Monsieur Le Dompteur Riesling Kabinett

2016

Monsieur Le Dompteur Riesling Kabinett

Monsieur Le Dompteur, Deutschland, 0.75l

11,80

Grundpreis: 15,73/l

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Feiner Duft nach Limetten und etwas grünem Abrieb, dazu ein Touch Holz, etwas Karambolfrucht. Am Gaumen finden wir wiederum die Aromen von feinen Limetten, erinnert etwas an persische Zitronen, zart-heller Karamell rundet das Gesamtbild rund und harmonisch ab. Feines Spiel von Süße und Säure, das mit einer zarten Holzwürze ungewöhnlich, aber gut unterlegt ist. Saftig, animierend, sehr ausgewogen, weder Säure noch Restsüße sind dominant sondern sehr gut balanciert. Klingt wiederum auf den Aromen einer Limettenschale aus.

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Monsieur Le Dompteur – Vom Bänker zum Winzer zum Beerenzähmer

Tomislav Markovic

Tomislav Markovic

Die Wurzeln von Monsieur Le Dompteur Tomislav Markovic liegen in Kroatien. Seine Eltern stammen aus Slawonien, jener Region, aus der die Eichen für die großen Holzfässer, die hauptsächlich in der Toskana und dem Piemont zu finden sind, stammen. Während seiner jährlichen Heimaturlaube führte ihn sein Onkel an das Thema Wein heran. Plötzlich war die Neugier geweckt: wie kommen die Aromen in den Wein? Gibt es Besseres als Müller-Thurgau und Weißherbst?

Geboren und aufgewachsen ist er im Rhein/Main-Gebiet. Von 1993 bis 1997 studierte er BWL, ab dem Jahr 2000 wechselte er zu den großen Bankenhäusern nach Frankfurt. Wir haben uns eher zufällig immer wieder mal auf Weinveranstaltungen getroffen und uns ausgetauscht. Zu jener Zeit machten auch wir uns gerade selbstständig im Wein-Business. Neben den Spätburgundern galt seine große Aufmerksamkeit vor allem den Rieslingen von der Mosel. Diese Liebe hält bis heute an. Probieren Sie doch einmal seinen wunderbaren KABINETT.

Bank adé – Willkommen Monsieur Le Dompteur

2011 krempelte er sein berufliches Leben noch einmal um. Er schmiss den Bankjob und begann am Weincampus Neustadt Weinbau & Oenologie zu studieren. Einher ging dabei die Ausbildung zum Winzer beim Weingut Bercher in Burkheim am Kaiserstuhl. Es folgten Praktika in Portugal beim Weingut Viera de Sousa (Douro) und 2015 beim berühmten Weingut Domaine de Montille in Volnay. Seit Juni 2016 ist er beim Beratungsdienst ökologischer Weinbau in Freiburg als Berater für Bio-Weinbau & Oenologie tätig.

Vorbild Burgund & Douro

Nicht nur die Weine aus diesen Gebieten faszinieren Tomislav. Auch die vielen gemeinsamen Projekte der Winzer im Dourotal findet er Beispielhaft für den Erfolg einer Region. So hat er sich das im Burgund übliche Modell der Négociant – vinificateurs zu Eigen gemacht. Man kauft Trauben oder Most und verarbeitet ihn dann zu seinem Wein. Ziemlich vorteilhaft, denn an geeignete, hochwertige Rebflächen zu gelangen ist für einen Quereinsteiger nicht so einfach. Bis er seine eigenen Weinberge im heimischen Breisgau findet, kann er auf Rebflächen von Freunden in Rheinhessen und am Kaiserstuhl zurückgreifen. Ihm geht es dabei nicht um nüchterne Geschäftsbeziehungen, sondern sieht die Zusammenarbeit als Projekte an. Das Ziel ist es, gemeinsam mit den Freunden das Potential der ausgesuchten Lagen durch individuelle, wenn möglich ökologische Weinbergsarbeit auszuschöpfen. Die Spätburgunderparzelle am Kaiserstuhl bearbeitet er vorwiegend selbst nach seinen eigenen Vorstellungen. Der 2016er Pinot Noir ist vom Fass vielversprechend. Da hat jemand in Frankreich genau hingeschaut. Wir sind gespannt.

