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Ziereisen Gutedel » Steingrüble « trocken (ab 11-2020)

2018

Ziereisen Gutedel » Steingrüble « trocken (ab 11-2020)

Ziereisen, Deutschland, 0.75l

16,60

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Grundpreis: 22,13/l

Ab einer Bestellmenge von 6 Flaschen erhalten Sie einen Rabatt von 1,00€/Flasche

Viel Gelbfrucht, unterlegt mit reduktiven Noten (Feuerstein) und einem Hauch frisch geschälter, reifer Birne und etwas Zitronenthymian. Zeigt sich dennoch etwas verhalten, steinig, kühl. Das hat Biss, das hat Grip, das hat Zug, ist steinig, phenolisch, zeigt aber auch eine reife Frucht, die ihn nicht ganz so straff wirken lässt im Vergleich zu kühleren Jahren. Unabhängig vom Jahrgang lohnt sich der Kauf immer! Am Gaumen enorm puristisch gehalten, salzige Mineralik trifft auf feine, reife Säure. Klingt unheimlich lange nach, zeigt dabei Rasse und feinen Schmelz bei etwas Salz. Vergleiche mit Coche-Dury sind durchaus legitim!

Nicht vorrätig

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Weingut Ziereisen | Baden

21 ha Rebfläche, Produktion ca. 120.000 Flaschen, naturnahe Arbeitsweise, Gutedel-Spezialist, Pinot-Noir-Liebhaber, Erstkontakt 2004, seit Oktober 2005 bei K&M im Sortiment

Edeltraud & Hanspeter Ziereisen

Edeltraud & Hanspeter Ziereisen

Im äußersten Südwesten Deutschlands, kurz vor der Grenze zu Basel, liegt im beschaulichen Efringen-Kirchen das Weingut des gelernten Schreines Hanspeter Ziereisen. Er gehört ganz ohne Zweifel zu den interessantesten Aufsteigern Badens.

Vor ein paar Jahren noch Geheimtip, ist er heute sicher einer der führenden Betriebe Südbadens. Seine Weißweine aus der heimischen Gutedel-Rebe zeigen exemplarisch, was diese Rebe kann. Authentische Qualität, Trinkfreude, perfekter Essensbegleiter. Kein Wein, der zu den Sternen strebt, nein, er steht fest auf dem Boden der Region, aus der er kommt.

Familenunternehmen

Aus dem seit 1734 im Familienbesitz befindlichen, ehemaligen landwirtschaftlichen Mischbetrieb, zu dem auch wenige Ar Reben gehören, die früher direkt in die örtliche Winzergenossenschaft wanderten, konnte sich der ehemalige “Biertrinker” dank rigoroser Qualität binnen weniger Jahre in die Spitzengruppe deutscher Winzer katapultieren.

20 Hektar bewirtschaftet das Familienunternehmen an Markgräfler Hängen, vier Hektar in der grenznahen Schweiz. Insgesamt 100 000 bis 120 000 Liter Wein entstehen so jährlich für den Verkauf. Ziereisens Reben stehen im Efringer Ölberg, in der sogenannten Basler Bucht. Die kalkhaltigen Böden und das Mikroklima mit 11,4 Grad durchschnittlicher Jahrestemperatur ähneln sehr den Bedingungen im Burgund. Aufwendige Laub- und Stockarbeiten, strenge Ertragsreduzierung und eine genaue Selektion der Trauben schaffen die Voraussetzung für gesundes und hochwertiges Lesegut.

Hat man einmal das Glück, diesen Sympaticus in einer freien Minute zu erwischen, merkt man ihm beim Gespräch über seine Weine die Begeisterung deutlich an. Es sprudelt förmlich nur so aus ihm heraus. Mit dieser ansteckenden Art und seinem ungebrochenen Ehrgeiz hat er sich binnen 10 Jahren in der Spitzengruppe deutscher Winzer etabliert.

Spätburgunder – eine besondere Liebe

Die besondere Liebe von Hanspeter Ziereisen gehört dem Spätburgunder (Pinot Noir). Hier gehört er aus unserer Sicht zu den besten Interpreten Deutschlands. Nur ganz wenige Winzer verstehen es, dieser Traube Finesse, Frucht und ein festes Tanningerüst zu entlocken! Große Sorgfalt im Weinberg, niedrigste Erträge, konsequente Laubarbeit und der perfekte Erntezeitpunkt sind beim Spätburgunder vielleicht noch wichtiger, als bei den meisten anderen Reben, denn diese Rebe kann eine ganz schöne Zicke sein, die absolute Sorgfalt verlangt!

