Vermentino »Ballarino« (IT-BIO-004)

2019

Vermentino »Ballarino« (IT-BIO-004)

Valdonica, Italien, 0.75l

21,50

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Grundpreis: 28,67/l

Ab einer Bestellmenge von 6 Flaschen erhalten Sie einen Rabatt von 1,00€/Flasche

Hier haben Sie einen herrlich singulären Charakterwein im Glas. Anders als gewohnt, weil ungemein reifer in der Charakteristik. Er zeigt sich in einem satten Goldgelb und animiert im Duft mit einem großen Potpourri an Aromen. Wir riechen intensive gelbe Frucht, ein Hauch Physalis, etwas Mango, dazu Kräuter und eine angenehme Note von Holz.

So weich der Ballarino über die Zunge fließt, so aromatisch fühlt sich alles augenblicklich im Mund an. Auf der Zunge kraftvoll würzig, steinig mineralisch und ausgeprägt aromatisch, stoffig, mundfüllend, mit seidiger Textur, eine reife, gut integrierte Säure setzt einen leichten Gegenakzent, damit es nicht zu cremig wird. Ausgestattetet mit feiner, gelber Frucht aber auch feinen, akzentuierten weißen Blütennoten gepaart mit würzigen Noten. Ungemein frisch im Mund, fühlt sich leicht an trotz seiner durchaus opulent wirkenden Art. Nichts ist dick und doch wirkt es fest und straff auf der Zunge. Ein wunderbar singulärer Wein, der im Glas eine ungeheure Wucht und mineralische Tiefe entfaltet. Aus Erfahrung (2012er) wissen wir, das der Vermentino von Martin sehr gut reifen kann. Legen Sie sich ruhig mal 1-2 Flaschen 4-5 Jahre auf die Seite.

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Vermentino »Ballarino« (IT-BIO-004)

Herkunft

Valdonica war nicht Teil meiner Lebensplanung – es ist mir passiert. Auf der Suche nach einem Wochenend-Häuschen verliebte ich mich in dieses Gut. 80 Hektar verwildertes Land – ohne Weinreben im Hinterland der Maremma. Ein paar Jahre später veränderte sich mein Leben.  Valdonica wurde zu meiner Herzensheimat. Als Martin 2008 das Weingut mit seinem Land kaufte, konnte er auf unberührten Naturböden seinen Traum vom Winzer verwirklichen. Hier wurde vorher noch nie Landwirtschaft betrieben. Im Jahr 2009 pflanzten wir unsere ersten Weinberge in unberührte Böden. Nach diesen vielen Jahren mit Höhen und Tiefen ist es für meine Familie und mich eine Riesenfreude und Ehre, dass unsere Weine vom K&M Gutsweine für Sie ausgewählt wurden. Seit dem Jahrgang 2008 finden Sie dort unsere Weine.

Regionalität

Die Maremma ist ja bekannt für ihre mächtigen Weine aus den Bordelaiser Rebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und auch Petit Verdot. Viele Winzer, die sich Mitte der 1980iger und Anfang der 1990iger dort niederließen und im Boom der Region neue Weingüter gründeten, erkannten die klimatischen Bedingungen. Sie pflanzten diese Rebsorten, da sie auch im ehemaligen Sumpfgebiet der Maremma ideale Bedingungen finden. Martin Kerres Weingut jedoch liegt landeinwärts auf fast 600m Höhe. Es sind die höchstgelegenen Weinberge der Maremma mit einem milden Klima, das durch die Brise des Tyrrhenischen Meeres begünstigt wird. Hier wiederum herrschen im Vergleich zur Küste andere klimatische Bedingungen.  Ob hier die Reben, die an der Küste gut ausreifen können, dies auch in 600m Höhe können, darf bezweifelt werden. Zudem ist er ein Fan der einheimischen Rebsorten wie Vermentino, Vermentino Nero, Ciliegiolo oder eben Sangiovese.