Weinstil

“Ich möchte ich frische, balancierte Weine machen, mit feiner, tiefer Frucht und dabei immer leichtfüßig. Das Holz soll immer subtil unterstützen, nie vorschmecken. Im Übrigen eine schwierige Aufgabe – da benötigt es viel Erfahrung, die Kenntnis über sein Traubenmaterial und super Fässer.”

Dompteur der Beeren

Ein Balanceakt – aber er nennt sich ja nicht umsonst Monsieur Le Dompteur. Sein Projektname ist im Herbst 2016 entstanden. Den Versuch, die durch ein verschwundenes Entrapperprallblech umherfliegenden Beeren zu zähmen, quittierte eine anwesende Freundin scherzhaft mit den Worten: „Oh, Monsieur Le Dompteur“. Unterhaltsam, aber dennoch ernsthaft. „Wenn meine Weine dann auch noch so schmecken dann hat sich das Training mit den kleinen runden Dingern doch gelohnt“.

Adresse des Winzers/Abfüllers: Tomislav Markovic, Kupfertorplatz 1, 79206 Breisach

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Monsieur Le Dompteur Riesling Kabinett

Monsieur Le Dompteur Riesling Kabinett

Tomislav Markovic ist – neben seinem ausgeprägtem Faible für Weine aus den roten und weißen Burgundersorten –  ein großer Riesling-Fan. Schon während seiner Zeit als Bänker trieb er sich liebend gerne auf Veranstaltungen herum, wo auch die Creme de la Creme deutscher Mosel-Saar-Ruwer-Winzer ihre restsüßen Weine präsentierte. Hatte man keine Verabredung und wollte ihn treffen, musste man nur dort nach ihm Ausschau halten, und meist wurde man dann auch fündig. 😉

Mosel meets Rheinhessen

Das faszinierende Spiel von Frucht, Säure und Süße der Rieslinge dieser begnadeten Region hatte es ihm angetan. Welche Rebsorte schafft es, tänzerische Leichtigkeit auf der Zunge gepaart mit der Mineralik der Schieferböden zu verbinden, so etwas ist weltweit sicher einmalig. Dies spiegelt sich vor allem auf der Zunge wieder. Tommy wusste, das man dieses einmalige Zusammenspiel nicht 1:1 von den Steilhängen der Mosel nach Rheinhessen kaprizieren kann, schon bei den Böden scheitert man daran, denn hier in der Lage Eckelsheimer Kirchberg sucht man vergebens nach Schiefer, hier gibt es hauptsächlich Kies, Sand und Porphyr.  Aber gerade Porphyr ist ja bestens für Riesling geeignet, wie wir ja seit den Weinen von Daniel Wagner vom Weingut Wagner-Stempel aus Siefersheim wissen. Die Lagen Heerkreetz und Goldenes Horn sind quasi Nachbarn des Monsieur Le Dompteur Riesling Kabinett aus dem Eckelsheimer Kirchberg.

Das alleine reicht aber nicht, um aus Wasser sehr guten Wein werden zu lassen, es sind aber zumindest ein Mal sehr gute Voraussetzungen. Der Winzer muss natürlich auch noch seinen Beitrag leisten und aus der Vielzahl von Einflüssen seinen Wein – wie den Monsieur Le Dompteur Riesling Kabinett –  zu kreieren. Und das ist ihm mit diesem Kabinett sehr gut gelungen, sehr individuell und auch ein wenig gewagt durch den Ausbau im neuen Tonneaux. In dieses sollten eigentlich sein Chardonnay rein, aber durch den Befall der Trauben durch falschem Mehltau, wurden ihm die Trauben abgesagt.  Handeln war notwendig und so besorgte er sich den Riesling, der dann den Weg ins Holz fand.

