Zehnthof Luckert Sulzfelder Blauer Silvaner trocken (DE-ÖKO-039)

2018

Zehnthof Luckert Sulzfelder Blauer Silvaner trocken (DE-ÖKO-039)

Zehnthof Luckert, Deutschland, 0.75l

12,00

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Glänzende, zart gelbe, leicht ins Weißgold tendierende Farbe. Sehr klar am Gaumen, der 2018er zeigt sich im Vergleich zu seinem Jahrgangsvorgänger etwas straffer. Wo sonst eher Aromen von gelbem Steinobst die erste Geige spielen, zeigt sich heuer eher gelbes Kernobst wie Apfel und Limette. Auf der Zunge zu Beginn eher feine cremige Textur, danach ein Hauch von von Aprikose, feine, gelbe Kernobstaromen, leichter Holztouch, der aber schnell verfliegt. Sind diese fruchtigen Aromen erst einmal auf der Zunge verarbeitet, treten dann eher erdige, mineralische Komponenten auf den Plan. Am Gaumen straff, feinsaftig, stoffig, mineralisches Fundament, trockene Frucht mit feiner, lebendiger Säure. Fest am Gaumen, feiner Schmelz, recht eleganter, geschliffener Stil. Gewisse Tiefe, leicht nussige Aromen, Kräutertouch. Durchaus komplex, zeigt viel Spiel im Glas und auch eine gewisse Rundheit.

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Zehnthof Luckert | Franken

Zehnthof Luckert

Ulrich und Philipp Luckert

Als der Vater von Ulrich (Ulli) und Wolfgang Luckert den Zehnthof Luckert mitten im historischen Ortskern von Sulzfeld 1979 kaufte, war noch nicht abzusehen, dass hier einmal einer der Topbetriebe Frankens ansässig sein wird. Vielleicht hätte er dann damals schon einen Neubau außerhalb vorgezogen.

Mit dem frühen Tod des Vaters 1993 lag die Verantwortung für das Weingut schon früh bei den beiden Brüdern. Ulli und Wolfgang gingen konsequent ihren Weg an die Spitze der fränkischen Winzer.

Biodynamik – dafür sind wir vielleicht nicht sensibel genug.

Der Schritt zum Bioanbau war für die beiden irgendwann einfach logisch. Man hatte auch vorher schon weitestgehend auf Insektizide und Kunstdünger verzichtet. Der Boden ist für die beiden Winzer des Zehnthof Luckert der Mittelpunkt, den wollen sie erhalten und wenn nötig auch verbessern. Dafür ist es essentiell, so wenig Gift wie möglich in die Natur einzubringen. Auch mit dem im Bioanbau erlaubten und notwendigen Kupfer als Pflanzenschutz wird hier sehr zurückhaltend umgegangen. Selbst in wirklich schwierigen, weil feuchten Jahren wie 2016, kam man hier mit weniger als zwei Drittel der erlaubten Höchstmenge von 3kg/ha aus. Im konventionellen Weinbau sind neben den agrarchemischen Mitteln noch zusätzlich 6kg/ha Kupfer erlaubt.

Im Weinberg wird sich gekümmert!

“Um die Reben und Trauben gesund zu erhalten, ist ein wichtiger Grundpfeiler, dass man sich um die Pflanzen kümmert”, so Wolfgang Luckert. Deshalb sind sowohl er als auch sein Bruder so oft wie möglich im Weinberg. Zwischensaaten nehmen Nährstoffe aus der Luft auf, wenn diese dann in den Boden eingearbeitet werden, dann ist das der beste Dünger. Es gibt Pflanzen, die den Kupfer aus dem Boden aufnehmen, so dass er sich eben nicht anreichert, wenn er als Pflanzenschutz ausgebracht wird.

Das Laubmanagement ist wichtig, damit die Trauben möglichst lange gesund bleiben, die Traubenzone wird so weit möglich entblättert. Zusammen mit dem Wind im Maintal sorgt dies für ein schnelles Abtrocknen der Beeren und verhindert Fäulnis.

