Beryll Grande Cuvée trocken (Wein des Jahres 2026)
„… denn großartiger Wein kann nur in gesunden und kräftigen Weinbergen hergestellt werden.“ Aaron Schwegler.
Albrecht Schwegler ließ sich 1990 als Winzer nieder. Frei von allen Konventionen und Erwartungen folgte er seiner eigenen Vision als Garagenwinzer. Damals verfügte er nur über wenige Weinbergsparzellen. Seine charakteristischen roten Cuvées wurden sofort so erfolgreich, dass er die begrenzten Mengen zuteilen musste.
Gründer Albrecht Schwegler schuf einen neuen Weinstil, den es bis dahin in Deutschland noch nicht wirklich gab: Er kreierte außergewöhnliche und charakteristische Cuvées (Verschnitte). Als sein Sohn Aaron und dessen Frau Julia das Ruder übernahmen, blieben die Grundsätze unverändert: das Bestreben, den besten Wein zu keltern, in dem Wissen, dass großartiger Wein immer mehr ist als nur das Zusammenspiel aller Komponenten.
Mittlerweile verfügen Aaron und Julia Schwegler über rund 15 Hektar Spitzenweinberge. Sie nutzen die Vielfalt ihrer Terroirs und sogar Mikroklimata geschickt, um die verschiedenen Rebsorten optimal zur Geltung zu bringen. Für ihre bekannten Cuvées Berryl, Saphir und Granat, die Weltklasse sind, vinifizieren sie alles separat, um es anschließend zu assemblieren und so ein optimales Ergebnis zu erzielen. Großartige, aristokratische Weine mit einer unglaublichen Balance zwischen Kraft und Eleganz. Ein weiches, samtiges Mundgefühl mit einer komplexen Vielfalt an Aromen und Eindrücken, die kein Ende nehmen.
Wie ein echter Künstler schafft Aaron aus den Trauben (die von kleinen, steilen Parzellen stammen) auf natürliche Weise ein wunderschönes Ganzes. Seine Cuvées sind sozusagen Kompositionen aus Komplexität, Textur und Geschmack.
Herkunft
Weine wie die Beryll Grande Cuvée trocken, haben es nicht ganz leicht in Deutschland. Viele Weintrinker halten Weine, die aus mehr als einer Rebsorte bestehen, noch immer für “gepanscht” und sind überrascht, wenn man ihnen sagt, dass einige der berühmtesten Rotweine der Welt – Bordeaux, Chianti, Rioja, Chateauneuf-du-Pape, um nur die Bekanntesten zu nennen – fast immer Assemblagen mehrerer Sorten sind.
Es ist Pionieren wie u.a. Albrecht Schwegler aus Korb in der Nähe von Stuttgart, dass sich das Image der Rotweincuvées nach und nach verändert hat. Sie begannen bereits Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre mit der Erzeugung hochwertiger roter Cuvées, die qualitativ und preislich beanspruchten, als mindestens gleichwertig zu den besten Spätburgundern des Landes zu stehen. Dies gilt auch für die Cuvée Beryll, die ein Langstreckenläufer ist. Die Zeit, die man bis zum Öffnen und Genießen warten sollte, erfordert auch Geduld. Beryll ist „eher der kantige Typ, der dich aber auch umarmen kann“. Nach fünf bis acht Jahre Flaschenreife öffnet er sich erfahrungsgemäß.
Vinifikation Beryll Grande Cuvée trocken
Große, zeitlose Cuvée aus dem württembergischen Remstal. Als Weingärtner assemblieren wir Jahr für Jahr die Früchte unserer ökologischen Arbeit in den kleinparzellierten Weinbergen des Remstals. Nur die Trauben von den ältesten Reben aus den besten Parzellen sind es uns wert, als „Grande Cuvée“-Weine klassifiziert zu werden. Die Grande Cuvée Beryll stammt aus 12 Parzellen aus den Weinbergen in Korb, Beutelsbach und Schnait. Die Trauben dieser außergewöhnlichen Cuvée aus 73% Zweigelt und 27% Cabernet Franc wurden im September / Oktober 2020 von Hand gelesen. Der Maischegärung folgt die behutsame Pressung. Zur Reife ziehen die Weine dann für zwei Jahre in den Barrique-Keller, um dort in französischen Eichenholzfässern aus Zweit- und Drittbelegung bester französischer Tonnellerien ihrer Bestimmung entgegen zu schlummern. Nach dem sortenreinen Ausbau kommt der große Moment: Eine neue Cuvée entsteht. Abgefüllt wurden die Weine im November 2024 ohne den Einsatz von Schönungsmitteln und ohne jegliche Filtration.
Memo zur Speise
Wir empfehlen diesen Wein zu kräftigen Fleischgerichten oder über 2 Tage mit einem guten Buch.
Memo zur Degustation
Im Glas (wir empfehlen das Stölzle Bordeaux-Glas) zeigt sich diese Cuvée in tiefem Rubinrot mit dunkel-violetten Schattierungen. Schon beim Schwenken des Weins im Glas begeistert uns In der Nase das überaus vielfältige Aromenspiel: Süßkirschen, Brombeeren, ein Hauch schwarze Johannisbeere sowie würzige Noten. Begeistert davon komplettieren sehr feine Noten dunklem Tabak, herber Schokolade und mediterranen Kräutern (Rosmarin, Thymian) den Wein. Am Gaumen überzeugt uns dieser große deutsche Rotwein durch seine Dichte und bei aller Kraft feinen Art. Er zeigt sich kraftvoll, strukturiert, mit hervorragend integrierten, samtigem Tannin. Eine große Cuvée, die eindrucksvoll die Kunst der Cuveetierung aufzeigt. Von jeder Rebsorte das Beste in einer Cuvée, die sowohl Kenner als auch Genießer begeistert und in jeder Hinsicht Maßstäbe setzt.
Memo zum Boden
Überwiegend Keuper wie im Remstal üblich, sowie Kalk, Ton und Sandstein


