden, und schrieb mich am Weincampus Neustadt an der Weinstraße zum Weinbau- und Önologiestudium ein.“ Während des vierjährigen dualen Studiums absolvierte Markovic seine Praxismonate beim Weingut Bercher am Kaiserstuhl sowie Praktika bei der Domaine de Montille in Volnay und bei Vieira de Sousa im Douro-Tal. Seine eigenen Flächen bearbeitet er heute biodynamisch. Im Zukauf sind nicht alle Trauben aus ökologischer Produktion. Er achtet aber darauf, dass zumindest herbizidfrei gearbeitet und nicht mineralisch gedüngt wird. „Ziel ist, in Zukunft nur Weine aus ökologischer Traubenerzeugung anzubieten.“ Im Keller vergärt er größtenteils spontan und baut alle Weine in Holzbehältern aus.

Die Rotweinbereitung geschieht klassisch als offene Maischegärung mit unterschiedlichen Anteilen von ganzen Trauben. Die Einmaischung erfolgt mit den Füssen, gepresst wird mit einer Korbpresse. „Der Schwefeleinsatz erfolgt moderat, um die Weine expressiv zu halten, jedoch nicht in so niedrigen Mengen, als dass man von Natural Wines sprechen könnte“, so Markovic. „Ich greife generell wenig ein und lasse den Weinen Zeit zur Entwicklung. Ich denke, dass dies zu einer inneren Stabilität und Harmonie führt.“ In der Tat: Die Weine dieses Newcomers beeindruckten uns durch ihre ausgesprochene Finesse bei gleichzeitiger Kraft und Persönlichkeit. Ein Name, den man sich merken sollte.

Memo zur Degustation

Mirabelle, Quitte, heller Pfeffer. Offen, saftig, reife Limone, weißer Tee. Herb-pfeffriger Abgang.

Memo zum Boden

Der Eckelsheimer Kirchberg liegt im südwestlichen Rheinhessen. Das Areal wird auch "Kliff" genannt, weil es für die extrem felsige Weinbergslage bekannt ist. Der Untergrund besteht hauptsächlich aus Porphyr, Rhyolit, aber auch Kies und Sand. Es ist eine einzigartige Bodenformation, sie entstand vor 30 Millionen Jahren, als der vulkanische Untergrund von einem subtropischen Meer geflutet wurde. Kennzeichnend für Weine aus dieser Lage ist immer ein Note von Schalen reifer Limetten.

Allgemeine Informationen
WeinartWeißwein
RebsorteRiesling
Geschmacktrocken
LeitrebeRiesling
KategorieLandwein
Erzeugungkonventionell
VerschlussNaturkork
Herkunft
WeingutTomislav Markovic
RegionRheinhessen
HerkunftslandDeutschland
Verbrauch
Weintypmineralisch, kraftvoll, frisch, trocken
Trinkreife2020 - 2026
Trinktemperatur12 Grad
Analysewerte
Alkohol12% Vol.
Restzucker6 g/l
Allergiker-Infoenthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Säure6%
Punktewertungen
K&M Punkte91 Punkte
Wein-Plus89 Punkte

Fester, hefiger, pflanzlicher und zart nussiger Duft mit recht feinen, herben gelbfruchtigen Noten, etwas gelber Würze und deutlicher, heller Mineralik. Fest gewirkte, helle, recht saftige, nicht restlos trockene Frucht, sehr feine, lebendige Säure und viel Griff von reifem Gerbstoff, dicht und nachhaltig am Gaumen, ätherische Noten, intensive, salzig-kreidige Mineralik, gute Tiefe, noch sehr jung, recht komplex, viel Kraft für den niedrigen Alkohol, sehr guter, fester, saftiger, hefiger und mineralischer, auch wieder ganz leicht süßlicher Abgang mit Griff und Biss.Trinkempfehlung: Mitte 2021 bis 2026+. Wein‑Plus Bewertung: Sehr gut (89 WP) Zuletzt bewertet:3. Juli 2020