Grüner Veltliner »Altenberg«

2021

Grüner Veltliner »Altenberg«

Franz Prechtl, Österreich, 0.75l

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Der Boden aus Urgestein erwärmt sich tagsüber und gibt in der Nacht diese Energie an die Reben. Leuchtendes Grüngelb. Im ersten Duft zeigt sich in der Nase feinwürzig mit zarten Steinobstaromen, dazu Honigmelone, Ananas und Birne, herzhafte Noten von Pfeffer.Auf der Zunge sehr stoffig, mit knackiger, feine Säurestruktur, intensiver Frucht, tiefer Mineralik. Langer fruchtexotischer Abgang mit einem Hauch Orangenschale, perfekt ausgewogen, bleibt im Mund lange haften, tolles Entwicklungspotential. Kraftvoll, mineralisch salziger Typus, vielschichtig mit Potenzial.

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Grüner Veltliner »Altenberg«

Herkunft – von der Tradition in die Moderne

Prechtl Grüner Veltliner Altenberg: das traditionsreiche, 1839 gegründete Zellerndorfer Weingut war früher ein gemischter Landwirtschaftsbetrieb. Petra und Franz Prechtl haben daraus im Laufe der Zeit ein modernes und erfolgreiches Weingut etabliert. Knapp 17 ha Reben stehen im Ertrag. Etwas mehr als 50% der Rebfläche ist mit der wichtigsten weißen Rebsorte Österreichs, dem Grünen Veltliner, bepflanzt. Während Petra Prechtl im Marketing und Vertrieb ordentlich die Werbetrommel rührt, findet man Ehemann Franz mehr im Weinkeller und noch öfter in den Reben. Denn dort entsteht der Wein, dort stellt man die Qualitätsweichen.

Dem Grünen Veltliner gehört unser Herz

Unsere Motivation schöpfen wir aus dem Kontakt mit den Menschen, dem gemeinsamen Streben in der Familie, sowie Erfolgen und Auszeichnungen. Diese zeigen, dass sich die Mühe stets lohnt. In Zukunft wollen wir uns in unserer Arbeit als Winzer noch mehr auf den Grünen Veltliner konzentrieren – und die Freude am Wein möchten wir gemeinsam auch unseren Kindern Franz, Maria und Paul weitergeben.

Lössland – Prechtl Grüner Veltliner Altenberg

Allgemein wird das Weinviertel auch gerne als “Lössland” bezeichnet. Mächtige Flugsandablagerungen bedeckten in der Eiszeit die Niederungen des Weinviertels. Dieser Flugsand/Löss zeichnet sich durch die gute Wasserspeicherung und ausgewogenes Nährstoffgebiet aus. Viel jünger sind die Ablagerungen, die das Meer der jüngeren Erdneuzeit im westlichen Weinviertel hinterlassen hat: Sande, Kiese, Tone und Kalksteine.

Seit über 30 Jahren setzt Franz Prechtl daher auch auf natürlichen Pflanzenschutz. Die Gesundheit der Böden ist ihm schon immer ein besonderes und wichtiges Anliegen gewesen. Ebenso wichtig ist ihm die Herausarbeitung der unterschiedlichen Terroirs, auf dem seine Rebstöcke stehen. Zwei unterschiedliche Bodenformationen, die sich auf engstem Raum rund um den Weinort Zellerndorf befinden, bestimmen die Charakteristik der Weine. Hier ragen immer wieder isolierte Granitkuppen als inselförmige Ausläufer der Böhmischen Masse auf. Ausgangsgestein verwittert im Kampf gegen die Zeit, setzt Nährstoffe frei. Wasser, Wind und Luft, Hitze und Kälte, Lebewesen und Pflanzen tragen das ihre dazu bei und beeinflussen die Bodenbildung nachhaltig. Verwitterte Granite bilden den geologischen Untergrund unserer Weingärten, wie z.B. die Ried Altenberg. Die Rieden an den Ausläufern des Manhartsberges mit granitverwitterten Urgesteinsböden bringt würzig-pfeffrige Veltliner mit langem Abgang hervor.  Kühle Winde aus dem Waldviertel gemeinsam mit der Wärme des Weinviertels sorgen für die Lebendigkeit und Aromavielfalt.

Der Prechtl Grüner Veltliner Altenberg Weinviertel DAC ist daher recht repräsentativ für diesen Stil. Die Lage zeichnet sich durch ihr hervorragendes Mikroklima aus, das mit hohen Temperaturen, ausreichender Besonnung der geschützten Lagen, guter Durchlüftung und entsprechend langer Reifezeit geschmacksintensive Trauben hervorbringt. Die daraus gekelterten Weine bestechen durch hohe Mineralität und Komplexität, bei gleichzeitiger Finesse und Eleganz.

Jahrgang 2021 – ein österreichischer Traumjahrgang

Ausgereifte, kristallklare Weine aus perfektem Traubengut. Das sind die Charakteristika des Jahrgangs 2021, über den man wohl noch lange sprechen wird. Ein herrlicher Herbst sorgte für balancierte, elegante Weißweine mit tiefer Frucht und rassiger Struktur.

