Pinot Noir Jaspis »Zipsin«

2019

Pinot Noir Jaspis »Zipsin«

Ziereisen, Deutschland, 0.75l

45,00

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Grundpreis: 60,00/l

Gute Zeiten für Rotwein-Liebhaber: Schon 2018 war bemerkenswert gut für den deutschen Spätburgunder und brachte mehr Spitzenweine hervor als jeder vor ihm, doch 2019 hat alle Anlagen, hierzulande als bislang größter Jahrgang für die feinste aller Rotweinsorten in die Geschichte einzugehen. (Markus “Sam” Hofschuster, Chefverkoster Wein+)

Einfach nur großartig! Der Jaspis Pinot Noir lässt dunkle Räume hell erstrahlen. Der Duft, der einem aus dem großen Stölzle Quatrophil-Burgunderglas entgegenströmt, ist einfach brillant, klar und strahlend, tiefgründig, energetisch, druckvoll, intensiv, komplex und überaus einnehmend. Gewaltig dichte, dunkle Beerenfrucht (Holunder, Waldheidelbeeren, Brombeeren) sowie Steinobstnoten (dunkle Herzkirsche), dazu feinste Kräuter und ein leicht floraler Touch prägen dieses noble Wein-Monument. Zeigt Parallelen zum Burgund auf, erinnert an die Grand Crus der Cote de Nuits. Präsentiert sich mit viel Luft schon heute so ungemein saftig, druckvoll, charmant und nobel im Glas, das es sehr schwierig sein wird, diesem Ausdruck zu widerstehen. Denn eigentlich gehört solch ein Wein für mindestens 5 Jahre in den Keller, und dank seiner kräftigen Säure- und Tannin-Struktur hat er auch die besten Anlagen, um lange reifen zu können und am Ende die Trumpfkarte auszuspielen. Einen traumhaften, gereiften, großen deutschen Spätburgunder, so seidig und fein. Großes Lagerpotential.

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Pinot Noir Jaspis »Zipsin«

Herkunft Ziereisen Pinot Noir Jaspis Zipsin

Die in der Lage Efringer Ölberg wurzelnden, über 50 Jahre alten Rebstöcke für den Spätburgunder Jaspis Zipsin stehen auf purem Jurakalkfels. Der Weinberg liegt in der sogenannten Basler Bucht, das Micro-Klima mit elf Grad durchschnittlicher Jahrestemperatur ähnelt sehr den Bedingungen im Burgund. Auch die Böden, Kalkböden mit dicker Lößlehm-Auflage, zeigen viele Ähnlichkeiten auf, wie es sie sonst nur in Burgund und im Jura gibt, vereinzelt aber auch im Markgräflerland, so etwa in Hanspeter Ziereisens Parzellen in Efringen-Kirchen. Von hier kommen die feinsten seiner Spätburgunder, so Parker-Verkoster Stephan Reinhardt.

Neben zahlreichen Auszeichnungen kürte ihn der Gault Millau 2007 zur Entdeckung des Jahres. Da war er schon 2 Jahre im Programm von K&M! Im Jahr 2015 erhielt er die Auszeichnung “Kollektion des Jahres” und seit 2018 ist er in die kleine Riege der 5-Trauben-Weingüter aufgestiegen, von denen es nur 20 in Deutschland gibt.

Vinifizierung Ziereisen Pinot Noir  Jaspis Zipsin trocken

Hanspeter mag muskulöse Weine, kräftig und elegant, geschmeidig und mineralisch sollen sie sein. Weine mit vordergründiger Frucht lässt er stehen, stromlinienförmiges Arbeiten mag er auch nicht. Viele Entscheidungen kommen bei ihm aus dem Bauch heraus. “Unser Wein ist ein Tagebuch des Jahres. Kein Jahrgang schmeckt wie der andere. Und doch tragen alle die Ziereisen-Handschrift”, sagt der Patron erfreut.

