Riesling feinherb »Niedermenniger Herrenberg«

2024

Riesling feinherb »Niedermenniger Herrenberg«

Stefan Müller, Deutschland, 0.75l

14,00

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In der Nase finden sich Aromen von weißem Pfirsich, Apfel, Birnensorbet, Limette, kalkhaltigen Mineralien und floralen Elementen. Am Gaumen ist der Wein eher vollmundig und halbtrocken. Noch gibt die Süße in diesem frühen Stadium das Tempo vor. Er zeigt Präsenz durch mineralische, kräutrige und teeige Noten, aber auch Orange und frisch geschältem Boskop-Apfel. Am Gaumen bleibt er würzig, mineralisch. Der Abgang ist weich, intensiv und köstlich. Er ist saftig, hat Druck und ein wunderbares Säureband legt sich auf die Zunge. Durch seine, reife, präsente Fruchtsäure, zeigt sich der Riesling aus dieser Lage besonders frisch und lebendig.

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Riesling feinherb »Niedermenniger Herrenberg«

Herkunft & Lage

Riesling feinherb Niedermenniger Herrenberg; wenn man die letzten 15 Jahre zurück blickt, kommt man bei der Renaissance des Saar-Rieslings nicht um den Namen van Volxem herum. Roman Niewodniczanski war es, der dieser Region wieder Leben einhauchte, von hier kamen früher die renommiertesten Weine der Welt, auch preislich am oberen Ende vor Bordeaux und Burgund. Ganz wenige Ausnahme-Winzer wie z.B. Egon Müller vom Scharzhof hielten und halten die Fahne im Wind. In den letzten Jahren erfuhr das Gebiet zusätzlich eine weitere Aufwertung durch den Einstieg von z.B. Günter Jauch beim Weingut von Othegraven in Kanzem. Er spielte früher hier als Kind, ist also kein Promi, der sich ein Weingut schnappt und von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Mit Andreas Barth besaß er zwar einen der genialsten Winzer Deutschlands, aber Jauch steht oft selbst in vorderster Linie und hat sich in die Sache reingefuchst und kann auf viele Fragen kompetent antworten.

Der nach Süden exponierte Weinberg der Parzelle “Zeien” wurde 1973 gepflanzt und liegt auf einer Höhe von 200-280 Meter. Die Temperaturen sind hier etwas niedriger als auf den benachbarten Weinbergen. Im Herrenberg dominiert der typische rote Saar-Schiefer mit viel Feinerde. Charakteristisch sind Weine aus dieser Lage immer etwas weniger fruchtig, zeigen Kräuternoten und eine feine mineralische Struktur. Saar-Weine, wie dieser Riesling feinherb aus dem Niedermenniger Herrenberg, waren nicht immer so nachgefragt wie aktuell. “Dank” des Klimawandels reifen die Trauben für die Saar-Rieslinge nun vollends aus. Bis in die 1980er Jahre gelang dies nur bei jeder dritten Ernte. Schwache Ernten verzeichnet heute kaum noch ein Winzer.

Der Jahrgang 2024 – knackig, saftig, elegant. Ein langlebiger Saar-Jahrgang

Das vergangene Jahr sorgte für einen spannenden Vegetationsverlauf. Zunächst recht unspektakulär, doch dann hat uns auch der 2024er Jahrgang etwas gefordert. Mit einem frühen Austrieb Anfang April ging es los. Das ist immer ein tolles Gefühl, wenn es endlich grün wird und die Arbeiten im Weinberg beginnen. Auf der anderen Seite wussten wir auch, dass wir mit den ersten Blättern 2024, aber auch noch gute 5 Wochen bis zu den Eisheiligen überleben mussten.

Am 22. und 23. April ging es dann leider schief. -2,8°C und -3°C trafen die Region sehr stark. In unserem Fall wurde der Niedermenniger Herrenberg und der Niedermenniger Sonnenberg sehr hart getroffen und nur einzelne Parzellen blieben grün. Im Krettnacher Euchariusberg und Krettnacher Altenberg hatten wir etwas mehr Glück, da wir genau in den vom Frost aufgesuchten Parzellen Ersatzruten stehen hatten und diese überlebten. Hier legte sich der Frost klassisch über den Boden und es kam nur zu keinen Schäden bei den oberen Trieben.