Später Austrieb schützte vor Spätfrösten

Nach einem eher niederschlagsarmen Winter ließ der Frühling lange auf sich warten. Der April war kühl und viel zu trocken, der düstere, verregnete Mai war von einem Wonnemonat weit entfernt. Er brachte jedoch die lange ersehnten Niederschläge – wenn auch in regional recht unterschiedlicher Menge. Der Austrieb der Reben und ihre Blüte verzögerten sich dadurch naturgemäß, was aber auch Vorteile hatte: Im Unterschied zu den Weinbauländern südlich und westlich des Alpenhauptkammes blieb Österreich von Spätfrösten verschont.

Der Juni brachte schließlich Sonne und Wärme. Da die Rebblüte erst gegen Ende des Monats stattfand, fiel sie bereits in eine heiße Periode, was zum Teil zu Verrieselungen führte. Mit der Wärme kamen auch Unwetter: Bereits am 24. Juni entlud sich im nördlichen Weinviertel eine riesige Gewitterzelle mit heftigem Hagelschlag, der dort rund 1.000 Hektar Weingartenfläche stark schädigte und zum Teil völlig vernichtete. Ende Juli traf ein Hagelsturm die Wachauer Weinbauorte Rührsdorf und Rossatz, teils auch die Dürnsteiner und Loibner Weinberge sowie Rebflächen bei Göttweig und im Traisental. Ebenfalls stark vom Hagel geschädigt wurden die Rotweinzentren des Mittelburgenlandes; geringer betroffen waren einige Rieden am Wiener Nussberg, im steirischen Vulkanland und in der Südsteiermark.

Goldener Herbst sorgt für höchste Erwartungen

Abgesehen von den punktuellen Hagelereignissen war der Juli ein schöner Sommermonat wie anno dazumal, der aber von einem trüben, regnerischen und kühlen August abgelöst wurde. Pünktlich am 1. September kam jedoch der große Umschwung: Eine strahlend sonnige Wetterphase setzte ein, die volle sechs Wochen anhielt und nur von zwei Regentagen begleitet war. Die Nächte wurden bereits Mitte September recht kühl, sodass ein deutliches Gefälle zwischen Tages- und Nachttemperaturen auftrat. Das sorgte für eine ausgezeichnete Aromenbildung in den Weißweinen und Vitalität in den Rotweinen. Ende Oktober gab eine föhnige Periode den Riesling-Lagen nördlich der Donau den letzten Reifeschub.

Oidium, Peronospora und unerwünschte Botrytis-Nester hatten unter diesen Bedingungen keine Chance, und in einigen Gebieten beteuerten altgediente Weinbauern und Weinbäuerinnen, noch nie zur Lesezeit so schönes, vollkommen gesundes Traubengut gesehen zu haben. Aus den wichtigsten Weinbauorten des Burgenlandes und der Steiermark hörte man auch, dass die Hauptlese noch nie so rasch und in einem Zug abgeschlossen werden konnte. Tatsächlich konnte der Erntezeitpunkt ohne Stress und punktgenau festgelegt werden.

Mit einer Erntemenge von rund 2,4 Millionen Hektoliter liegt der Jahrgang 2021 im langjährigen Durchschnitt. Das bietet Grund zur Freude, denn europaweit verlief 2021 im Vergleich weniger positiv: Manche deutsche Weinbaugebiete erlitten drastische Ernteeinbußen; ebenso mussten die großen Weinbauländer Italien, Frankreich und Spanien teils empfindliche Verluste hinnehmen, großteils aufgrund von Spätfrösten.

Sommer

Hitze und Niederschläge begleiteten dann den Juli, wobei es in vielen Weinbaugebieten zu weiteren nennenswerten Hagelereignissen kam, wie in der Wachau, in Wien, im Mittelburgenland, in der Südsteiermark und im Vulkanland. Starkregenereignisse gab es im Kremstal und im Traisental mit massiven Abschwemmungen. Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang auch die katastrophalen Hochwasserschäden im deutschen Weinbaugebiet Ahr, die zur selben Zeit stattgefunden haben. Aufgrund der Niederschläge und der hohen Temperaturen gab es starken Pilzdruck in den Weingärten, weswegen der Pflege der Rebanlagen ein besonderes Augenmerk zu widmen war.

