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Ziereisen Chardonnay » Hard «

2016

Ziereisen Chardonnay » Hard «

Ziereisen, Deutschland,

27,80

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Grundpreis: 37,07/l

Ab einer Bestellmenge von 6 Flaschen erhalten Sie einen Rabatt von 1,00€/Flasche

Ist das “Burgund vinifiziert in Deutschland” von einem der besten deutschen Winzer? Nun, Chardonnay aus dem Burgund zeigen je nach Region verschiedene Stile. Chablis sind meist knackig, frisch mit viel Citrus gepaart. Meursault geht fast in die gleiche Richtung, Chassagne bzw. Puligny-Montrachet kommt da schon eher in Frage. Irre komplex im Duft. Zarte Rauchn ote vom Holz, etwas Tee. Dann der Schmelz, die Cremigkeit, unterlegt von Agrumen, gelbem Steinobst, Kräutern und knackiger Mineralität. Dazu ein ziemlich feinsinniger Umgang mit dem Holz, das war bis vor 10-15 Jahren in Deutschland noch nicht so der Fall, da haben die Burgund-Winzer traditionell einige Hundert Jahre Vorsprung an Wissen. 22 Monate Hefevollqager geben dem Wein ein nussig-voluminöses Mundgefühl, man wird aber immer wieder von der feinen Säure abgeholt, die den Wein in die richtige, weniger voluminöse Bahn lenkt. Dicht in senier Struktur, fest am Gaumen, mineralisches Fundament, Frische. Essenswein! Ein stilsicherer Chardonnay, der für Deutschland zum Leitbild werden könnte.

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Weingut Ziereisen | Baden

Edeltraud & Hanspeter Ziereisen

Edeltraud & Hanspeter Ziereisen

Im äußersten Südwesten Deutschlands, kurz vor der Grenze zu Basel, liegt im beschaulichen Efringen-Kirchen das Weingut des gelernten Schreines Hanspeter Ziereisen. Er gehört ganz ohne Zweifel zu den interessantesten Aufsteigern Badens.

Vor ein paar Jahren noch Geheimtip, ist er heute sicher einer der führenden Betriebe Südbadens. Seine Weißweine aus der heimischen Gutedel-Rebe zeigen exemplarisch, was diese Rebe kann. Authentische Qualität, Trinkfreude, perfekter Essensbegleiter. Kein Wein, der zu den Sternen strebt, nein, er steht fest auf dem Boden der Region, aus der er kommt.

Familenunternehmen

Aus dem seit 1734 im Familienbesitz befindlichen, ehemaligen landwirtschaftlichen Mischbetrieb, zu dem auch wenige Ar Reben gehören, die früher direkt in die örtliche Winzergenossenschaft wanderten, konnte sich der ehemalige “Biertrinker” dank rigoroser Qualität binnen weniger Jahre in die Spitzengruppe deutscher Winzer katapultieren.

20 Hektar bewirtschaftet das Familienunternehmen an Markgräfler Hängen, vier Hektar in der grenznahen Schweiz. Insgesamt 100 000 bis 120 000 Liter Wein entstehen so jährlich für den Verkauf. Ziereisens Reben stehen im Efringer Ölberg, in der sogenannten Basler Bucht. Die kalkhaltigen Böden und das Mikroklima mit 11,4 Grad durchschnittlicher Jahrestemperatur ähneln sehr den Bedingungen im Burgund. Aufwendige Laub- und Stockarbeiten, strenge Ertragsreduzierung und eine genaue Selektion der Trauben schaffen die Voraussetzung für gesundes und hochwertiges Lesegut.

Hat man einmal das Glück, diesen Sympaticus in einer freien Minute zu erwischen, merkt man ihm beim Gespräch über seine Weine die Begeisterung deutlich an. Es sprudelt förmlich nur so aus ihm heraus. Mit dieser ansteckenden Art und seinem ungebrochenen Ehrgeiz hat er sich binnen 10 Jahren in der Spitzengruppe deutscher Winzer etabliert.