Unser weiters Vorgehen musste nun auf alle Weinberge individuell abgestimmt werden, vor allem die Bodenbewirtschaftung. Der Wuchs musste auf Grund der geringen Triebanzahl nach unten gefahren werden, um überhaupt Reife und lockere Trauben zu erzielen. Dies war mit einer hohen Begrünung recht gut zu kontrollieren. Es war aber auch direkt klar, dass die Laubarbeit sehr aufwendig wird und mindestens zwei Lesedurchgänge erforderlich wurden.

Grundsätzlich tragen die Weine die Stilistik eines kühlen Jahrgangs. Betrachtet man die Analytik und Stilistik der Weine, dann schauen wir Richtung 2021, wobei hier die Durchschnitts-temperatur 1,2°C niedriger war und die Erträge deutlich besser. Bei der Niederschlagsmenge hatten wir einen Rekord mit 867mm seit unseren Aufzeichnungen im Jahr 2010. 2014 war die Durchschnittstemperatur mit 11,1°C absolut identisch mit 20mm weniger Niederschlag. Parallelen zu 2014 sehen wir aber nicht, da 2014 die Temperaturen während der Ernte deutlich wärmer waren und die Fäulnis vorantrieb. Fäulnis und Regen waren 2024 zwar ein Thema, jedoch gut händelbar, da es recht kühl wurde.

Die Ernte startete am 18.9.2024 und endete am 23.10.2024. Zwischendurch gab es immer wieder Pausen, es wurde vorgelesen, nachgelesen und häufig auch ganz normal geerntet, letzteres aber nur in den nicht vom Frost betroffenen Weinbergen. In Summe hatten wir im Vergleich zum Schnitt der letzten fünf Jahre eine um 20% kleinere Ernte. Damit sind wir sehr zufrieden und sicherlich einer der ganz seltenen Betriebe mit einer fast normalen Ernte. Aufgrund der Filigranität und der eher knackigen Säuren haben wir uns bei den trockenen Weinen für eine Standzeit entschieden. Die feinherben und fruchtigen Weine wurden kurz angequetscht, um auch hier etwas mehr Mineralstoffe zur Pufferung zu lösen.

Die Gärung verlief sehr gut, diese ist einfach den gut durchfeuchteten Böden zuzuschreiben, in dem die Reben die Nährstoffe viel besser aufnehmen können und diese somit die Gärung positiv beeinflussen. Abgesehen von einer Auslese konnten wir alle Weine produzieren. Unser Glück ist aber, dass wir hier noch auf den 23er Jahrgang zurückgreifen können. Allerdings sind diese Flaschen ab jetzt verkorkt und mit Wachs versiegelt, da bei der Füllung im letzten Jahr die Abfüllmaschine ein technisches Problem bekam. Wir sind gespannt auf den Vergleich von Schrauber und Korken.

Vinifikation Riesling feinherb Niedermenniger Herrenberg

Handlese Ende September mit Selektion im Weinberg, Ganztraubenpressung, Ertrag von 40hl/ha, Spontangärung bis Ende Januar, Vollhefelager und Füllung Anfang März 2025.

Memo zur Speise

Passt zu herzhaften Salaten, mediterran zubereitete Fischgerichte, sowie zu asiatischer Küche.

Memo zur Degustation

In der Nase finden sich Aromen von weißem Pfirsich, Apfel, Birnensorbet, Limette, kalkhaltigen Mineralien und floralen Elementen. Am Gaumen ist der Wein eher vollmundig und halbtrocken, wobei die Süße in diesem frühen Stadium noch das Tempo vorgibt. Er zeigt Präsenz durch mineralische, kräutrige und teeige Noten, aber auch Orange und frisch geschältem Boskop-Apfel. Am Gaumen bleibt er würzig, mineralisch. Der Abgang ist weich, intensiv und köstlich. Er ist saftig, hat Druck und ein wunderbares Säureband legt sich auf die Zunge.

Memo zum Boden

Rotschiefer

Weingut Stefan Müller | Mosel | Saar | Krettnach

12 ha Weinberge | Produktion ca. 50.000 Flaschen | Durchschnittsertrag ca. 40hl/ha | umweltschonende Arbeitsweise |  Erstkontakt “Mythos Mosel” 2019″| seit Juli 2019 im K&M Sortiment.

