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Villa de Varda Grappa Pinot Nero Riserva

o.J.

Villa de Varda Grappa Pinot Nero Riserva

Villa de Varda, Italien, 0.5l

27,50

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Grundpreis: 55,00/l

Intensiv bernsteinfarben mit Tendenz zu goldgelb. Ungemein feiner, subtiler Duft, sehr verführerisch, aristokratisch und großzügig, eindringlich, mit Nuancen von Brot, Trockenfrüchten, reifem Obst und dunklen Kirschen. Der Geschmack ist sanft, weich, harmonisch, aromatisch mit feinen Röstnoten von Mandeln und Nüssen, etwas Vanille, Nougat und Honig. Brilliert mit einem außerordentlichem Reichtum an Aromen, überrascht und überzeugt anspruchsvollste Genießer.

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Distilleria Villa de Varda | Mezzolombardo | Trentino

Das Beste an Grappa aus Italien | vor 1850 gegründet | seit 170 Jahre  in 6 Generationen Grappa-Destillateur | Gewinner der Grappa Trophy 2019 | Spezialist für sortenreine Grappa | Erstkontakt 06.April 2013 | seit März 2021 bei K&M im Sortiment.

Villa de Varda Grappa – Spitzendestillate aus dem Trentino

Das erste Dokument, das die Existenz der Firma belegt, stammt aus dem Jahr 1865. In diesem Jahr vermachte Romedio Dolzan seinem Sohn Michele zwei Brennblasen, einige Geräte, 3.500 Kronen, das Haus und einige Weinberge. Da die Region damals unter der Herrschaft der österreichisch-ungarischen Monarchie stand, wurden die Rechnungen in Deutsch und Italienisch geschrieben.

Im Jahr 1903 beschloss Francesco Giovanni Maria Dolzan (Großvater von Luigi Dolzan), die Produktion zu erweitern und bat um ein Darlehen von 200 Kronen an eine Privatperson für den Kauf neuer landwirtschaftlicher Flächen. Das Darlehen hatte eine Laufzeit von fünf Jahren zu einem Zinssatz von 5 %.

Sissi

Das symbolträchtigste Ereignis für den Familienbetrieb war die Ankunft von Kaiser Franz Joseph I. von Habsburg mit Prinzessin Sissi. Im Jahr 1905 kam er nach Mezzolombardo, um die neue Eisenbahnlinie zwischen Mezzolombardo und Mezzocorona einzuweihen. Zu diesem Anlass überreichte Francesco Giovanni Maria Dolzan dem Kaiser zwei Flaschen Grappa, damals bekannt als Teroldico-Branntwein.

Von entscheidender Bedeutung war die Entdeckung eines neuen Rezeptes für Grappa durch Francesco Giovanni Maria Dolzan selbst. Er war auch Botaniker und listete 1918 in einem Text detailliert alle Zutaten und Mengenverhältnisse für die Herstellung von Destillaten auf. Dieses Rezept wird auch heute noch verwendet.

Der 2. Weltkrieg

Die Probleme kamen mit dem Zweiten Weltkrieg und insbesondere mit der Besetzung durch die Nazis im Jahr 1943. Die Villa de Varda wurde von den Deutschen als Piazza-Kommando für das Gebiet nördlich von Trient benutzt und der strenge General Helmut Keller nutzte sie, um Privatleute der von ihnen produzierten Ressourcen zu plündern.

In diesem Jahr steigerte Giovanni Dolzan (der Vater von Luigi Dolzan) die Produktion exponentiell und das Lager füllte sich bis zum Überlaufen. Giovannis Schwester Luigia war “im Vertrauen” mit einem deutschen Soldaten, der ihr gestand, dass sie am nächsten Tag kommen würden, um den ganzen Grappa wegzunehmen. In der Nacht stapelte Giovanni Dolzan das ganze Holz auf und demontierte die Teile eines Autos, um sie so vor dem Lagerhaus zu platzieren, dass es voller Dreck und Trümmer war.

