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Riesling Auslese »Krettnacher Euchariusberg«

2023

Riesling Auslese »Krettnacher Euchariusberg«

Stefan Müller, Deutschland, 0.75l

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Produkt enthält: 0,75 l

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Unsere Auslese startet direkt mit einer vollen Präsenz in der Nase: Kräuter, Tee, Birne, Litschi und Pfirsich sind nur ein paar Aromen, die sich erschnuppern lassen. Diese Stärke und Klarheit findet man auch auf der Zunge wieder. Die Saftigkeit, die gelbe Frucht und Honig-Anklänge lassen einen kurz alles vergessen. Eine rundum satte Auslese, die aber gerade wegen ihrer Leichtigkeit und dem perfektem Match von Süße und Säure so ausgewogen und tänzelnd daherkommt.

 

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Riesling Auslese »Krettnacher Euchariusberg«

Herkunft

Stefan Müller Riesling Auslese; der Krettnacher Euchariusberg, aus dem diese Riesling Auslese stammt,  ist eine Lage mit hohem Renommee. Man findet ihn südlich von Trier zwischen Konz und Oberemmel, oberhalb von Niedermennig im Konzer Tälchen gelegen. Vom Weinberg hat man einen herrlichen Blick ins Tälchen, wo, man mag es kaum glauben, vor Millionen Jahren die Mosel sich ihren Weg bahnte. Wer einen steilen Weinberg ala Bremmer  Calmont oder Kanzemer Altenberg erwartet, wird vielleicht erst ein Mal enttäuscht sein. Der Euchariusberg ragt nicht steil in die Höhe, nein, er steigt eher sanft auf knapp über 320m an. Aber das tut ein Montrachet im Burgund auch nicht! Man sieht beiden Lagen nicht an, dass sie mit die besten Weinlagen weltweit sind, aus denen große Weine kommen.

Früher und heute

Saar-Weine, wie diese Riesling Auslese aus dem Krettnacher Euchariusberg, waren nicht immer so nachgefragt wie aktuell. “Dank” des Klimawandels reifen die Trauben für die Saar-Rieslinge nun vollends aus. Bis in die 1980er Jahre gelang dies nur bei jeder dritten Ernte. Schwache Ernten verzeichnet heute kaum noch ein Winzer. Wenn man die letzten 15 Jahre zurück blickt, kommt man bei der Renaissance des Saar-Rieslings nicht um den Namen van Volxem herum. Roman Niewodniczanski  war es, der dieser Region wieder Leben einhauchte, von hier kamen früher die renommiertesten Weine der Welt, auch preislich am oberen Ende vor Bordeaux und Burgund.

Ganz wenige Ausnahme-Winzer wie z.B. Egon Müller vom Scharzhof hielten und halten die Fahne im Wind. In den letzten Jahren erfuhr das Gebiet zusätzlich eine weitere Aufwertung durch den Einstieg von z.B. Günter Jauch beim Weingut von Othegraven in Kanzem. Er spielte früher hier als Kind, ist also kein Promi, der sich ein Weingut schnappt und von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Mit Andreas Barth (mittlerweile nicht mehr dort) besaß er zwar einen der genialsten Winzer Deutschlands, aber Jauch steht oft selbst in vorderster Linie und hat sich in die Sache reingefuchst und kann auf viele Fragen kompetent antworten.

Jahrgang 2023

Auf einen vergleichsweise milden Winter folgte ein guter Start in die Vegetationsperiode, der im langjährigen Mittel lag. Eine Periode sonnigen und trockenen Wetters im Juni führte zu einer guten und vergleichsweise gleichmäßigen Blütezeit, die im Juni und größtenteils im Juli sehr trocken war, was die Erzeuger auf einen weiteren heißen Jahrgang hoffen ließ. Ende Juli schlug das Wetter jedoch um, und der Rest des Sommers war von viel Regen geprägt. Wie durch ein Wunder hörte es im September auf zu regnen, und das Wetter wurde meist sonnig, aber auch zu warm, um sich wohlzufühlen. Die gute Reife und das warme Wetter führten dazu, dass die Ernte wieder recht früh stattfand. Der Druck der Fäulnis machte die Ernte extrem schwierig und anspruchsvoll. Die Herstellung von edelsüßen Weinen war besonders schwierig, da Zeitdruck herrschte.