Vermentino »Ballarino« (IT-BIO-004)

Der Blick über die Weinberge über die weitläufige und fruchtbare Ebene der Maremma bis zum azurblau schimmernden Mittelmeer, wo man bei klarer Sicht die Inseln Giglio und Elba sieht, öffnet jedem, der an diesem Aussichtspunkt 50m unterhalb des Weingutes steht, das Herz. Hier schöpft der Mensch als auch die Rebstöcke aus der Ruhe Kraft.

Werte

Für uns gibt es einige Werte, die wir hier zu leben versuchen. Am wichtigsten ist uns, gute Weine zu produzieren. Gut bedeutet für uns, dass die Weine handwerklich einwandfrei sind. Es geht nicht darum, dass unsere Weine allen schmecken – es geht darum, dass wir den natürlichen Veredelungsprozess mit Sorgfalt und Leidenschaft begleiten. Mit einem Minimum an menschlicher Intervention geben wir Natur und Terroir Raum, der sich in der Individualität und im Charakter unserer Weine widerspiegelt.

Das Herz von Valdonica sind die Weinberge. Sie wurden 2009 in unberührten Naturböden neu gepflanzt. Das sei ein großer Vorteil, meint Martin Kerres: «Naturböden sind über Jahrzehnte von keiner Chemie verschandelt, nur so macht eine biologische Zertifizierung Sinn. Als Mediziner ist die biologische und organische Bewirtschaftung der Weinberge und des gesamten Betriebs eine Herzens-Sache. Uns liegt der Erhalt von Artenvielfalt und Biodiversität am Herzen. In unseren Weinbergen haben wir elf unterschiedliche Typen von Sangiovese gepflanzt und vergessene Rebsorten wie Ciliegiolo, Massareta und Colorino neu kultiviert. Aus der Kombination von Bioweinbau und der Vielfalt der Natur entsteht Neues und Innovatives.» Der Betrieb ist seit 2012 biologisch zertifiziert.

Herkunft Valdonica Vermentino Ballarino

Die Vermentino-Traube ist die wichtigste weiße Traube der toskanischen Küste. Sie gedeiht auf Reben in 500m Meereshöhe in einer gut mit Meeresbrisen durchlüfteten Lage mit optimaler Sonneneinstrahlung: Hier können die Trauben perfekt ausreifen.  Für die Tiefe und Finesse des in gebrauchten Barriques und Tonneau ausgebauten Weines sorgen auch die Böden. Sie sind  zum Teil lehmig, zum Teil sandig und vulkanischen Ursprungs. Sassoforte, der Hügel, auf dem das Gut liegt, ist ein längst erloschener Vulkan. Eine der Weinbergsparzellen mit Böden, die einen hohen Sandanteil aufweisen, wurde mit der weißen Rebsorte Vermentino bepflanzt. Vermentino in purezza!

Vinifizierung Valdonica Vermentino Ballarino

Selektive Handlese. Nach der Ernte werden unsere Vermentino-Trauben in geteilt. Jeder Teil wird anschließend auf zwei verschiedene Arten vergoren. Etwa zwei Drittel werden als ganze Trauben gepresst und dann in Edelstahl mit wilden Hefen vergoren. Die Temperatur der Gärung wird wird auf etwa 16°C kontrolliert, um eine lange und langsame Gärung zu gewährleisten. Das verbleibende Drittel wird nochmals geteilt, abgebeert und bleibt bis zu 2 Monate in Kontakt mit den Schalen bevor er in gebrauchte Barriques und Tonneaux gepresst wird, um die Gärung zu beenden. In diesem Fall werden die Schalen durch leichtes Eintauchen des Deckels von Hand feucht gehalten. Der Wein wird nach etwa 12 Monaten verschnitten und für weitere sechs Monate im Tank auf der Hefe belassen, bevor er abgefüllt wird.

Memo zur Speise

Idealer Begleiter zu Fisch und Meeresfrüchten – oder auch nur zum Sonnenuntergang mit Blick aufs Meer.

