Tinhof Neuburger Leithaberg DAC (AT-BIO-402)

2016

Tinhof Neuburger Leithaberg DAC (AT-BIO-402)

Tinhof, Österreich, 0,75l

17,40

Grundpreis: 23,20/l

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Man soll ja vorsichtig sein mit einem Vergleich von Regionen, aber hier haben wir deutliche Assoziationen zu Weinen aus dem Burgund. Mich erinnert der Wein sehr an die Chardonnay aus Mercurey. Erwins Leithaberg Neuburger zeigt sich enorm vielschichtig und wandlungsfähig innerhalb kürzester Zeit. Klar und brillant fließt er in Glas, ein zarter Gelbton schimmert durch das Glas, erste Aromen wie gelbes Steinobst, aber auch Apfel, weiße Blüten und Wiesenkräuter blitzen hervor. Beeindruckende Brillanz in der Aromen, sehr klar und fokussiert mit ganz feinem, ja fast samtenen Schmelz. Dicht und fest am Gaumen, kühl, füllt den Mundraum gut aus ohne schwer fällig zu sein, feine Birnenaromatik, fein ziselierte Säure. Unterstützt wird das Ganze durch einen fein dosierten Einsatz von Holzfassaromen, aber niemals vordergründig oder zu stark parfümiert. Tolle Balance! Da schließt sich dann der Kreis zum Burgund wieder. Darf/sollte unbedingt im Keller reifen!

Vorrätig

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Erwin Tinhof  (Burgenland)

TinhofRegion, Heimat & Qualität: Ein burgenländischer Winzer setzt auf Authentizität.
“Terroir“, raunen sich Weinfreunde zu, wenn sie etwa Erwin Tinhofs „Feuersteig“ verkosten. Der Winzer aus dem Burgenland hat früh den Trend erkannt und auf „Region“ gesetzt. Tinhof liegt dabei aber weniger an der Marketing-Strategie. („Wenn der Wein im Glas gut ist, muss ja keiner was dazu sagen“), sondern für ihn zählen Echtheit und Qualität der Weine: die Selbstverständlichkeit, auf Region und Terroir zu setzen, hat der Eisenstädter aus Frankreich importiert, wo er an der Universität Montpellier und auf dem südfranzösischen Spitzenweingut Mas de Daumas Gassac lernte. Niemand will österreichischen Chardonnay trinken, war sich der Winzer sicher, der 1990 im Weinbaugebiet Neusiedlersee-Hügelland die ersten Weinberge pachtete. Angebaut werden natürlich nur österreichische Rebsorten. Die ersten Jahre waren hart, doch heute könnte Tinhof, wenn er wollte, mehr verkaufen. Das ganze Weingut (14 Hektar Reben) wird biologisch bewirtschaftet, generell verzichtet er auf Kunstdünger, Insektizide oder Herbizide. Auch das hängt er nicht an die große Glocke, schon eher, dass er gemeinsam mit 15 Kollegen vom Leithaberg eine Winzervereinigung aufgebaut hat, um „Tradition, Terroir und Tiefgang“ zu pflegen. Mit gemeinsamem Etikett und Spitzenprodukten wollen die Winzer die Qualität ihrer Heimat bekannt machen. So traditionell Tinhof ist, so modern und innovativ ist er auch. Statt auf Kork setzt er auf Schraubverschlüsse. Seine Lagen – etwa den Feuersteig – ließ Tinhof wissenschaftlich analysieren, und auch bei der täglichen Arbeit unterstützt ihn neueste meteorologische Technik. (Text:© Anja Kirig)

Tinhof Neuburger & Weißburgunder Verkostung im Wiener Steirereck: 25 Jahrgänge 1990-2014.

Bericht von Petra Bader
Bericht von Carsten Stammen

Anschrift des Weingutes:
Tinhof, Gartengasse 8, 7000 EISENSTADT

Alle Weine dieses Winzers >>

Tinhof Neuburger Leithaberg DAC (AT-BIO-402)

Traube & Terroir – Neuburger vom Leithakalk

Die tausend Hektar Rebfläche des Leithagebirges reichen bis auf kühle 400 Meter Höhe. Ein klimatischer Vorteil für die Trauben des Tinhof Leithaberg Neuburger, die bis zu zwei Wochen später gelesen werden als die seenahen Früchte. Von der Wärme, die die Wasseroberfläche reflektiert, profitieren die Süd-Südostlagen dennoch. Das sind „zwei Wochen mehr physiologische Reife, zwei Wochen mehr Extrakt, zwei Wochen mehr Finesse, zwei Wochen mehr Substanz“, rechnet Erwin Tinhof vor.

Tinhof Leithaberg Neuburger: “Tradition, Terroir und Tiefgang“ ist das Programm, mit dem oberhalb des Neusiedlersees der Weincharakter neu definiert wird. 

