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Silvaner Retzstadt Langenberg Alte Reben VDP.Erste Lage (DE-ÖKO-006)

2021

Silvaner Retzstadt Langenberg Alte Reben VDP.Erste Lage (DE-ÖKO-006)

Rudolf May, Deutschland, 0.75l

19,00

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Produkt enthält: 0,75 l

Grundpreis: 25,33/l

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Dunkle Art, Quitte, dunkle Mineralität, ernsthaft, perfekte Balance von Kraft und Struktur, im besten Sinne rustikal, dabei durchaus elegant und die Finesse wird mit der Reife noch kommen. Für mich spiegelt der Wein die Typizität der May-Weine exzellent wider. Klar geht es besser, das zeigten dann ja sofort die nächsten Weine, aber der Langenberg zeigt eben vorzüglich was die Klasse der May-Silvaner ausmacht. Menübegleiter, Reifepotential, keine vordergründige Frucht, wie man bei May eh kaum Primäraromatik schmeckt. Der Langenberg ist jetzt schon mit viel Genuss trinkbar, wird in 5-8 Jahren seine ganze Klasse zeigen. Ein großartiger Lagen-Silvaner.

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Silvaner Retzstadt Langenberg Alte Reben VDP.Erste Lage (DE-ÖKO-006)

Herkunft

Rudolf May Silvaner Retzstadt Langenberg – Silvaner mit Schmelz, Kraft und Eleganz. Der Langenberg ist der Hausberg von Retzstadt, die Trauben für den Erste Lage Wein stammen aus alten Rebanlagen, im Durchschnitt sind die Stöcke 50 Jahre alt. Die Parzellen sind zum Teil nicht flurbereinigt, was heute ein großer Schatz ist. Die Rebstöcke stehen auf skelettreichem Boden, der vom Wellenkalk, einer besonderen Formation des Muschelkalk, geprägt ist. Der Wellenkalk gibt den Weinen einen kraftvoll-sehnigen, gleichwohl eleganten Charakter.

Jahrgang 2021

Ein Weinjahr, das es durchaus in sich hatte. Nach den heißen und trockenen Vorjahren stellte uns das Jahr 2021 wieder vor ganz andere Herausforderungen. Die feuchte Vegetationsphase machte den Pilzdruck enorm und wir haben wirklich gekämpft, um gesunde Trauben ernten zu können. Und jetzt? Die ersten Weine präsentieren sich animierend, knackig und lebhaft und durchaus schon mit Anspruch. Die große Stärke des Jahrgangs 2021 liegt unserer Meinung nach an den moderaten Alkoholgehalten. Aber trotzdem ist viel Raffinesse und Filigranität vorhanden. Einfach unglaublich – als sei alles ganz normal gewesen.

Vinifikation May Silvaner Retzstadt Langenberg VDP.Erste Lage

Die Trauben werden von Hand gelesen und streng selektioniert, nur wirklich reife und gesunde Trauben kommen ins Lesekörbchen. Das kann stellenweise nicht viel sein, denn die alten Stöcke bringen nur wenig Ertrag. Die Trauben kommen aus mehreren bis 50 Jahre alten Weinbergen, die mitten im Herzstück vom Langeberg stehen. Es sind sehr alte verknöcherte Rebstöcke.

Der Most bleibt 18 Stunden auf der Maische, was für das feine Gerbstoffgerüst verantwortlich ist. Danach vergärt der Wein in Holzfässern, allein mit den eigenen Hefen, also spontan. Die Gärung ist sehr langsam und gezügelt verlaufen, am Ende lag der Wein für 9 Monate auf der eigenen Hefe. Die genutzten Fässer sind mittelgroße Tonneau, die schon mehrfach verwendet wurden. Der Wein wird sich in den nächsten Jahren auf der Flasche weiter verfeinern. Die Kunden können sich freuen, angesichts der tollen Qualität. Der Langenberg-Silvaner besitzt Fülle und Saft, reintönige Frucht, gute Struktur und Harmonie.

