Monsieur Le Dompteur Pinot Noir » Debut « trocken

2015

Monsieur Le Dompteur Pinot Noir » Debut « trocken

Tomislav Markovic, Deutschland, 0.75l

9,90

Grundpreis: 13,20/l

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Ab einer Bestellmenge von 6 Flaschen erhalten Sie einen Rabatt von 0,50€/Flasche.

Der Pinot Noir Debut überrascht uns nach dem Öffnen in der Nase mit einer Portion schwarzem Pfeffer und etwas Nelke. Im Hintergrund deuten sich aber schon reife Kirsche und etwas Johannisbeeren an. Wie die beiden „Dompteur“ Weißweine scheint auch der Pinot eine gehörige Portion Luft zu brauchen. Die gönnen wir ihm auch und werden mit einer schönen Extraktsüße und sehr natürlichen Kirscharomen belohnt. Die reife Säure und die begleitende Würze sorgt für ein feines Spiel im Mund. Ein ungewöhnlicher Spätburgunder, der auch gerne etwas kühler serviert werden kann – Katenschinken ist dazu bestimmt der Knaller. In jedem Fall ein gelungenes Debut.

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Tomislav Markovic- Vom Bänker zum Winzer zum Beerenzähmer

Tomislav Markovic

Tomislav Markovic

Die Wurzeln von Monsieur Le Dompteur Tomislav Markovic liegen in Kroatien. Seine Eltern stammen aus Slawonien, jener Region, aus der die Eichen für die großen Holzfässer, die hauptsächlich in der Toskana und dem Piemont zu finden sind, stammen. Während seiner jährlichen Heimaturlaube führte ihn sein Onkel an das Thema Wein heran. Plötzlich war die Neugier geweckt: wie kommen die Aromen in den Wein? Gibt es Besseres als Müller-Thurgau und Weißherbst?

Geboren und aufgewachsen ist er im Rhein/Main-Gebiet. Von 1993 bis 1997 studierte er BWL, ab dem Jahr 2000 wechselte er zu den großen Bankenhäusern nach Frankfurt. Wir haben uns eher zufällig immer wieder mal auf Weinveranstaltungen getroffen und uns ausgetauscht. Zu jener Zeit machten auch wir uns gerade selbstständig im Wein-Business. Neben den Spätburgundern galt seine große Aufmerksamkeit vor allem den Rieslingen von der Mosel. Diese Liebe hält bis heute an. Probieren Sie doch einmal seinen wunderbaren KABINETT.

Bank adé – Willkommen Monsieur Le Dompteur

2011 krempelte er sein berufliches Leben noch einmal um. Er schmiss den Bankjob und begann am Weincampus Neustadt Weinbau & Oenologie zu studieren. Einher ging dabei die Ausbildung zum Winzer beim Weingut Bercher in Burkheim am Kaiserstuhl. Es folgten Praktika in Portugal beim Weingut Viera de Sousa (Douro) und 2015 beim berühmten Weingut Domaine de Montille in Volnay. Seit Juni 2016 ist er beim Beratungsdienst ökologischer Weinbau in Freiburg als Berater für Bio-Weinbau & Oenologie tätig.

Vorbild Burgund & Douro

Nicht nur die Weine aus diesen Gebieten faszinieren Tomislav. Auch die vielen gemeinsamen Projekte der Winzer im Dourotal findet er Beispielhaft für den Erfolg einer Region. So hat er sich das im Burgund übliche Modell der Négociant – vinificateurs zu Eigen gemacht. Man kauft Trauben oder Most und verarbeitet ihn dann zu seinem Wein. Ziemlich vorteilhaft, denn an geeignete, hochwertige Rebflächen zu gelangen ist für einen Quereinsteiger nicht so einfach. Bis er seine eigenen Weinberge im heimischen Breisgau findet, kann er auf Rebflächen von Freunden in Rheinhessen und am Kaiserstuhl zurückgreifen. Ihm geht es dabei nicht um nüchterne Geschäftsbeziehungen, sondern sieht die Zusammenarbeit als Projekte an. Das Ziel ist es, gemeinsam mit den Freunden das Potential der ausgesuchten Lagen durch individuelle, wenn möglich ökologische Weinbergsarbeit auszuschöpfen. Die Spätburgunderparzelle am Kaiserstuhl bearbeitet er vorwiegend selbst nach seinen eigenen Vorstellungen. Der 2016er Pinot Noir ist vom Fass vielversprechend. Da hat jemand in Frankreich genau hingeschaut. Wir sind gespannt.

Weinstil

“Ich möchte ich frische, balancierte Weine machen, mit feiner, tiefer Frucht und dabei immer leichtfüßig. Das Holz soll immer subtil unterstützen, nie vorschmecken. Im Übrigen eine schwierige Aufgabe – da benötigt es viel Erfahrung, die Kenntnis über sein Traubenmaterial und super Fässer.”

