Ziereisen Gutedel » Steingrüble « trocken

2015

Ziereisen Gutedel » Steingrüble « trocken

Ziereisen, Deutschland, 0,75l

13,80

Grundpreis: 18,40/

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Ab einer Bestellmenge von 6 Flaschen erhalten Sie einen Rabatt von 1,00€/Flasche

Etwas nussiger und hefiger, eine Spur holzwürziger, auch leicht vegetabiler Duft mit Noten von mürbem Kernobst, ein wenig Pilzen und erdig-mineralischen Noten. Klare, geschliffene, feinsaftige und eher kühle Frucht, hefige, nussige und wieder ganz leicht holzige Noten, lebendige Säure, zarter Gerbstoff-Griff, gute Nachhaltigkeit, deutliche, helle Mineralik, Zitrusnoten im Hintergrund, noch jung, etwas Tiefe, guter bis sehr guter, straffer Abgang. Trinkempfehlung: Ende 2018 bis 2021+. (Wein-Plus zuletzt bewertet am 25. März 2018)

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Weingut Ziereisen  (Baden)

Edeltraud & Hanspeter Ziereisen

Edeltraud & Hanspeter Ziereisen

Im äußersten Südwesten Deutschlands, kurz vor der Grenze zu Basel, liegt im beschaulichen Efringen-Kirchen das Weingut des gelernten Schreines Hanspeter Ziereisen. Er gehört ganz ohne Zweifel zu den interessantesten Aufsteigern Badens.

Vor ein paar Jahren noch Geheimtip, ist er heute sicher einer der führenden Betriebe Südbadens. Seine Weißweine aus der heimischen Gutedel-Rebe zeigen exemplarisch, was diese Rebe kann. Authentische Qualität, Trinkfreude, perfekter Essensbegleiter. Kein Wein, der zu den Sternen strebt, nein, er steht fest auf dem Boden der Region, aus der er kommt.

Aus dem seit 1734 im Familienbesitz befindlichen, ehemaligen landwirtschaftlichen Mischbetrieb, zu dem auch wenige Ar Reben gehören, die früher direkt in die örtliche Winzergenossenschaft wanderten, konnte sich der ehemalige “Biertrinker” dank rigoroser Qualität binnen weniger Jahre in die Spitzengruppe deutscher Winzer katapultieren.

20 Hektar bewirtschaftet das Familienunternehmen an Markgräfler Hängen, vier Hektar in der grenznahen Schweiz. Insgesamt 100 000 bis 120 000 Liter Wein entstehen so jährlich für den Verkauf. Ziereisens Reben stehen im Efringer Ölberg, in der sogenannten Basler Bucht. Die kalkhaltigen Böden und das Mikroklima mit 11,4 Grad durchschnittlicher Jahrestemperatur ähneln sehr den Bedingungen im Burgund. Aufwendige Laub- und Stockarbeiten, strenge Ertragsreduzierung und eine genaue Selektion der Trauben schaffen die Voraussetzung für gesundes und hochwertiges Lesegut.

Hat man einmal das Glück, diesen Sympaticus in einer freien Minute zu erwischen, merkt man ihm beim Gespräch über seine Weine die Begeisterung deutlich an. Es sprudelt förmlich nur so aus ihm heraus. Mit dieser ansteckenden Art und seinem ungebrochenen Ehrgeiz hat er sich binnen 10 Jahren in der Spitzengruppe deutscher Winzer etabliert.

Die besondere Liebe von Hanspeter Ziereisen gehört dem Spätburgunder (Pinot Noir). Hier gehört er aus unserer Sicht zu den besten Interpreten Deutschlands. Nur ganz wenige Winzer verstehen es, dieser Traube Finesse, Frucht und ein festes Tanningerüst zu entlocken! Große Sorgfalt im Weinberg, niedrigste Erträge, konsequente Laubarbeit und der perfekte Erntezeitpunkt sind beim Spätburgunder vielleicht noch wichtiger, als bei den meisten anderen Reben, denn diese Rebe kann eine ganz schöne Zicke sein, die absolute Sorgfalt verlangt!

Im Keller gibt Hanspeter den Trauben Zeit. Sehr langsame Vergärung und langer Maischekontakt sind natürlich nur möglich, wenn man beim Lesegut äußerst penibel auf absolute Gesundheit achtet. Dann bekommt man Weine, die diese perfekte Balance aus Eleganz, fast schon Fragilität, Frucht und Kraft zeigen, die so nur der Spätburgunder bietet! Für uns gehören die Spätburgunder von Hanspeter Ziereisen mit zum besten, was man aus Deutschland von dieser Rebe bekommen kann!

Update 2015: Kollektion des Jahres im Gault & Millau

Update 3-16: Wer einmal eine Kellerführung bei Hanspeter mitgemacht hat, der kennt die vielen kleinen Keller, die man unter Efringen durchwandern musste. Das hat jetzt ein Ende, denn sein neuester Coup ist ein 5 Meter unter der Erde liegendes Megaprojekt, ein fast 80m langes, 8m breites und 4m hohes Kellergebäude westlich der L137, das seit kurzer Zeit ausgewölbt ist. Bald ist großes Fassrollen angesagt oder aber die angestrebte Weinpipeline vom neuen Weinkeller ins bestehende Weinlager in der Bahnhofsstraße kann umgesetzt werden.

