Valdonica » Ciliegiolo « rosso (IT-BIO-004)

2017

Valdonica » Ciliegiolo « rosso (IT-BIO-004)

Valdonica, Italien, 0.75l

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Grundpreis: 46,67/l

Der beste Ciliegiolo, den das Team Valdonica vinifiziert hat. Hier macht sich schon der Einfluss des neuen Kellermeisters Nicola Lazzarini bemerkbar. Nicht mehr so üppig wie in früheren Jahrgängen, was ihm auch sichtlich gut stand, aber 2017 zeigt sich mit tollem Säurebiss, Balance und sogar Eleganz, für einen Wein solch einer Kategrie immenser Trinkfluß. Der Eindruck der Fassverkostung vom September 2019, als wir Valdonica besuchten, hat sich auch nach der Flaschenfüllung bestätigt.

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Valdonica |Toskana

Vom Urlaubsflirt zum Winzerleben!

Martin Kerres (Valdonica)

Martin Kerres (Valdonica)

Als Martin Kerres, erfolgreicher Spitalsarzt und Krankenhausmanager, um die Jahrtausendwende in die Toskana fuhr, um sich nach einem Sommerhäuschen umzuschauen, wurde er von einem Fleckchen Erde, einem wie er es später bezeichnete, “magischen Ort” verzaubert.

 

VALDONICA, in den Hügeln der Maremma bei Sassofortino (Südliche Toskana) malerisch gelegen, ist ein Kleinod, dessen 80 Hektar Fläche fast 30 Jahre nicht bewirtschaftet worden war. Er war tief berührt von der Schönheit der Natur. Von hier genießt man den einzigartigen Ausblick zum Mittelmeer und den Inseln Giglio und Elba.

 

Der Blick über die Weinberge mit ihren vielfältigen Bodenformationen von vulkanisch bis sandig und die fruchtbare Ebene hin zum azurblauen Mittelmeer öffnet einem das Herz – hier blühen Menschen und Weinstöcke gleichermaßen auf. Ein paar Jahre danach veränderte sich sein Leben tiefgreifend – und er zog hierher. Valdonica wurde sein Zuhause.

Terroir

Auf den unterschiedlichen Höhenlagen – bis zu 500 Meter hoch – legten Kerres und sein Weingutsteam auf 10 Hektar völlig neue Weinberge an – die organisch biologisch bewirtschaftet werden. Die Spezialität ist die für dieses Gebiet typische Sangiovese-Traube. Alle Weine reifen in Eichenfässern. Seine Weine exportiert er mittlerweile in die ganze Welt, in Deutschland sind wir wieder einmal Vorreiter für zu entdeckende Weingüter.

Waren es zu Beginn eher robuste Kerle, die deftiges Essen und lautes Lachen liebten, ist mit einem neuen Önologen-Team unter der Führung von Nicola Lazzeri ab dem Jahrgang 2017 eine neue Linie eingekehrt. Nicht mehr Kraft und Extraktsüße stehen im Vordergrund, sondern Eleganz, Trinkfluss und Terroir-Feeling, gelacht wird aber immer noch!

Robert Parker´s Mitarbeiter Antonio Galloni sagt: ”Manning makes some of the most exceptional balanced, harmonious wines in Tuscany in a style that favors a fairly rich expression of fruit. Simply put, I can’t recommend these wines highly enough.“

Vinifizierung

Alle Weine sind spontan vergoren. Sie werden in kleinen Einheiten – jede Lage für sich – fermentiert. Dreimal täglich wird die Maische per Hand unter den Most gehoben. Die Reifung erfolgt ausschließlich in Eichenfässern aus Frankreich – für 18 bzw. 24 Monate.

Wir fanden den Weg zu Martin Kerres eher zufällig auf der Vinitaly 2012 und hierbei spielte das Web 2.0, in dem Fall Facebook, eine wichtige Rolle, Vernetzung mit Menschen aus der Branche. Heute dauert es im Gegensatz zu früher (Printmagazine) nicht Monate, bis ein Weingut in das Licht der Öffentlichkeit trat. Helmuth Knall,  Journalist aus Österreich, berichtete von einem “grandiosen Tipp und wunderbaren Sangiovese-Tröpferl und nicht die übliche Cabernet-Merlot Geschichte”.

Grund genug also, dort einmal vorbeizuschauen. Und nach 1,5 Stunden intensiven Verkostens und Gedankenaustausches mit Martin Kerres, der seinen Traum lebt und auch mitanpackt, stand für mich fest, dass wir diese herrlichen Tropfen haben müssen. In gewisser Weise haben sie mich mit Ihrer Eleganz an einige rote Burgunder der Côte d´Or erinnert.

TV Bericht ORF
Dirk Würtz einfühlsames Porträt

Anschrift des Weingutes:
Valdonica Winery, Via Dogana 1, I-58036 Sassofortino (Roccastrada), Grosseto

Alle Weine dieses Winzers >>

Valdonica » Ciliegiolo « rosso (IT-BIO-004)

Herkunft

Regionalität steht heute bei vielen Produzenten und noch mehr Konsumenten bei der Auswahl von Lebensmitteln ganz oben in der Hierarchie. Unser Valdonica Ciliegiolo ist dafür ein klassisches Beispiel. Er wird aus der urtoskanischen Rebsorte Ciliegiolo gekeltert. Sie ist die Mutterebe des Sangiovese, der in den Rotweinen des weiter Anbaugebietes Chianti Classico die erste Geige spielt. Aber auch Martin Kerres und sein Team vinifizieren hier im weiter südlich gelegenen, wild-romantischen Hinterland der Maremma einen Wein, wie man ihn in dieser Qualität eher selten findet.