Er verließ die Deutschen mit etwa dreißig Flaschen. Unter der Bedrohung durch Maschinengewehre gaben sich die Deutschen mit den dreißig Flaschen zufrieden und zogen ab. Giovanni Dolzan hatte sein eigenes Leben riskiert, um die Firma zu retten.

Die nächste Generation

2018 beschloss Luigi Dolzan, die Produktion an seine Söhne Michele und Mauro zu übergeben. Beide besitzen nun 50 % des Unternehmens. Insbesondere Mauro Dolzan kümmert sich um die Produktion. Zusammen mit einem Stab von Technikern kontrolliert er täglich die Qualität des Produkts und wird bei den verschiedenen Analysen vom landwirtschaftlichen Institut San Michele unterstützt.

Was die Herstellung betrifft, so wird der Trester aus dem Trentino durch eine Pressung ausgewählt und in speziellen Kupferbrennblasen destilliert. Nach Verdunstung und Kondensation reift es mindestens sechs Monate in speziellen sterilen Behältern.

Michele Dolzan beschäftigt sich stattdessen mit dem nationalen und internationalen Markt. Der Grappa von Villa de Varda wird in 40 Ländern auf der ganzen Welt konsumiert. Die akribische Sorgfalt und Aufmerksamkeit während des gesamten Prozesses der Grappaherstellung sorgt dafür, dass ein elegantes Destillat für feine Gaumen entsteht.

Es handelt sich nicht um eine groß angelegte Produktion, aber die wenigen produzierten Flaschen sind extrem wertvoll. Michele Dolzan hat Handelsverträge in Paris, Nanjing, Bern, Stuttgart, Santo Domingo, Singapur, Moskau und Sydney.

Grappa als Speisenbegleiter

Bei unserem Besuch im April 2013 auf dem Weingut durften wir über den halben Tag den Betrieb und die wundervollen, extrem feinen Grappe kennenlernen. War das schon extrem beeindruckend, so erlebten wir am Abend eine ebenfalls eindrucksvolle Demonstration, zu was diese Grappa fähig sind: sie begleiteten sogar ein 5-Gang-Menü.

Die “de Varda” Methode

1) Auswahl der Rohstoffe
Es wird ausschließlich erstklassiger noch vor Most triefender, frischer, weicher, gesunder, abgebeerter Trester verwendet, der nach dem weichen Pressen der Einzelrebsorten, bzw. sofort nach dem Abstich des Mostes destilliert wird.
2) Destillation
Bei unserem Besuch im April 2013 zeigte uns Michele Dolzan auch den Grund, warum seine Grappe besonders fein sind. Er füllte 2 Gläser Grappa, in einem war VdV-Grappa, in dem anderen ein Grappa eines sehr bekannten Herstellers. Beide Grappa goss er nun mit Wasser auf, der Grappa des Mitbewerbers verfärbte sich grünlich. Warum? Nun, die Dolzans entfernen vor dem Destillieren die Traubenkerne aus der Flüssigkeit. Die Kerne enthalten Öl und das hat für die Dolzans einen geschmacklich negativen Einfluss. Daher wird das fertige Destillat auf den Gefrierpunkt heruntergekühlt, das Öl wird griesig und kann nun entfernt werden. Daher rührt auch der besonders feine Geschmack des Grappa aus dem Hause Villa de Varda.

Anschrift des Weingutes:
Villa de Varda Srl | Via Rotaliana 27/a | 38017 Mezzolombardo (TN)

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Villa de Varda Grappa Pinot Nero Riserva

Herkunft

Am Fuße der italienischen Dolomiten liegt die Weinbauregion Trentino mit der Piana Rotaliana und der Stadt Mezzolombardo als Zentrum. Hier hat der Villa de Varda Grappa Pinot Nero Riserva seine Heimat. Die Trester aus der Spätburgunder-Rebe stammen allesamt von Trauben aus Hanglagen der eigenen Weinberge von der Piana Rotaliana, einem herrlichen Gebiet mit prestigeträchtigen Weinbergen, die als “der schönste Weingarten Europas” bezeichnet wurden.

