Markovic Spätburgunder » Windspiel « trocken

2018

Markovic Spätburgunder » Windspiel « trocken

Tomislav Markovic, Deutschland, 0.75l

17,00

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Grundpreis: 22,67/l

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Transparent Kirschrot in der Farbe. Die erste Nase erzählt uns von reifen Schwarzkirschen mit einem Hauch von dunkler Pfefferwürze, ein ungemein einnehmender und feiner, ja fast eleganter Duft breitet sich im Glas aus. Auf der Zunge dann zart fruchtige Aromen von Cassis, wiederum Schwarzkirsche und etwas rauchigen Holzfass-Noten, die das Profil des Weines dezent ergänzen. Hinzu gesellt sich ein knackiges, aber reifes Tannin. Ziemlich geiler Stoff, macht bereits viel Spaß.

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Tomislav Markovic | Rheinhessen & Baden

Vom Bänker zum Winzer

Tomislav Markovic

Tomislav Markovic

Die Wurzeln von Tomislav Markovic liegen in Kroatien. Seine Eltern stammen aus Slawonien, jener Region, aus der die Eichen für die großen Holzfässer, die hauptsächlich in der Toskana und dem Piemont zu finden sind, stammen. Während seiner jährlichen Heimaturlaube führte ihn sein Onkel an das Thema Wein heran. Plötzlich war die Neugier geweckt: wie kommen die Aromen in den Wein? Gibt es Besseres als Müller-Thurgau und Weißherbst?

Geboren und aufgewachsen ist er im Rhein/Main-Gebiet. Von 1993 bis 1997 studierte er BWL, ab dem Jahr 2000 wechselte er zu den großen Bankenhäusern nach Frankfurt. Wir haben uns eher zufällig immer wieder mal auf Weinveranstaltungen getroffen und uns ausgetauscht. Zu jener Zeit machten auch wir uns gerade selbstständig im Wein-Business. Neben dem Spätburgunder galt seine große Aufmerksamkeit vor allem den Rieslingen von der Mosel. Diese Liebe hält bis heute an. Probieren Sie doch einmal seinen wunderbaren KABINETT.

Bank adé – Willkommen im Winzerleben

2011 krempelte er sein berufliches Leben noch einmal um. Er schmiss den Bankjob und begann am Weincampus Neustadt Weinbau & Önologie zu studieren. Einher ging dabei die Ausbildung zum Winzer beim Weingut Bercher in Burkheim am Kaiserstuhl. Es folgten Praktika in Portugal beim Weingut Viera de Sousa (Douro) und 2015 beim berühmten Weingut Domaine de Montille in Volnay. Seit Juni 2016 ist er beim Beratungsdienst ökologischer Weinbau in Freiburg als Berater für Bio-Weinbau & Önologie tätig.

Vorbild Burgund & Douro

Nicht nur die Weine aus diesen Gebieten faszinieren Tomislav. Auch die vielen gemeinsamen Projekte der Winzer im Dourotal findet er beispielhaft für den Erfolg einer Region. So hat er sich das im Burgund übliche Modell der Négociant – vinificateurs zu Eigen gemacht. Man kauft Trauben oder Most und verarbeitet ihn dann zu seinem Wein. Ziemlich vorteilhaft, denn an geeignete, hochwertige Rebflächen zu gelangen ist für einen Quereinsteiger nicht so einfach. Bis er seine eigenen Weinberge im heimischen Breisgau findet, kann er auf Rebflächen von Freunden in Rheinhessen und am Kaiserstuhl zurückgreifen.

Ihm geht es dabei nicht um nüchterne Geschäftsbeziehungen, sondern sieht die Zusammenarbeit als Projekte an. Das Ziel ist es, gemeinsam mit den Freunden das Potential der ausgesuchten Lagen durch individuelle, wenn möglich ökologische Weinbergsarbeit auszuschöpfen. Die Spätburgunderparzelle am Kaiserstuhl bearbeitet er vorwiegend selbst nach seinen eigenen Vorstellungen. Der 2016er Pinot Noir ist vom Fass vielversprechend. Da hat jemand in Frankreich genau hingeschaut. Wir sind gespannt.

Update 2016er Spätburgunder und 2017er Weissweine

Die Weine haben in der Frankfurter Spitzengastronomie (Weinsinn, Bidlabu)  großen Anklang gefunden. Tomi muss die Weine mittlerweile zuteilen. Da wir von Anfang an dabei sind, bekommen wir vom Kuchen auch immer das größte Stück.

