Sven Nieger Riesling » Umweger Stich den Buben « trocken

2013

Sven Nieger Riesling » Umweger Stich den Buben « trocken

Sven Nieger, Deutschland, 0.75l

16,00

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Steillagen-Riesling aus Baden – so ganz anders, als man es vermutet, mit viel Charakter, mineralisch, knackig, mit viel Substanz, puristisch; intensiver, ganz feiner und sehr klarer, natürlich wirkender Duft nach Steinobstfrüchten (Nektarine) und etwas Grapefruit. Am Gaumen reife Frucht, saftig, feine Säure, gute Festigkeit, gewisse Kraft, ein Hauch Kräuternoten schwingt mit. Zeigt etwas mehr Druck und Nachhaltigkeit am Gaumen als der Gutsweine, ist aber etwas leichter als der Klosterbergfelsen, aber nicht minder interessant. Trinkt sich wunderschön. Ein sehr geradliniger, ehrlicher Riesling ohne viel Schnickschnack. Geradeaus – wie der Winzer!

Vorrätig

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Weingut Sven Nieger  (Baden)

Sven Nieger

Sven Nieger

Erst seit 2012 existiert das Weingut von Sven Nieger. (aktuell ca. 8ha Rebfläche). Der 31-jährige hat die 2012er Kollektion noch neben seiner Anstellung bei Schloss Neuweier im Nebenerwerb vinifiziert. Ein abgeschlossenes Studium in Geisenheim (übrigens mit unserer Winzerin Eva Vollmer) sowie Praktika und Stationen beim Pfälzer Weingut Siener und eine kurze Stippvisite bei Schloss Neuweier stehen in seiner Vita.

Auslandserfahrung sammelte er beim Weingut Salomon-Undhof (Kremstal) sowie in Marlborough/Neuseeland beim Weingut Framingham. Am 8. Mai 2012 wurde das Weingut offiziell eingeweiht, seither ist er nun nicht nur stolzer Papa, sondern im Vollerwerb als Winzer tätig. Und man merkt ihm die Freude über sein Schaffen bei der Rundfahrt in den Weinbergen an. Er zeigt uns brachliegende Flächen, die er demnächst pachten bzw. kaufen will. Alles Steillagen, die nur manuell zu bewirtschaften sind und die keiner mehr bewirtschaften will. Zum Teil werden auch noch Flächen mit 50-60jährigenReben dazugekauft. Wo andere Winzer Flächen haben veröden lassen, pachtet oder kauft er diese, um dieser Region mit seinen „Neuen Badischen Schätzen“ wieder etwas mehr Schwung zu verleihen.

„Alles ist etwas eingerostet in dieser Region“, kein oder nur eine verschwindend geringe Anzahl an Winzernachwuchs ist da, der die Region wieder ins Bewusstsein des Weinfreundes zurückführt. Auch das gemeinsame Vermarkten der Region sei hier ein Problem, er wünscht sich mehr gemeinsame Aktionen, sei es Winzerfeste oder ähnliches in der und für die Region. Etwas neidisch blickt er da über den Berg Richtung Süd-Pfalz, wo es so schöne Feste gibt wie den Birkweiler Weinfrühling oder das Ilbesheimer Kalmitfest, wo es die Winzer exzellent verstehen, Kulinarik und Wein für Jung und Alt auf ganz einfache Weise zu zelebrieren. „So etwas fehlt hier“. Aber auch daran will er etwas ändern…zum Bloggbeitrag.

Eichelmann: 3 Sterne = sehr gutes Weingut

Falstaff Shortlist Ausgabe 1/2014:

Nach der fantastischen Bewertung vom 2012er Riesling Neuweier Mauerberg (95 Punkte, ausverkauft) und 2012 Riesling Varnhalt Klosterbergfelsen (94 Punkte, noch zu haben) wurde nun auch der Gutsriesling “Riesling trocken” in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazin Falstaff mit sehr guten 89 Punkten von 100 in der Kategorie “Best Buy” bewertet.

Update 2017: Wegen Dissonanzen mit der Qualitätsweinkontrolle füllt Sven seit dem Jahrgang 2015 seine Weine “nur” noch als “Badischen Landwein” ab. Lagenbezeichnungen sind daher nicht mehr erlaubt. Schade, das man jungen, selbstständig agierenden Winzern wie Sven, die zudem auch noch die Kulturlandschaft Wein – gerade in der Ortenau – mit am Leben erhalten, wo sogar Winzergenossenschaften fusionieren und Weinberge brach liegen,  den Start ins Berufsleben so erschwert. Hanspeter Zieresien, seit Jahren Deutschlands Aushängeschild für Gutedel aus dem Markgräflerland, erging es ebenfalls so. Seine charaktervollen Gutedel wurden als untypisch abgelehnt. Zu diesem Thema hat der geschätzte Journalist Axel Biesler einen wunderbaren und lesenswerten Artikel geschrieben, den ich hier gerne verlinke. VON DER SPRACHE DES LANDWEINS.