Weingut des Jahres 2022 – Weinführer Gerhard Eichelmann

In seiner Laudatio erklärt Gerhard Eichelmann:

“Schon in der ersten Ausgabe des Weinführers wurde Rudolf May empfohlen, seither sind seine Weine stets besser und faszinierender geworden. Er hat dabei immer mehr auf Silvaner gesetzt, ist einer der maßgeblichen Protagonisten der Silvaner-Renaissance des letzten Jahrzehnts. Kaum ein anderer Winzer hat sein Weine so präzise definiert, bietet eine dermaßen umfassende Silvaner-Kollektion“

VINUM Weinguide Deutschland 2022 • Regionale Spitzenresultate

Die besten Winzer der Weinregion Franken

Rudolf »Rudi« May war als Falstaff Winzer des Jahres 2021 nominiert, und der bescheidene, nie nach vorn drängende Retzstadter hätte den Titel nur allzu verdient gehabt. Das zeigen auch die neuen Weine, bei denen May uns eine Auswahl mit minimalistischem Touch geschickt hat: Silvaner und Spätburgunder. Mehr braucht man auch wirklich nicht, um glücklich zu sein – zumal wenn eine Kollektion so hochwertig und geschlossen ist. Herauszuheben wären die Erste Lage Langenberg – unser Preis-Genuss-Tipp .

Interview mit Rudi May

VDP: Was ist das Besondere an Ihrem Weingut?

Rudolf May: Der ungewöhnlich hohe Silvaneranteil. Dazu sind die Weine sehr mineralisch geprägt und haben extrem niedrigen Zucker (meistens unter zwei Gramm/Liter). Außerdem gehört uns die VDP.GROSSE LAGE® HIMMELSPFAD fast in Alleinbesitz, die am westlichen Eingang von Retzstadt als markante Steillage nicht zu übersehen ist.

VDP: Was ist Ihre Weingutsphilosophie?

Rudolf May: Wir versuchen, den bei uns vorherrschenden Muschelkalkboden spürbar zu machen, indem wir so wenig wie möglich die Trauben im Weinberg und auch später den Wein im Keller durch Chemie beeinflussen. Deswegen haben wir auf biologische Bewirtschaftung umgestellt. Außerdem sind wir überzeugt von alten Weinbergen, die wir hegen und pflegen.

VDP: Welchen Weinstil streben Sie an?

Rudolf May: Die Weißweine sollen schlank, filigran und langanhaltend spürbar sein. Das soll besonders beim Silvaner gezeigt werden. Daneben ist uns eine lange Lebensdauer beim Silvaner, aber auch beim Spätburgunder, sehr wichtig.

VDP: Welchen Ihrer Weine würden Sie jemandem empfehlen, der Ihr Weingut noch nicht kennt – sozusagen als Einstieg?

Rudolf May: Retzstadt Silvaner VDP.ORTSWEIN – mineralisch geprägt bei einer gewissen Leichtigkeit.

VDP: Auf welchen Wein sind Sie ganz besonders stolz?

Rudolf May: HIMMELSPFAD Silvaner GG VDP.GROSSE LAGE®– das ist der älteste Weinberg (56 Jahre) und einer der steilsten in unserem Heimatort Retzstadt. Er bringt jedes Jahr zuverlässig unheimlich geschmacksintensive Beeren, die später den Wein vibrieren lassen. Wahnsinn!

VDP: Warum sind Sie Winzer geworden?

