Sven Nieger Riesling » Underdog « trocken

2016

Sven Nieger Riesling » Underdog « trocken

Sven Nieger, Deutschland, 0.75l

16,00

Grundpreis: 21,33/l

Lieferzeit: sofort lieferbar

ab einer Bestellmenge von 6 Flaschen erhalten Sie einen Rabatt von 1€/Flasche

Underdog ist Understatement pur. Deutlich schmeckt man den Granitboden in diesem Wein. Karg, nasser Stein, Kräuter, Citruszesten. Auf der Zunge geprägt von würzigen Aromen, die Zitrusfrucht folgt erst an zweiter Stelle. Ungemein geradlinig und frisch, Citrus, etwas Ananas und Kumquat, leicht salzig, geradlinig, einerseits mundfüllend, aber andererseits auch straff, gute Balance, Noten von schwarzem Tee und vielen, geschmacklich eher grünen Kräutern wie Kerbel und Estragon geprägt. Auf der Zunge konsequent trocken, braucht Zeit, recht jung, Essenswein.

Vorrätig (kann nachbestellt werden)

ab einer Bestellmenge von 6 Flaschen erhalten Sie einen Rabatt von 1€/Flasche
Artikelnummer: DBaSNWW0416 Kategorien: , , , Schlüsselworte: ,
 

Weingut Sven Nieger  (Baden)

Sven Nieger

Selfmade-Winzer Sven Nieger

Erst seit 2012 existiert das Weingut von Sven Nieger. (aktuell ca. 11ha Rebfläche). Der 33-jährige hat die 2012er Kollektion noch neben seiner Anstellung bei Schloss Neuweier im Nebenerwerb vinifiziert. Ein abgeschlossenes Studium in Geisenheim (übrigens mit unserer Winzerin Eva Vollmer) sowie Praktika und Stationen beim Pfälzer Weingut Siener und eine kurze Stippvisite bei Schloss Neuweier stehen in seiner Vita.

Auslandserfahrung sammelte er beim Weingut Salomon-Undhof (Kremstal) sowie in Marlborough/Neuseeland beim Weingut Framingham. Am 8. Mai 2012 wurde das Weingut offiziell eingeweiht, seither ist er nun nicht nur stolzer Papa, sondern im Vollerwerb als Winzer tätig. Und man merkt ihm die Freude über sein Schaffen bei der Rundfahrt in den Weinbergen an. Er zeigt uns brachliegende Flächen, die er demnächst pachten bzw. kaufen will. Alles Steillagen, die nur manuell zu bewirtschaften sind und die keiner mehr bewirtschaften will.

Zum Teil werden auch noch Flächen mit 50-60 jährigen Reben dazugekauft. Wo andere Winzer Flächen haben veröden lassen, pachtet oder kauft er diese, um dieser Region mit seinen „Neuen Badischen Schätzen“ wieder etwas mehr Schwung zu verleihen.

„Alles ist etwas eingerostet in dieser Region“, kein oder nur eine verschwindend geringe Anzahl an Winzernachwuchs ist da, der die Region wieder ins Bewusstsein des Weinfreundes zurückführt. Auch das gemeinsame Vermarkten der Region sei hier ein Problem, er wünscht sich mehr gemeinsame Aktionen, sei es Winzerfeste oder ähnliches in der und für die Region. Etwas neidisch blickt er da über den Berg Richtung Süd-Pfalz, wo es so schöne Feste gibt wie den Birkweiler Weinfrühling oder das Ilbesheimer Kalmitfest, wo es die Winzer exzellent verstehen, Kulinarik und Wein für Jung und Alt auf ganz einfache Weise zu zelebrieren. „So etwas fehlt hier“. Aber auch daran will er etwas ändern…zum Bloggbeitrag.

Presse & Auszeichnungen

Eichelmann 2019: 3,5 Sterne = hervorragendes Weingut

Vinum “Riesling Champion” 2019:

In dem aktuellen Weinmagazin “Vinum” wurden die neuen Resultate des Wettbewerb “Riesling Champion” veröffentlicht. Fünf von sechs Rieslingen aus unserem Sortiment haben es ins Finale geschafft und eine sehr gute Durchschnittsbewertung von 16,6 Punkten erhalten. Riesling funktioniert in Baden wohl doch!!!

