Tinhof Neuburger trocken (AT-BIO-402)

2016

Tinhof Neuburger trocken (AT-BIO-402)

Tinhof, Österreich, 0,75l

11,90

Grundpreis: 15,87/l

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Überzeugt mit seinem überaus einladenden Bukett nach Limonen und Kräutern, ganz zarte nussig, schöne Fülle und Kraft, sehr angenehm am Gaumen, der ultrafeine Säurebogen mündet in ein unkompliziertes, vergnügliches Finale mit feinen Extrakten. Wunderschöner Wein, der auch sehr gut reifen kann. Wer 2013 im Keller hat, sollte diesen jetzt mal probieren, großartig!

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Erwin Tinhof  (Burgenland)

TinhofRegion, Heimat & Qualität: Ein burgenländischer Winzer setzt auf Authentizität.
“Terroir“, raunen sich Weinfreunde zu, wenn sie etwa Erwin Tinhofs „Feuersteig“ verkosten. Der Winzer aus dem Burgenland hat früh den Trend erkannt und auf „Region“ gesetzt. Tinhof liegt dabei aber weniger an der Marketing-Strategie. („Wenn der Wein im Glas gut ist, muss ja keiner was dazu sagen“), sondern für ihn zählen Echtheit und Qualität der Weine: die Selbstverständlichkeit, auf Region und Terroir zu setzen, hat der Eisenstädter aus Frankreich importiert, wo er an der Universität Montpellier und auf dem südfranzösischen Spitzenweingut Mas de Daumas Gassac lernte. Niemand will österreichischen Chardonnay trinken, war sich der Winzer sicher, der 1990 im Weinbaugebiet Neusiedlersee-Hügelland die ersten Weinberge pachtete. Angebaut werden natürlich nur österreichische Rebsorten. Die ersten Jahre waren hart, doch heute könnte Tinhof, wenn er wollte, mehr verkaufen. Das ganze Weingut (14 Hektar Reben) wird biologisch bewirtschaftet, generell verzichtet er auf Kunstdünger, Insektizide oder Herbizide. Auch das hängt er nicht an die große Glocke, schon eher, dass er gemeinsam mit 15 Kollegen vom Leithaberg eine Winzervereinigung aufgebaut hat, um „Tradition, Terroir und Tiefgang“ zu pflegen. Mit gemeinsamem Etikett und Spitzenprodukten wollen die Winzer die Qualität ihrer Heimat bekannt machen. So traditionell Tinhof ist, so modern und innovativ ist er auch. Statt auf Kork setzt er auf Schraubverschlüsse. Seine Lagen – etwa den Feuersteig – ließ Tinhof wissenschaftlich analysieren, und auch bei der täglichen Arbeit unterstützt ihn neueste meteorologische Technik. (Text:© Anja Kirig)

Tinhof Neuburger & Weißburgunder Verkostung im Wiener Steirereck: 25 Jahrgänge 1990-2014.

Bericht von Petra Bader
Bericht von Carsten Stammen

Anschrift des Weingutes:
Tinhof, Gartengasse 8, 7000 EISENSTADT

Alle Weine dieses Winzers >>

Tinhof Neuburger trocken (AT-BIO-402)

Der Grundstoff von Erwin Tinhof

Tinhof Neuburger steht sinnbildlich für die Mutter aller Neuburger.  Der Neuburger ist wahrscheinlich eine natürliche Kreuzung von Roter Veltliner und Silvaner und mit knapp 650 Hektar Rebfläche eine Sortenrarität in Österreich. Die Traube ist früh bis mittelspät reifend und braucht trockene karge Standorte. Da sie für Botrytis cinerea (Edelfäule) anfällig ist, wird sie auch gerne zur Prädikatsweinerzeugung herangezogen. Der ideale Neuburger ist für Erwin Tinhof „würzig, strukturiert, mit harmonischer Länge und Trinkfluss“.

Vinifikation Tinhof Neuburger

Trauben von jüngeren Rebanlagen (15 Jahre alt) aus Eisenstadt. Handlese, kurze Maischestandzeit, leichte Pressung sowie rasche Klärung des Mostes, gekühlte Vergärung über 15 Tage, Spontangärung 50% im Stahltank, 50% im großen Holzfass. Bis zur Flaschenfüllung (3150 Flaschen) Anfang März ungeschwefelt auf der Hefe gelegen.

Stuart Pigott schrieb in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zur Reifefähigkeit von Weißweinen und Tinhof Neuburger folgendes:

Erwin Tinhof ist ein seltenes Beispiel eines auf trockene Weißweine spezialisierten Winzers im Burgenland. Auch außergewöhnlich ist der Schwerpunkt seiner Produktion, nämlich Traubensorten ohne besonderen Ruf für lagerfähige Weine: Weißburgunder und Neuburger. Der 2006er Neuburger ist ein ziemlich perfektes Beispiel eines in großer Würde gealterten Weißweines. Die Aromen von getrockneten Kräutern und Karamell sind heute mit einem vollen sanften Körper gepaart.

Erwin Tinhofs 2013er Neuburger ist ebenfalls säuremild, duftet wunderbar heiter nach frischen Nüssen, Wiesenblüten und Orangenschale. Und er wirkt – jahrgangsbedingt – deutlich schlanker (nicht zu verwechseln mit dünn) als der 2006er. Er benötigt noch ein paar Jahre Reife im Keller, um zur Ruhe zu finden. Das Fazit: Weißwein kann im besten Fall genauso lang und gut wie hochwertiger Rotwein reifen.

Siehe “Weinzeitreise”

Memo zur Speise

Idealer Speisenbegleiter für österreichische Klassiker wie Wiener Schnitzel.

Memo zur Degustation

Überzeugt mit seinem überaus einladenden Bukett nach Limonen und Kräutern, ganz zarte nussig, schöne Fülle und Kraft, sehr angenehm am Gaumen, der ultrafeine Säurebogen mündet in ein unkompliziertes, vergnügliches Finale mit feinen Extrakten. Wunderschöner Wein, der auch sehr gut reifen kann. Wer 2013 im Keller hat, sollte diesen jetzt mal probieren, großartig!

Memo zum Boden

tiefgründige Braunerde mit guter Humusversorgung, stark kalkhaltig

Allgemeine Informationen
Weinart Weißwein
Rebsorte Neuburger
Geschmack trocken
Kategorie Qualitätswein
Erzeugung ökologisch
Verschluss Drehverschluß
Herkunft
Weingut Tinhof
Region Burgenland
Bereich Neusiedlersee-Hügelland
Herkunftsland Österreich
Verbrauch
Weintyp mittelkräftig, frisch, trocken
Trinkreife 2017 - 2022
Trinktemperatur 9 Grad
Analysewerte
Alkohol 12,5% Vol.
Restzucker 4,7 g/l
Allergiker-Info enthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Säure 6,3%
Punktewertungen
K&M Punkte 88 Punkte
Falstaff 89 Punkte
Falstaff Trophy 2017 91 Punkte

Aber auch sein "einfacher" Neuburger 2016 aus dem Stahltank hat sich in diesem Feld mit 91 Punkten hervorragend geschlagen, hier die Beschreibung dazu.
Helles Grüngelb, Silberreflexe. Mit feiner Kräuterwürze unterlegte gelbe Apfelfrucht, zart nach Zutruszesten. Saftig, feine weiße Birnenfrucht, angenehme Fruchtsüße, Steinobstnuancen, zitroniger Touch, bleibt gut haften, vielseitig einsetzbar.