Rudolf May: Mein Vater war als Landwirt mit zusätzlicher kleiner Weinbergsfläche als Traubenablieferer tätig. Dadurch bin ich schon sehr früh in meiner Kindheit mit den Weinbergen in Berührung gekommen. Das war nicht immer nur positiv. Mein Traumberuf war eigentlich Maurer, da bei uns auf dem Bauernhof immer sehr viel gebaut wurde und man beim Mauern sofort die Fortschritte sah, was mich faszinierte. Daneben noch Sportreporter, ich habe die Sportereignisse nur so aufgesaugt. Aber dann hat es mich doch in Weinberg und Keller gezogen. Später bei der Weinbautechnikerausbildung bekamen wir zum Teil internationale große Weine zum Verkosten. Ich kann mich noch erinnern: 1990 Cos d’Estournel – der erste große Wein, den ich bewusst probierte. Wie ein Donnerschlag war dieses Erlebnis – Wahnsinn, was Wein alles sein kann! Da hat es „Klick“ gemacht, solche Weine eines Tages selbst zu kreieren.

VDP: Was sind Ihre nächsten Ziele?

Rudolf May: Mit dem Schritt hin zur biologischen Bewirtschaftung das Weingut sehr nachhaltig zu bewirtschaften. Zuverlässig, jedes Jahr, mit die besten Silvanerweine zu erzeugen. Den Holzfassanteil auszubauen. Weinberge in den besten Lagen in unserer Umgebung zu kaufen. Den Rebsortenspiegel auf zwei Rebsorten zu beschränken (80 Prozent Silvaner und 20 Prozent Spätburgunder).

VDP: Wie vereinen Sie Tradition und Innovation?

Rudolf May: Wir sind die erste Generation im Weingut, deswegen haben wir hier relativ freie Hand. Aber die fränkische Traditionsrebsorte Silvaner liegt uns sehr am Herzen und diese, auch mit einen spürbaren Holzfasseinsatz international interpretiert, gefällt uns sehr.

Memo zur Speise

Mit seiner würzigen Art, mit der feinen, strukturgebenden Bitternote eignet sich der Langenberg hervorragend als Essensbegleiter für ein ganzes Menü, die Frucht bleibt dezent und im Hintergrund, damit kann er sich an viele Speisen anpassen und Ihnen eine zusätzliche Dimension geben. Wenn wir eine besondere Empfehlung aussprechen sollen, dann wären es würzige Geflügelgerichte, vielleicht ein Perlhuhn dessen Haut mit Kräutern oder in der Luxusvariante mit Trüffel ausgestopft wurde, dazu eine kraftvolle Geflügel-Jus und Kartoffelpüree.

Pairingtipps: Die besten Weine zu Käsefondue von Gerhard Retter (Restaurant Cordo, Berlin)
Der gebürtige Steirer und «Cordo»-Gastgeber Gerhard Retter ist nicht nur Gastronom, sondern auch ein deutscher Fernsehstar und international gefragter Sommelier. Zum Käsefondue empfiehlt er einen fränkischen Sylvaner.
"Naja die Schweizer trinken oft Schwarz Tee dazu... aber das muss doch nicht sein. Fendant geht immer, zum Beispiel von Rene Germain... aber es darf hier mal ein fränkischer Sylvaner sein: 2019 Silvaner Langenberg von Rudolf May aus Retzstadt, ein komplexer fränkischer Wein mit herrlicher Würze und guter Balance... erfrischt und belebt das Gericht..

Zum Rezept: https://www.falstaff.ch/rd/r/kaesefondue-so-wirds-gemacht/

Memo zur Degustation

Dunkle Art, Quitte, dunkle Mineralität, ernsthaft, perfekte Balance von Kraft und Struktur, im besten Sinne rustikal, dabei durchaus elegant und die Finesse wird mit der Reife noch kommen. Für mich spiegelt der Wein die Typizität der May-Weine exzellent wider. Klar geht es besser, das zeigten dann ja sofort die nächsten Weine, aber der Langenberg zeigt eben vorzüglich was die Klasse der May-Silvaner ausmacht. Menübegleiter, Reifepotential, keine vordergründige Frucht, wie man bei May eh kaum Primäraromatik schmeckt. Der Langenberg ist jetzt schon mit viel Genuss trinkbar, wird in 5-8 Jahren seine ganze Klasse zeigen.