Der 2023 ist alles andere als homogen, aber insgesamt ist der Stil von Schwung, Frische und Leichtigkeit geprägt. Die Weine des Jahrgangs 2023 sind meist recht zugänglich. Die Weine entsprechen alle den Erwartungen, die mit ihrem Prädikat verbunden sind. Der größte Teil der Produktion entfällt auf Kabinett und Spätlese, und nur kleine Mengen an Auslese und aufwärts wurden produziert. Ein Großteil der Spätlese wurde für die Herstellung von trockenen Weinen verwendet, die im Jahr 2023 leichter sind. Die Erträge erwiesen sich als recht gut, auch wenn sie während der Ernte zurückgingen.

Das Jahr 2023 verdient jede Aufmerksamkeit, denn es brachte einige Weine von unglaublicher rassiger Schönheit und Finesse hervor! Aber der 2023 war auch sensationell heterogen und schwierig zu handhaben: Nicht blind kaufen! Die Krönung des Jahrgangs ist der Kabinett, der so brillant sein kann wie in den besten Jahrgängen. Wenn Spätlese Ihr Ding ist, zeigen die besten aus dem Jahr 2023 (nicht alle!) einen großen Sinn für Helligkeit. Die feinsten Edelsüßen sind umwerfend (es gibt Perfektion), aber die Mengen sind erschreckend klein. Einige große trockene Weine wurden im Jahr 2023 erzeugt, aber insgesamt erwies sich dieser Stil als der schwierigste des Jahrgangs, da die Weine dünn und leicht sein können.

Stefan zum 2023er

„Mit den abgefüllten Weinen bin ich angesichts des Verlaufs der Vegetationsperiode sehr zufrieden. Der Beginn des Jahres war ganz normal, mit durchschnittlichen Temperaturen, glücklicherweise ohne Frost und einer Blüte, die im langjährigen Durchschnitt lag. Das Einzige, was sich ab Juni bemerkbar machte, war die sehr trockene Witterung. Dieses trockene Wetter hielt bis in den Juli hinein an, bevor sich Ende Juli der Himmel öffnete. Während der verbleibenden Vegetationsperiode, d. h. bis weit in den September hinein, regnete es viel. Teilweise war das Wasser willkommen, da der Juni trocken war, aber es hat sich als sehr ergiebig erwiesen und zu großen Trauben geführt. Sobald der Regen aufhörte, wurde das Wetter heiß und trocken, was bei der Weinlese einige Herausforderungen mit sich brachte, da sich die Fäulnis eher zu einer Geschmacksverirrung als zu edler Botrytis entwickelte.

Wir begannen mit der Weinlese am 11. September und konzentrierten uns wie üblich auf den Kabinett und machten dann unseren üblichen Rundgang durch die verschiedenen Weinberge. Ich bemühte mich sehr, alle Trauben auszusortieren, die auch nur einen Hauch von Fäulnis aufwiesen, denn es bestand die Gefahr, dass sie einen weinigen Beigeschmack bekamen. Schließlich konnten wir die Ernte am 7. Oktober abschließen. Wie ich bereits eingangs erwähnt habe, bin ich sehr zufrieden mit dem Jahrgang: Die warme Erntezeit macht sich in den Aromen nicht bemerkbar, sie sind frisch und verlockend. Das ist ein toller Jahrgang!

Vinifikation Stefan Müller Riesling Auslese Krettnacher Euchariusberg

Die 1973 gepflanzten Rebstöcke, die nach Süd-Westen ausgerichtet auf reinem Grauschiefer stehen, stammen aus der Parzelle “Gretes” und “August”. Der Ertrag blieb mit verschwindend geringen 30hl/ha extrem niedrig. Handlese am 07.10.2023 mit Selektion im Weinberg, Ganztraubenpressung, Spontangärung bis Ende November, Vollhefelager und Füllung am 29.02.2024.

Memo zur Speise

Dieser saftig-fruchtig-frische Weißwein passt hervorragend zu Desserts, Kuchen, Blauschimmelkäse oder einfach zum Entspannen.

