Spätburgunder »On the Rocks«

2020

Spätburgunder »On the Rocks«

Tomislav Markovic, Deutschland, 0.75l

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Produkt enthält: 0,75 l

Grundpreis: 48,00/l

Verhältnismäßig tiefer, leicht speckiger und angetrocknet-vegetabiler Duft nach roten und schwarzen Beeren mit Kirschanklängen und gewissem Holzparfüm. Recht saftige, reife, eher herbe, dabei noble Frucht, rauchige bis speckige und holzwürzige Noten, jugendliches, zugleich feines Tannin, gewisser Säurebiss, gute Nachhaltigkeit und Tiefe, im Hintergrund Salz, röstige Anklänge, sehr guter, saftiger und rauchiger Abgang. Trinkempfehlung: 2023-2028+. Wein-Plus, 27.07.2022, 90/100 Punkten.

Hervorragend. Erstklassige Weine, die zu den besten ihrer Art gehören. Sie zeichnen sich aus durch Reintönigkeit, Harmonie, Tiefe und Charakter.

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Spätburgunder »On the Rocks«

Herkunft

Herkunft Markovic Spätburgunder On the Rocks

Die Reise des Markovic Spätburgunder On the Rocks führt uns mit dem Jahrgang 2020 ins bekannte Oberrotweil. Die Parzelle liegt auf dem Ebnet, einem windigen und kühlen Hochplateau mit klassischer dunkler Vulkanerde und Vulkangesteinsanteil. Schon ohne Herbizideinsatz, ab dem Jahrgang 2021 dann vollständig in ökologischer Bewirtschaftung, wird dies hoffentlich ein längerfristiges Projekt. Durch die karge Höhenlage, den würzige Weine liefernden Frank-Klon und den Vulkananteil, verspreche ich mir charaktervolle Ergebnisse.

Das Jahr 2020

Text folgt

Maßnahmen im Jahre 2019

Gegen die Hitze und Ihre Auswirkungen sind die Mittel leider knapp. Langjähriger Humusaufbau, reduzierter Wuchs und somit weniger Wasserverbrauch sowie das Walzen der Begrünung als Isolationsschicht gegen die Wasserverdunstung sind da die wenigen Mittel, von einer Bewässerung mal abgesehen, über die man auch Streiten kann. In den von mir bewirtschafteten Flächen habe ich neben den Verlusten durch Sonnenbrand bewusst zusätzlich früh Ertrag reduziert, um den Wasserverbrauch zu senken. Den ersten Laubschnitt habe ich sehr spät nach hinten terminiert. Die Laubwandglocke sorgte für spürbar kühlere Temperaturen in meinen Weinbergen. Im August fiel dann der lang ersehnte Regen. Leider als Starkregen, aber besser als weitere Trockenheit, denn dies hätte zu massiven Ertragsverlusten geführt.

Sorgen machte lange die Stagnation des Beerenwachstums und der Reife. In den letzten Jahren wird der Zeitraum, in dem die Trauben den Zucker einlagern, immer schneller, heißt kürzer, und zwingt zu zügiger Lese, um nicht zu hohe Alkoholgehalte zu bekommen. Die Frage kam auf, wie physiologisch reif die Trauben bei ausreichenden Mostgewichten in 2019 sein würden. Der September brachte uns glücklicherweise Abkühlung mit relativ niedrigen Nachttemperaturen und hier und da Regen. Die Lese fand – endlich mal wieder – in der zweiten Septemberhälfte und im Oktober statt und bot somit ausreichend Hängezeit für die nötige Reife.

Wie sind sie denn nun, die Weine des Jahrgangs 2019? Das am stärksten herausstechende Merkmal ist die Frische des Jahrgangs. Die Säure ist höher als in den beiden Jahren zuvor, und die Weine generell straffer. Grundsätzlich sind die Weine auch etwas leichter als dies 2017 & 2018 der Fall war. Hier hinterlässt die Trockenheit des Sommers Ihre Spuren und bringt den 2019ern nicht ganz die Kraft der Vorgängerjahrgänge. Spannend sind sie aber allemal. Die einen zeigen Frucht und Frische, die anderen sind eher auf der kargen, mineralischen Seite und bieten somit ausreichend Abwechslung.

Vinifizierung Markovic Spätburgunder On the Rocks trocken

Selektive Handlese der 15 Jahre alten Rebstöcke mit Auslese im Weinberg Mitte September 2020, Ertrag von 45hl/ha, schonender Transport in kleinen Kisten. 75% Ganztraubenanteil um Frische und Struktur in das warme Jahr zu bringen. Offene Maischegärung mit natürlichen Hefen. Abgepresst mit einer Korbpresse. Ausbau für 10 Monate in 300L Fässern aus französischer Eiche, 50% neu. Ein Abstich und weiterer Ausbau im gebrauchten Pièce. Gesamtproduktion: 850 Flaschen.