Weingut Stefan Müller | Saar

„Stefan Müller geht stilistisch keinen Deut von seinem bisher beschrittenen Weg ab. Warum sollte er auch irgendetwas ändern? Ein Jahr ums andere präsentiert er uns Weine von höchster Güte in allen Kategorien und ist ein Garant für sichere Kaufempfehlungen geworden.“ (Vinum Weinguide 2021)

Das Anbaugebiet Saar – Auf Schiefer gewachsen

Das Weingut von Stefan Müller liegt in Krettnach im malerischen Konzer Tälchen. Hier fließt die Saar in die Mosel. Wussten Sie, dass die Region Saar über die meisten Steillagen (bis zu 70° Steigung) im Weinbau weltweit verfügt? Die Region ist seit 2000 Jahren vom Weinbau geprägt und liefert mit den hier erzeugten Rieslingweinen einige der qualitativ bedeutendsten Weißweine des Landes.

Stefan Müller

Stefan Müller während Mythos Mosel 2019

Verantwortlich dafür sind die außergewöhnlichen Klima- und Bodenverhältnisse im unteren Saartal. Neben den optimalen klimatischen Bedingungen verleiht vor allem der blaue Devon-Schiefer, auf dem die Reben wachsen, dem Saarwein seine unverwechselbare Eigenart und machen ihn bei Fachleuten zu einem der beliebtesten Weißweine der Welt.

Naturnaher Anbau – von Hand verlesen

Das 12 Hektar große Weingut wird bereits in dritter Generation geführt. Riesling, als die Königin der Weißweinrebsorten, macht ca. 90 % der Rebfläche aus. Beim Ausbau der Weine legt er großen Wert auf Qualität und Handarbeit. Besondere Aufmerksamkeit erhalten hier die alten Reben, die aus Überzeugung weiter erhalten werden.

Winzerhandwerk – Handarbeit und Leidenschaft

In den Weinbergen wird generell auf Herbizide und synthetisch hergestellte Dünger verzichtet. Bei der Ernte wird ausschließlich im Weinberg akribisch sortiert, um nur die beste Qualität in den Keller zu bringen und um auf jegliche Behandlungs- und Schönungsmittel verzichten zu können. Vergoren wird ausschließlich mit wilden Hefen, im klassischen Fuderfass oder im Edelstahltank. Langes Hefelager.

Charakterweine von der Saar

Das Herausarbeiten des Schiefers und das Reproduzieren auf die Flasche ist sein Hauptcredo. Stefan Müllers Weine kommen teilweise in Kleinstauflagen auf den Markt, er liebt das Herausarbeiten des Terroirs, anstatt alles in 2-3 Weine zu integrieren und so alles zu nivellieren. Stefan Müller hat in den wenigen Jahren seiner Winzertätigkeit gezeigt, wie schnell es möglich ist, Anschluss an das hohe Qualitätsniveau der führenden Betriebe wie van Volxem, von Othegraven oder von Hoevel zu finden. Grundvoraussetzung sind Begeisterung für den Beruf und viel Herzblut, Akribie im Weinberg und wenig Eingriff im Keller, sozusagen “Kontrolliertes Nichtstun”, die Winzervariante der Rehagel’schen kontrollierten Offensive. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Es sind ungemein eigenständige und charaktervolle Weine mit viel Substanz, Druck und Reifepotenzial, dabei zugleich leicht und wundervoll trinkanimierend.

“Entdeckung des Jahres 2018” im Gault&Millau

Stefan Müller (2019 ist er 30 Jahre jung) übernahm 2013 das elterliche Weingut von seinem Vater. Die Ausbildung zum Weinbautechniker absolvierte er im fränkischen Veitshöchheim, danach sammelte er praktische Erfahrung bei vielen Weingütern in Europa und Übersee.

2018 wurden wir von dem renommierten Weinguide Gault&Millau als “Entdeckung des Jahres ” ausgezeichnet. „Der 28-jährige Stefan Müller ist ein Junger, doch er macht Weine wie ein alter Hase. Weine, die von Handwerk und Herkunft erzählen…“, so die Redaktion.

