Riesling Kabinett Alte Reben »Niedermenninger Sonnenberg«

2021

Riesling Kabinett Alte Reben »Niedermenninger Sonnenberg«

Stefan Müller, Deutschland, 0.75l

12,00

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Grundpreis: 16,00/l

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Der Riesling Kabinett „Alte Reben“ aus dem NIEDERMENNIGER SONNENBERG verströmt eine goldige Frucht. Banane und Kiwi kommen hervor. Zitrus und Mandarine umspielen das super eingebundene Spiel von Süße und Säure. Extraktreich, saftig, knackig, lebendig, so macht Riesling richtig Spaß! Der Wein weckt einfach sofort ein Strahlen im Gesicht ;-).

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Riesling Kabinett Alte Reben »Niedermenninger Sonnenberg«

Herkunft

Müller Riesling Kabinett Alte Reben Niedermenninger Sonnenberg; nicht immer waren Saar-Weine so nachgefragt wie aktuell. “Dank” des Klimawandels reifen die Trauben für die Saar-Rieslinge  wie unser Stefan Müller Riesling Kabinett Alte Reben Niedermenninger Sonnenberg nun vollends aus, bis in die 1980er Jahre gelang dies nur bei jeder dritten Ernte. Schwache Ernten verzeichnet heute kaum noch ein Winzer. Wenn man die letzten 15 Jahre zurück blickt, kommt man bei der Renaissance des Saar-Rieslings nicht um die Namen van Volxem herum. Roman Niewodniczanski  war es, der dieser Region wieder Leben einhauchte, von hier kamen früher die renommiertesten Weine der Welt, auch preislich am oberen Ende vor Bordeaux und Burgund. Ganz wenige Ausnahme-Winzer wie z.B. Egon Müller vom Scharzhof hielten die Fahne im Wind. In den letzten Jahren jedoch erfuhr das Gebiet eine Aufwertung durch den Einstieg von z.B. Günter Jauch bei von Othegraven in Kanzem. Er spielte früher hier als Kind, ist also kein Promi, der sich ein Weingut ans Bein bindet und machen lässt.

Steht man im Niedermenninger Sonnenberg, hat man einen herrlichen Blick ins Tälchen. Hier, man mag es kaum glauben, bahnte sich die Mosel vor Millionen von Jahren ihren Weg. Das Pflanzjahr der Rebstöcke aus der Parzelle “Schmitz” des Niedermenninger Sonnenberges ist leider nicht überliefert. Die Rebstöcke der südlich ausgerichteten Parzelle stehen auf Rotschiefer.

Jahrgang 2021 – moderne Klassiker mit großem Reifepotential

Dabei sah es lange Zeit gar nicht so sonderlich vielversprechend aus. Der Winter 2020/21 war recht mild, nur in den höher gelegenen Lagen gab es vereinzelt Schneefälle, die mancherorts bis in den März hinein reichten. Die Schneeschmelze, aber auch die Regenfälle, versorgte die tiefergelegenen Täler mit ausreichend Wasser. Das Frühjahr 2021 war in den Monaten März bis Mai im langjährigen Durchschnitt deutlich kälter und meist viel regnerischer, als z.B. 2020, was den Austrieb der Reben um 2-3 Wochen verzögerte. Das hatte zur Folge, dass einige Winzer um die Eisheiligen mit Frostschäden zu kämpfen hatten. Danach sorgte eine länger anhaltende Hochdruckphase für schönes Wetter. Die Blüte kam zwar später, verlief aber problemlos, es bildeten sich gesunde Fruchtansätze.