Memo zur Degustation

Unsere Auslese startet direkt mit einer vollen Präsenz in der Nase: Kräuter, Tee, Birne, Litschi und Pfirsich sind nur ein paar Aromen, die sich erschnuppern lassen. Diese Stärke und Klarheit findet man auch auf der Zunge wieder. Die Saftigkeit, die gelbe Frucht und Honig-Anklänge lassen einen kurz alles vergessen. Eine rundum satte Auslese, die aber gerade wegen ihrer Leichtigkeit und dem perfektem Match von Süße und Säure so ausgewogen und tänzelnd daherkommt. Schon mit viel Spaß zu trinken, aber auch mit viel Potential für eine Lagerung über 20 Jahre ausgestattet.

Memo zum Boden

Grauschiefer

Weingut Stefan Müller | Mosel | Saar | Krettnach

12 ha Weinberge | Produktion ca. 50.000 Flaschen | Durchschnittsertrag ca. 40hl/ha | umweltschonende Arbeitsweise |  Erstkontakt “Mythos Mosel” 2019″| seit Juli 2019 im K&M Sortiment.

Weingut Stefan Müller | Saar

„Stefan Müller geht stilistisch keinen Deut von seinem bisher beschrittenen Weg ab. Warum sollte er auch irgendetwas ändern? Ein Jahr ums andere präsentiert er uns Weine von höchster Güte in allen Kategorien und ist ein Garant für sichere Kaufempfehlungen geworden.“ (Vinum Weinguide 2021)

Das Anbaugebiet Saar – Auf Schiefer gewachsen

Das Weingut von Stefan Müller liegt in Krettnach im malerischen Konzer Tälchen. Hier fließt die Saar in die Mosel. Wussten Sie, dass die Region Saar über die meisten Steillagen (bis zu 70° Steigung) im Weinbau weltweit verfügt? Die Region ist seit 2000 Jahren vom Weinbau geprägt und liefert mit den hier erzeugten Rieslingweinen einige der qualitativ bedeutendsten Weißweine des Landes.

Stefan Müller

Stefan Müller während Mythos Mosel 2019

Verantwortlich dafür sind die außergewöhnlichen Klima- und Bodenverhältnisse im unteren Saartal. Neben den optimalen klimatischen Bedingungen verleiht vor allem der blaue Devon-Schiefer, auf dem die Reben wachsen, dem Saarwein seine unverwechselbare Eigenart und machen ihn bei Fachleuten zu einem der beliebtesten Weißweine der Welt.

Naturnaher Anbau – von Hand verlesen

Das 12 Hektar große Weingut wird bereits in dritter Generation geführt. Riesling, als die Königin der Weißweinrebsorten, macht ca. 90 % der Rebfläche aus. Beim Ausbau der Weine legt er großen Wert auf Qualität und Handarbeit. Besondere Aufmerksamkeit erhalten hier die alten Reben, die aus Überzeugung weiter erhalten werden.

Winzerhandwerk – Handarbeit und Leidenschaft

In den Weinbergen wird generell auf Herbizide und synthetisch hergestellte Dünger verzichtet. Bei der Ernte wird ausschließlich im Weinberg akribisch sortiert, um nur die beste Qualität in den Keller zu bringen und um auf jegliche Behandlungs- und Schönungsmittel verzichten zu können. Vergoren wird ausschließlich mit wilden Hefen, im klassischen Fuderfass oder im Edelstahltank. Langes Hefelager.

Charakterweine von der Saar

Das Herausarbeiten des Schiefers und das Reproduzieren auf die Flasche ist sein Hauptcredo. Stefan Müllers Weine kommen teilweise in Kleinstauflagen auf den Markt, er liebt das Herausarbeiten des Terroirs, anstatt alles in 2-3 Weine zu integrieren und so alles zu nivellieren. Stefan Müller hat in den wenigen Jahren seiner Winzertätigkeit gezeigt, wie schnell es möglich ist, Anschluss an das hohe Qualitätsniveau der führenden Betriebe wie van Volxem, von Othegraven oder von Hoevel zu finden. Grundvoraussetzung sind Begeisterung für den Beruf und viel Herzblut, Akribie im Weinberg und wenig Eingriff im Keller, sozusagen “Kontrolliertes Nichtstun”, die Winzervariante der Rehagel’schen kontrollierten Offensive. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Es sind ungemein eigenständige und charaktervolle Weine mit viel Substanz, Druck und Reifepotenzial, dabei zugleich leicht und wundervoll trinkanimierend.