Weinstil

“Ich möchte frische, balancierte Weine machen, mit feiner, tiefer Frucht und dabei immer leichtfüßig. Das Holz soll immer subtil unterstützen, nie vorschmecken. Im Übrigen eine schwierige Aufgabe – da benötigt es viel Erfahrung, die Kenntnis über sein Traubenmaterial und super Fässer.”

Adresse des Weingutes:
Tomislav Markovic, Kupfertorplatz 1, 79206 Breisach

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Markovic Spätburgunder » Windspiel « trocken

Herkunft

Die Rebstöcke für den Markovic Spätburgunder Windspiel stehen in der Lage Eichstetter „Herrenbuck“ im nordöstlichen Teil des Kaisersuhl. Die Parzelle stammt aus dem Gewann Eichenlaub, einem wunderschönen Teilbereich des Herrenbuck. Nach Süden ausgerichtet bietet es eine gute Besonnung, ist aber auf drei Seiten von Eichenwäldern umgeben und bezieht daher ihren Namen. Die etwas höhere Lage, der Einfluss des Waldes sowie die Eichelspitze im Westen sorgen für kühles, abendliches Klima und den Erhalt der Säure. Auch wenn im Eichenlaub Vulkanverwitterung vorkommt, so hat die Parzelle doch einen kräftigen Lössanteil im Oberboden und ist somit ideal für das “Windspiel”.

Eichelmann-Porträt

Vinifizierung Markovic Spätburgunder Windspiel trocken

Selektive Handlese der durchschnittlich 25 Jahre alten Reben am 12.09.2018.  70hl/ha Ertrag. Offene Maischegärung mit natürlichen Hefen und Einmaischung mit Füßen. 100% Ganztraubenanteil. Abgepresst mit einer alten Korbpresse. Ausbau für 14 Monate in neuer Eiche aus Jupilles. Keine Schönung. Unfiltriert per Schwerkraft gefüllt.  Nur 550 Flaschen a 0,75l wurden gefüllt.

Tomi greift wenig bei der Weinbereitung ein und lässt seinen Weinen generell viel Zeit, sich zu entwickeln. “Ich denke, das dies zu mehr Stabilität und innerer Tiefe führt.” Nicht nur uns beeindrucken die Weine durch ihre ausgesprochene Finesse bei gleichzeitiger Kraft und Persönlichkeit.

Memo zur Degustation

Transparent Kirschrot in der Farbe. Die erste Nase erzählt uns von reifen Schwarzkirschen mit einem Hauch von dunkler Pfefferwürze, ein ungemein einnehmender und feiner, ja fast eleganter Duft breitet sich im Glas aus. Auf der Zunge dann zart fruchtige Aromen von Cassis, wiederum Schwarzkirsche und etwas rauchigen Holzfass-Noten, die das Profil des Weines dezent ergänzen. Hinzu gesellt sich ein knackiges, aber reifes Tannin. Ziemlich geiler Stoff, macht bereits viel Spaß.

Memo zum Boden

Vulkanverwitterung mit Löss im Oberboden, Kalk und Sand

Allgemeine Informationen
WeinartRotwein
RebsortePinot Noir (Spätburgunder)
Geschmacktrocken
LeitrebePinot Noir (Spätburgunder)
KategorieLandwein
Erzeugungkonventionell
VerschlussNaturkork
Herkunft
WeingutTomislav Markovic
RegionBaden
BereichKaiserstuhl
LageEichstetten Herrenbuck
HerkunftslandDeutschland
Verbrauch
Weintypmineralisch, mittelkräftig, frisch, trocken
Trinkreife2020 - 2026
Trinktemperatur12 Grad
Analysewerte
Alkohol13% Vol.
Restzucker1,7 g/l
Allergiker-Infoenthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Säure5,6%
Punktewertungen
K&M Punkte89 Punkte
Wein Plus87 Punkte

Ein Name, den man sich merken sollte (Gault Millau)
Geschliffener und recht feiner, etwas holzwürziger und leicht rauchiger Duft nach roten und ein wenig schwarzen Beeren mit zart getrocknet-pflanzlicher bis kräuteriger Würze, röstigen Spuren und gewisser Mineralik im Hintergrund. Fest gewirkte, relativ herbe, saftige Frucht, feines Tannin und etwas Biss, kräuterige Aromen am Gaumen, gewisse Mineralik, ein Hauch Zitruszesten, hat Griff, gute Nachhaltigkeit, guter bis sehr guter Abgang mit feinem, lebendigem Saft und Würze. Trinkempfehlung:2021-2024+. Bewertung:Sehr gut (87 WP) Zuletzt bewertet:14. August 2020

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