Riesling ungeniert 2016                  16 von 20 Punkten
Riesling Mauerblümchen 2016      16 von 20 Punkten
Riesling unbestechlich 2016           16,5 von 20 Punkten
Riesling ungezähmt 2016                17 von 20 Punkten

The Drinks Business (London):

Gold, Gold, Gold!!!
Wir erhielten ein fantastisches Ergebnis aus London.
Die 4 Rieslinge, die wir in den internationalen Wettbewerb “The Global Riesling Master” des englischen Weinzeitschrift “The drinks business” schickten, gewannen in ihren jeweiligen Kategorien dreimal Gold und einmal Silber!!!!

Gewinnerweine:
Riesling unbestechlich 2015   Gold
Riesling Underdog 2016         Gold
Riesling Ungezähmt 2016      Gold
Riesling ungezähmt 2015       Silber

Falstaff Shortlist Ausgabe 1/2014:

Nach der fantastischen Bewertung vom 2012er Riesling Neuweier Mauerberg (95 Punkte, ausverkauft) und 2012 Riesling Varnhalt Klosterbergfelsen (94 Punkte, noch zu haben) wurde nun auch der Gutsriesling “Riesling trocken” in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazin Falstaff mit sehr guten 89 Punkten von 100 in der Kategorie “Best Buy” bewertet.

Update 2017: Wegen Dissonanzen mit der Qualitätsweinkontrolle füllt Sven seit dem Jahrgang 2015 seine Weine “nur” noch als “Badischen Landwein” ab. Lagenbezeichnungen sind daher nicht mehr erlaubt. Schade, das man jungen, selbstständig agierenden Winzern wie Sven, die zudem auch noch die Kulturlandschaft Wein – gerade in der Ortenau – mit am Leben erhalten, wo sogar Winzergenossenschaften fusionieren und Weinberge brach liegen,  den Start ins Berufsleben so erschwert. Hanspeter Zieresien, seit Jahren Deutschlands Aushängeschild für Gutedel aus dem Markgräflerland, erging es ebenfalls so. Seine charaktervollen Gutedel wurden als untypisch abgelehnt. Zu diesem Thema hat der geschätzte Journalist Axel Biesler einen wunderbaren und lesenswerten Artikel geschrieben, den ich hier gerne verlinke. VON DER SPRACHE DES LANDWEINS.

Sven Nieger geht unbeirrbar seinen Weg, seine Weine zeigen Herkunft, auch wenn sie so gar nicht ins badische Einerlei passen. Seine Weine sind echte Charakterweine, kühl, herb-würzig mit natürlicher, zurückhaltender Frucht.

Anschrift des Weingutes:
Weingut Sven Nieger, Gartenstraße 21, 76534 Baden-Baden (Varnhalt)

Alle Weine dieses Winzers >>

Sven Nieger Riesling » Underdog « trocken

Herkunft

Underdog und Riesling – nur dies steht in großen, blauen Lettern auf der Flasche. Das Layout weicht also deutlich vom bekannten Design der Niegerschen Weine ab. Und das hat seinen Grund: Wer sich im Baden-Badener Rebland auskennt, weis, das der Mauerberg – neben dem Klosterbergfelsen – zu den Premiumlagen der Region gehört. Auch Sven wollte hier einen trockenen Premium-Riesling in die Flasche bringen, aber die Hefen stellten irgendwann die Arbeit ein und so entsprach der Wein nicht Svens absolutem Qualitätsverständnis für einen trockenen Mauerberg. Also musste ein neuer Name her. Die Köpfe rauchten und der “Underdog” war geboren. Mittlerweile ist der Underdog zum “Kultwein” bei Sven aufgestiegen.

Von wegen Underdog!