Memo zur Degustation

Hier haben Sie einen herrlich singulären Charakterwein im Glas. Anders als gewohnt, weil ungemein reifer in der Charakteristik. Er zeigt sich in einem satten Goldgelb und animiert im Duft mit einem großen Potpourri an Aromen. Wir riechen intensive gelbe Frucht, ein Hauch Physalis, etwas Mango, dazu Kräuter und eine angenehme Note von Holz.

So weich der Ballarino über die Zunge fließt, so aromatisch fühlt sich alles augenblicklich im Mund an. Auf der Zunge kraftvoll würzig, steinig mineralisch und ausgeprägt aromatisch, stoffig, mundfüllend, mit seidiger Textur, eine reife, gut integrierte Säure setzt einen leichten Gegenakzent, damit es nicht zu cremig wird. Ausgestattetet mit feiner, gelber Frucht aber auch feinen, akzentuierten weißen Blütennoten gepaart mit würzigen Noten. Ungemein frisch im Mund, fühlt sich leicht an trotz seiner durchaus opulent wirkenden Art. Nichts ist dick und doch wirkt es fest und straff auf der Zunge. Ein wunderbar singulärer Wein, der im Glas eine ungeheure Wucht und mineralische Tiefe entfaltet. Aus Erfahrung (2012er) wissen wir, das der Vermentino von Martin sehr gut reifen kann. Legen Sie sich ruhig mal 1-2 Flaschen 4-5 Jahre auf die Seite.

Fester, etwas vegetabiler und gelb-gewürziger, auch hefiger Duft nach reifen gelben Früchten mit floralen Nuancen und deutlicher Mineralik. Feste, reife, ziemlich saftige Frucht, wieder florale und leicht vegetabile Aromen, gelbe Würze und hefige Noten, sehr feine Säure, Griff von reifem, mürbem Gerbstoff, nachhaltig und dicht, hat Kraft, gewisse Wärme, gute Tiefe, recht komplex, sehr guter, fester, saftiger und würziger, warmer Abgang mit nussigen bis hefigen Aromen und wieder reichlich Mineralik. (Wein-Plus zum 2017er)

Memo zum Boden

Vulkanisch, Kalkstein, Sand

Valdonica |Toskana | Maremma

80ha Land, davon ca. 14 ha Rebfläche | Produktion ca. 50.000 Flaschen | ökologisch-biozertifizierte Arbeitsweise | Erstkontakt Vinitaly 2012 | Seit November 2012 bei K&M im Sortiment.

Valdonica Toskana

Valdonica Toskana 

Vom Urlaubsflirt zum Winzerleben!

Als Martin Kerres, erfolgreicher Spitalsarzt und Krankenhausmanager, um die Jahrtausendwende in die Toskana fuhr, um sich nach einem Sommerhäuschen umzuschauen, wurde er von einem Fleckchen Erde, einem, wie er es später bezeichnete, “magischen Ort” verzaubert.

VALDONICA, in den Hügeln der Maremma bei Sassofortino (südliche Toskana) malerisch gelegen, ist ein Kleinod, dessen 80 Hektar Fläche fast 30 Jahre nicht bewirtschaftet worden war. Martin war tief berührt von der Schönheit der Natur. Von hier genießt man den einzigartigen Ausblick zum Mittelmeer und den Inseln Giglio und Elba. (siehe folgendes Bild)

Blick über den Weinguts-Swimmingpool über die Weinberge bis zum Mittelmeer mit Elba und Giglio.

Der Blick über die Weinberge mit ihren vielfältigen Bodenformationen von vulkanisch bis sandig und die fruchtbare Ebene hin zum azurblauen Mittelmeer öffnet einem das Herz – hier blühen Menschen und Weinstöcke gleichermaßen auf.

Ein paar Jahre danach veränderte sich sein Leben tiefgreifend – und er zog hierher. Valdonica wurde sein Zuhause.

