Markovic Riesling »Quo Vadis« trocken (Limitiert)

2019

Markovic Riesling »Quo Vadis« trocken (Limitiert)

Tomislav Markovic, Deutschland, 0.75l

21,50

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Grundpreis: 28,67/l

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Der Quo Vadis stammt dieses Jahr aus Baden und zeigt einen ganz anderen Charakter als die Vorgänger aus Rheinhessen. Die jahrgangstypische schlankere Art wird vom Granit noch unterstützt. Ausgebaut ist er diesmal eher wieder etwas oxidativer. Herrlicher Duft nach reifen, würzigen Äpfeln und zwar nicht nach jenen, die im Supermarkt seelenlos im Regal liegen und einer wie der andere ausschauen. Nein, es sind die kleinen, hocharomatischen Äpfeln, wie sie auf Erzeugermärkten bei Selbstvermarktern zu finden sind. Manchmal klein und schrumpelig, aber voller Geschmack, saftig. Zupackende Gerbsäure am Gaumen (ist halt Riesling und nicht Grauburgunder, gell!), geprägt von seinem Boden, der Granit zeigt dir die mineralische Kante. Konsequent ohne Schnörkel und so wenig S02 wie möglich vinifiziert. Pur und authentisch!

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Tomislav Markovic | Rheinhessen & Baden

0,4 ha Rebfläche | Produktion ca. 3.000 Flaschen | naturnahe Arbeitsweise | vom Bänker zum Winzer – die Liebe zum Wein besiegte den Kapitalismus – eigene Handschrift | Spontan vergoren |  ungeschönt und unfiltriert abgefüllt | möglichst wenig Schwefel. | Seit August 2017 bei K&M im Sortiment.

Tomislav Markovic

Tomislav Markovic

Entdeckung des Jahres 2020 Wein-Plus

Tomislav Markovic – Entdeckung des Jahres Bereich Rheinhessen & Baden

Zuhause ist das Weingut eigentlich in Breisach in Baden, doch einen Teil seiner Trauben bezieht Markovic aus Rheinhessen, weshalb es hier auffallend guten Riesling aus Siefersheim gibt. So ergab sich die verwirrende Situation, dass wir in Baden eigentlich eineinhalb Entdeckungen hätten und eine halbe in Rheinhessen. Wer also den ganz und gar eigenständigen “Quo Vadis” oder den Kabinett aus dem Höllenberg probiert, darf schon auch gleich die exzellenten Spätburgunder aus Baden mitkosten.

Vom Bänker zum Winzer

Die Wurzeln von Tomislav Markovic liegen in Kroatien. Seine Eltern stammen aus Slawonien, jener Region, aus der die Eichen für die großen Holzfässer, die hauptsächlich in der Toskana und dem Piemont zu finden sind, stammen. Während seiner jährlichen Heimaturlaube führte ihn sein Onkel an das Thema Wein heran. Plötzlich war die Neugier geweckt: wie kommen die Aromen in den Wein? Gibt es Besseres als Müller-Thurgau und Weißherbst?

Geboren und aufgewachsen ist er im Rhein/Main-Gebiet. Von 1993 bis 1997 studierte er BWL, ab dem Jahr 2000 wechselte er zu den großen Bankenhäusern nach Frankfurt. Wir haben uns eher zufällig immer wieder mal auf Weinveranstaltungen getroffen und uns ausgetauscht. Zu jener Zeit machten auch wir uns gerade selbstständig im Wein-Business. Neben dem Spätburgunder galt seine große Aufmerksamkeit vor allem den Rieslingen von der Mosel. Diese Liebe hält bis heute an. Probieren Sie doch einmal seinen wunderbaren KABINETT.

Bank adé – Willkommen im Winzerleben

2011 krempelte er sein berufliches Leben noch einmal um. Er schmiss den Bankjob und begann am Weincampus Neustadt Weinbau & Önologie zu studieren. Einher ging dabei die Ausbildung zum Winzer beim Weingut Bercher in Burkheim am Kaiserstuhl. Es folgten Praktika in Portugal beim Weingut Viera de Sousa (Douro) und 2015 beim berühmten Weingut Domaine de Montille in Volnay. Seit Juni 2016 ist er beim Beratungsdienst ökologischer Weinbau in Freiburg als Berater für Bio-Weinbau & Önologie tätig.