Dompteur der Beeren

Ein Balanceakt – aber er nennt sich ja nicht umsonst Monsieur Le Dompteur. Sein Projektname ist im Herbst 2016 entstanden. Den Versuch, die durch ein verschwundenes Entrapperprallblech umherfliegenden Beeren zu zähmen, quittierte eine anwesende Freundin scherzhaft mit den Worten: „Oh, Monsieur Le Dompteur“. Unterhaltsam, aber dennoch ernsthaft. „Wenn meine Weine dann auch noch so schmecken dann hat sich das Training mit den kleinen runden Dingern doch gelohnt“.

Adresse des Winzers/Abfüllers: Tomislav Markovic, Kupfertorplatz 1, 79206 Breisach

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Pinot Noir oder nicht Pinot Noir, das war hier die Frage!

Wie geht Pinot Noir? Diese Frage stellen sich die Winzer Landauf – Landab. Warum sollte man sich dann als Einsteiger mit dieser Rebsorte beschäftigen, wenn es doch einfacheres zum Start gibt? Für den Dompteur gab es keine Zweifel sich an der „DIVA“ zu versuchen, und im Flohzirkus wollte er schon gar nicht anfangen. Es ist halt von den großen roten Sorten der Welt diejenige, welche in Deutschland schon lange heimisch ist.

Schlauerweise hat er sich als Lehrbetriebe ausgesprochene Spezialisten für Spätburgunder und Pinot Noir ausgesucht. Im Weingut Bercher am Kaiserstuhl verbrachte er die Lehrjahre, beim berühmten burgundischen Weingut De Montille in Volnay ein Praktikum. Diesen hat er Tomoko Kuriyama, unserer Lieblingswinzerin aus dem Burgund zu verdanken – mit ihr tauscht sich Tomi auch regelmäßig aus, speziell wenn es um Fragen des Holzeinsatzes geht. Da sieht Tomislav neben dem Klonen und der Erziehungsform den größten Unterschied zwischen den französischen und den deutschen Burgundern. „Mir ist aufgrund der unterschiedlichen Anbauphilosophien schnell klar geworden, dass der Versuch etwas zu kopieren nur scheitern kann. Ich investiere meine Leidenschaft lieber in das Verstehen meiner Reben vor Ort und der dadurch notwendigen Vinifikation. Das braucht Zeit!“ Die 2016er, aus Trauben von alten Kaiserstühler Anlagen, schlummern noch in dem Fässern und sind vielversprechend.

Monsieur Le Dompteur Pinot Noir Debut: Lage & Vinifikation

Der Wahlheimer Schelmen ist eine Südostlage südlich von Alzey. Die Hauptbodenart ist Löß, jedoch findet man im Untergrund auch Kalkgestein. Der Löß bringt im Pinot Debut die Saftigkeit und die Kraft, der Kalk die feine Struktur. Handlese mit strenger Selektion. Anschließend offene Maischegärung im Edelstahltank. 16 Monate Ausbau in gebrauchter Nevers-Eiche. Eine Filtration – Abfüllung auf die Flasche im April 2017.

Memo zur Speise

Schinken in allen Variationen

Memo zur Degustation

Der Pinot Noir Debut überrascht uns nach dem Öffnen in der Nase mit einer Portion schwarzem Pfeffer und etwas Nelke. Im Hintergrund deuten sich aber schon reife Kirsche und etwas Johannisbeeren an. Wie die beiden „Dompteur“ Rieslinge scheint auch der Pinot eine gehörige Portion Luft zu brauchen. Die gönnen wir ihm auch und werden mit einer schönen Extraktsüße und sehr natürlichen Kirscharomen belohnt. Die reife Säure und die begleitende Würze sorgt für ein feines Spiel im Mund. Ein ungewöhnlicher Spätburgunder, der auch gerne etwas kühler serviert werden kann – Katenschinken ist dazu bestimmt der Knaller. In jedem Fall ein gelungenes Debut.

Memo zum Boden

Löß mit Kalkgestein

Allgemeine Informationen
Weinart Rotwein
Rebsorte Pinot Noir (Spätburgunder)
Geschmack trocken
Kategorie Qualitätswein
Erzeugung konventionell
Verschluss Naturkork
Herkunft
Weingut Tomislav Markovic
Region Rheinhessen
Herkunftsland Deutschland
Verbrauch
Trinkreife 2017 - 2020
Trinktemperatur 16 Grad
Analysewerte
Alkohol 13,5% Vol.
Restzucker 0,1 g/l
Allergiker-Info enthält Sulfite
Säure 5,2%
Punktewertungen
K&M Punkte 87 Punkte