Nieger pflegt alte Reben in steilen Lagen. Wo andere aufgeben, legt er erst los, so schützt er Kulturlandschaft – ein Underdog…”Wegen Dissonanzen mit der Qualitätsweinprüfung macht Sven Nieger nur noch “Badischen Landwein”. Lagenbezeichnungen sind dann nicht mehr erlaubt, aber das ist beim Sven Nieger Riesling Underdog eh egal. Nach nur zwei Jahrgängen hat der “Underdog” schon viele Fans gefunden und ist nicht mehr aus dem Portfolio wegzudenken. Mit der Entscheidung, sein eigenes Ding abseits der Qualitätsweinprüfung zu machen, befindet sich Sven Nieger zudemr in guter Gesellschaft. Auch Hanspeter Ziereisens eigenwilliger Stil, z.B.  beim Gutedel fand bei den Prüfern wenig Anklang. Heute zählen seine Weine zu den besten Deutschlands. Schade, das man solch engagierten Winzern Knüppel zwischen die Füße wirft, nur weil die Weine nicht der allgemeinen Norm entsprechen. Die Qualitätsweinprüfung stammt übrigens aus den 1970igern, und noch heute wird nach diesen Vorgaben Wein verkostet und bewertet. Ein trüber, unfiltrierter Wein wird daher nie die Prüfung zum Qualitätswein bestehen. Filtrieren bedeutet aber auch Geschmacksverlust. Erfolgreich sind sie mit ihrer Art aber allemal. Norm kann aber extrem langweilig sein….

Magazin Stern (Ausgabe 6.9.2018):

In der aktuellen Ausgabe des Magazin Stern wird der Riesling Underdog 2016 auf Seite 126 vorgestellt:

Underdog 2016

Sven Nieger keltert Rieslinge, die von den örtlichen Weinprüfern nicht goutiert werden, weshalb sie unter “Landwein” laufen. Die internationalen Weinkritiker aber (Robinson, Parker…) lieben sie. Nieger pfelgt alte Reben in steilen Lagen. Wo andere aufgeben, legt er erst los, so schützt er Kulturlandschaft – ein Underdog…”

Memo zur Speise

Rezept für Mac´n Cheese, Zutaten für vier Portionen:

2 Tassen Milch, 2 Tassen Nudeln, je nach Belieben (Muschelnudeln, Maccheroni, Penne)
1 Tasse Käse, je nach Belieben (Bergkäse, Gouda, Cheddar)
Nudeln 20 Minuten in Milch köcheln lassen, bis sie al dente sind. Dann vom Herd nehmen und Käse darin schmelzen lassen.

Memo zur Degustation

Underdog ist Understatement pur. Deutlich schmeckt man den Granitboden in diesem Wein. Karg, nasser Stein, Kräuter, Citruszesten. Auf der Zunge geprägt von würzigen Aromen, die Zitrusfrucht folgt erst an zweiter Stelle. Ungemein geradlinig und frisch, Citrus, etwas Ananas und Kumquat, leicht salzig, geradlinig, einerseits mundfüllend, aber andererseits auch straff, gute Balance, Noten von schwarzem Tee und vielen, geschmacklich eher grünen Kräutern wie Kerbel und Estragon geprägt. Auf der Zunge konsequent trocken, braucht Zeit, recht jung, Essenswein.

Memo zum Boden

Granit

Allgemeine Informationen
Weinart Weißwein
Rebsorte Riesling
Geschmack trocken
Kategorie Badischer Landwein
Erzeugung konventionell
Verschluss Naturkork
Herkunft
Weingut Sven Nieger
Region Baden
Bereich Ortenau
Herkunftsland Deutschland
Verbrauch
Weintyp mineralisch, mittelkräftig, frisch, trocken
Trinkreife 2019 - 2024
Trinktemperatur 10 Grad
Analysewerte
Alkohol 12,5% Vol.
Allergiker-Info enthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Punktewertungen
K&M Punkte 89 Punkte
Stern Punkte
Wein-Plus 87+ Punkte

Sven Nieger keltert Rieslinge, die von den örtlichen Weinprüfern nicht goutiert werden, weshalb sie unter "Landwein" laufen. Die internationalen Weinkritiker aber (Robinson, Parker...) lieben sie. Nieger pflegt alte Reben in steilen Lagen. Wo andere aufgeben, legt er erst los, so schützt er Kulturlandschaft - ein Underdog..." (Stern)

Beschreibung: Kräuterig-pflanzlicher und etwas hefig-gedeckter Duft nach reifen Zitrusfrüchten mit etwas Pfirsich und floralen Spuren. Klare, straffe, recht saftige Frucht, lebendige Säure, hefige Nuancen, im Hintergrund Mineralik, gute Nachhaltigkeit, viel Biss, pflanzliche bis kräuterige Aromen, etwas Gerbstoff-Griff, guter bis sehr guter, straffer, saftiger, nur wieder leicht gedeckter Abgang. Trinkempfehlung: Bis 2021. (87/100 Punkte = sehr gut, Wein-Plus.de)