Vorbild Burgund & Douro

Nicht nur die Weine aus diesen Gebieten faszinieren Tomislav. Auch die vielen gemeinsamen Projekte der Winzer im Dourotal findet er beispielhaft für den Erfolg einer Region. So hat er sich das im Burgund übliche Modell der Négociant – vinificateurs zu Eigen gemacht. Man kauft Trauben oder Most und verarbeitet ihn dann zu seinem Wein. Ziemlich vorteilhaft, denn an geeignete, hochwertige Rebflächen zu gelangen ist für einen Quereinsteiger nicht so einfach. Bis er seine eigenen Weinberge im heimischen Breisgau findet, kann er auf Rebflächen von Freunden in Rheinhessen und am Kaiserstuhl zurückgreifen.

Ihm geht es dabei nicht um nüchterne Geschäftsbeziehungen, sondern sieht die Zusammenarbeit als Projekte an. Das Ziel ist es, gemeinsam mit den Freunden das Potential der ausgesuchten Lagen durch individuelle, wenn möglich ökologische Weinbergsarbeit auszuschöpfen. Die Spätburgunderparzelle am Kaiserstuhl bearbeitet er vorwiegend selbst nach seinen eigenen Vorstellungen. Der 2016er Pinot Noir ist vom Fass vielversprechend. Da hat jemand in Frankreich genau hingeschaut. Wir sind gespannt.

Update 2016er Spätburgunder und 2017er Weißweine

Die Weine haben in der Frankfurter Spitzengastronomie (Weinsinn, Bidlabu)  großen Anklang gefunden. Tomi muss die Weine mittlerweile zuteilen. Da wir von Anfang an dabei sind, bekommen wir vom Kuchen auch immer das größte Stück.

Weinstil

“Ich möchte frische, balancierte Weine machen, mit feiner, tiefer Frucht und dabei immer leichtfüßig. Das Holz soll immer subtil unterstützen, nie vorschmecken. Im Übrigen eine schwierige Aufgabe – da benötigt es viel Erfahrung, die Kenntnis über sein Traubenmaterial und super Fässer.”

Anschrift des Weingutes:

Tomislav Markovic, Kupfertorplatz 1, 79206 Breisach

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Markovic Riesling »Quo Vadis« trocken (Limitiert)

Herkunft

Über 25 Jahre alten Rebstöcke aus dem Eckelsheimer Kirchberg im südwestlichen Rheinhessen lieferten bisher die Trauben für den Markovic Riesling Quo Vadis. Nun führt uns der Weg des Quo Vadis weiter in die Buchholzer „Sonnhalde“ am Randes des Schwarzwalds. Anders als in den umliegenden südlichen badischen Gebieten, bestehen die Weinberge im Untergrund aus Gneis (Granit). Die ausgewählte Parzelle ist extrem steil und exakt nach Süden ausgerichtet. Dem warmen Grundklima der Lage stehen die kühlenden Nächte der umliegenden Wälder entgegen und sorgen so zusammen mit dem felsigen Untergrund für ein spannendes Terroir. Es bleibt abwechslungsreich.

Das Jahr 2019

Die Wetterextreme, und hier vor allem Hitze und Trockenheit, begleiten uns nun schon seit 2017. War 2017 aufgrund des nassen Vorjahres noch nicht im Bewusstsein als Jahr mit Wassermangel, so war das in 2018 und dann auch in 2019 mit seinen extrem heißen Spätsommern schon ein anderes Kaliber. Das Wasserdefizit aus 2018 schleppte die Natur durch den trockenen Winter nach 2019 mit. Der März war überdurchschnittlich warm, und auch der April machte nicht, was er will und war trocken. Im Mai wurde es dann doch merklich kühler, so dass der Austrieb sich etwas verzögerte und eher im normalen Zeitraum stattfand. In einigen Regionen schlugen die Eisheiligen zu und zerstörten – teilweise stark – die zukünftige Ernte.