Der Sommer

Der Juni erbrachte einen Wetterumschwung mit feucht-warmen Wetter und einigen Gewittern. Insbesondere der 14. Juli wird im Gedächtnis bleiben, denn eine Jahrhundertflut an der Ahr brachte neben viel Leid auch viel Wasser ins Saartal. Teilweise fielen bis 90l Regen auf den Quadratmeter. Die Pegel der Nebenflüsse der Saar erreichten Höchstwerte. Der ganze Sommer brachte anhaltende Feuchtigkeit viele Probleme in den Weinberg. Es verging praktisch kein Tag, an die Winzer nicht mit Pflanzenschutz und Bodenbearbeitungsmaßnahmen beschäftigt waren. Die Vegetation explodierte förmlich und bot dem falschen Mehltau (Peronospera) beste Voraussetzungen, sein Unwesen zu treiben. Mit viel Aufwand konnte dieser jedoch in Schach gehalten werden.

Im August war es dann ungewöhnlich kühl und weiterhin regnerisch, sodass sich die Reife der Trauben weiter verzögerte. Die Reifeunterschiede innerhalb der Weinberge war eklatant. Wer auf Masse statt Qualität setzte, ging Gefahr, unreife Trauben zu ernten. Dagegen steuern konnte man von Anfang an mit Ertragsreduzierung.

Herbst

Pünktlich zum Herbst stellte sich endlich trocken-sonniges Wetter ein. Die folgenden Monate bescherte bestes Wetter. Kalte Nächte verzögerten die Zuckerreife in den Trauben, diese schritt nur langsam voran, während die Aromenausbildung unter diesen nächtlichen, kühlen Bedingungen nicht besser hätte ablaufen können, die Trauben entwickelten eine sehr feine Aromatik, wobei die Säurewerte recht hoch lagen.

Die Lese

Mitte Oktober fand man die ersten Winzer zur Lese im Weinberg. Einige Winzer fühlten sich in die 1990er Jahre zurückversetzt, damals war dieser Lesetermin üblich. Mit Einzug des Klimawandels verschob sich die Lese immer weiter in Richtung September. Anfang Oktober gab es leichte Niederschläge und morgendlichen Nebel, was zur Folge hatte, das einige Tauben vom Botrytispilz befallen wurden. Das folgende sonnig-trockene Wetter lies die befallenen Trauben jedoch eintrocknen und man darf sich auf viele großartige edelsüße Weine aus dem Jahr 2021 freuen. Stefan Müller erntete mit großem Aufwand bis weit in den November hinein und hat hervorragende Weine für alle Kategorien gelesen.

Fazit

Bereits jetzt so kurz nachdem die Weine auf dem Markt sind, kann man festhalten, das 2021 nach mehreren warmen Jahrgängen in Folge ein Klassiker ist. Am Ende haben DIE Winzer hervorragende, aromatische Trauben eingebracht, die von Anfang an konsequent auf moderate Erträge und Qualität setzten. Es gab – angesichts des Jahrgangsverlaufs – tatsächlich Winzer, die höhere Mostgewichte erzielten, als 2020. Wer nicht auf Qualität setzte, hatte große Mühe, überhaupt reife Trauben zu ernten. Vor allem Weine im edelsüßen Bereich bis hoch zum Eiswein werden hervorragend reifen können. Denn die Weine verfügen aufgrund der guten Wasserversorgung über hohe Extraktwerte und damit über ein ausgeprägt mineralisches Fundament, das die teils elektrisierender Säure gut puffert. Für uns stellt 2021 ein Mix aus 2019 (Fülle und Konzentration) und 2020 (Finesse, Leichtigkeit, Spannung) dar. Uns haben diese Unikate großer Winzerkunst begeistert. Wir sind fest davon überzeugt dass sich die Weine grandios entwickeln werden und das Zeug dazu haben, in einigen Jahren als moderne Klassiker gesehen zu werden.

Vinifikation Stefan Müller Riesling Kabinett Alte Reben Niedermenninger Sonnenberg

Handlese Mitte Oktober 2021 mit Selektion im Weinberg, Ganztraubenpressung, Spontangärung bis Ende November, Vollhefelager und Füllung Ende März 2022. Geringer Ertrag von 35hl/ha.

