Bodegas Muga Rioja Reserva (MAGNUM)
Herkunft
Die Bodegas Muga Rioja Reserva stellt eine der größten Herausforderungen beim Verschnitt dar. „Sie ist unser Arbeitspferd, unser Einstiegswein – sie finanziert alles andere, was wir tun“, scherzt Isaac. „Aber sie ist auch der schwierigste Wein, den wir herstellen. Weine aus einer einzigen Parzelle sind einfach. Eine Million Flaschen? Das ist nicht einfach.“
Hier in der kleinen Stadt Haro, wo sich so legendäre Weingüter wie López de Heredia Viña Tondonia, La Rioja Alta befinden, hat auch die Bodegas Muga ihren Sitz. Die Weinberge befinden sich auf einer Höhe von 400-600m zwischen zwei Gebirgszügen, der Sierra de Cantabria und Montes Obarenes, die etwa 1500 Meter hoch sind und einen Großteil des feuchten Einflusses des nahen Meeres abhalten. Wäre das nicht der Fall, hätte die Tempranillo-Traube hier keine Chance, es wäre zu feucht. So herrscht ein ideales Klima für die bei Muga verwendeten Trauben. Die Böden besteht aus verschiedenen Schichten. Oben herrscht eine braune Auflage, die von Schwemmböden stammt und die höchste Konzentration an organischen Bestandteilen hat. Hiervon profitieren vor allem Neu-Anpflanzungen. Danach übernimmt die mittlere, farblich ins rote tendierende Schicht. Tief im Erdreich wurzeln die Rebstöcke dann auf Kalk.
Vinifikation Bodegas Muga Rioja Reserva
Aus dem außergewöhnlichen Jahrgang 2021 verschnitt das Muga-Team 75% Tempranillo mit 15% Garnacha, 6% Mazuelo und 4% Graciano. Die Gärung erfolgt in Eichenfässern unterschiedlicher Größe, bevor die Weine verschnitten werden. Die Reifung umfasst 24 Monate in neutralen Eichenfässern, zu 80 Prozent aus französischer und zu 20 Prozent aus amerikanischer Eiche. Anschließend reift der Wein noch mindestens 12 Monate in der Flasche bevor er in den Handel kommt.
Eigene Küferei
Bodegas Muga ist das einzige Weingut in Spanien, das einen eigenen Küfermeister beschäftigt, der drei Fassbauer beaufsichtigt, die für die Herstellung aller Eichenfässer im Weingut verantwortlich sind. Darüber hinaus reisen Mitglieder der Familie Muga jedes Jahr nach Frankreich und in die USA, um Eichenholz auszusuchen, das vor der Verarbeitung im Weingut gelagert wird. Dieses Engagement sorgt für ein unvergleichliches Maß an Detailgenauigkeit und Kontrolle.
Mit Ausnahme von zwei schwachen Ernten wurde die Reserva seit der Einführung des Labels mit dem Jahrgang 1968 jedes Jahr produziert. Der 21er ist mit seinen Noten von Kirschen und Pflaumen ein klassisches Beispiel, doch die ausgeprägten Tannine, die mineralische Grundlage und die duftenden Noten von Gewürzen, Kräutern und Kaffee machen ihn zu einer Version mit größerer Komplexität, die jetzt schon genießbar ist, aber auch noch mindestens ein weiteres Jahrzehnt lagerfähig ist.
Memo zur Speise
Dieser Wein passt hervorragend zu Fleischgerichten wie einem Ribeye-Steak, aber auch zu Wurstwaren und allen Arten von Aufläufen.
Memo zur Degustation
Muga Reserva 2021 festigt seine internationale Führungsposition und führt die jährliche Auswahl 2025 des Wine Spectator an. Das renommierte US-Magazin hebt diesen Wein aufgrund seiner herausragenden Qualität, seiner starken Herkunftsidentität, seiner Fähigkeit, weltweit Verbraucher zu erreichen, und seiner Preispositionierung hervor – allesamt wichtige Kriterien für die jährliche Auswahl des Wine Spectator.
Der Jahrgang 2021 hat eine leuchtende rubinrote Farbe mit mittlerer Tiefe und einem granatroten Rand. In der Nase entdeckt man einen intensiven, komplexen Wein. Aromen von Waldbeeren (Brombeeren und Heidelbeeren) treten in den Vordergrund, mit einem Hauch von Gewürzen. Am Gaumen ist er lang, elegant und schön ausgewogen. Seine feine Säure ist perfekt integriert und er hat weiche Tannine. Der Abgang ist sehr lang und fruchtig. Er ist jetzt perfekt zu trinken, kann aber dank seiner guten Ausgewogenheit und Struktur noch mehrere Jahre in der Flasche gelagert werden. Muga-Rotweine für ein langes Altern ausgerichtet. Auch nach dreißig und vierzig Jahren sollen sie top-frisch schmecken.
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Memo zum Boden
Kalkhaltiger Lehmboden aus dem Tertiär.