Der Jahrgang 2016:
Kennzeichnete den Herbst 2016 noch eine extrem späte Lese, so war es in diesem Jahr genau umgekehrt: Am 2. Oktober haben wir die letzten Trauben gelesen. Es war unser frühestes Leseende seit dem Wahnsinnssommer 2003. Und wir hatten Glück in diesem Jahr: Der teils verheerende Frost in der Nachbarschaft hat uns weitgehend verschont. Erstaunt hat uns aber dann doch, wie früh die Trauben nach den vom Wetter her durchwachsenen Vormonaten reif waren. Schon in der zweiten Septemberwoche ging es los mit der Vorlese, die dann nahtlos in die Hauptlese überging. Dabei mussten wir teilweise mächtig Gas geben, denn vor allem die Zuckerwerte der Spätburgunder legten schnell zu. Aber wir haben es geschafft, alle Trauben reif, aber nicht überreif und mit optimalen Öchslegraden in den Keller zu bekommen. Die Lese war ansonsten so entspannt wie eine Lese sein kann und nach gut drei Wochen hatten wir in der Reihenfolge Spätburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Gutedel, Syrah und Weißburgunder im Keller. Der Jahrgang dürfte im Alkohol etwas üppiger ausfallen als 2016, trotzdem werden die Weine wegen der höheren Säureund damit niedrigeren pH-Werte nicht barock daherkommen, sondern kräftigen Körper mit reifer Säure ausbalancieren.

Anschrift des Weingutes:
Weingut Ziereisen, Markgrafenstr. 17, 79588 Efringen-Kirchen

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Ziereisen Gutedel » Steingrüble « trocken

Herkunft

Die fast 40-jährigen Rebstöcke des Ziereisen Gutedel Steingrüble trocken sind in der südwestlichsten Ecke Badens, in der Region Markgräflerland im Dreiländereck Schweiz, Frankreich und Deutschland beheimatet. Der Boden, auf dem sie die Mineralität mit den Wurzeln in die Frucht übertragen, ist von Jurakalk mit Lößauflage geprägt. 60% der Lage ist als Steillage klassifiziert. Das Markgräflerland ist beneidenswert anders. Begünstigt von den warmen Südwestwinden, die vom Burgund her bestes Wetter bescheren, dazu ausreichend Feuchtigkeit vom Atlantik sowie Fallwinde vom Schwarzwald.  Ein ganzjährig mildes Klima erbringt spannungsgeladene Weine.

1991 vinifizierte der gelernte Schreiner HP Ziereisen sein ersten Jahrgang. 2018 nun die Krönung! Das Weingut erhält die Topbewertung 5 Trauben (=Weltklasse) und zählt somit zum kleinen, elitären Kreis von 20 Weingütern in ganz Deutschland. Und in diesen langen Jahren sind Edel und Hanspeter so geblieben, wie wir sie 2002 in Hamburg kennengelernt haben: geerdet, neugierig, vom Qualitätsbewusstsein getrieben.

Vinifizierung Ziereisen Gutedel Steingrüble trocken

Qualität entsteht im Weinberg! So abgedroschen es klingen mag, aber wer einmal bei Hanspeter im Weinberg stand und seine Rebstöcke mit denen der Mitbewerber vergleichen konnte, wird die aufwändigen Laub- und Stockarbeiten sofort erkennen. Die Trauben werden ausschließlich von Hand geerntet, schon im Weinberg erfolgt eine strenge Selektion, nach dem Pressen der Beeren erfolgt die Klärung ausschließlich per Sedimentation. Vergoren wird mit den traubeneigenen Hefen (Spontanvergärung) im großen, traditionellen Holzbehälter. Der Most genießt ein ziemlich langes Hefelager und reift für 22 Monate im Fass, die Abfüllung erfolgt ohne Filtration.

Memo zur Degustation

Viel Gelbfrucht, unterlegt mit Feuersteinnoten und einem Hauch frisch geschälter, reifer Birne und etwas Zitronenthymian. Am Gaumen enorm puristisch gehalten, salzige Mineralik trifft auf feine, reife Säure und kräftige Mineralik. Klingt unheimlich lange nach, zeigt dabei Rasse und feinen Schmelz.

Memo zum Boden

Jurakalk mit Löß

Allgemeine Informationen
Weinart Weißwein
Rebsorte Gutedel
Geschmack trocken
Kategorie Badischer Landwein
Erzeugung konventionell
Verschluss Naturkork
Herkunft
Weingut Ziereisen
Region Baden
Herkunftsland Deutschland
Verbrauch
Weintyp mineralisch, mittelkräftig, frisch, trocken
Trinkreife 2018 - 2023
Analysewerte
Alkohol 12% Vol.
Restzucker 1,4 g/l
Allergiker-Info enthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Punktewertungen
K&M Punkte 89 Punkte
Wein-Plus 87 Punkte
Weinwisser 16,5 Punkte

Etwas nussiger und hefiger, eine Spur holzwürziger, auch leicht vegetabiler Duft mit Noten von mürbem Kernobst, ein wenig Pilzen und erdig-mineralischen Noten. Klare, geschliffene, feinsaftige und eher kühle Frucht, hefige, nussige und wieder ganz leicht holzige Noten, lebendige Säure, zarter Gerbstoff-Griff, gute Nachhaltigkeit, deutliche, helle Mineralik, Zitrusnoten im Hintergrund, noch jung, etwas Tiefe, guter bis sehr guter, straffer Abgang. Trinkempfehlung: Ende 2018 bis 2021+. (Wein-Plus zuletzt bewertet am 25. März 2018)

Helles Zitronengelb. Zurückhaltend und frisch im Duft mit Noten von grünem Apfel, Blüten und feiner Würze. Sehr bekömmlich und lebendig am Gaumen mit feinem Säurenerv, leichtem Körper, saftigem Mundgefühl und klarer, präziser Struktur. Gute Länge, endet auf Birne und einer dezenten Salzigkeit. Hat Charakter und ist zu dem Preis ein Hit!. (16,5/20 Pkt.)

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