Memo zur Degustation

Der Riesling Kabinett „Alte Reben“ aus dem NIEDERMENNIGER SONNENBERG verströmt eine goldige Frucht. Banane und Kiwi kommen hervor. Zitrus, Mandarine, ein Hauch rote Johannisbeere und eine dezente Thymian-Note umspielen das super eingebundene Spiel von Süße und Säure. Extraktreich, saftig, frisch, straff, lebendige, knackige, aber reife Säure, so macht Riesling richtig Spaß! Der Wein weckt einfach sofort ein Strahlen im Gesicht ;-).

Memo zum Boden

Grauschiefer

Weingut Stefan Müller | Mosel | Saar 

10 ha Weinberge | Produktion ca. 50.000 Flaschen | Durchschnittsertrag ca. 40hl/ha | umweltschonende Arbeitsweise |  Erstkontakt “Mythos Mosel” 2019″| seit Juli 2019 im K&M Sortiment.

Weingut Stefan Müller | Saar

„Stefan Müller geht stilistisch keinen Deut von seinem bisher beschrittenen Weg ab. Warum sollte er auch irgendetwas ändern? Ein Jahr ums andere präsentiert er uns Weine von höchster Güte in allen Kategorien und ist ein Garant für sichere Kaufempfehlungen geworden.“ (Vinum Weinguide 2021)

Das Anbaugebiet Saar – Auf Schiefer gewachsen

Das Weingut von Stefan Müller liegt in Krettnach im malerischen Konzer Tälchen. Hier fließt die Saar in die Mosel. Wussten Sie, dass die Region Saar über die meisten Steillagen (bis zu 70° Steigung) im Weinbau weltweit verfügt? Die Region ist seit 2000 Jahren vom Weinbau geprägt und liefert mit den hier erzeugten Rieslingweinen einige der qualitativ bedeutendsten Weißweine des Landes.

Stefan Müller

Stefan Müller während Mythos Mosel 2019

Verantwortlich dafür sind die außergewöhnlichen Klima- und Bodenverhältnisse im unteren Saartal. Neben den optimalen klimatischen Bedingungen verleiht vor allem der blaue Devon-Schiefer, auf dem die Reben wachsen, dem Saarwein seine unverwechselbare Eigenart und machen ihn bei Fachleuten zu einem der beliebtesten Weißweine der Welt.

Naturnaher Anbau – von Hand verlesen

Das 10 Hektar große Weingut wird bereits in dritter Generation geführt. Riesling, als die Königin der Weißweinrebsorten, macht ca. 80 % der Rebfläche aus. Beim Ausbau der Weine legt Stefan Müller großen Wert auf Qualität und Handarbeit. Besondere Aufmerksamkeit erhalten hier die alten Reben, die aus Überzeugung weiter erhalten werden.

Winzerhandwerk – Handarbeit und Leidenschaft

In den Weinbergen wird generell auf Herbizide und synthetisch hergestellte Dünger verzichtet. Bei der Ernte wird ausschließlich im Weinberg akribisch sortiert, um nur die beste Qualität in den Keller zu bringen und um auf jegliche Behandlungs- und Schönungsmittel verzichten zu können. Vergoren wird ausschließlich mit wilden Hefen, im klassischen Fuderfass oder im Edelstahltank. Langes Hefelager.

Charakterweine von der Saar

Das Herausarbeiten des Schiefers und das Reproduzieren auf die Flasche ist sein Hauptcredo. Stefan Müllers Weine kommen teilweise in Kleinstauflagen auf den Markt, er liebt das Herausarbeiten des Terroirs, anstatt alles in 2-3 Weine zu integrieren und so alles zu nivellieren. Stefan Müller hat in den wenigen Jahren seiner Winzertätigkeit gezeigt, wie schnell es möglich ist, Anschluss an das hohe Qualitätsniveau der führenden Betriebe wie van Volxem, von Othegraven oder von Hoevel zu finden. Grundvoraussetzung sind Begeisterung für den Beruf und viel Herzblut, Akribie im Weinberg und wenig Eingriff im Keller, sozusagen “Kontrolliertes Nichtstun”, die Winzervariante der Rehagel’schen kontrollierten Offensive. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Es sind ungemein eigenständige und charaktervolle Weine mit viel Substanz, Druck und Reifepotenzial, dabei zugleich leicht und wundervoll trinkanimierend.