“Entdeckung des Jahres 2018” im Gault&Millau

Stefan Müller (2019 ist er 30 Jahre jung) übernahm 2013 das elterliche Weingut von seinem Vater. Die Ausbildung zum Weinbautechniker absolvierte er im fränkischen Veitshöchheim, danach sammelte er praktische Erfahrung bei vielen Weingütern in Europa und Übersee.

2018 wurden wir von dem renommierten Weinguide Gault&Millau als “Entdeckung des Jahres ” ausgezeichnet. „Der 28-jährige Stefan Müller ist ein Junger, doch er macht Weine wie ein alter Hase. Weine, die von Handwerk und Herkunft erzählen…“, so die Redaktion.

Wir freuen uns unheimlich über diesen Titel und die damit verbundene Wertschätzung unserer Arbeit auf und mit dem Weingut. Nicht nur wir fühlen uns sehr geehrt, sondern auch der Saarriesling an sich erfährt auf diese Weise eine neue Aufmerksamkeit und gewinnt deutschlandweit immer mehr Fans dazu. Wir nehmen diese Auszeichnung als weitere Motivation, jedes Jahr aufs Neue das Beste für unseren Wein zu geben und freuen uns auf die weitere Entwicklung in der Zukunft – vielen Dank!

Aktuell (Dezember 2021) bauen Johanna und Stefan ein neues Weingut.

Wer kennt es nicht, das Konzer Tälchen, das sich in einem weit geschwungenen Bogen eines uralten Moselmäanders erstreckt, ist seit eh und je vom Weinbau geprägt. In dieser wunderschönen Umgebung nimmt derzeit unser Projekt “Weingut Müller” seine Konturen an. Bei der Entwicklung standen Nachhaltigkeit und der ökologische Fußabdruck des Gebäudes an erster Stelle. Daraus entwickelte sich schlussendlich eine Holzhybridbauweise mit Stahlbetonelementen, d.h. überall dort wo der Holzbau an statische oder bauphysikalische Grenzen stößt, übernehmen Stahlbetonelemente diese Aufgaben. Die Rohbauarbeiten sind soweit abgeschlossen, wir sind gespannt auf den Holzbau der diese Woche erfolgt.

Anschrift des Weingutes:

Weingut Stefan Müller | St.-Ursula-Straße 1 | 54329 Konz

Alle Weine dieses Winzers >>
Allgemeine Informationen
Weinart Weißwein
Rebsorte Riesling
Geschmack fruchtsüß
Leitrebe Riesling
Kategorie Qualitätswein
Erzeugung konventionell
Verschluss Drehverschluß
Herkunft
Weingut Stefan Müller
Region Mosel
Bereich Saar
Lage Krettnach Euchariusberg
Herkunftsland Deutschland
Verbrauch
Weintyp fruchtig, mineralisch, restsüß
Trinkreife 2025 - 2040
Trinktemperatur 8 Grad
Analysewerte
Alkohol 7,5% Vol.
Öchsle 94 °Oe
Restzucker 79 g/l
Allergiker-Info enthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Säure 10,1%
Punktewertungen
K&M Punkte 92 Punkte
Mosel Fine Wines 93 Punkte

Die 2023er Krettnacher Euchariusberg Riesling Auslese wurde aus 10% botrytisiertem Lesegut bei 93° Oechsle in den Lagen Wawerthal und Fossem geerntet und bis auf einen süßen Restzuckergehalt (79 g/l) vergoren. Er bietet eine recht frische Nase aus Mandel, Grapefruit, Ananas, Minze, Kräuter, Sahne und Rauch. Trotz seiner Cremigkeit erweist sich der Wein am Gaumen als angenehm ansprechend und saftig. Erst im Abgang kommt die mandelig-cremige Struktur einer Auslese zum Vorschein. Der Wein braucht noch etwas Flaschenreife, um seine verschiedenen Komponenten zu integrieren, sollte sich aber in einem Jahrzehnt oder mehr als eine fröhliche „Trinkauslese“ erweisen. 2033-2048.

Lebensmittelkennzeichnung
Bezeichnung
Lebensmittelunternehmer
Herkunftsort