Die Region ist nicht nur unter Feinschmeckern sehr beliebt. Auch viele Wanderer und Bergsteiger schätzen die Region mit den hohen Bergen und den vielen Wanderwegen sehr. In der Ebene Piana Rotaliana, mitten in Mezzolombardo und in unmittelbarer Nachbarschaft zum weltbekannten Weingut von Elisabetta Forardori, liegt das Weingut und die Distillerie der aus einem Adelsgeschlecht stammenden Familie Dolzan. Seit mehr als 350 Jahren widmen sich die Dolzans der Kunst des Destillierens und haben dabei über all die Jahre des Experimentierens endlich eine eigene Methode (de Varda-Methode) gefunden, ihren Destillaten ein besonders feines Geschmacksbild zu verleihen. Die Qualität der Trauben und die althergebrachte, feine Kunst der Schnapsbrennerei machen die Trentiner Grappa zu einem hochwertigen Spitzenprodukt. Heute werden von Villa de Varda knapp 15 verschiedene Grappas aus Einzelrebsorten hergestellt, die mit großer Sorgfalt im Stufenverfahren gebrannt werden, um somit den delikaten Duft und das typische Aroma jeder Traubenart zu bewahren. Dieser Villa de Varda Grappa Pinot Nero Riserva hat sich im Laufe der Jahre zum heimlichen Star der Kollektion hervorgehoben.

Das besondere Brennverfahren

Die Dolzans haben die “de Varda”-Methode entwickelt, die später von einigen anderen Herstellern übernommen wurde. Das beginnt in der sorgsamen Pflege der eigenen Weinberge und im weiteren Verlauf dem Umgang mit den frisch geernteten Trauben und den benötigten Trestern. Sie besteht aus drei grundlegenden Schritten.

Villa de Varda Grappa Pinot Nero Riserva

Schritt 1:

Der erste betrifft die Rohstoffe, die sie verwenden. Dabei spielt die Frische der Trester eine bedeutende Rolle, denn Grappa lebt von seinen Fruchtaromen, daher muss der Trester von vollreifem, frischem, gesundem und feuchtem Lesegut stammen. Die Aromen befinden sich beim feuchten Trester auf den Innenseiten der Schalen, eine zügige Verarbeitung ist daher oberstes Gebot. Kein Problem für die Dolzans, denn Sie besitzen eigene Weinberge und brennen nur aus eigenen Trestern runde, weiche Grappa mit angenehmen Fruchtaromen. Die einzige Ausnahme ist ihr Amarone Grappa. Für diese Auswahl haben sie eine Vereinbarung mit dem weltbekannten Amarone-Produzenten Bertani, um ihren Trester zu erwerben.

Schritt 2: Villa de Varda Grappa Pinot Nero Riserva

Grappa muss mittels direkter Destillation der Traubentrester gewonnen werden. Dafür gibt es unterschiedliche Brennverfahren. Die kontinuierliche Brennmethode vergessen wir lieber gleich, denn hier erfolgt die Tresterzufuhr und Entladung im Brennapparat ohne Unterbrechung. Damit können große Trestermengen in kurzer Zeit verarbeitet werden. Diese Methode ergibt saubere, eher neutrale Grappas und ist für Spitzengrappas nicht wirklich geeignet. Die wesentlich bessere Brennmethode ist die diskontinuierliche, sie ist das traditionelle Verfahren. Dabei wird nach jedem Brennvorgang die Brennblase entleert, gereinigt und wieder neu befüllt. Bei der Dampfdestillation (distillazione a vapore) werden die Trester ohne Zusatz von Flüssigkeiten in die Brennblase gefüllt.

Der Destillationsprozess der Villa de Varda Trester ist viel langsamer als die meisten anderen und wird mit speziell angefertigten Brennblasen durchgeführt. Die Langsamkeit des Prozesses hilft, die Verdunstung zu kontrollieren, was zu einem stärkeren aromatischen Profil führt. Daher wird dieser Grappa wird nach der traditionellen “bain-marie”-Methode hergestellt, bei der die Trester in Kupferkesseln in Stahlkesseln eingelegt werden. Die durch das kochende Wasser in den Stahlkesseln erzeugte Wärme und der in die Kupferkessel eintretende Dampf bewirken den eigentlichen Destillationsprozess des Tresters.

