Monsieur Le Dompteur Riesling » Debut « trocken

2015

Monsieur Le Dompteur Riesling » Debut « trocken

Monsieur Le Dompteur, Deutschland, 0.75l

12,50

Grundpreis: 16,67/l

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Zartgelb dreht er seine Runden im Glas, die erste Nase signalisiert – im Gegensatz zu vielen anderen Weinen, die wir unverlangt zugeschickt bekommen – eher verhaltene Frucht, dazu etwas Würze und eine zart hefige Nase. Schon jetzt ist erkennbar, dass dies kein Wein von der Stange, kein Primärfrucht getriebener Riesling ist. Hier hat sich echt jemand Gedanken gemacht. Das sind die Momente, die einem das Gefühl vermitteln, etwas besonderes im Glas zu haben. Da ist Substanz schon riechbar!
Nach einer Stunde Luft (nicht karaffiert) zieht er noch ein Mal so richtig die Zügel an. Die Aromen intensivieren sich, wir riechen helle Früchte, auch florale Noten, Citrus und ein Hauch Würze.
Was mich aber am meisten beeindruckt ist die geniale Kombination aus reifer Säure, Kraft, Extrakt und dem feinen Schmelz! Zeigt Grip am Gaumen mit ganz leicht phenolischen Noten und verbindet sich im Mund so genial-harmonisch, das unweigerlich das Glas wieder gefüllt werden muss!

Das ist kein leichtes Sommerweinchen, kein Mainstream, sondern ernsthafter trockener Riesling. Gut gemacht Monsieur Le Dompteur! Ganz starkes DEBUT!

Vorrätig

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Monsieur Le Dompteur – Vom Bänker zum Winzer zum Beerenzähmer

Tomislav Markovic

Tomislav Markovic

Die Wurzeln von Monsieur Le Dompteur Tomislav Markovic liegen in Kroatien. Seine Eltern stammen aus Slawonien, jener Region, aus der die Eichen für die großen Holzfässer, die hauptsächlich in der Toskana und dem Piemont zu finden sind, stammen. Während seiner jährlichen Heimaturlaube führte ihn sein Onkel an das Thema Wein heran. Plötzlich war die Neugier geweckt: wie kommen die Aromen in den Wein? Gibt es Besseres als Müller-Thurgau und Weißherbst?

Geboren und aufgewachsen ist er im Rhein/Main-Gebiet. Von 1993 bis 1997 studierte er BWL, ab dem Jahr 2000 wechselte er zu den großen Bankenhäusern nach Frankfurt. Wir haben uns eher zufällig immer wieder mal auf Weinveranstaltungen getroffen und uns ausgetauscht. Zu jener Zeit machten auch wir uns gerade selbstständig im Wein-Business. Neben den Spätburgundern galt seine große Aufmerksamkeit vor allem den Rieslingen von der Mosel. Diese Liebe hält bis heute an. Probieren Sie doch einmal seinen wunderbaren KABINETT.

Bank adé – Willkommen Monsieur Le Dompteur

2011 krempelte er sein berufliches Leben noch einmal um. Er schmiss den Bankjob und begann am Weincampus Neustadt Weinbau & Oenologie zu studieren. Einher ging dabei die Ausbildung zum Winzer beim Weingut Bercher in Burkheim am Kaiserstuhl. Es folgten Praktika in Portugal beim Weingut Viera de Sousa (Douro) und 2015 beim berühmten Weingut Domaine de Montille in Volnay. Seit Juni 2016 ist er beim Beratungsdienst ökologischer Weinbau in Freiburg als Berater für Bio-Weinbau & Oenologie tätig.

Vorbild Burgund & Douro

Nicht nur die Weine aus diesen Gebieten faszinieren Tomislav. Auch die vielen gemeinsamen Projekte der Winzer im Dourotal findet er Beispielhaft für den Erfolg einer Region. So hat er sich das im Burgund übliche Modell der Négociant – vinificateurs zu Eigen gemacht. Man kauft Trauben oder Most und verarbeitet ihn dann zu seinem Wein. Ziemlich vorteilhaft, denn an geeignete, hochwertige Rebflächen zu gelangen ist für einen Quereinsteiger nicht so einfach. Bis er seine eigenen Weinberge im heimischen Breisgau findet, kann er auf Rebflächen von Freunden in Rheinhessen und am Kaiserstuhl zurückgreifen. Ihm geht es dabei nicht um nüchterne Geschäftsbeziehungen, sondern sieht die Zusammenarbeit als Projekte an. Das Ziel ist es, gemeinsam mit den Freunden das Potential der ausgesuchten Lagen durch individuelle, wenn möglich ökologische Weinbergsarbeit auszuschöpfen. Die Spätburgunderparzelle am Kaiserstuhl bearbeitet er vorwiegend selbst nach seinen eigenen Vorstellungen. Der 2016er Pinot Noir ist vom Fass vielversprechend. Da hat jemand in Frankreich genau hingeschaut. Wir sind gespannt.

Weinstil

“Ich möchte ich frische, balancierte Weine machen, mit feiner, tiefer Frucht und dabei immer leichtfüßig. Das Holz soll immer subtil unterstützen, nie vorschmecken. Im Übrigen eine schwierige Aufgabe – da benötigt es viel Erfahrung, die Kenntnis über sein Traubenmaterial und super Fässer.”