Im Keller gibt Hanspeter den Trauben Zeit. Sehr langsame Vergärung und langer Maischekontakt sind natürlich nur möglich, wenn man beim Lesegut äußerst penibel auf absolute Gesundheit achtet. Dann bekommt man Weine, die diese perfekte Balance aus Eleganz, fast schon Fragilität, Frucht und Kraft zeigen, die so nur der Spätburgunder bietet! Für uns gehören die Spätburgunder von Hanspeter Ziereisen mit zum besten, was man aus Deutschland von dieser Rebe bekommen kann!

Update 2015:

Kollektion des Jahres im Gault & Millau

Update 3-16:

Wer einmal eine Kellerführung bei Hanspeter mitgemacht hat, der kennt die vielen kleinen Keller, die man unter Efringen durchwandern musste. Das hat jetzt ein Ende, denn sein neuester Coup ist ein 5 Meter unter der Erde liegendes Megaprojekt, ein fast 80m langes, 8m breites und 4m hohes Kellergebäude westlich der L137, das seit kurzer Zeit ausgewölbt ist. Bald ist großes Fassrollen angesagt oder aber die angestrebte Weinpipeline vom neuen Weinkeller ins bestehende Weinlager in der Bahnhofsstraße kann umgesetzt werden.

Der Jahrgang 2016:

Kennzeichnete den Herbst 2016 noch eine extrem späte Lese, so war es in diesem Jahr genau umgekehrt: Am 2. Oktober haben wir die letzten Trauben gelesen. Es war unser frühestes Leseende seit dem Wahnsinns-Sommer 2003. Und wir hatten Glück in diesem Jahr: Der teils verheerende Frost in der Nachbarschaft hat uns weitgehend verschont. Erstaunt hat uns aber dann doch, wie früh die Trauben nach den vom Wetter her durchwachsenen Vormonaten reif waren.

Schon in der zweiten Septemberwoche ging es los mit der Vorlese, die dann nahtlos in die Hauptlese überging. Dabei mussten wir teilweise mächtig Gas geben, denn vor allem die Zuckerwerte der Spätburgunder legten schnell zu. Aber wir haben es geschafft, alle Trauben reif, aber nicht überreif und mit optimalen Öchslegraden in den Keller zu bekommen. Die Lese war ansonsten so entspannt wie eine Lese sein kann und nach gut drei Wochen hatten wir in der Reihenfolge Spätburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Gutedel, Syrah und Weißburgunder im Keller.

Der Jahrgang dürfte im Alkohol etwas üppiger ausfallen als 2016, trotzdem werden die Weine wegen der höheren Säure und damit niedrigeren pH-Werte nicht barock daherkommen, sondern kräftigen Körper mit reifer Säure ausbalancieren.

Anschrift des Weingutes:
Weingut Ziereisen, Markgrafenstr. 17, 79588 Efringen-Kirchen

Alle Weine dieses Winzers >>

Ziereisen Gutedel » Steingrüble « trocken (ab 11-2020)

Herkunft

Die zwischen 1978 und 1995 gepflanzten Rebstöcke des Ziereisen Gutedel Steingrüble sind in der südwestlichsten Ecke Badens, in der Region Markgräflerland, im Dreiländereck Schweiz, Frankreich und Deutschland beheimatet. Der Boden, auf dem sie die Mineralität mit den Wurzeln in die Frucht übertragen, ist von Jurakalk mit Lößauflage geprägt. Und erstaunliche 60% der Lage sind als Steillage klassifiziert.

Das Markgräflerland ist beneidenswert anders. Und es ist begünstigt von den warmen Südwestwinden, die vom Burgund her bestes Wetter bescheren. Dazu erhält es ausreichend Feuchtigkeit vom Atlantik sowie Fallwinde vom nahegelegenen Schwarzwald. Und ein ganzjährig mildes Klima mit Durchschnittstemperaturen um 11 Grad Celsius sorgt für spannungsgeladene Weine.