Aufwendige Laub- und Stockarbeiten, strenge Ertragsreduzierung und eine penibel genaue Selektion der Trauben schaffen die Voraussetzung für gesundes und hochwertiges Lesegut. Die ausschließlich von Hand gelesenen Trauben von zwischen 1960 und 1970 gepflanzten Rebstöcke wurden abgebeert. Anschließend im Keller nochmals selektioniert. Mit den Füßen angequetscht, dann spontan im geschlossenen Gärtank vergoren (50% Ganztraubenanteil). Danach bis zu 5 Wochen auf der Maische liegengelassen. Ausbau über 22 Monate in 80% gebrauchten und 20% neuen Assmann-Holzfässern sowie ein meist ungefilterter Abzug auf die Flasche charakterisieren seine Methode. Dafür benötigt es vorallem eines: Geduld.

Ziereisen nennt seine Kellerphilosophie das kontrollierte Nichtstun. So entstehen hoch individualisierte Weine, die natürlich keinem Massengeschmack entsprechen. Und mit den Hütern des Massengeschmacks, der Qualitätsweinprüfung, ist er des Öfteren angeeckt.  Weil seine Weine eben nicht in ein vorgebendes Schema passten und “untypisch” auf die Prüfer wirkten, wurden sie als Qualitätsweine abgelehnt.  Entspricht er nicht dem festgelegten Bild der Rebsorte  (beim Gutedel meist dünne, belanglose Zitronenwässerchen), erhält er keine Amtliche Prüfungsnummer und darf somit nicht als Qualitätswein verkauft werden.

Konsequent wie Hanspeter nun ein mal ist, füllt er seit diesem Streit alle seine Weine nur noch als Tafelwein ab. Und dieser “Skandal” brachte natürlich dann auch die Presse auf den Plan, die darüber berichtete.

Memo zur Speise

Dunkles Fleisch

Memo zur Degustation

Einfach nur großartig! Der Jaspis Pinot Noir lässt dunkle Räume hell erstrahlen. Der Duft, der einem aus dem großen Stölzle Quatrophil-Burgunderglas entgegenströmt, ist einfach brillant, klar und strahlend, tiefgründig, energetisch, druckvoll, intensiv, komplex und überaus einnehmend. Gewaltig dichte, dunkle Beerenfrucht (Holunder, Waldheidelbeeren, Brombeeren) sowie Steinobstnoten (dunkle Herzkirsche), dazu feinste Kräuter und ein leicht floraler Touch prägen dieses noble Wein-Monument. Zeigt Parallelen zum Burgund auf, erinnert an die Grand Crus der Cote de Nuits. Präsentiert sich mit viel Luft schon heute so ungemein saftig, druckvoll, charmant und nobel im Glas, das es sehr schwierig sein wird, diesem Ausdruck zu widerstehen. Denn eigentlich gehört solch ein Wein für mindestens 5 Jahre in den Keller, und dank seiner kräftigen Säure- und Tannin-Struktur hat er auch die besten Anlagen, um lange reifen zu können und am Ende die Trumpfkarte auszuspielen. Einen traumhaften, gereiften, großen deutschen Spätburgunder, so seidig und fein.

Klarer und tiefer, etwas floraler und fein-kräuteriger Duft nach reifen überwiegend roten Beeren und ein wenig Kirschen mit einer Spur Wacholder im Hintergrund. Straffe, herb-saftige Frucht mit rauchigen und ganz leicht kaffeewürzig-röstigen Aromen, gewisser Säurebiss, präsentes Tannin, kräuterige und leicht vegetabile Aromen, ein Hauch schwarzer Oliven, nachhaltig, hat Kraft und Tiefe, salzige und kreidige Töne, auch etwas Pfeffer, speckige Nuancen, wird an der Luft immer saftiger und frischer, sehr guter, fester Abgang mit ein wenig mediterraner Kräuterwürze.

Memo zum Boden

Purer Kalkfels mit Verwitterungslehm, Löss

Weingut Ziereisen | Baden | Markgräflerland

21 ha Rebfläche | Produktion ca. 120.000 Flaschen | naturnahe Arbeitsweise | Gutedel-Spezialist, sein 10hoch4 ist der mit Abstand höchstbewertete deutsche Gutedel aller Zeiten | Pinot-Noir-Liebhaber | Erstkontakt 2004 | seit Oktober 2005 bei K&M im Sortiment.