Terroir

Auf den unterschiedlichen Höhenlagen – bis zu 500 Meter hoch – legten Kerres und sein Weingutsteam auf damals 10 Hektar (heute ca. 13ha) völlig neue Weinberge an – die organisch biologisch bewirtschaftet werden.

Die Spezialität ist die für dieses Gebiet typische Sangiovese-Traube. Alle Weine reifen in Eichenfässern. Seine Weine exportiert er mittlerweile in die ganze Welt, in Deutschland sind wir wieder einmal Vorreiter für zu entdeckende Weingüter.

Waren es zu Beginn eher robuste Kerle, die deftiges Essen und lautes Lachen liebten, ist mit einem neuen Önologen-Team unter der Führung von Nicola Lazzeri ab dem Jahrgang 2017 eine neue Linie eingekehrt. Nicht mehr Kraft und Extraktsüße stehen im Vordergrund, sondern Eleganz, Trinkfluss und Terroir-Feeling, gelacht wird aber immer noch!

Vinifizierung

Alle Weine sind spontan vergoren. Sie werden in kleinen Einheiten – jede Lage für sich – fermentiert. Dreimal täglich wird die Maische per Hand unter den Most gehoben. Die Reifung erfolgt ausschließlich in Eichenfässern aus Frankreich – für 18 bzw. 24 Monate.

Wir fanden den Weg zu Martin Kerres eher zufällig auf der Vinitaly 2012 und hierbei spielte das Web 2.0, in dem Fall Facebook, eine wichtige Rolle, Vernetzung mit Menschen aus der Branche. Heute dauert es im Gegensatz zu früher (Printmagazine) nicht Monate, bis ein Weingut in das Licht der Öffentlichkeit trat. Helmuth Knall,  Journalist aus Österreich, berichtete von einem “grandiosen Tipp und wunderbaren Sangiovese-Tröpferl und nicht die übliche Cabernet-Merlot Geschichte”.

Grund genug also, dort einmal vorbeizuschauen. Und nach 1,5 Stunden intensiven Verkostens und Gedankenaustausches mit Martin Kerres, der seinen Traum lebt und auch mit anpackt, stand für mich fest, dass wir diese herrlichen Tropfen haben müssen. In gewisser Weise haben sie mich mit Ihrer Eleganz an einige rote Burgunder der Côte d’Or erinnert.

TV Bericht ORF
Dirk Würtz einfühlsames Porträt

Anschrift des Weingutes:

Valdonica Winery | Via Dogana 1 | I-58036 Sassofortino (Roccastrada), Grosseto

Alle Weine dieses Winzers >>
Allgemeine Informationen
WeinartWeißwein
RebsorteVermentino
Geschmacktrocken
LeitrebeVermentino
KategorieIGT
Erzeugungökologisch
VerschlussNaturkork
Herkunft
WeingutValdonica
RegionToskana
BereichToskana IGT
HerkunftslandItalien
Verbrauch
Weintypmittelkräftig, frisch, trocken
Trinkreife2021 - 2027
Trinktemperatur10 Grad
Analysewerte
Alkohol14% Vol.
Restzucker2 g/l
Allergiker-Infoenthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Säure4,8%
Punktewertungen
K&M Punkte90 Punkte
Wein Plus89 Punkte
Maroni92 Punkte

Fester und recht dichter, eine Spur tabakiger Duft nach reifen gelben Früchten, feine kräuterige und zart florale Aromen, eine Spur Rauch und mandelig-nussige Anklänge. Reife, saftige und würzige Frucht, Kandistöne, Rauch und etwas gelbe, an Curry erinnernde Würze, kräuterige Nuancen, nussige Holzanklänge, hat Kraft und Wärme, nachhaltig, gute Tiefe, mineralisch im Hintergrund, sehr guter, saftiger, gelb-würziger, etwas kräuteriger und wieder auch ein wenig warmer Abgang. Bewertung: sehr gut (89 WP). Zuletzt bewertet am 21. Dezember 2021. Trinkempfehlung bis 2024+.