von Buhl Riesling Sekt brut

2016

von Buhl Riesling Sekt brut

Reichsrat von Buhl, Deutschland, 0.75l

15,90

Grundpreis: 21,20/l

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Überraschend cremig-nussiger Typ mit attraktiver Brioche und Haselnuss-Note. Schlank und elegant mit viel säurefrischem Spiel. Riecht nach Birne, Apfelschale, Aprikose und Brioche. Feinperlig imponiert er mit Frische, Würze und Noblesse. Bei diesem Sekt vergisst man leicht das Essen.

Vorrätig

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Weingut Reichsrat von Buhl (Pfalz)

Reichsrat von BuhlDas Weingut Reichsrat von Buhl ist seit über 150 Jahren im Familienbesitz und zählt ebenso lange zum Kreis der renommiertesten Weingüter Deutschlands. Seit der Gründung im Jahr 1849 steht Reichsrat von Buhl für eine terroirgeprägte, zeitlose Stilistik, der sich nie an Moden orientiert hat, sondern stets die Herkunft seiner Trauben aus den besten Deidesheimer und Forster Lagen stolz in sich getragen hat.

Biozertifiziert

Das Weingut Reichsrat von Buhl ist als zertifizierter Bio-Betrieb aktiver Botschafter des naturnahen, nachhaltigen Weinbaus und bester deutscher Weine.

Seit dem Jahrgang 2013 zeichnet sich eine neue Mannschaft um Geschäftsführer Richard Grosche, Technischen Direktor Mathieu Kauffmann und den langjährigen Außenbetriebsleiter Werner Sebastian für die Weine verantwortlich.

Mathieu Kauffmann, gebürtiger Elsässer, vom Falstaff zum Winzer des Jahres 2018 nominiert, war bis September 2013 Kellermeister des berühmten Champagnerhauses Bollinger, als ihn Achim Niederberger zu von Buhl in die Pfalz holte.

Alle reden vom Sekt, dabei sorgen auch seine Weine seit seinem ersten Jahrgang 2013 in der Fachwelt für Furore, hier macht sich der neue Geist bei von Buhl derzeit noch viel deutlicher bemerkbar. Selbst der Gutswein ist hier außerordentlich gut, die völlig kompromisslosen, fordernden Großen Gewächse sind eine Klasse für sich. Mit großem Fingerspitzengefühl bringt er die Typizitäten der terroirgeprägten Lagen aus Deidesheimer und Forst ins Glas.

Jahrgangsbericht 2014:
Jahrgangsbericht 2016: Cool Climate

Anschrift des Weingutes:
Weingut Reichsrat von Buhl GmbH Weinstr. 18-24 67146 Deidesheim

Alle Weine dieses Winzers >>

von Buhl Riesling Sekt brut

Von Manfred Klimek (Die Welt vom 28.11.2014)

Den besten Rieslingsekt Deutschlands zu keltern, ist keine Herausforderung, der man sich alle Tage stellt. Doch im pfälzischen Deidesheim, im Gewölbekeller des Weinguts Reichsrat von Buhl, haben sich drei Menschen getroffen, um das Gelingen genau dieses Projektes vorzustellen und zu feiern. Richard Grosche ist Geschäftsführer bei Buhl, gelernter Journalist und war zuletzt Chefredakteur eines renommierten Weinmagazins. Mathieu Kauffmann leitete viele Jahre als Önologe das Champagnerhaus Bollinger. Kauffmann ist für Buhl in die Pfalz gekommen, weil er sein Leben lang davon geträumt hat, mit Riesling zu arbeiten. Und dann ist da noch Jana Niederberger. Sie besitzt Reichsrat von Buhl und ist die junge Witwe von Achim Niederberger, der vergangenes Jahr während der Behandlung einer schweren Krankheit überraschend verstarb.

Die Idee, im Weingut Buhl den besten Rieslingsekt Deutschlands zu keltern, stammt von ihm. Niederberger stampfte nach der Wende aus dem Nichts einen großen Werbekonzern aus dem Boden und stieg zu einem der reichsten deutschen Unternehmer auf. Der enthusiastische Weintrinker kaufte um die Jahrtausendwende ein Haus mit Rebengarten und ließ von den Trauben –mehr als Hobby gedacht –seinen ersten Jahrgang keltern. Doch dabei blieb es nicht. Der von Wein begeisterte Entrepreneur erwarb innerhalb von sieben Jahren neben Reichsrat von Buhl auch noch die Deidesheimer Weingüter Bassermann-Jordan, Deinhard und Von Winning, die in seiner Hand schnell zu modernen Betrieben mutierten. Niederberger investierte eine beachtliche Summe in Hänge, Gebäude und Keller, gleichzeitig baute er zwei Hotels und ein Sternerestaurant. Mehr aus Instinkt und später wohl auch aus unternehmerischem Kalkül, begann Niederberger das zu tun, was wohl auch VW-Chef Ferdinand Piëch mit vier gleichartigen Fabrikationsstätten gemacht hätte: Er teilte jedem Weingut eine Aufgabe zu, oktroyierte verschiedene Handschriften und bestimmte die Ausrichtung auf den Märkten. Hohe Effizienz und wenig Romantik. So etwas hatte im deutschen Weinbau noch keiner gewagt.