Memo zur Speise

Klassisch zur Tarte Tatin oder Tarte Peche. Wer Kontraste mag, sollte mal einen pikanten Käse oder geräucherte Würste dazu probieren. Im hohen Norden gibt es einen Snack, der vorzüglich passen soll. Rosinenbrot buttern und mit geräuchertem Knochenschinken belegen.

Memo zur Degustation

Feiner Duft nach Limetten und etwas grünem Abrieb, dazu ein Touch Holz, etwas Karambolfrucht. Am Gaumen finden wir wiederum die Aromen von feinen Limetten, erinnert etwas an persische Zitronen, zart-heller Karamell rundet das Gesamtbild rund und harmonisch ab. Feines Spiel von Süße und Säure, das mit einer zarten Holzwürze ungewöhnlich, aber gut unterlegt ist. Saftig, animierend, sehr ausgewogen, weder Säure noch Restsüße sind dominant sondern sehr gut balanciert. Klingt wiederum auf den Aromen einer Limettenschale aus.

Memo zum Boden

Porphyr, Kies, Sand

Allgemeine Informationen
Weinart Weißwein
Rebsorte Riesling
Geschmack fruchtsüß
Kategorie Prädikatswein
Erzeugung konventionell
Verschluss Naturkork
Herkunft
Weingut Monsieur Le Dompteur
Region Rheinhessen
Herkunftsland Deutschland
Verbrauch
Trinkreife 2017 - 2025
Trinktemperatur 8 Grad
Analysewerte
Alkohol 9,5% Vol.
Restzucker 38 g/l
Allergiker-Info enthält Sulfite
Säure 7,3%
Punktewertungen
K&M Punkte 88 Punkte
Wein-Plus 84 Punkte
Cellartracker 88 Punkte

Etwas pflanzliche bis kräuterige Zitrus-Pfirsichnase mit erdigen und floralen Nuancen. Schlanke, etwas gedeckte, süßliche Frucht, passende Säure, hefige Noten, gewisse Nachhaltigkeit, mineralische Spuren, ordentlicher bis guter Abgang. Trinkempfehlung bis 2021+ (Wein-Plus 16.04.2018)

3/21/2018 - FORCEBERRY WROTE: 88 Points
9% alcohol. Tasted blind among 49 other 2016 Riesling Kabinetts in Kabinett Cup 2016.

Pale green color. Quite characterful and distinctive nose that sets the wine immediately apart from the other wines: there's a noticeably creamy note along with aromas of ripe red apples, some vanilla, a little bit of buttercrust pastry dough, a little bit of marzipan and a vague hint of something plastic. The wine feels surprisingly rich and mellow on the palate with medium-sweet taste and somewhat oak-influenced flavors of butter, cream, leesy richness, some crème à la vanille, a little bit of fresh apples and a sweet hint of lemon marmalade. Overall the acidity feels quite gentle and mellow - it is high enough to keep the wine balanced, but not high enough for the wine to retain good freshness. The finish is long and creamy with flavors of apple purée, some lemon marmalade, a little bit of butter, a hint of marzipan and a touch of almond and peanut paste.

A very unique and characterful take on the Kabinett style. Perhaps my descriptors might give a little bit of wrong idea, as the wine really wasn't an over-oaked butter bomb, but instead quite recoqnizable as a Riesling, but as none of the other Rieslings showed any oak characteristics whatsoever, the woody notes here were quite noticeable in comparison. Overall this wine showed nice depth and complexity, but it came across as perhaps a bit too sweet and a bit too low in acidity to be a really good Riesling in my books. On the other hand, the oak characteristics didn't bother me that much, even though I am an ardent opponent of oak aromatics. The wine scored 7 points from 12 judges, making it the 7th best wine out of 50 wines. Solid value at 13,30€.

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