Hochegg-Daniel Andergassen
Weingut Hochegg | Italien | Südtirol
Daniel Andergassen | Weingut Hochegg | Gründung 2017 | 4,6 ha Rebfläche | Produktion ca. 20.000 Flaschen | biologische Arbeitsweise, ab Jahrgang 2024 Bio-zertifiziert | Erstkontakt März 2026 | seit Mai 2026 bei K&M im Sortiment.
Weingut Hochegg- Kalterer Pioniergeist auf 838 Meter am Breitenberg
Von Grund auf
Anfang 2017 erwarb die aus Kaltern stammende Familie Andergassen ein spektakulär über dem Etschtal liegendes altes Gehöft am Leiferer Breitenberg. Das Gehöft stand zur Versteigerung und die Familie Oskar Andergassen vom Klosterhof in Kaltern erhielt den Zuschlag. Nicht ganz uneigennützig war der Erwerb schon, sah Oskar doch in diesem Weingut das Potential der Lage und insbesondere die Zukunft für seine beiden Söhne Daniel, studierter Önologe in Geisenheim, und Hannes, Junior-Chef am Kalterer Klosterhof .
Der Beginn
Im Februar 2017 wurden dann Nägel mit Köpfen gemacht. Der geschichtsträchtige Hof „Hochegg“ mit einem Gebäude, Stadel, Keller und 70 Hektar Wald umgeben, wechselten den Besitzer. In einem andauernden Projekt wurde der historische, stillgelegte Bauernhof „HOCHEGG“ in ein Weingut umgewandelt. Ausschlaggebend für den Erwerb war sicherlich auch die Höhenlage, das Weingut und die Weinbergslagen liegen exponiert zwischen 730-870m über dem Meeresspiegel und sind prädestiniert für den Anbau der Burgunder Rebsorten.
Die Zukunft
Insbesondere für Daniel muss es wohl Liebe auf den ersten Blick gewesen sein. „Für mich geht ein Traum in Erfüllung. Der Traum vom eigenen Weingut, mitten in Südtirol, mit spannenden Böden und einem unbelastetem Umfeld in solch einer exponierten Höhenlage völlig neu aufzubauen“. Das dies für alle helfenden Hände kein Zuckerschlecken werden würde, war den beiden klar. „Alles war verwachsen und verwildert“, erzählt Vater Oskar.
Vereinte Kräfte
Mit viel Manpower wurde zwischen 2018 und 2022 eine Fläche von 5 ha in Kleinterrassen neu angelegt. „Wir haben die Ländereien saniert und den Weinberg wieder dort angelegt, wo er bereits im 16. Jahrhundert, aber eher für den Eigenbedarf, bewirtschaftet wurde“. So befinden sich jetzt in einem Hang, der im Schnitt 40 bis 50% und an manchen Stellen sogar bis zu 70% Hangneigung aufweist, gut zu bewirtschaftende Parzellen.
Terroir
Um das steinige Porphyrterroir zu bändigen, mussten extreme Erdbewegungen vorgenommen werden. „Jede Parzelle wurde penibel analysiert, um eine gut durchdachte Rebsorten- und Klonenauwahl treffen zu können“. 2019 wurden die ersten Blauburgunder und Weißburgunder gesetzt, 2021 und 2022 folgten Chardonnay und Riesling. Die ersten Weine zeigen Profil. Es bleibt spannend.
Umringt werden sie vom neu gebauten Weingut, überragt von einem Mischwald, der sich bis auf 1273 Meter zieht. Hier befindet sich die Urzeitsiedlung Enzpirg, eine bewachsene Kuppe mit Resten einer Walburg. Und wilde Natur mit Steinbrüchen, Wald und Esskastanien aus der Zeit Maria-Theresias.
Weinstil
Daniels Weine konnte ich erstmals im März 2026 auf der Prowein in Düsseldorf probieren. Man probiert da vieles, auch viel durchschnittliches, aber tatsächlich auch wirklich gut gemachtes, was vielleicht aber schon im Sortiment vertreten ist. Das aber suche ich nicht primär. Ich suche das herausragende, das Individuelle.
So geschehen bei den fünf überragenden Weinen, die ich von Daniel Andergassen probieren konnte und die es auch alle locker ins Sortiment geschafft haben. Und das bereits mit einem seiner ersten Jahrgänge. Am meisten berührt hat mich die Stilsicherheit von jedem einzelnen Wein. Durch die Bank weg hochkomplexe, hochelegante Weine, in sich ruhend, so fein vinifiziert, das ein für mich emotionaler Gradmesser aktiviert wurde: GÄNSEHAUT-WEINE.
Der Stil
Vielleicht sind es die Porphyr-Böden, die für den Stil, den er anstrebt, besonders geeignet sind. „Geradlinig, frisch, kühl, fein, nie aufdringlich, mineralisch, die Herkunft widerspiegelnd“. Es scheint, das ihm die Böden, ein steiniges Gemisch aus Lehm und skelettreichem Quarzporphyr, die Steilvorlage geben und dafür sorgen, dass die Weine kraftvoll, aber niemals fett sind und eher weniger in die Breite gehen, aber dafür umso mineralischer sind. Das macht sie übrigens auch enorm trinkig auf extrem hohem Niveau. Natürlich spielt auch die Höhenlage eine Rolle. Hier reifen die Trauben viel langsamer, die phenolische Reife erreichen die Trauben auch bei niedrigen Temperaturen, der Zucker schießt im Gegensatz zu warmen, tiefergelegenen Lagen nicht so schnell in die Höhe.
Die Ernte
Ausgebaut werden die Ende September bis Mitte Oktober händisch gelesenen Trauben so schonend wie möglich. Per Gravitation gelangen die Beeren über ein Rohr direkt ins Fass. Dafür wurde 2023 ein neuer Verarbeitungskeller gebaut, wo die Vinifizierung, die Abfüllung und die Lagerung stattfindet. Von hier ist es auch nur ein Katzensprung in den Barriquekeller.
Wir freuen uns, Daniel als erster deutscher Fachhändler auf seinem weiteren Weg zu begleiten. Und der wird ganz klar nach oben führen.
Adresse des Weingutes:
Weingut Hochegg | Daniel Andergassen | Breitenbergstrasse 13 | 39055 Leifers | Südtirol
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