Trotz des relativ späten Austriebes bzw. der späteren Blüte führte das durch Feuchtigkeit und Hitze geprägte wüchsige Wetter zu einer beschleunigten Reifeentwicklung, weswegen die Trauben in der Reifeentwicklung auf Vorjahresniveau liegen. Durch die Verschiebung der Reife in einen normalen, etwas kühleren Zeitraum mit bereits etwas kühleren Nächten wird neben den entsprechenden Zuckerkonzentrationen auch ein ausreichendes Maß an Säure erwartet, weswegen wieder sehr fruchtige und harmonische Weine erwartet werden können. Mengenmäßig kann von einer durchschnittlichen Erntemenge ausgegangen werden. Der Rebansatz war durchwegs gut, wobei vereinzelt wegen der Hitze während der Blüte eine Verrieselung der Trauben beobachtet werden konnte. Aufgrund der Niederschläge war es notwendig, durch Pflegemaßnahmen eine lockere Laubwand zu gestalten, um eine luftige Traubenzone zu erreichen. Dadurch konnte fast überall gesundes Traubenmaterial sichergestellt werden.

Vinifikation Prechtl Grüner Veltliner Altenberg

Wir legen größten Wert auf naturnahen Weinbau. Wir verwenden seit jeher kein Herbizid in unseren Weingärten. Dafür werden unsere Flächen jährlich mit 150.000 kg Stiermist aus Demeter-zertifizierter Tierhaltung auf natürliche Art gestärkt. Anstatt mit der Ausbringung von Herbiziden in kürzester Zeit das Unkraut sowie die Stockaustriebe der Weinreben zu vernichten, haben wir die Tradition unserer Großeltern fortgesetzt. Wir entfernen alle Stockaustriebe per Hand was bedeutet, dass vier Mitarbeiter vier Wochen lang nur diesen einen Arbeitsschritt verfolgen. Der Unterstockbereich des Weingartens wird mechanisch von Unkraut freigehalten, was auch einen bedeutenden Mehraufwand mit sich bringt. Blattarbeit von Mai bis August, konsequente Traubenreduzierung im Sommer und ausschließlich händische Weintraubenernte mit 10 Helfern gehören zusätzlich zu unseren Qualitätsmaßnahmen. Die Weinverarbeitung im freien Gefälle, Ganztraubenpressung und lange Hefelagerung lassen Weine gelingen, die lebhaft, saftig, ausgeprägt und langlebig sind.

Memo zur Speise

Rezepttipp zur Spargelsaison:

Spargel in Kerbelsulz (4 Pers.)

Zutaten:
800 g Spargel, 1/2 Zitrone (Saft), 6 Blatt Gelatine, 1 Bund Kerbel, 1 Schalotte, fein gewürfelt, 1 EL Essig, 3 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zucker.

Zubereitung:
Spargel waschen, gut schälen und die unteren Enden 2 cm lang abschneiden. Die Spargelschalen und die Enden in reichlich kochendes Wasser geben, das mit etwas Salz, Zucker und Zitronensaft gewürzt wurde, ca. 15 Minuten leicht kochen lassen. Den Fond passieren und den Spargel im Fond 10 -12 Minuten kochen, dann abkühlen lassen. Die Gelatine in kaltem Wasser 10 Minuten einweichen. 500 ml Spargelfond erhitzen und die gut ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Gekochten Spargel in gleich große Stücke schneiden und diese in kleine Förmchen schichten. Gezupften Kerbel dazwischen streuen. Das warme Spargelgelee eingießen und mindestens 2 Stunden kalt stellen. Zum Servieren die Förmchen kurz in warmes Wasser stellen und anschließend stürzen.
Für die Vinaigrette die Schalottenwürfel mit etwas Spargelfond (ca. 2 EL) und Essig vermischen, mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen und mit Olivenöl aufschlagen. Die Spargelsulz auf Tellern anrichten, mit Kerbel bestreuen und mit der Vinaigrette umgießen. Dazu passen sehr gut Blattsalate.

Memo zur Degustation

Der Boden aus Urgestein erwärmt sich tagsüber und gibt in der Nacht diese Energie an die Reben. Leuchtendes Grüngelb. Im ersten Duft zeigt sich in der Nase feinwürzig mit zarten Steinobstaromen, dazu Honigmelone, Ananas und Birne, herzhafte Noten von Pfeffer.Auf der Zunge sehr stoffig, mit knackiger, feine Säurestruktur, intensiver Frucht, tiefer Mineralik. Langer fruchtexotischer Abgang mit einem Hauch Orangenschale, perfekt ausgewogen, bleibt im Mund lange haften, tolles Entwicklungspotential. Kraftvoll, mineralisch salziger Typus, vielschichtig mit Potenzial.

Memo zum Boden

Löss- und Urgesteinsboden

Allgemeine Informationen
WeinartWeißwein
RebsorteGrüner Veltliner
Geschmacktrocken
LeitrebeGrüner Veltliner
KategorieDAC
Erzeugungkonventionell
VerschlussDrehverschluß
Herkunft
WeingutFranz Prechtl
RegionWeinviertel
BereichWeinviertel DAC
LageRied Altenberg
HerkunftslandÖsterreich
Verbrauch
Weintypkraftvoll, komplex, elegant, trocken
Trinkreife2022 - 2027
Trinktemperatur8 Grad
Analysewerte
Alkohol13% Vol.
Restzucker1 g/l
Allergiker-Infoenthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Säure5,4%
Punktewertungen
K&M Punkte89 Punkte