Crozes-Hermitage blanc »Cuvée Nicolas«
Herkunft-Appellation Crozes-Hermitage
Fayolle Crozes-Hermitage blanc stammt aus der Appellation Crozes-Hermitage an der Nördlichen Rhône, die aus außergewöhnlichen Terroirs hervorgegangen ist. Am linken Ufer, am 45. Breitengrad gelegen, ist sie seit seit 1937 offiziell als AOC (Appellation d’origine contrôlée) anerkannt. Berühmt für ihre Rotweine und die köstlichen Aromen roter Früchte der Syrah-Rebe, bietet diese Appellation auch Weißweine an. Die Appellation Crozes-Hermitage erstreckt sich heute über 11 Gemeinden (Érôme, Serves-sur-Rhône, Gervans, Larnage, Tain-l’Hermitage, Mercurol, Chanos-Curson, Beaumont-Monteux, La Roche-de-Glun und Pont-de-l’Isère), die alle in der Ardèche Hermitage liegen.
Es handelt sich um die größte Appellation der Côtes du Rhône Septentrionales. Oft wird von den Terroirs gesprochen, nicht vom Terroir von Crozes-Hermitage. Denn per Definition entspricht das Terroir der Ausdehnung eines Geländes, wobei natürliche Faktoren wie das Klima, die Geologie, die Rebsorte, aber auch das Know-how der Winzer berücksichtigt werden. Mit 1 650 Hektar Anbaufläche und einer großen Vielfalt an Böden bringt die AOC Crozes-Hermitage folglich Weine mit Charakter und einer großen Heterogenität hervor. Die Rollkiesebenen um die Gemeinde Mercurol, die weißen brüchige und feuerfeste Tonerden, die hauptsächlich aus Kaolinit bestehen, also aus Aluminiumsilikaten oder auch die Granithänge im Norden der Appellation drücken sich in vielfältigen Weinen aus, zur Freude der Weinliebhaber. Der Crozes-Hermitage gehört zu den Weinen, die sich ganz einfach verkosten lassen. Der Wein zeigt immer klare Noten und Aromen, die auch für einen nicht geschulten Gaumen leicht zu genießen sind.
Die meisten Weissweine werden aus der Rebsorte Marsanne hergestellt. Die Rebsorten Roussane und Marsanne stehen bei den weißen Crozes-Hermitage im Vordergrund und machen nur 10 % der Appellation aus.
Das Weingut
Das Weingut Fayolle, das von Jean-Claude und Nicolas Fayolle geleitet wird, befindet sich in dem Dorf Gervans, etwa 5 Kilometer vom Hauptort der Hermitage, Tain l’Hermitage, entfernt. Nicolas Fayolle vertritt die 5. Generation vor Ort und hat eine 4-jährige Ausbildung zum Önologen als Önologe in Mâcon absolviert und für die Domaine Barge in Côte-Rôtie und Courbis in Cornas gearbeitet. Im Jahr 2003 kehrte er auf den Familienbetrieb zurück und unterstützt seither seinem Vater bei der Weinproduktion. Seitdem hat sich das Weingut als eines der interessantesten in Crozes-Hermitage etabliert. Das liegt am sehr traditionellen und auf das Terroir ausgerichteten Stil. Sie arbeiten ausschließlich in den steilen Weinbergen. Jede Cuvée wird aus bestimmten Parzellen vinifiziert. Und nur in ganzen Trauben und ohne neue Eiche vergoren, um die einzigartigen Eigenschaften jeder Parzelle hervorzuheben.
In Crozes-Hermitage besitzt Fayolle insgesamt 6 Hektar Weinberge, davon 2,5 Hektar in „La Rochette“ im Norden des Dorfes, wo der Boden von Granit und kalkhaltigem Ton geprägt ist. 1,15 Hektar befinden sich in „La Grande Seguine“, wo der Boden aus Granit und Lehm besteht. Die restlichen 2,35 Hektar verteilen sich auf Felder, die neben Granit Ton- und Kalkablagerungen vorhanden sind. Auf dem Hermitage-Hügel besitzt die Domaine Fayolle auch einen einzigen Hektar in der Parzelle „Les Dionnieres“, der in 0,8 Hektar rote und 0,18 Hektar weiße Trauben unterteilt ist.
Der Jahrgang 2024
Die Rebsorte Marsanne kann, wenn es der Winzer versteht, dies herauszuarbeiten, eine unverwechselbare, weißfruchtige Eleganz haben. 2024 war so ein großartiges Jahr für Weißweine mit kühler, mineralischer Frische. Mich erinnern sie entfernt an beste weiße 2010er Burgunder. Die besten Weine brauchen sicherlich Zeit, dennoch sind sie schon jetzt sehr schön, mit einer angenehmer Säure und Reife. Die Ernte war reichhaltig und brachte flüssigere und ausdrucksstärkere Weine hervor als die konzentrierteren Jahrgänge 2023 und 2022, als die Erträge nur etwa halb so hoch waren.
Vinifikation Fayolle Crozes-Hermitage blanc »Cuvée Nicolas«
Jean-Claude & Nicolas Crozes-Hermitage blanc »Cuvée Nicolas«. Wie in allen ihren Parzellen erfolgt die Arbeit von Hand. (Beschneiden, Ausschneiden, Weinlese…) Und es sind die Parzellen, die aufgrund ihrer Hanglage am schwierigsten zu bearbeiten sind. Diese Exposition ermöglicht eine bessere Reife der Trauben. Diese werden hauptsächlich auf weißem Granit und einer Mischung aus Lehm und Granit gepflanzt.
Memo zur Degustation
Der weiße Crozes-Hermitage Cuvée Nicolas des Hauses wird zu 100 % aus Marsanne hergestellt und in (gut) gebrauchten Eichenfässern gelagert. Der Wein hat das klassische Marsanne-Aroma von reifen grünen Birnen und einen Hauch von Butter und Zitrusfrüchten. Der Geschmack ist cremig und vollmundig, aber gleichzeitig elegant und mineralisch frisch, mit einem salzigen, zitrusfrischen Abgang.
Memo zum Boden
Der Boden besteht hauptsächlich aus Löss, weißem Granit aus dem ehemaligen Flussbett der Rhone.


