(Rüdesheimer) Riesling trocken (für Riesling-Ultras)

2023

(Rüdesheimer) Riesling trocken (für Riesling-Ultras)

Alexander Schregel, Deutschland, 0.75l

16,50

22,00 / l

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Produkt enthält: 0,75 l

Ab einer Bestellmenge von 6 Flaschen erhalten Sie einen Rabatt von 1,00€/Flasche
Alexander Schregel ist unsere Entdeckung des Jahres 2024 im Rheingau.

Ungemein eigenständiger und komplexer Wein, der mich – wie alle sein Rieslinge – komplett abgeholt hat. Selten haben mich Weine – gerade aus dem Rheingau – so fasziniert wie diese von Alexander Schregel. Schon der Duft brilliert in einer Art, das man Gänsehaut bekommt. Kräuter, etwas gelbe Frucht, orientalische Gewürze, dann wieder helle Blüten, kühl, etwas Reduktion, sehr fest am Gaumen, ganz klar in seinen Aromen. Und das setzt sich in eindrucksvoller Weise am Gaumen fort. Klar und frisch, enorm präzise auf der Zunge, unglaublich mundwässernd, saftig, der erste Schluck hat kaum den Gaumen verlassen, fordert die Zunge oder der Gaumen sofort den 2. Schluck. Dabei begeistert wieder diese Direktheit des Weines. Wild, dezent Hefe, salin, etwas Gelbfrucht, straffe Säurestruktur, trocken, aber nicht staubig, klar wie ein Gebirgsbach, gleichzeitig begeistert der Wein auch in seiner wilden Art und seiner Kraft. Einen solch kompromisslosen Wein macht sonst keiner aus dem Rheingau. Mich hat diese Art so emotional mitgenommen, wie fast kein Wein aus dem etwas behäbigen und wenig innovativen Anbaugebiet. (eine Ausnahme sind die Weine von Theresa Breuer). Hier entstehen Weine, für die man in naher Zukunft große Hoffnungen setzen kann.

Mein Tipp: einkellern, was zu kriegen ist!

Vorrätig

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(Rüdesheimer) Riesling trocken (für Riesling-Ultras)

Herkunft Rüdesheimer Riesling trocken

Alexander Schregel Rüdesheimer Riesling; der Rheingau, touristenüberflutet, manchmal auch behäbig in seiner Art und zum Teil auch wenig innovativ. Das hat jetzt ein Ende, zumindest der innovative Part!

Mit dem Jahrgang 2023 präsentiert der Ur-Rheingauer Alexander Schregel (Jahrgang 1996) seinen dritten, eigenen Jahrgang. Seine große Leidenschaft gehört ganz klar dem Riesling. Aus den Rheingauer Spitzenlagen Berg Roseneck und Bischofsberg bringt er Weine auf die Flasche, die mich tief im innersten berührt haben, Emotionen pur. Seine Weine sind schon ganz großes Kino und ich habe nur ganz wenige Momente in Erinnerung, wo mich Rheingauer Rieslinge so begeistert haben (die von Theresa Breuer gehören dazu).

Alle Weinberge werden von Alexander naturnah mit biodynamischen Einflüssen bewirtschaftet. Sie spiegeln das Terroir und den unverwechselbaren Charakter wieder, auf dem sie nach alter Tradition angebaut wurden. Wenig Kellertechnik, die Qualität entsteht bei Alexander im Weinberg. Die Trauben werden ausschließlich von Hand gelesen, der schonend gepresste Saft wird anschließend spontan vergoren. Es folgt ein langes Hefelager. Keine Schönung, Schwefel wird nur ganz minimal eingesetzt. Die Weine sollen Zeit bekommen, sich zu entwickeln. Der “Bischofsberg” verbrachte noch eine kurze Zeit im gebrauchten Holzfass.

Vinifizierung

Die Trauben für den Rüdesheimer Riesling trocken Ortswein von Alexander Schregel (“Herr aller Weinberge” beim VDP-Weingut Leitz) stammen aus den Lagen Magdalenenkreuz, Bischofsberg und Berg Roseneck. Sie wurden ausschließlich von Hand geerntet, schon im Weinberg wurde rigoros selektiert. 100% nicht entrappt. Anschließend im Edelstahl spontan vergoren, nicht geschönt, wenig geschwefelt, keine Malo, bis Mitte April 24 auf der Feinhefe gelegen. Die Weine sind lebendig, frisch, funky, juicy und alles andere als Mainstream. Sie sind handwerklich hergestellt, Top-Produkte von Menschen, die ihren Flecken Erde lieben, ihn hegen und pflegen, damit aus dem gesunden Boden gesunde Trauben in die Kelter gelangen. Gesamtproduktion 2500 Flaschen.