Spätburgunder – eine besondere Liebe

Die besondere Liebe von Hanspeter Ziereisen gehört dem Spätburgunder (Pinot Noir). Hier gehört er aus unserer Sicht zu den besten Interpreten Deutschlands. Nur ganz wenige Winzer verstehen es, dieser Traube Finesse, Frucht und ein festes Tanningerüst zu entlocken! Große Sorgfalt im Weinberg, niedrigste Erträge, konsequente Laubarbeit und der perfekte Erntezeitpunkt sind beim Spätburgunder vielleicht noch wichtiger, als bei den meisten anderen Reben, denn diese Rebe kann eine ganz schöne Zicke sein, die absolute Sorgfalt verlangt!

Im Keller gibt Hanspeter den Trauben Zeit. Sehr langsame Vergärung und langer Maischekontakt sind natürlich nur möglich, wenn man beim Lesegut äußerst penibel auf absolute Gesundheit achtet. Dann bekommt man Weine, die diese perfekte Balance aus Eleganz, fast schon Fragilität, Frucht und Kraft zeigen, die so nur der Spätburgunder bietet! Für uns gehören die Spätburgunder von Hanspeter Ziereisen mit zum besten, was man aus Deutschland von dieser Rebe bekommen kann!

Update 2015:

Kollektion des Jahres im Gault & Millau

Update 3-16:

Wer einmal eine Kellerführung bei Hanspeter mitgemacht hat, der kennt die vielen kleinen Keller, die man unter Efringen durchwandern musste. Das hat jetzt ein Ende, denn sein neuester Coup ist ein 5 Meter unter der Erde liegendes Megaprojekt, ein fast 80m langes, 8m breites und 4m hohes Kellergebäude westlich der L137, das seit kurzer Zeit ausgewölbt ist. Bald ist großes Fassrollen angesagt oder aber die angestrebte Weinpipeline vom neuen Weinkeller ins bestehende Weinlager in der Bahnhofsstraße kann umgesetzt werden.

Der Jahrgang 2016:

Kennzeichnete den Herbst 2016 noch eine extrem späte Lese, so war es in diesem Jahr genau umgekehrt: Am 2. Oktober haben wir die letzten Trauben gelesen. Es war unser frühestes Leseende seit dem Wahnsinns-Sommer 2003. Und wir hatten Glück in diesem Jahr: Der teils verheerende Frost in der Nachbarschaft hat uns weitgehend verschont. Erstaunt hat uns aber dann doch, wie früh die Trauben nach den vom Wetter her durchwachsenen Vormonaten reif waren.

Schon in der zweiten Septemberwoche ging es los mit der Vorlese, die dann nahtlos in die Hauptlese überging. Dabei mussten wir teilweise mächtig Gas geben, denn vor allem die Zuckerwerte der Spätburgunder legten schnell zu. Aber wir haben es geschafft, alle Trauben reif, aber nicht überreif und mit optimalen Öchslegraden in den Keller zu bekommen. Die Lese war ansonsten so entspannt wie eine Lese sein kann und nach gut drei Wochen hatten wir in der Reihenfolge Spätburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Gutedel, Syrah und Weißburgunder im Keller.

Der Jahrgang dürfte im Alkohol etwas üppiger ausfallen als 2016, trotzdem werden die Weine wegen der höheren Säure und damit niedrigeren pH-Werte nicht barock daherkommen, sondern kräftigen Körper mit reifer Säure ausbalancieren.

Anschrift des Weingutes:
Weingut Ziereisen, Markgrafenstr. 17, 79588 Efringen-Kirchen

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Ziereisen Chardonnay » Hard «

Herkunft

Hanspeter Ziereisen, Macher des Ziereisen Chardonnay Hard und Winzer der allerersten Stunde bei K&M ( seit 2004 im Programm), stieg 2019 als eines von drei Weingütern im aktuellen Gault&Millau in den Rang eines Fünf-Trauben-Gutes auf. Diese höchste Kategorie bedeutet „Weltklasse“ – zu dieser Spitzengruppe zählen aktuell nur 20 Betriebe in Deutschland. „Es freut mich ganz besonders, dass Gutedel wieder zur alten Größe aufsteigt. Das passt auch zu unserem Motto: make Gutedel great again`“, sagt Hanspeter Ziereisen. Und das war er einmal, der Gutedel. 1872 erzielte ein 70 Jahre alter Gutedel auf dem Mühlheimer Weinmarkt die höchsten Preise.