Die Böden für den Tinhof Leithaberg Neuburger bestehen aus Urgesteinsverwitterungen mit sandigem Lehm, Muschelkalk und Schiefer. Sie erwärmen sich schnell und speichern tagsüber die Wärme, die sie am Abend wieder abgeben. Schiefer und Kalk prägen die Weine mit einem unverwechselbaren mineralischen Ton. Die Exposition, vornehmlich nach Südosten ausgerichtet, garantiert eine hohe Sonnenstundenzahl, während die Höhe und der darüber liegende Wald für kühlere Nächte sorgen. Das Zusammenspiel dieser Umweltfaktoren erlaubt eine lange Reifeperiode am Stock – die Trauben erhalten so ihre wunderbare Aromatik.

Vinifikation

Von 25-42 Jahre alten Reben aus Weingärten am Leithaberg. Handlese gesunder und reifer Trauben, 35hl/ha Ertrag, 8 Stunden Maischestandzeit, Pressung und rasche Klärung des Mostes, Spontanggärung und Ausbau auf den natürlichen Hefen über 11 Monate im großen Holzfass (2.000 l). Für mehr Spannung und Traubigkeit wird ein geringer Teil an nicht gemaischten, absolut gesunden Beeren mitvergoren. Ebenfalls ungeschwefelt auf der Hefe bis zur Abfüllung 1 Jahr nach der Lese.

Memo zur Speise

Probieren Sie Neuburger unbedingt einmal zu thailändischem Essen. Insbesondere mit exotischen Gewürzen geht er eine geniale Kombination ein. Wer es lieber heimischer mag, probiert es mit einem Tafelspitz aus, aber auch kurzgebratenes Fleisch, Pilzragouts oder klassich zu Spargel passen sehr gut.

Seesaibling mit Perigord-Trüffel (Zutaten für 4 Personen)
4 Saiblingsfilets, entgrätet, etwas Limettensaft, etwas Chardonnay,

Zubereitung des Saiblings:

Saiblingsfilets vierteln und ganz leicht plattieren. Mit Limettensaft und Chardonnay marinieren.

Zutaten für die Senfsauce:

2EL Estragonsenf, 1TL Dijonsenf, 1TL Honig, 1EL Malzbier-Essig, 3EL Chardonnay,

Zubereitung der Senfsauce:

Alle Zutaten vermengen. Falls die Sauce zu dick ist, etwas Wein zufügen.

Zutaten für das Anrichten:

8 Seewinkler Zwergkarotten, gekocht, 50g Perigod-Trüffel, Kräuter (Schafgabe, Basilikum, Minze, Portulak)

Anrichten:

Die Karotten auf den Teller legen und das Filet darauf platzieren. Die Senfsauce darauf geben und mit den Trüffeln und Kräutern garnieren.

Rezept von Max Stiegl aus Falstaff 4-2019

Memo zur Degustation

Man soll ja vorsichtig sein mit einem Vergleich von Regionen, aber hier haben wir deutliche Assoziationen zu Weinen aus dem Burgund. Mich erinnert der Wein sehr an die Chardonnay aus Mercurey. Erwins Leithaberg Neuburger zeigt sich enorm vielschichtig und wandlungsfähig innerhalb kürzester Zeit. Klar und brillant fließt er in Glas, ein zarter Gelbton schimmert durch das Glas, erste Aromen wie gelbes Steinobst, aber auch Apfel, weiße Blüten und Wiesenkräuter blitzen hervor. Beeindruckende Brillanz in der Aromen, sehr klar und fokussiert mit ganz feinem, ja fast samtenen Schmelz. Dicht und fest am Gaumen, kühl, füllt den Mundraum gut aus ohne schwer fällig zu sein, feine Birnenaromatik, fein ziselierte Säure. Unterstützt wird das Ganze durch einen fein dosierten Einsatz von Holzfassaromen, aber niemals vordergründig oder zu stark parfümiert. Tolle Balance! Da schließt sich dann der Kreis zum Burgund wieder. Darf/sollte unbedingt im Keller reifen!

Memo zum Boden

kalkreiche Braunerde, sandig bis steinig, mäßiger Humusgehalt, gute Wasserversorgung.

Allgemeine Informationen
Weinart Weißwein
Rebsorte Neuburger
Geschmack trocken
Kategorie Qualitätswein
Erzeugung ökologisch
Verschluss Naturkork
Herkunft
Weingut Tinhof
Region Burgenland
Bereich Leithaberg DAC
Herkunftsland Österreich
Verbrauch
Weintyp mineralisch, kraftvoll, frisch, trocken
Trinkreife 2017 - 2030
Trinktemperatur 11 Grad
Analysewerte
Alkohol 13,5% Vol.
Restzucker 1,1 g/l
Allergiker-Info enthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Säure 6,4%
Punktewertungen
K&M Punkte 91 Punkte
Falstaff 92 Punkte

Mittleres Grüngelb, Silberreflexe. Reife Mangonuancen, gelbe Birne, zarter Blütenhonig, Anklänge von Orangenzesten, Noten von Feuerstein. Saftig, weiße Pfirsichnuancen, frische Säurestruktur, zarter Honig im Finale, gute Länge, facettenreicher Speisenbegleiter.

Tasting: Weinguide 2018/19; 12.06.2018