Riesling “Kostheim Weiss Erd” trocken Clemens Rosenkranz
Herkunft
Riesling trocken Clemens Rosenkranz; der Weinort Hochheim liegt im östlichen Teil des Rheingaus, der auch obere Rheingau genannt wird. Die Besonderheit im oberen Rheingau ist, dass insbesondere Hochheim am Fluss Main gelegen ist, wohingegen sich der restliche Teil des Rheingaus auch tatsächlich am Fluss Rhein entlang streckt. Hochheim ist ein sehr fruchtbarer Standort. Die tiefgründigen Böden, in denen Ton und Kalk dominieren, versorgen die Reben mit ausreichend Wasser und Nährstoffen, was einen ungemein saftigen und animierenden Weintyp erzeugt. Riesling ist in Hochheim, klassisch im Rheingau, die vorherrschende Rebsorte. An den Standorten, auf denen der Kalk im Boden dominiert fühlen sich jedoch auch Chardonnay und Spätburgunder sehr wohl.
Unsere 35 jährigen Reben auf Kalk sind das Fundament für diesen Wein. Die tiefen Wurzeln der Reben kombiniert mit der nötigen Handarbeit im Weinberg bringen Jahr für Jahr kleinbeerige, intensive, extraktreiche Trauben hervor. Die Reben wachsen in der Großen Gewächs Lage „Kostheim Weiss Erd“, dessen Farbe tatsächlich bei Trockenheit weiß erscheint. Die Große Lage liegt östlich von Kostheim oberhalb des Mains und nur wenige Kilometer von dessen Mündung in den Rhein entfernt – dadurch kommen die Reben auch in den Genuss des warmen, ausgeglichenen Klimas der Rheinebene. Gleichzeitig sorgen kühle Luftströme aus dem Taunus für nächtliche Abkühlung. Die sieben Hektar große, lang gezogene Große Lage ist nach Süden ausgerichtet. Ihre Hangneigung beträgt 30 Prozent. Klimatisch begründet lesen die Winzer in Hochheim immer 10-14 Tage früher als der Rest der Winzer im Rheingau. Weine aus dieser Lage haben meist einen leicht erhöhten pH-Wert, was es Clemens erlaubt, die Weine komplett trocken auszubauen.
Die VDP.GROSSE LAGE® WEISS ERD
Die Lage trägt ihren Namen zu recht – der Untergrund besteht hier aus kalkreichem, weißem Mergel, der besonders in den trockenen Sommermonaten intensiv weiß strahlt. Die GL liegt östlich von Kostheim oberhalb des Mains und nur wenige Kilometer von dessen Mündung in den Rhein entfernt – dadurch kommen die Reben auch in den Genuss des warmen, ausgeglichenen Klimas der Rheinebene. Gleichzeitig sorgen kühle Luftströme aus dem Taunus für nächtliche Abkühlung. Die sieben Hektar große, lang gezogene GL WEISS ERD ist nach Süden ausgerichtet. Ihre Hangneigung beträgt 30 Prozent.
Jahrgang 2025
Text folgt
Vinifizierung Riesling trocken Clemens Rosenkranz
Clemens präferiert Rieslinge mit Präzision, Mineralik, Biss und Druck und keiner schmeckbaren Restsüße deswegen werden die Weine nicht extrem reif gelesen. Nach der händischen, selektiven Lese werden die Trauben angequetscht, sanft gepresst, die Moste vergären dann mit den weinbergseigenen Hefen im Edelstahltank. Nach der alkoholischen Gärung findet kein Abstich statt, der Jungwein verbleibt bis zur Abfüllung auf der Vollhefe. Diese Weinreifung erfolgt ohne Zugabe von Schwefel. Erst kurz vor der Flaschenfüllung erhält der Wein seine notwendige Schwefelgabe. Somit reift der Wein 8 Monate auf der Hefe.
Falstaff Weinguide Deutschland 2026
Memo zur Speise
Meeresfrüchte
Memo zur Degustation
Aus der GG-Lage Kostheim Weiss Erd stammt dieser feine, sehr nobel duftende Riesling, der an warmes Nuss-Gebäck mit Zitrusglasur erinnert. Daneben tauchen immer wieder feine Kräuternoten auf, die die sich mit Kernobstnoten (Xenia-Birne) battlen. Auch wenn man sich von diesem wunderbar feinen und intensiv-eleganter Duft kaum loseisen kann, macht er dennoch enorm neugierig auf die Präsenz auf der Zunge. Hier sticht zunächst eine kecke Säure hervor, gefolgt von gelbwürzigen Aromen, gemahlenen Nüssen und einem Hauch von weißfleischigen Pfirsichen. Die Anfangs kecke Säure bindet sich nun in den fest gewirkten Wein ein, der ohne ein Gramm Restzucker auskommt. Der Ausbau im Fass spiegelt sich in leicht rauchigen Tönen wieder, fügt sich aber wunder bar ein. Dezent phenolisch, deutlich mineralisch, herb, zeigt feinen Biss, animiert immer auf´s Neue.
Mit diesem herausragenden Riesling zeigt Clemens exemplarisch, was Herkunft bedeutet. Man schmeckt förmlich den kalkreichen, weißen Mergel, auf dem die alten Reben stehen. Wie schon bei seinen Spätburgundern stehen Präzision, Lebendigkeit und Herkunft im Fokus. Letzteres zeigt sich noch deutlicher mit Belüftung. Fruchtige Aromen oder Üppigkeit wird man hier nicht finden. Solche Weine eignen sich auch nicht unbedingt als kongeniale Speisenbegleiter. Natürlich muss man dazu nichts essen, der Wein ist mit seiner inneren Dichte und Spannung, dem finessenreichen Säurebogen und der "Geradeaus-Mentalität" prädestiniert, als Solist zu Bestehen. Und nach 90m Krimi am Sonntag abend ist die Flasche plötzlich leer.
Trinken Sie diesen Wein nicht zu kalt, unter 10 Grad Celsius würde ich nicht gehen, ansonsten schluckt die Kälte die vielschichtigen Aromen und die Feinheiten
Memo zum Boden
Kalkreiche, weiße Mergelböden