Der Juni und der Juli waren dann extrem heiß und trocken. Dies hatte hauptsächlich zwei Auswirkungen: die erste war merklicher Sonnenbrand, auch in kaum entblätterten Weinbergen. Dabei zerkochten die Beeren förmlich. Die zweite Auswirkung war ein Stagnieren der physiologischen Reife. Nachdem sich die Reben am Anfang der Wärmeperiode noch zügig weiterentwickelten, so bremste die andauernde Trockenheit die Beerenentwicklung in Ihrer Größe und physiologischen Reife.

Maßnahmen

Gegen die Hitze und Ihre Auswirkungen sind die Mittel leider knapp. Langjähriger Humusaufbau, reduzierter Wuchs und somit weniger Wasserverbrauch sowie das Walzen der Begrünung als Isolationsschicht gegen die Wasserverdunstung sind da die wenigen Mittel, von einer Bewässerung mal abgesehen, über die man auch Streiten kann. In den von mir bewirtschafteten Flächen habe ich neben den Verlusten durch Sonnenbrand bewusst zusätzlich früh Ertrag reduziert, um den Wasserverbrauch zu senken. Den ersten Laubschnitt habe ich sehr spät nach hinten terminiert. Die Laubwandglocke sorgte für spürbar kühlere Temperaturen in meinen Weinbergen. Im August fiel dann der lang ersehnte Regen. Leider als Starkregen, aber besser als weitere Trockenheit, denn dies hätte zu massiven Ertragsverlusten geführt.

Sorgen machte lange die Stagnation des Beerenwachstums und der Reife. In den letzten Jahren wird der Zeitraum, in dem die Trauben den Zucker einlagern, immer schneller, heißt kürzer, und zwingt zu zügiger Lese, um nicht zu hohe Alkoholgehalte zu bekommen. Die Frage kam auf, wie physiologisch reif die Trauben bei ausreichenden Mostgewichten in 2019 sein würden. Der September brachte uns glücklicherweise Abkühlung mit relativ niedrigen Nachttemperaturen und hier und da Regen. Die Lese fand – endlich mal wieder – in der zweiten Septemberhälfte und im Oktober statt und bot somit ausreichend Hängezeit für die nötige Reife.

Wie sind sie denn nun, die Weine des Jahrgangs 2019? Das am stärksten herausstechende Merkmal ist die Frische des Jahrgangs. Die Säure ist höher als in den beiden Jahren zuvor, und die Weine generell straffer. Grundsätzlich sind die Weine auch etwas leichter als dies 2017 & 2018 der Fall war. Hier hinterlässt die Trockenheit des Sommers Ihre Spuren und bringt den 2019ern nicht ganz die Kraft der Vorgängerjahrgänge. Spannend sind sie aber allemal. Die einen zeigen Frucht und Frische, die anderen sind eher auf der kargen, mineralischen Seite und bieten somit ausreichend Abwechslung.

Vinifizierung Markovic Riesling Quo Vadis

Der Markovic Riesling Quo Vadis wandert weiter durch Deutschlands Weinregionen und macht so seinem Namen alle Ehre. Er wird aber dieses Jahr einen ganz anderen Charakter zeigen als die Vorgänger aus Rheinhessen. Die jahrgangstypische schlankere Art wird vom Granit noch unterstützt. Ausgebaut ist er diesmal eher wieder etwas oxidativer. Sorgfältige und händische Lese der gesunden Trauben von 25 Jahre alten Rebstöcken am 28.09.2019. Der Ertrag lag bei 60 hl/ha.  Schonende Ganztraubenpressung. Spontangärung in einem 3rd Fill 500L Tonneau aus franz. Eiche, sowie  im Edelstahl. Vollhefelager bis zum Ende der malolaktischen Gärung. Ein Abstich und weiterer Ausbau im Edelstahl.  Sehr natürlich gehaltener Ausbau, wenig SO2. Gesamtproduktion 880 Flaschen.