Da der Wein nicht filtriert wurde und die Prüfer ihn damit als “untypisch” erklärten, verzichtete Alexander auf eine erneute Anstellung zur Qualitätsweinprobe. Wie einst Hanspeter Ziereisen, dessen Weine als untypisch galten, heute ist er einer der besten deutschen Winzer. Der Riesling ist somit als Landwein deklariert

Die Zukunft? Längst da! – Talente des Jahres

In unseren Anbauregionen machen wir immer wieder Neuentdeckungen – oder es machen junge Winzer erneut auf sich aufmerksam, die wir schon mal im Visier hatten. Dahinter stecken oft Drive, Mut und klare Vorstellungen von dem, wo man hin möchte. So ein Winzer ist Alexander Schregel. Als würde ihm der Job als Außenbetriebsleiter (Herr der Weinberge) bei VDP-Winzer Johannes Leitz  nicht ausfüllen, nimmt sich der junge Winzer noch einen privaten Hektar Reben als “Ausgleich”, um daraus mehrere, eigene, vorwiegend Rieslinge zu erzeugen. Der junge Mann (Jahrgang 1996) hat große Vorbilder, hoch gesteckte Ziele – und er wird all dem gerecht. (Vinum Weinguide Deutschland 2024)

Memo zur Degustation

Ungemein eigenständiger und komplexer Wein, der mich - wie alle sein Rieslinge - komplett abgeholt hat. Selten haben mich Weine - gerade aus dem Rheingau - so fasziniert wie diese von Alexander Schregel. Schon der Duft brilliert in einer Art, das man Gänsehaut bekommt. Kräuter, etwas gelbe Frucht, orientalische Gewürze, dann wieder helle Blüten, kühl, etwas Reduktion, sehr fest am Gaumen, ganz klar in seinen Aromen. Und das setzt sich in eindrucksvoller Weise am Gaumen fort. Klar und frisch, enorm präzise auf der Zunge, unglaublich mundwässernd, saftig, der erste Schluck hat kaum den Gaumen verlassen, fordert die Zunge oder der Gaumen sofort den 2. Schluck. Dabei begeistert wieder diese Direktheit des Weines. Wild, dezent Hefe, salin, etwas Gelbfrucht, straffe Säurestruktur, trocken, aber nicht staubig, klar wie ein Gebirgsbach, gleichzeitig begeistert der Wein auch in seiner wilden Art und seiner Kraft. Einen solch kompromisslosen Wein macht sonst keiner aus dem Rheingau. Mich hat diese Art so emotional mitgenommen, wie fast kein Wein aus dem etwas behäbigen und wenig innovativen Anbaugebiet. (eine Ausnahme sind die Weine von Theresa Breuer). Hier entstehen Weine, für die man in naher Zukunft große Hoffnungen setzen kann.

Mein Tipp: einkellern, was zu kriegen ist!

Memo zum Boden

Kalkhaltiger Lößboden (Magdalenenkreuz)
Lößlehm (Berg Roseneck)
Kalkarm, von Steinen und Kies geprägter Lößlehm (Bischofsberg)
Quarzit
Ausrichtung: Süd

Alexander Schregel | Gründung 2021 | 1 ha Rebfläche | Produktion ca. 12.000 Flaschen | naturnahe Arbeitsweise | Entdeckung des Jahres Vinum-Weinguide 2024 | Außenbetriebsleiter im Weingut Leitz | Erstkontakt Mai 2024 | seit Juni 2024 bei K&M im Sortiment.Alexander Schregel

Es erscheint, als läge bei der Familie Schregel ein besonderes Talent vor, besonders gute Weine zu machen. Alexanders Schregels Vater Rolf Schregel ist schon lange  Kellermeister und Betriebsleiter beim Rheingauer VDP Spitzenweingut Künstler in Hochheim am Main.