Die Maremma ist ja bekannt für ihre mächtigen Weine aus den Bordelaiser Rebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und auch Petit Verdot. Viele Winzer, die sich Mitte der 1980iger und Anfang der 1990iger dort niederließen und im Boom der Region neue Weingüter gründeten, erkannten die klimatischen Bedingungen. Sie pflanzten diese Rebsorten, da sie auch im ehemaligen Sumpfgebiet der Maremma ideale Bedingungen finden. Martin Kerres Weingut liegt jedoch weiter landeinwärts und auf 500m Höhe. Hier wiederum herrschen im Vergleich zur Küste andere klimatische Bedingungen. Ob hier die Reben ausreifen können, wie an der Küste darf bezweifelt werden. Und er glaubt auch an an die einheimischen Rebsorten wie Vermentino, Vermentino Nero, Sangiovese oder eben jener autochthonen Ciliegiolo.

Der Valdonica Ciliegiolo ist kein Wein für die schnelle Nummer, kein Wein, den man mal so eben wegschlabbert. Für uns ist er der ganze Ausdruck von Martin Kerres Philosophie der Heimatweine. Er wird Sie begeistern, so wie viele unsere Kunden, die den ersten Jahrgang 2012 (ausverkauft, 93 Punkte im Winespectator) lieben gelernt haben.

Martins Reise mit dieser Rebsorte geht weiter: um Ostern 2017 begann er, neue Weinberge mit den genannten Rebsorten Vermentino, Vermentino Nero, Sangiovese oder eben jener autochthonen Ciliegiolo anzulegen. In den nächsten Jahren werden wir sicher noch viel von Ihm hören. Ein wunderbares Geschenk von Ihm an uns!

Vinifikation Valdonica Ciliegiolo

Der Valdonica-Ciliegiolo wurde mit einem Anteil von ca. 20% Ganztrauben (die intakten Beeren begünstigen während der spontanen Gärung eine höhere Konzentration an fruchtigen und eleganten Aromen) sehr lange fermentiert und nach 4-5 wöchiger Mazeration über 20 Monate in neuen Tonneau und 6 Monate in Edelstahltanks ausgebaut. Keine Schönung und minimal filtriert.

Memo zur Speise

Taube (Piccione) in einer feinen Traubensauce oder einer Balsamico-Rotwein-Reduktion. Gerne auch ein Wildschweinfilet mit mediterranen Kräutern und Speck umhüllt gebraten.

Memo zur Degustation

Der beste Ciliegiolo, den das Team Valdonica vinifiziert hat. Hier macht sich schon der Einfluss des neuen Kellermeisters Nicola Lazzarini bemerkbar. Nicht mehr so üppig wie in früheren Jahrgängen, was ihm auch sichtlich gut stand, aber 2017 zeigt sich mit tollem Säurebiss, Balance und sogar Eleganz, für einen Wein solch einer Kategrie immenser Trinkfluß. Der Eindruck der Fassverkostung vom September 2019, als wir Valdonica besuchten, hat sich auch nach der Flaschenfüllung bestätigt. 

Memo zum Boden

Vulkanisch

Allgemeine Informationen
Weinart Rotwein
Rebsorte Ciliegiolo
Geschmack trocken
Leitrebe Ciliegiolo
Kategorie DOC
Erzeugung ökologisch
Verschluss Naturkork
Herkunft
Weingut Valdonica
Region Toskana
Bereich Toscana DOC
Herkunftsland Italien
Verbrauch
Weintyp kraftvoll, komplex, elegant, trocken
Trinkreife 2019 - 2027
Trinktemperatur 16 Grad
Analysewerte
Alkohol 14.5% Vol.
Allergiker-Info enthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Punktewertungen
K&M Punkte 92 Punkte
Wein-Plus 92 Punkte

Wein‑Plus Bewertung: Hervorragend (92 WP) Zuletzt bewertet:8. April 2020
Beschreibung:Herber, kühler, etwas kräuteriger und auch erdig-mineralischer Duft mit herben schwarzbeerigen Aromen, animalischen Spuren sowie angedeutet roten Beeren und Kirschen. Straffe, reife, saftige Frucht, pfeffrig-gewürzige Aromen und etwas rauchiges und kakaowürziges Holz, feines, jugendliches Tannin, merklicher Säurebiss, nachhaltig am Gaumen, tief und vielschichtig, ein wenig Lorbeer, deutliche Mineralik, tabakige Nuancen, ein wenig Kaffee, hat Spannung, sehr guter, straffer, saftiger und würziger Abgang mit salziger Mineralik. In vollkommen anderer Verfassung als die offenbar beeinträchtigte, oxidative erste Probe. Trinkempfehlung: Ende 2020 bis 2027+