Spätburgunder »On the Rocks«

Markovic On the rocks

Der Gault Millau 2020 schreibt:

Die Eltern von Tomislav Markovic stammen aus Slawonien in Kroatien, einer sehr weinverbundenen Region. Ein erstes Berufsleben führte ihn in eine deutsche Großbank. Doch dann orientierte er sich komplett um: „Aufgrund eines 2. Platzes beim Wettbewerb zum Weinkenner des Jahres der Zeitschrift ‚Der Feinschmecker‘ entschied ich mich 2011, meine Tätigkeit im Bankenwesen zu beenden, und schrieb mich am Weincampus Neustadt an der Weinstraße zum Weinbau- und Önologiestudium ein.“ Während des vierjährigen dualen Studiums absolvierte Markovic seine Praxismonate beim Weingut Bercher am Kaiserstuhl sowie Praktika bei der Domaine de Montille in Volnay und bei Vieira de Sousa im Douro-Tal. Seine eigenen Flächen bearbeitet er heute biodynamisch. Im Zukauf sind nicht alle Trauben aus ökologischer Produktion, er achtet aber darauf, dass zumindest herbizidfrei gearbeitet und nicht mineralisch gedüngt wird. „Ziel ist, in Zukunft nur Weine aus ökologischer Traubenerzeugung anzubieten.“ Im Keller vergärt er größtenteils spontan und baut alle Weine in Holzbehältern aus.

Die Rotweinbereitung geschieht klassisch als offene Maischegärung mit unterschiedlichen Anteilen von ganzen Trauben. Die Einmaischung erfolgt mit den Füssen, gepresst wird mit einer Korbpresse. „Der Schwefeleinsatz erfolgt moderat, um die Weine expressiv zu halten, jedoch nicht in so niedrigen Mengen, als dass man von Natural Wines sprechen könnte“, so Markovic. „Ich greife generell wenig ein und lasse den Weinen Zeit zur Entwicklung. Ich denke, dass dies zu einer inneren Stabilität und Harmonie führt.“ In der Tat: Die Weine dieses Newcomers beeindruckten uns durch ihre ausgesprochene Finesse bei gleichzeitiger Kraft und Persönlichkeit. Ein Name, den man sich merken sollte.

Memo zur Degustation

Tomis bisher bester "On the Rocks"! Ungemein feiner, aber tiefer Duft nach roten und dunklen Beeren und Kirschen, dezent rauchig-speckige Noten vom Holz. Auf der Zunge enorm saftig, ganz feine Frucht, Holzwürtze, feines, seidiges Tannin, reifer Säurekick. Im Finish sehr lange im Nachhall, zeigt Tiefe. Großartig!

Memo zum Boden

Vulkanfels pur

Tomislav Markovic | Rheinhessen & Baden

0,5 ha Rebfläche | Produktion ca. 6.000 Flaschen | naturnahe Arbeitsweise | vom Bänker zum Winzer – die Liebe zum Wein besiegte den Kapitalismus – eigene Handschrift | spontan vergoren |  ungeschönt und unfiltriert abgefüllt | möglichst wenig Schwefel | Erster Jahrgang 2015 | Seit August 2017 bei K&M im Sortiment.

Tomislav Markovic

Tomislav Markovic

Entdeckung des Jahres 2020 Wein-Plus

Tomislav Markovic – Entdeckung des Jahres Bereich Rheinhessen & Baden

Zuhause ist das Weingut eigentlich in Breisach in Baden, doch einen Teil seiner Trauben bezieht Markovic aus Rheinhessen, weshalb es hier auffallend guten Riesling aus Siefersheim gibt. So ergab sich die verwirrende Situation, dass wir in Baden eigentlich eineinhalb Entdeckungen hätten und eine halbe in Rheinhessen. Wer also den ganz und gar eigenständigen “Quo Vadis” oder den Kabinett aus dem Höllenberg probiert, darf schon auch gleich die exzellenten Spätburgunder aus Baden mitkosten.

“I am a classic négociant-éleveur. Having 0,5 hectares on my own with Pinot Noir, Sauvignon Blanc and Touriga Nacional, I am sourcing organic farmed grapes for my wines from good friends in Baden & Rheinhessen. Focus is on lot of handwork in the vineyard, including biodynamic aspects and taking care of biodiversity. My winemaking approach is low-intervention, with classic techniques and no additives or filtration if avoidable. The wines get time to harmonize and stabilize in a natural way prior to bottling.”

Vom Bänker zum Winzer

Die Wurzeln von Tomislav Markovic liegen in Kroatien. Seine Eltern stammen aus Slawonien, jener Region, aus der die Eichen für die großen Holzfässer, die hauptsächlich in der Toskana und dem Piemont zu finden sind, stammen. Während seiner jährlichen Heimaturlaube führte ihn sein Onkel an das Thema Wein heran. Plötzlich war die Neugier geweckt: wie kommen die Aromen in den Wein? Gibt es Besseres als Müller-Thurgau und Weißherbst?