Auf meine Frage, ob nun der nächste Schritt nach dem Bioanbau der aktuell so gehypte biodynamische Anbau wäre, meinte Wolfgang Luckert nur mit einem schelmischen Lächeln: “dafür sind wir vielleicht nicht sensibel genug”. Alle seine Informationen konnten keinen echten positiven Einfluss der biodynamischen Präparate nachweisen und da sei er doch lieber auf der sicheren Seite der Wissenschaft, als auf der esoterischen Seite der Biodynamie. Außerdem ärgern ihn Kollegen, die gestern noch rein konventionell gearbeitet haben, dann einmal Hornkieselpräparat ausbringen und sich sofort “biodynamisch” nennen.

Für die Brüder vom Zehnthof Luckert ist der gute, seriöse und zertifizierte Bioanbau aufwendig und essentiell genug. Zudem bietet auch nur der zertifizierte Anbau einen echten Schutz für den Verbraucher. Uns gefällt dieser bodenständige und unaufgeregte Ansatz der beiden Brüder: erdig, fränkisch, mit Anspruch an die Qualität des Produkts, aber ohne Hokus-Pokus.

Eine Lage hat noch keinen Winzer groß gemacht, ein Winzer kann aber eine Lage groß machen

Sulzfeld war vor den Luckerts vielleicht für sein pittoreskes Ortsbild mit der erhaltenen Stadtmauer und den Türmen und der “Meterbratwurst” bekannt, aber eher nicht als Weinort, auch wenn der Weinbau dort schon seit Jahrhunderten urkundlich bezeugt ist. Der Sonnenberg, nach 1971 (neues Weingesetz) die einzige Lage im Ort (die alten Parzellen wurden alle der einen Lage zugeteilt), war nicht sonderlich berühmt.

Meine Frage ob man nicht auch einmal ein Auge auf die berühmten Lagen in Escherndorf oder Iphofen geworfen hätte, beantwortete Wolfgang Luckert dann so: „das war tatsächlich mal ein Thema, man hat sich dann aber doch lieber auf den eigenen Hausberg konzentriert und das Lagenportfolio rund um Sulzfeld ausgebaut.

Es gibt auch immer noch ein paar Rebfelder mit altem Rebbestand auf die man ein Auge geworfen hat und die man in den nächsten Jahren eventuell erwerben kann”. Trotzdem ist man mit aktuell 17ha zufrieden und will auch nicht mehr wachsen, da man sich eben hauptsächlich als Weinbauern im Weinberg und Keller sieht und weniger als reiner Repräsentant des Weinguts.

Wolfgang Luckert meinte zudem, dass der Sonnenberg insgesamt sicher nicht die Qualität eines Escherndorfer Lump hat. Es gibt aber durchaus Filetstücke darin, die mit den besten Parzellen des Lump mithalten können. Die meisten gehören heute ihnen. Insofern ist man sehr zufrieden mit den eigenen Lagen und auch in der Lage, dort herausragende Weine zu machen. Das schmeckt man Jahr für Jahr in den Weinen der Luckerts. Mit jedem neuen Jahrgang wird so auch der Sulzfelder Sonnenberg durch die Weine von Ulrich und Wolfgang Luckert berühmter.

Adresse des Weingutes:

Zehnthof Theo Luckert Inh. Wolfgang und Ulrich Luckert Kettengasse 3-5
97320 Sulzfeld am Main

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Zehnthof Luckert Sulzfelder Blauer Silvaner trocken (DE-ÖKO-039)

Herkunft – Wein für alle!

Wer hier auf einen Rotwein tippt, liegt falsch! Denn auch beim Silvaner gibt es – wie bei den Burgundern – eine Variante von blauen Beeren. Forscher gehen davon aus, das der Blaue Silvaner der Vorfahr des Silvaners ist und der grüne durch eine natürliche Mutation aus dem blauen Silvaner entstanden ist. Er ist etwas würziger als der “Grüne”.