Memo zum Boden

Skelettreicher Muschelkalk, Formation Wellenkalk

Weingut Rudolf May |  Franken | Maindreieck

16,5 ha Weinberge | Produktion ca. 87.000 Flaschen, in 2019 nur 44.000 Flaschen reduziert durch Frost | ökologisch-zertifizierte Arbeitsweise | Weine vom Weingut Rudolf May gibt es seit November 2020 bei K&M.

Weingut Rudolf May

Rudolf May mit Sohn Benedikt

Weinbau gibt es in unserer Familie schon seit 300 Jahren. Das eigene Weingut erst seit 1998. Von Rudolf May und seiner Frau gegründet. Davor hatte Rudi, wie ihn seine Freunde nennen, einen sicheren Posten bei der Fränkischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim. Rudolf May hat den sicheren Job beim Staat gegen das Abenteuer des eigenen Weinguts getauscht. Die Familie hatte zwar schon ein paar eigenen Weinberge für den Eigenverbrauch und hat auch für ein paar Freunde Wein gemacht, aber nie selbst vermarktet.

Herkunft

Die Lagen um Thüngersheim und Retzstadt, nördlich von Würzburg gelegen, waren damals noch wenig bekannt. Renommee hatten die Lagen südlich von Würzburg, bei Randersacker und Sommershausen, rund um die Mainschleife bei Volkach und Escherndorf und bei Iphofen an den Ausläufern des Steigerwalds.

Aber hier oben Richtung Spessart gab es kaum bekannte Erzeuger und außer dem Homburger Kallmuth keine berühmte Lage. Dies sollte Rudi May in den nächsten Jahren verändern.

Bio-Logisch!

Seit 2015 ist das Weingut biologisch zertifiziert. Nicht weil das ein Trend ist, nein, weil es schon immer die Idee war, gesunde Trauben von gesunden Böden zu ernten und so die maximale Typizität, die maximale Originalität bei den eigenen Weinen zu erreichen. Auf diesem Weg ist Rudi May, seit ein paar Jahren mit Unterstützung von Sohn Benedikt, schon weit gekommen.

Auszeichnungen

2020 – Nominierung zum Falstaff-Winzer des Jahres

Anschrift des Weingutes:

Weingut Rudolf May | Im Eberstal 1 | 97282 Retzstadt

Alle Weine dieses Winzers >>
Allgemeine Informationen
WeinartWeißwein
RebsorteSilvaner
Geschmacktrocken
LeitrebeSilvaner
KategorieQualitätswein
Erzeugungökologisch
VerschlussDrehverschluß
Herkunft
WeingutRudolf May
RegionFranken
BereichMaindreieck
LageRetzstadt Langenberg
HerkunftslandDeutschland
Verbrauch
Weintypkraftvoll, komplex, elegant, trocken
Trinkreife2022 - 2029
Trinktemperatur8 Grad
Analysewerte
Alkohol12,5% Vol.
Restzucker1 g/l
Allergiker-Infoenthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Säure5,7%
Punktewertungen
K&M Punkte89 Punkte
Wein-Plus89 Punkte

Noch etwas unnahbarer, rauchiger und moderat holzwürziger Duft mit Aromen reifer gelber Früchte, ätherisch-kräuterigen Tönen, einer Spur Kreuzkümmel, Tabak, Butter und recht deutlicher Mineralik. Reife, feste, etwas warme, herb-saftige Frucht, feine Säure und merklicher Griff, rauchige und leicht nussige Töne am Gaumen, ein Hauch Pfeffer, wieder auch teils ätherische Kräuter, im Hintergrund Wurzelgemüse, reichlich kreidige, steinige und salzige Mineralik, kompakter Bau, gute Tiefe, recht vielschichtig, sehr guter, herb-saftiger, schmelziger und zugleich griffiger, wieder sehr mineralischer Abgang.

Trinkempfehlung: Mitte 2023-2028+. Zuletzt bewertet: 3. August 2022