Geboren und aufgewachsen ist er im Rhein/Main-Gebiet. Von 1993 bis 1997 studierte er BWL, ab dem Jahr 2000 wechselte er zu den großen Bankenhäusern nach Frankfurt. Wir haben uns eher zufällig immer wieder mal auf Weinveranstaltungen getroffen und uns ausgetauscht. Zu jener Zeit machten auch wir uns gerade selbstständig im Wein-Business. Neben dem Spätburgunder galt seine große Aufmerksamkeit vor allem den Rieslingen von der Mosel. Diese Liebe hält bis heute an. Probieren Sie doch einmal seinen wunderbaren KABINETT.

Bank adé – Willkommen im Winzerleben

2011 krempelte er sein berufliches Leben noch einmal um. Er schmiss den Bankjob und begann am Weincampus Neustadt Weinbau & Önologie zu studieren. Einher ging dabei die Ausbildung zum Winzer beim Weingut Bercher in Burkheim am Kaiserstuhl. Es folgten Praktika in Portugal beim Weingut Viera de Sousa (Douro) und 2015 beim berühmten Weingut Domaine de Montille in Volnay. Seit Juni 2016 ist er beim Beratungsdienst ökologischer Weinbau in Freiburg als Berater für Bio-Weinbau & Önologie tätig.

Vorbild Burgund & Douro

Nicht nur die Weine aus diesen Gebieten faszinieren Tomislav. Auch die vielen gemeinsamen Projekte der Winzer im Dourotal findet er beispielhaft für den Erfolg einer Region. So hat er sich das im Burgund übliche Modell der Négociant – vinificateurs zu Eigen gemacht. Man kauft Trauben oder Most und verarbeitet ihn dann zu seinem Wein. Ziemlich vorteilhaft, denn an geeignete, hochwertige Rebflächen zu gelangen ist für einen Quereinsteiger nicht so einfach. Bis er seine eigenen Weinberge im heimischen Breisgau findet, kann er auf Rebflächen von Freunden in Rheinhessen und am Kaiserstuhl zurückgreifen.

Ihm geht es dabei nicht um nüchterne Geschäftsbeziehungen, sondern sieht die Zusammenarbeit als Projekte an. Das Ziel ist es, gemeinsam mit den Freunden das Potential der ausgesuchten Lagen durch individuelle, wenn möglich ökologische Weinbergsarbeit auszuschöpfen. Die Spätburgunderparzelle am Kaiserstuhl bearbeitet er vorwiegend selbst nach seinen eigenen Vorstellungen. Der 2016er Pinot Noir ist vom Fass vielversprechend. Da hat jemand in Frankreich genau hingeschaut. Wir sind gespannt.

Update 2016er Spätburgunder und 2017er Weißweine

Die Weine haben in der Frankfurter Spitzengastronomie (Weinsinn, Bidlabu)  großen Anklang gefunden. Tomi muss die Weine mittlerweile zuteilen. Da wir von Anfang an dabei sind, bekommen wir vom Kuchen auch immer das größte Stück.

Weinstil

“Ich möchte frische, balancierte Weine machen, mit feiner, tiefer Frucht und dabei immer leichtfüßig. Das Holz soll immer subtil unterstützen, nie vorschmecken. Im Übrigen eine schwierige Aufgabe – da benötigt es viel Erfahrung, die Kenntnis über sein Traubenmaterial und super Fässer.”

Anschrift des Weingutes:

Tomislav Markovic | Kupfertorplatz 1 | 79206 Breisach

Alle Weine dieses Winzers >>
Allgemeine Informationen
WeinartRotwein
RebsortePinot Noir (Spätburgunder)
Geschmacktrocken
LeitrebePinot Noir (Spätburgunder)
KategorieLandwein
Erzeugungkonventionell
VerschlussNaturkork
Herkunft
WeingutTomislav Markovic
RegionBaden
BereichKaiserstuhl
HerkunftslandDeutschland
Verbrauch
Weintypmineralisch, mittelkräftig, frisch, trocken
Trinkreife2023 - 2030
Trinktemperatur16 Grad
Analysewerte
Alkohol12,5% Vol.
Restzucker0,2 g/l
Allergiker-Infoenthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Säure6,4%
Punktewertungen
K&M Punkte91 Punkte
Wein-Plus90 Punkte

Verhältnismäßig tiefer, leicht speckiger und angetrocknet-vegetabiler Duft nach roten und schwarzen Beeren mit Kirschanklängen und gewissem Holzparfüm. Recht saftige, reife, eher herbe, dabei noble Frucht, rauchige bis speckige und holzwürzige Noten, jugendliches, zugleich feines Tannin, gewisser Säurebiss, gute Nachhaltigkeit und Tiefe, im Hintergrund Salz, röstige Anklänge, sehr guter, saftiger und rauchiger Abgang. Trinkempfehlung: 2023-2028+. Wein-Plus, 27.07.2022, 90/100 Punkten.