Wir freuen uns unheimlich über diesen Titel und die damit verbundene Wertschätzung unserer Arbeit auf und mit dem Weingut. Nicht nur wir fühlen uns sehr geehrt, sondern auch der Saarriesling an sich erfährt auf diese Weise eine neue Aufmerksamkeit und gewinnt deutschlandweit immer mehr Fans dazu. Wir nehmen diese Auszeichnung als weitere Motivation, jedes Jahr aufs Neue das Beste für unseren Wein zu geben und freuen uns auf die weitere Entwicklung in der Zukunft – vielen Dank!

Aktuell (Dezember 2021) bauen Johanna und Stefan ein neues Weingut.

Wer kennt es nicht, das Konzer Tälchen, das sich in einem weit geschwungenen Bogen eines uralten Moselmäanders erstreckt, ist seit eh und je vom Weinbau geprägt. In dieser wunderschönen Umgebung nimmt derzeit unser Projekt “Weingut Müller” seine Konturen an. Bei der Entwicklung standen Nachhaltigkeit und der ökologische Fußabdruck des Gebäudes an erster Stelle. Daraus entwickelte sich schlussendlich eine Holzhybridbauweise mit Stahlbetonelementen, d.h. überall dort wo der Holzbau an statische oder bauphysikalische Grenzen stößt, übernehmen Stahlbetonelemente diese Aufgaben. Die Rohbauarbeiten sind soweit abgeschlossen, wir sind gespannt auf den Holzbau der diese Woche erfolgt.

Anschrift des Weingutes:

Weingut Stefan Müller | St.-Ursula-Straße 1 | 54329 Konz

Alle Weine dieses Winzers >>
Allgemeine Informationen
Weinart Weißwein
Rebsorte Riesling
Geschmack feinherb
Leitrebe Riesling
Kategorie Qualitätswein
Erzeugung konventionell
Verschluss Drehverschluß
Herkunft
Weingut Stefan Müller
Region Mosel
Bereich Saar
Lage Niedermennig Herrenberg
Herkunftsland Deutschland
Verbrauch
Weintyp lebendig, saftig, frisch
Trinkreife 2025 - 2034
Trinktemperatur 8 Grad
Analysewerte
Alkohol 8,5% Vol.
Restzucker 28 g/l
Allergiker-Info enthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Säure 10,6%
Punktewertungen
K&M Punkte 90 Punkte
Mosel Fine Wines 90 Punkte

The 2024er Niedermenniger Herrenberg Riesling Feinherb is an off-dry wine (with 28 g/l of residual sugar) made from fruit harvested on vines planted in 1964 in the prime Zuckerberg sector and was fermented and aged in Fuder. It delivers a quite aromatic, complex, and attractive nose of aniseed, jasmine, lavender, pear, almond cream, dried white flowers, may tree, and canned yellow peach. The wine is nicely playful and fresh on the palate, and the finish is precise and leaves a nice dry-tasting feel in the aftertaste. This is a very good, just off-dry tasting Riesling. 2025-2034.

Übersetzung: Der 2024er Niedermenniger Herrenberg Riesling Feinherb ist ein halbtrockener Wein (mit 28 g/l Restzucker), der aus Früchten von 1964 gepflanzten Rebstöcken in der Spitzenlage Zuckerberg geerntet und in Fuder vergoren und ausgebaut wurde. Er bietet ein sehr aromatisches, komplexes und attraktives Bouquet von Anis, Jasmin, Lavendel, Birne, Mandelcreme, getrockneten weißen Blumen, Maibaum und gelbem Pfirsich aus der Dose. Am Gaumen ist der Wein schön spielerisch und frisch, der Abgang ist präzise und hinterlässt ein schönes trockenes Gefühl im Nachgeschmack. Dies ist ein sehr guter, nicht ganz trockener Riesling. 2025-2034.

Lebensmittelkennzeichnung
Bezeichnung

2024 Niedermenniger Herrenberg Riesling feinherb

Lebensmittelunternehmer

Weingut Stefan Müller, St. Ursula-Str. 1a, 54329 Konz-Krettnach

Herkunftsort

Konz-Krettnach

Zutaten

Trauben, Sulfite

Nährwerte

Nährwerte pro 100 ml

Brennwert kj 263 kJ
Brennwert kcal 63 kcal
Fett 0 g
davon gesättigte Fettsäuren 0 g
Kohlenhydrate 3,5 g
davon Zucker 2,8 g
Eiweiß 0 g
Salz 0 g