1991 vinifizierte der gelernte Schreiner HP Ziereisen sein ersten Jahrgang. 2018 nun die Krönung! Das Weingut erhält die Topbewertung 5 Trauben (=Weltklasse). Somit zählt es zum kleinen, elitären Kreis von gerade ein Mal 20 Weingütern in ganz Deutschland. Dies ist ein großartiger Erfolg in so kurzer Zeit. Bei K&M sind die Weine schon seit 2004 im Programm. Und in diesen langen Jahren sind Edeltraut und Hanspeter so geblieben, wie wir sie 2002 in Hamburg kennengelernt haben: geerdet, neugierig, vom Qualitätsbewusstsein getrieben.

Vinifizierung Ziereisen Gutedel Steingrüble

Und wenn es auch noch so abgedroschen klingen mag: Qualität entsteht nun ein Mal im Weinberg! Wer schon ein Mal bei und mit Hanspeter in seinem Weinberg stand und dessen Rebstöcke mit denen der Mitbewerber vergleichen konnte, erkennt sofort die aufwändigen Laub- und Stockarbeiten. Dazu muss man nicht ein Mal Weinexperte sein. Und vom Ertrag ganz zu schweigen! Die Trauben werden ausschließlich von Hand geerntet. Und schon im Weinberg erfolgt eine strenge Selektion. Nach dem Pressen der Beeren erfolgt die Klärung ausschließlich per Sedimentation. Vergoren wird mit den traubeneigenen Hefen (Spontanvergärung) im großen, traditionellen Holzbehälter der Küferei Assmann. Der Most genießt ein ziemlich langes Hefelager und reift für 22-24 Monate im Fass, die Abfüllung erfolgt ohne Filtration.

Memo zur Speise

Makrele und kleine Sardinen vom Holzkohlegrill. Einfach nur mit Salz, Olivenöl und einem Spritzer Zitrone. Dazu Baguette. Genuss braucht nicht viel, nur gute Produkte.

Memo zur Degustation

Viel Gelbfrucht, unterlegt mit reduktiven Noten (Feuerstein) und einem Hauch frisch geschälter, reifer Birne und etwas Zitronenthymian. Zeigt sich dennoch etwas verhalten, steinig, kühl. Das hat Biss, das hat Grip, das hat Zug, ist steinig, phenolisch, zeigt aber auch eine reife Frucht, die ihn nicht ganz so straff wirken lässt im Vergleich zu kühleren Jahren. Unabhängig vom Jahrgang lohnt sich der Kauf immer! Am Gaumen enorm puristisch gehalten, salzige Mineralik trifft auf feine, reife Säure. Klingt unheimlich lange nach, zeigt dabei Rasse und feinen Schmelz bei etwas Salz. Vergleiche mit Coche-Dury sind durchaus legitim!

Memo zum Boden

Jurakalk mit Löß

Allgemeine Informationen
WeinartWeißwein
RebsorteGutedel
Geschmacktrocken
LeitrebeGutedel
KategorieLandwein
Erzeugungkonventionell
VerschlussDrehverschluß
Herkunft
WeingutZiereisen
RegionBaden
BereichMarkgräflerland
HerkunftslandDeutschland
Verbrauch
Weintypmineralisch, mittelkräftig, frisch, trocken
Trinkreife2020 - 2030
Trinktemperatur9 Grad
Analysewerte
Alkohol12% Vol.
Restzucker0,7 g/l
Allergiker-Infoenthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Punktewertungen
K&M Punkte89 Punkte

Klarer, nussiger, zart hefiger und eine Spur vegetabiler Duft mit Kernobstnoten, feiner Würze und heller Mineralik. Feste, klare, saftige Frucht, fast ein wenig rauchige Würze, nussige und hefige Aromen, lebendige, feine Säure und Griff von mürbem Gerbstoff, nachhaltig am Gaumen, etwas pflanzlich bis kräuterig, deutliche Mineralik, gewisse Tiefe, recht komplex, ein Hauch Pfeffer, sehr guter, straffer, herb-saftiger, griffiger Abgang mit Biss. Hat Klasse. Trinkempfehlung: Bis 2023+. Bewertung für den 2017er (ausverkauft): Sehr gut (89 WP). Zuletzt bewertet: 3. August 2020.

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