Der Gault Millau 2020 schreibt

Die Eltern von Tomislav Markovic stammen aus Slawonien in Kroatien, einer sehr weinverbundenen Region. Ein erstes Berufsleben führte ihn in eine deutsche Großbank. Doch dann orientierte er sich komplett um: „Aufgrund eines 2. Platzes beim Wettbewerb zum Weinkenner des Jahres der Zeitschrift ‚Der Feinschmecker‘ entschied ich mich 2011, meine Tätigkeit im Bankenwesen zu beenden, und schrieb mich am Weincampus Neustadt an der Weinstraße zum Weinbau- und Önologiestudium ein.“ Während des vierjährigen dualen Studiums absolvierte Markovic seine Praxismonate beim Weingut Bercher am Kaiserstuhl sowie Praktika bei der Domaine de Montille in Volnay und bei Vieira de Sousa im Douro-Tal. Seine eigenen Flächen bearbeitet er heute biodynamisch. Im Zukauf sind nicht alle Trauben aus ökologischer Produktion. Er achtet aber darauf, dass zumindest herbizidfrei gearbeitet und nicht mineralisch gedüngt wird. „Ziel ist, in Zukunft nur Weine aus ökologischer Traubenerzeugung anzubieten.“ Im Keller vergärt er größtenteils spontan und baut alle Weine in Holzbehältern aus.

Die Rotweinbereitung geschieht klassisch als offene Maischegärung mit unterschiedlichen Anteilen von ganzen Trauben. Die Einmaischung erfolgt mit den Füssen, gepresst wird mit einer Korbpresse. „Der Schwefeleinsatz erfolgt moderat, um die Weine expressiv zu halten, jedoch nicht in so niedrigen Mengen, als dass man von Natural Wines sprechen könnte“, so Markovic. „Ich greife generell wenig ein und lasse den Weinen Zeit zur Entwicklung. Ich denke, dass dies zu einer inneren Stabilität und Harmonie führt.“ In der Tat: Die Weine dieses Newcomers beeindruckten uns durch ihre ausgesprochene Finesse bei gleichzeitiger Kraft und Persönlichkeit. Ein Name, den man sich merken sollte.

Memo zur Degustation

Herrlicher Duft nach reifen, würzigen Äpfeln und zwar nicht nach jenen, die im Supermarkt seelenlos im Regal liegen und einer wie der andere ausschauen. Nein, es sind die kleinen, hocharomatischen Äpfeln, wie sie auf Erzeugermärkten bei Selbstvermarkten zu finden sind. Manchmal klein und schrumpelig, aber voller Geschmack, saftig. Zupackende Gerbsäure am Gaumen (ist halt Riesling und nicht Grauburgunder, gell!), geprägt von seinem Boden, der Granit zeigt dir die mineralische Kante. Konsequent ohne Schnörkel vinifiziert.

Memo zum Boden

Granit (Gneis)

Allgemeine Informationen
WeinartWeißwein
RebsorteRiesling
Geschmacktrocken
LeitrebeRiesling
KategorieLandwein
Erzeugungkonventionell
VerschlussNaturkork
Herkunft
WeingutTomislav Markovic
RegionBaden
BereichBreisgau
LageBuchholz Sonnhalde
HerkunftslandDeutschland
Verbrauch
Weintypmineralisch, kraftvoll, frisch, trocken
Trinkreife2021 - 2027
Trinktemperatur12 Grad
Analysewerte
Alkohol12% Vol.
Allergiker-Infoenthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Punktewertungen
K&M Punkte91 Punkte
Wein-Plus90 Punkte

Herber, nussiger und leicht tabakiger Duft nach reifen gelben Früchten mit gelb-gewürzigen und mineralischen Noten. Reife, fest gewirkte, saftige, dabei ganz trockene Frucht, leicht rauchige, tabakige und nussige Aromen, angedeutetes, helles Holz, sehr feine Säure, nachhaltig am Gaumen, feiner Griff, gute Substanz, deutliche Mineralik, vielschichtig, gute Tiefe, sehr guter, fester, griffiger, herb-saftiger und würziger Abgang. Bewertung: hervorragend (90 WP). Zuletzt bewertet:1. Juni 2021 Trinkempfehlung: Bis 2027+