“Entdeckung des Jahres 2018” im Gault&Millau

Stefan Müller (2019 ist er 30 Jahre jung) übernahm 2013 das elterliche Weingut von seinem Vater. Die Ausbildung zum Weinbautechniker absolvierte er im fränkischen Veitshöchheim, danach sammelte er praktische Erfahrung bei vielen Weingütern in Europa und Übersee.

2018 wurden wir von dem renommierten Weinguide Gault&Millau als “Entdeckung des Jahres ” ausgezeichnet. „Der 28-jährige Stefan Müller ist ein Junger, doch er macht Weine wie ein alter Hase. Weine, die von Handwerk und Herkunft erzählen…“, so die Redaktion.

Wir freuen uns unheimlich über diesen Titel und die damit verbundene Wertschätzung unserer Arbeit auf und mit dem Weingut. Nicht nur wir fühlen uns sehr geehrt, sondern auch der Saarriesling an sich erfährt auf diese Weise eine neue Aufmerksamkeit und gewinnt deutschlandweit immer mehr Fans dazu. Wir nehmen diese Auszeichnung als weitere Motivation, jedes Jahr aufs Neue das Beste für unseren Wein zu geben und freuen uns auf die weitere Entwicklung in der Zukunft – vielen Dank!

Aktuell (Dezember 2021) bauen Johanna und Stefan ein neues Weingut.

Wer kennt es nicht, das Konzer Tälchen, das sich in einem weit geschwungenen Bogen eines uralten Moselmäanders erstreckt, ist seit eh und je vom Weinbau geprägt. In dieser wunderschönen Umgebung nimmt derzeit unser Projekt “Weingut Müller” seine Konturen an. Bei der Entwicklung standen Nachhaltigkeit und der ökologische Fußabdruck des Gebäudes an erster Stelle. Daraus entwickelte sich schlussendlich eine Holzhybridbauweise mit Stahlbetonelementen, d.h. überall dort wo der Holzbau an statische oder bauphysikalische Grenzen stößt, übernehmen Stahlbetonelemente diese Aufgaben. Die Rohbauarbeiten sind soweit abgeschlossen, wir sind gespannt auf den Holzbau der diese Woche erfolgt.

Anschrift des Weingutes:

Weingut Stefan Müller | St.-Ursula-Straße 1 | 54329 Konz

Alle Weine dieses Winzers >>
Allgemeine Informationen
WeinartWeißwein
RebsorteRiesling
Geschmackfruchtsüß
LeitrebeRiesling
KategorieQualitätswein
Erzeugungkonventionell
VerschlussDrehverschluß
Herkunft
WeingutStefan Müller
RegionMosel
BereichSaar
LageNiedermenning Sonnenberg
HerkunftslandDeutschland
Verbrauch
Weintyplebendig, saftig, frisch
Trinkreife2022 - 2036
Trinktemperatur8 Grad
Analysewerte
Alkohol8% Vol.
Restzucker45 g/l
Allergiker-Infoenthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Säure11,5%
Punktewertungen
K&M Punkte93 Punkte
Mosel Fine Wines93+ Punkte

The 2021er Niedermenniger Sonnenberg Riesling Kabinett Alte Reben was made from fruit picked at 80° Oechsle on over 45-year-old vines and
was fermented down to fruity-styled levels of residual sugar (45 g/l). It offers a still rather austere nose made of smoke, green herbs, spices, tea,
and wet stone. A firm kick of acidity makes for a citrusy and almost off-dry rather fruity-styled feel on the palate. The wine leaves one with quite
some vibrancy and flavors of passion fruit sorbet in the long finish. The aftertaste is all about focus, raciness, length, and mouthwatering flavors.
This highly sprung Kabinett will particularly appeal to acid freaks with a soft spot for a dash of creaminess. We would not be surprised if it eventually warrants a higher rating at maturity, as the acidity blends in! 2026-2036.