Zehnthof Luckert Sulzfelder Blauer Silvaner stammt von den Lagen in und um Sulzfeld. Häufig stammen die Trauben aus dem ersten Lesedurchgang unserer Ersten und Großen Lagen. Die Weine bestechen durch Frucht, intensive Würze und deutliche Mineralität. Sie lassen ganz deutlich ihre Herkunft erkennen: geprägt vom Oberen Muschelkalk, „ein karger Boden, der keine Fehler verzeiht…“ schreibt die Familie selbst. Die vielleicht wichtigsten Weine für alle, für die guter Wein der tägliche Speisebegleiter ist. Sie bereiten aber viel früher Trinkspaß als unsere Spitzengewächse.

Vinifizierung Zehnthof Luckert Sulzfelder Blauer Silvaner

Seit 2009 bewirtschaftet die Familie den Weinberg in Sulzfeld ausschließlich ökologisch. Der blaue Silvaner ist eine weiße Rebsorte, die heute leider nur noch selten angebaut wird. Entstanden ist sie aus einer Mutation vom grünen Veltliner, die Farbe changiert dabei von hellem Grau über Rot bis zu Violett, richtig blau sind sie selten. Dieser Wein stammt von über 30 Jahre alte Reben, der Ertrag war mit 55hl/ha recht klein. Selektive Handlese im Weinberg, Spontanvergärung mit weinbergseigenen Hefen und Ausbau im traditionellen Doppelstückfass.

Memo zur Speise

Risotto mit Salzzitrone, Erben, grüner Spargel, roter Kampottpfeffer, Parmesan, Olivenöl, Basilikumblätter.

Memo zur Degustation

Glänzende, zart gelbe, leicht ins Weißgold tendierende Farbe. Sehr klar am Gaumen, der 2018er zeigt sich im Vergleich zu seinem Jahrgangsvorgänger etwas straffer. Wo sonst eher Aromen von gelbem Steinobst die erste Geige spielen, zeigt sich heuer eher gelbes Kernobst wie Apfel und Limette. Auf der Zunge zu Beginn eher feine cremige Textur, danach ein Hauch von von Aprikose, feine, gelbe Kernobstaromen, leichter Holztouch, der aber schnell verfliegt. Sind diese fruchtigen Aromen erst einmal auf der Zunge verarbeitet, treten dann eher erdige, mineralische Komponenten auf den Plan. Am Gaumen straff, feinsaftig, stoffig, mineralisches Fundament, trockene Frucht mit feiner, lebendiger Säure. Fest am Gaumen, feiner Schmelz, recht eleganter, geschliffener Stil. Gewisse Tiefe, leicht nussige Aromen, Kräutertouch. Durchaus komplex, zeigt viel Spiel im Glas und auch eine gewisse Rundheit.

Memo zum Boden

Oberer Muschelkalk, ein karger Boden, der keine Fehler verzeiht und die Weine komplex und rassig werden lässt.

Allgemeine Informationen
Weinart Weißwein
Rebsorte Silvaner
Geschmack trocken
Kategorie VDP Ortswein
Erzeugung ökologisch
Verschluss Drehverschluß
Herkunft
Weingut Zehnthof Luckert
Region Franken
Bereich Maindreieck
Herkunftsland Deutschland
Verbrauch
Weintyp mineralisch, mittelkräftig, frisch, trocken
Trinkreife 2019 - 2023
Trinktemperatur 10 Grad
Analysewerte
Alkohol 13% Vol.
Restzucker 2,5 g/l
Allergiker-Info enthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Säure 5,2%
Punktewertungen
K&M Punkte 87 Punkte
Wein-Plus 87 Punkte

Fester, noch jugendlicher, etwas vegetabiler und nussig-hefiger Duft mit zurückhaltenden, herben gelbfruchtigen Aromen, Mineralik, angedeutet Nüssen und floralen Nuancen. Reife, saftige, schmelzige Frucht, sehr feine Säure, florale und rotbeerige Nuancen, etwas Griff, gewisse Nachhaltigkeit, gute Substanz und etwas Wärme, im Hintergrund mineralische Noten, guter bis sehr guter, wieder recht saftiger Abgang mit Griff. Erstaunliche Basisqualität. Trinkempfehlung: Ende 2019 bis 2022+. Wein‑Plus Bewertung: Sehr gut (87/100 = Sehr gut) Zuletzt bewertet: 2.05.2019.