Aber auch bei den weißen Burgunder-Sorten wie Chardonnay, Grauburgunder oder hier beim Weißburgunder Lügle ist die Klasse von Ziereisen-Weinen zu schmecken. Sie protzen nicht mit Frucht, sondern mit Tiefgründigkeit, Verspieltheit. Alle Weine zeigen eine feine Cremigkeit, sind sanft aber bestimmend auf der Zunge. Das Markgräfler Land liegt in der Baseler Bucht, es genießt die fast identischen klimatischen Bedingungen wie das nur 2 Autostunden entfernte Burgund. Hanspeter ist ein großer Fan dieser Weine. Seine Probierstube dürfte wohl die teuerste Altglassammlung Deutschlands sein, hier sammeln sich feinste Pretiosen aller Topbetriebe des Burgunds. Über den Tellerrand schauen, nennt man das wohl. Lügle ist übrigens ein Gewannname.

Vinifizierung Ziereisen Chardonnay Hard

Selektive Handlese ertragsreduzierter Trauben,  Pressen in einer alten Korbpresse, Vorklärung durch gekühlte Mostsedimentation, Spontangärung, keine Reinzuchthefen, 22 Monate Ausbau auf der Vollhefe im 600l großen Assmann Holzfass, ungeschönt und unfiltriert abgefüllt.

Memo zur Degustation

Ist das "Burgund vinifiziert in Deutschland" von einem der besten deutschen Winzer? Nun, Chardonnay aus dem Burgund zeigen je nach Region verschiedene Stile. Chablis sind meist knackig, frisch mit viel Citrus gepaart. Meursault geht fast in die gleiche Richtung, Chassagne bzw. Puligny-Montrachet kommt da schon eher in Frage. Irre komplex im Duft. Zarte Rauchn ote vom Holz, etwas Tee. Dann der Schmelz, die Cremigkeit, unterlegt von Agrumen, gelbem Steinobst, Kräutern und knackiger Mineralität. Dazu ein ziemlich feinsinniger Umgang mit dem Holz, das war bis vor 10-15 Jahren in Deutschland noch nicht so der Fall, da haben die Burgund-Winzer traditionell einige Hundert Jahre Vorsprung an Wissen. 22 Monate Hefevollqager geben dem Wein ein nussig-voluminöses Mundgefühl, man wird aber immer wieder von der feinen Säure abgeholt, die den Wein in die richtige, weniger voluminöse Bahn lenkt. Dicht in senier Struktur, fest am Gaumen, mineralisches Fundament, Frische. Essenswein! Ein stilsicherer Chardonnay, der für Deutschland zum Leitbild werden könnte.

Memo zum Boden

Kalkiges Verwitterungsgestein darüber nackter Kalkfels, parziell mit Lössauflage

Allgemeine Informationen
Weinart Weißwein
Rebsorte Chardonnay
Geschmack trocken
Leitrebe Chardonnay
Kategorie Badischer Landwein
Erzeugung konventionell
Verschluss Drehverschluß
Herkunft
Weingut Ziereisen
Region Baden
Bereich Markgräflerland
Herkunftsland Deutschland
Verbrauch
Weintyp mineralisch, mittelkräftig, frisch, trocken
Trinkreife 2019 - 2027
Trinktemperatur 10 Grad
Analysewerte
Alkohol 13% Vol.
Allergiker-Info enthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Punktewertungen
K&M Punkte 91 Punkte
Wein-Plus 89 Punkte

Weinbeschreibung: Wein‑Plus Bewertung: Sehr gut (89 WP) Zuletzt bewertet:15. Juli 2019
Beschreibung: Nussiger und leicht hefiger, auch ein wenig floraler Duft mit zurückhaltenden gelbfruchtigen Aromen, einem Hauch Butter, angedeutetem, hellem Holz und mineralischen Nuancen. Klare, reife, saftige Frucht, feine Säure und süßlicher Schmelz, hefige Noten, kreidige und salzige Mineralik, wieder auch ein wenig helles Holz, ganz zart vegetabile Nuancen, nachhaltig, gute Substanz, ein Hauch Butter, wird mit Luft tiefer, saftiger und straffer, sehr guter, wieder eine Spur süßlicher Abgang. Muss noch reifen. Trinkempfehlung: Mitte 2020 bis 2024+