Sohnemann Alexander ist bei einem weiteren Spitzenweingut in führender Position im hinteren Rheingau angestellt. Im VDP Weingut von Johannes Leitz hat er den verantwortungsvollen Posten des Außenbetrieb inne. Seit 2021 macht er zusätzlich noch seinen eigenes “Ding”. Er bewirtschaftet in zwei der besten Gemarkungen des Rheingau Top-Lagen. In Rüdesheim Bischofsberg  und Berg Roseneck, und neu in 2022 auch die Lorcher-Toplagen Kapellenberg, Schlossberg und Bodenthal-Steinberg. Dazu noch in Assmannshausen die Lage Frankenthal, aus der sein Spätburgunder Blanc de Noir Sekt stammt.

Normalerweise dauert es seine Zeit, bis ein neues Weingut den Weg in unser Portfolio findet. Der ein oder andere Winzer wird da ein wenig garstig wenn man sich 1-2 Jahre Zeit lässt und es am Ende doch nicht klappt. Aber im Sinne meiner Kunden will ich zu Einhundert Prozent überzeugt sein, kommen zwischendrin Zweifel auf, hat das Weingut leider das Nachsehen.

Alexander Schregel

Alexander Schregel auf der GLIGG im Mai 2024

Im Falle der Weine von Alexander Schregel ging das alles sehr schnell. Seinen Riesling Bischofsberg aus 2021 lernte ich am 4.5.24 bei einem Freund kennen und schon der erste Schluck, das erste Ankommen auf der Zunge, signalisierte mir: WOW, was ist das denn, das ist mit das Beste, was ich an Rheingauer Rieslingen in den letzten Jahren ins Glas bekommen habe. Kühl, dezent reduktiv, zarter Holztouch, fest am Gaumen, keine dieser Fruchtbomben. Sehr puristisch, salin, druckvoll und elegant und am Ende dann ein Hauch Gelbfrucht. Das alles war unglaublich hochwertig verarbeitet und ein Vergleich zu hochdekorierten Rheingauer Weingütern (Breuer, Leitz, Künstler) kamen gedanklich in mir auf.

Ich kannte weder den Winzer, noch seine Weine und das will schon was heißen. Also recherchierte ich im Internet und stieß auf eine Veranstaltung eine Woche später im Rheingau, wo ich bis auf den Sekt alle Weine auf Herz und Nieren probieren konnte. Und wiederum war ich sehr begeistert vom Stil der Weine und lege mich fest, das uns von diesem großen Talent noch viel für die Zukunft erwarten lässt.

Stilfragen

Wer im Rheingau bei den Besten der Besten arbeitet, wird natürlich von deren Schaffen geprägt. Man saugt viel auf und nimmt das Beste für sich mit, hat den Winzern über die Schultern geschaut und für sich entschieden, Weine zu machen, die wieder den ursprünglichen Gedanken im klassischen Rheingau, verfolgen. Keine kitschige Frucht, keine Fruchtbomben, sondern Strukturweine, geradlinig und puristisch. Dabei verfolgt er auch biodynamische Ansätze im Weinberg, alle Weine werden mit weinbergs- und kellereignen Hefen vergoren, nicht geschönt, leicht geschwefelt. Sein Ziel ist es, Rieslinge herzustellen, die insbesondere das Terroir der Steillagen widerspiegeln, ihren unverwechselbaren Charakter zeigen. Auch was das kellertechnische betrifft will er so wenig wie möglich intervenieren.

Anschrift des Weingutes:

Weingut Alexander Schregel | Am Römerhang 1 | 65385 Rüdesheim

Alle Weine dieses Winzers >>
Allgemeine Informationen
Weinart Weißwein
Rebsorte Riesling
Geschmack trocken
Leitrebe Riesling
Kategorie Landwein
Erzeugung konventionell
Verschluss Naturkork
Herkunft
Weingut Alexander Schregel
Region Rheingau
Bereich Johannisberg
Herkunftsland Deutschland
Verbrauch
Weintyp mineralisch, kraftvoll, frisch, trocken
Trinkreife 2024 - 2031
Trinktemperatur 10 Grad
Analysewerte
Alkohol 12% Vol.
Allergiker-Info enthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Punktewertungen
K&M Punkte 89 Punkte

Vinum Weinguide für den 2022er 87/100 Punkte