Während der Destillation werden die Trubstoffe von Hand entfernt, es wird nur das Herzstück verwendet, Vor- und Nachlauf werden bei Villa de Varda nicht verwendet. Das Ergebnis ist eine Grappa mit durchschnittlich 75 Volumenprozent Alkohol. Um den Grappa auf den gewünschten Alkoholgehalt zu bringen, wird entmineralisiertes Wasser mit 0,7% Zuckergehalt zugesetzt. Anschließend wird der so gewonnene Grappa filtriert, auf 16 Grad unter null heruntergekühlt und dann erneut gefiltert. Das ist wichtig, denn mit den Trauben-Trestern werden leider auch die für den Brennvorgang unerwünschten Traubenkerne angeliefert. Diese enthalten jedoch Öle, die beim Destillieren nicht erwünscht sind, da sie das Destillat verunreinigen würden. Das Endprodukt mit 40 Volumenprozent Alkohol ist absolut klar, farblos und stabil und wird durch wechselnde Temperaturen nicht mehr beeinflusst.

Schritt 3:

Der dritte Schritt der de Varda-Methode ist die Reifung. Nach der Destillation werden die Grappa in sterilen Edelstahltanks für mindestens 6 Monate zwischengelagert, um anschließend in unterschiedlichen Holzfässern weiter reifen zu können und den Feinschliff für besonders feine, aromatische Grappa zu erhalten, die wunderbar in Balance und Harmonie stehen.

Destillation Villa de Varda Grappa Pinot Nero Riserva

Schonende Destillation der Trester ist das A und O bei den Dolzans. Es wir d sehr langsam und im 6-fach Stufenverfahren in Kupferdestillierkolben destilliert. Ziel ist es, möglichst viele Aromenstoffe aus den flüchtigen Bestandteilen für das Endprodukt zu erhalten. Nach Abschluss des Destilliervorgangs reifte dieser feine Grappa noch für eine kurze Zeit in ausgesuchten französischen 225l Barrique-Fässern nach.

Memo zur Speise

Dunkle Schokolade, Käse und Trockenfrüchte.

Memo zur Degustation

Intensiv bernsteinfarben mit Tendenz zu goldgelb. Der verschwenderische Duft erinnert uns an warme Aromen wie Kakao, Kaffee, Vanille und Schalenfrüchten, ergänzt durch ein feines Zusammenspiel aus Fruchtnoten von Maraska-Kirsche, schwarzer Johannisbeere und roten Beeren. Der Geschmack ist beharrlich, aromatisch, edel, großzügig mit großem natürlichen Reichtum an Aromen, mit Röstnoten von Brotkruste, Mandel, Gewürzen, Kakao, Nussbaum und Kaffee. Wunderbar fein und lange ausklingend. Der Geschmack bleibt noch sehr lange auf den Geschmacksknospen präsent.

Allgemeine Informationen
WeinartSpirituosen
RebsortePinot Noir (Spätburgunder)
Geschmacktrocken
LeitrebePinot Noir (Spätburgunder)
Erzeugungkonventionell
Herkunft
WeingutVilla de Varda
RegionTrentino
HerkunftslandItalien
Verbrauch
Trinktemperatur18 Grad
Analysewerte
Alkohol40% Vol.
Punktewertungen
K&M Punkte93 Punkte
Falstaff94 Punkte

Leuchtendes Bernstein. In der Nase leichter Zitrus-Touch, klar, leicht salzig, mittlere Ausdruckskraft, elegant. Schöne Creme im Mund, ausgewogen, toller Holzeinsatz, zarte Süße, im Nachhall nach Honig. Tasting: Grappa Trophy 2019; Verkostet von: Simon Staffler, Othmar Kiem. Veröffentlicht am 21.11.2019.