So macht man den besten Rieslingsekt Deutschlands. Pfälzisches Weingut wagt ein Experiment

Reichsrat von Buhl war bis Ende vergangenen Jahres an ein japanisches Unternehmen verpachtet. Für diesen Traditionsbetrieb hatte Niederberger die ganz besondere Idee des besten deutschen Rieslingsektes. Und wer kann den besten Rieslingsekt keltern, wenn nicht einer der besten Önologen der Champagne? Mathieu Kauffmann machte Bollinger in den letzten zwölf Jahren zu dem, was die Marke heute ist. Er kreierte Champagner, die vor allem anspruchsvolle Weintrinker jubeln lassen, Weine mit viel Geschmack, sanfter Perlage und gepflegter Eleganz. Doch Kauffmann war mit Bollinger durch. Das sprach sich bis in die Pfalz herum. Achim Niederberger und Richard Grosche fackelten nicht lange und das Angebot war schnell gestellt. Einen Instinktönologen, wie geschaffen für Schaumwein, der als Elsässer noch dazu Deutsch spricht? So einen, das wussten wir, sagt Geschäftsführer Grosche, kriegt man kein zweites Mal in die Pfalz. Kauffmann kam mit großen Erwartungen nach Deidesheim, auch mit großen Forderungen an sich selbst und den Betrieb. Er will dem Riesling seine Handschrift verpassen.

Nach einem Jahr Arbeit kommt nun morgen (Anm. K&M:das war im November 2014)  Kauffmanns erste Charge Reichsrat von Buhl Riesling Sekt auf den Markt, ungefähr 10.000 bis 15.000 Flaschen für das Weihnachts- und Silvestergeschäft. Weitere 65.000 bis 70.000 werden 2015 noch folgen. Achim Niederberger wollte einen Schaumwein, den die Welt noch nie getrunken hat: individuell, doch für die Breite verständlich, aufregend und gleichzeitig bekömmlich, letztlich champagnergleich, weil das der Riesling und der Pfälzer Boden durchaus hergeben. Wer so hoch greift, greift schnell ins Leere. Doch bei Reichsrat von Buhl liegt tatsächlich ein im Detail sogar dramatisch unterschiedlicher Sekt im Keller. Und er trägt so eindeutig Mathieu Kauffmanns Handschrift, dass man an der Legende von Region und Terroir zu zweifeln beginnt.

Der Reichsrat von Buhl Riesling Sekt riecht und schmeckt nach gerade reif gewordenen Birnen und jungen Aprikosen und verzichtet erfreulicherweise auf jene kleine Note Bitterkeit, die viele deutsche Rieslingsekte als eine Art stilistisches Merkmal prägen. Die Perlage des Reichsrat von Buhl Riesling Sekt ähnelt einem großen Champagner, sie unterstützt den Wein, bedrängt ihn nicht und will nicht um jeden Preis beleben. Es ist der erste deutsche Rieslingsekt, der ohne Zweifel mit wertvollen Markenchampagnern mithalten kann. Das war bislang nur die Ausnahme, von der man oft annehmen musste, sie sei zufällig entstanden.

Memo zur Degustation

Der nunmehr vierte Jahrgang des Riesling brut Sektes zeigt wieder den typische Buhl´schen oder muss man sagen Kauffman´schen Champagner-Duft. Sehr feines, feinporiges Mousseux. Am Gaumen dicht, viel cremiges Mousseux, welches die Säure gut verpackt und sie nicht dominant erscheinen lässt. Wiederum viel Trinkfluss am Gaumen.

Memo zum Boden

Buntsandstein

Allgemeine Informationen
Weinart Champagner & Co.
Rebsorte Riesling
Geschmack brut
Kategorie Deutscher Sekt b.A.
Erzeugung konventionell
Verschluss Naturkork
Herkunft
Weingut Reichsrat von Buhl
Region Pfalz
Herkunftsland Deutschland
Verbrauch
Trinkreife 2018 - 2022
Trinktemperatur 8 Grad
Analysewerte
Alkohol 12.5% Vol.
Restzucker 5,7 g/l
Allergiker-Info enthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Säure 8,7%
Punktewertungen
K&M Punkte 90 Punkte