Dompteur der Beeren

Ein Balanceakt – aber er nennt sich ja nicht umsonst Monsieur Le Dompteur. Sein Projektname ist im Herbst 2016 entstanden. Den Versuch, die durch ein verschwundenes Entrapperprallblech umherfliegenden Beeren zu zähmen, quittierte eine anwesende Freundin scherzhaft mit den Worten: „Oh, Monsieur Le Dompteur“. Unterhaltsam, aber dennoch ernsthaft. „Wenn meine Weine dann auch noch so schmecken dann hat sich das Training mit den kleinen runden Dingern doch gelohnt“.

Adresse des Winzers/Abfüllers: Tomislav Markovic, Kupfertorplatz 1, 79206 Breisach

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Monsieur Le Dompteur Riesling » Debut « trocken

Monsieur Le Dompteur Riesling Debut
Monsieur Le Dompteur Riesling » Debut « trocken

Im Februar 2017 schickte uns Monsieur Le Dompteur Tomislav diesen handgeschriebenen Brief und eine Flasche seines 2015er Monsieur Le Dompteur Riesling Debut. Zwei Tage mussten wir uns gedulden, der Wein sollte sich noch etwas vom Transport erholen. Dann aber ging es in Medias res.  Selten hat uns ein Premieren-Wein eines Winzers mehr beeindruckt. Der Wein entwickelte sich grandios über den Abend und Bernd, das K von K&M und ausgewiesener Rieslingliebhaber, musste sich schwer beherrschen, dem Kollegen Armin noch etwas in der Flasche zu lassen.

Ausbau im Keller des Monsieur Le Dompteur Riesling Debut

Die Trauben wurden teilweise per Hand gelesen. Nach einer weiteren strengen Selektion (nur die besten Trauben kamen ins “Körbchen”) wurden die Grundweine im Edelstahl und im traditionellen Holzfass vergoren. Es folgte die Assemblage der drei Terroirs (Wahlheimer Schelmen, Alsheimer Goldberg, Alsheimer Fischerpfad) beim Abstich von der Vollhefe.  Danach gönnte der Winzer dem Wein 12 Monate Ausbau auf der Feinhefe in schon mehrfach belegten Barriquefässern. Abgefüllt wurde der Wein dann im November 2016 in die traditionelle Schlegelflasche.

Memo zur Degustation

Anfang Februar 2017 bekam ich von Monsieur Le Dompteur die fertige Füllung des 2015 Riesling Debut zugeschickt. Nach 2 Tagen Ruhephase für den Wein ging es dann ans Verkostungswerk. Zartgelb dreht er seine Runden im Glas, die erste Nase signalisiert - im Gegensatz zu vielen anderen Weinen, die wir unverlangt zugeschickt bekommen - eher verhaltene Frucht, dazu etwas Würze und eine zart hefige Nase. Schon jetzt ist erkennbar, das dies kein Wein von der Stange, kein Primärfrucht getriebener Riesling ist. Hier hat sich echt jemand Gedanken gemacht. Das sind die Momente, die einem das Gefühl vermitteln, etwas besonderes im Glas zu haben. Da ist Substanz schon riechbar!
Nach einer Stunde Luft (nicht karaffiert) zieht er noch ein Mal so richtig die Zügel an. Die Aromen intensivieren sich, wir riechen helle Früchte, auch florale Aromen, Citrus und würzige Aromen. Was mich aber am meisten beeindruckt, ist die geniale Kombination aus reifer Säure, Kraft, Extrakt und dem feinen Schmelz! Zeigt Grip am Gaumen mit ganz leicht phenolischen Noten und verbindet sich im Mund so genial-harmonisch, das unweigerlich das Glas wieder gefüllt werden muss!
Das ist kein leichtes Sommerweinchen, kein Mainstream, sondern ernsthafter trockener Riesling. Gut gemacht Monsieur Le Dompteur! Ganz starkes DEBUT!

Memo zum Boden

Löss auf Kalkgestein, Kies und Sand. Löss

Allgemeine Informationen
Weinart Weißwein
Rebsorte Riesling
Geschmack trocken
Kategorie Qualitätswein
Erzeugung konventionell
Verschluss Naturkork
Herkunft
Weingut Monsieur Le Dompteur
Region Rheinhessen
Herkunftsland Deutschland
Verbrauch
Trinkreife 2017 - 2022
Trinktemperatur 8 Grad
Analysewerte
Alkohol 12,5% Vol.
Restzucker 1,6 g/l
Allergiker-Info enthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten.
Säure 6,7%
Punktewertungen
K&M Punkte 88 Punkte
Wein-Plus 86 Punkte

Leicht süßlicher, kräuteriger, welk-floraler und angedeutet gelb-gewürziger Duft mit hefigen Noten, ein wenig Speck und gelbfruchtigen Aromen. Kühle, verhaltene, eher herbe Frucht, pflanzliche bis kräuterige, hefige und helle erdige Töne, lebendige Säure, ein wenig Gerbstoff, gewisse Nachhaltigkeit, guter Abgang, kühl und herb-saftig. (Wein-Plus 15.03.2018) Trinkempfehlung: bis 2020+