Sven Nieger geht unbeirrbar seinen Weg, seine Weine zeigen Herkunft, auch wenn sie so gar nicht ins badische Einerlei passen. Seine Weine sind echte Charakterweine, kühl, herb-würzig mit natürlicher, zurückhaltender Frucht.

Anschrift des Weingutes:
Weingut Sven Nieger, Gartenstraße 21, 76534 Baden-Baden (Varnhalt)

Alle Weine dieses Winzers >>

Sven Nieger Riesling » Umweger Stich den Buben « trocken

Herkunft

Der Name des Sven Nieger Riesling Umweger Stich den Buben stammt aus der Gemeinde Umweg. Umweg ist eine Gemeinde in Varnhalt, dem Baden-Badener Rebland, dessen historische Lage Stich den Buben auf jene zwölf Steckhaufen (30ar) Reben zurück geht, die Markgraf Karl von Baden seinem Meisterkoch Hans StichdenBuben für seine getruwen willigen Dienste bereits im Jahr 1474 zum Lehen gab.

Vinifikation Sven Nieger Riesling Umweger Stich den Buben

Handlese, schonender Transport, sanfte Pressung, spontanvergoren, Ausbau im Stahltank.

Memo zur Degustation

Steillagen-Riesling aus Baden - so ganz anders, als man es vermutet, mit viel Charakter, mineralisch, knackig, mit viel Substanz, puristisch; intensiver, ganz feiner und sehr klarer, natürlich wirkender Duft nach Steinobstfrüchten (Nektarine) und etwas Grapefruit. Am Gaumen reife Frucht, saftig, feine Säure, gute Festigkeit, gewisse Kraft, ein Hauch Kräuternoten schwingt mit. Zeigt etwas mehr Druck und Nachhaltigkeit am Gaumen als der Gutsweine, ist aber etwas leichter als der Klosterbergfelsen, aber nicht minder interessant. Trinkt sich wunderschön. Ein sehr geradliniger, ehrlicher Riesling ohne viel Schnickschnack. Geradeaus - wie der Winzer!

Memo zum Boden

Die Böden sind tiefgründig und vulkanischen Ursprungs aus verwittertem Porphyr und Granit mit Lehm und Sand, Löss und Lösslehm, z.T. Karbon
Löss und Löslehm, z.T. Arkosesandstein, Tonstein und Schiefer

Allgemeine Informationen
Weinart Weißwein
Rebsorte Riesling
Geschmack trocken
Kategorie Qualitätswein
Erzeugung konventionell
Verschluss Naturkork
Herkunft
Weingut Sven Nieger
Region Baden
Bereich Ortenau
Lage Umweg Stich den Buben
Herkunftsland Deutschland
Verbrauch
Weintyp mineralisch, kraftvoll, frisch, trocken
Trinkreife 2014 - 2018
Trinktemperatur 10 Grad
Analysewerte
Alkohol 12.5% Vol.
Allergiker-Info enthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Punktewertungen
K&M Punkte 89 Punkte
Falstaff 91 Punkte
Wein-Plus 85+ Punkte

Falstaff Weinguide Deutschland 2015: verschlossen, karger Auftakt mit würzigen Nuancen von Heublume, Dillblüte. Zart nach Aprikose, gelber Apfel, Birne. Frappant säurebetonter Geschmack, geschliffen, mit feiner tropischer Frucht im Kern. Salzig-mineralischer Nachhall. Sehr klar.

Herber, getrocknet-pflanzlicher, erdig-mineralischer und ganz leicht hell-floraler Duft mit verhaltenen gelbfruchtigen Noten. Trockene, wieder eher verhaltene, herb-saftige Frucht mit pflanzlichen, hefigen und erdigen Noten, merklicher, ein wenig sandiger und deckender Gerbstoff, helle florale Töne, im Hintergrund Salz und merklich teils harzige Kräuter, gute Nachhaltigkeit, guter bis sehr guter, nur merklich rauer Abgang. (Wein-Plus.eu, 8.3.2017, aufgewertet von 84/100 Punkten)