Hanspeter & Edeltraud Ziereisen – Badens Weinrevolutionäre

Im äußersten Südwesten Deutschlands, kurz vor der Grenze zu Basel, liegt im beschaulichen Efringen-Kirchen das Weingut des gelernten Schreines Hanspeter Ziereisen. Vor ein paar Jahren noch Geheimtipp, ist er heute sicher einer der führenden Betriebe Deutschlands. Seine Weißweine aus der heimischen Gutedel-Rebe zeigen exemplarisch, was diese Rebe kann. Authentische Qualität, Trinkfreude, perfekter Essensbegleiter. Kein Wein, der zu den Sternen strebt, nein, er steht fest auf dem Boden der Region, aus der er kommt.

Familienunternehmen

Aus dem seit 1734 im Familienbesitz befindlichen, ehemaligen landwirtschaftlichen Mischbetrieb, zu dem auch wenige Ar Reben gehören, die früher direkt in die örtliche Winzergenossenschaft wanderten, konnte sich der ehemalige “Biertrinker” dank rigoroser Qualität binnen weniger Jahre in die Spitzengruppe deutscher Winzer katapultieren.

20 Hektar bewirtschaftet das Familienunternehmen an Markgräfler Hängen, vier Hektar in der grenznahen Schweiz. Insgesamt 100000 bis 120000 Liter Wein entstehen so jährlich für den Verkauf.

Ziereisens Reben stehen im Efringer Ölberg, in der sogenannten Basler Bucht. Die kalkhaltigen Böden und das Mikroklima mit 11,4 Grad durchschnittlicher Jahrestemperatur ähneln sehr den Bedingungen im Burgund. Aufwendige Laub- und Stockarbeiten, strenge Ertragsreduzierung und eine genaue Selektion der Trauben schaffen die Voraussetzung für gesundes und hochwertiges Lesegut.
Hat man einmal das Glück, diesen Sympaticus in einer freien Minute zu erwischen, merkt man ihm beim Gespräch über seine Weine die Begeisterung deutlich an. Es sprudelt förmlich nur so aus ihm heraus. Mit dieser ansteckenden Art und seinem ungebrochenen Ehrgeiz hat er sich binnen 10 Jahren in der Spitzengruppe deutscher Winzer etabliert.

Spätburgunder – eine besondere Liebe

Die besondere Liebe von Hanspeter Ziereisen gehört dem Spätburgunder (Pinot Noir). Hier gehört er aus unserer Sicht zu den besten Interpreten Deutschlands. Nur ganz wenige Winzer verstehen es, dieser Traube Finesse, Frucht und ein festes Tanningerüst zu entlocken! Große Sorgfalt im Weinberg, niedrigste Erträge, konsequente Laubarbeit und der perfekte Erntezeitpunkt sind beim Spätburgunder vielleicht noch wichtiger, als bei den meisten anderen Reben, denn diese Rebe kann eine ganz schöne Zicke sein, die absolute Sorgfalt verlangt!

Kellerwirtschaft

Im Keller gibt Hanspeter den Trauben Zeit. Sehr langsame Vergärung und langer Maischekontakt sind natürlich nur möglich, wenn man beim Lesegut äußerst penibel auf absolute Gesundheit achtet. Dann bekommt man Weine, die diese perfekte Balance aus Eleganz, fast schon Fragilität, Frucht und Kraft zeigen, die so nur der Spätburgunder bietet! Für uns gehören die Spätburgunder von Hanspeter Ziereisen mit zum Besten, was man aus Deutschland von dieser Rebe bekommen kann!

Wer einmal eine Kellerführung bei Hanspeter mitgemacht hat, der kennt die vielen kleinen Keller, die man unter Efringen durchwandern musste. Das hat jetzt ein Ende, denn sein neuester Coup ist ein 5 Meter unter der Erde liegendes Megaprojekt, ein fast 80m langes, 8m breites und 4m hohes Kellergebäude westlich der L137, das seit kurzer Zeit ausgewölbt ist.

Bald ist großes Fassrollen angesagt oder aber die angestrebte Weinpipeline vom neuen Weinkeller ins bestehende Weinlager in der Bahnhofsstraße kann umgesetzt werden.

Der Jahrgang 2016:

Kennzeichnete den Herbst 2016 noch eine späte Lese, so war es in diesem Jahr genau umgekehrt: Am 2. Oktober haben wir die letzten Trauben gelesen. Es war unser frühestes Leseende seitdem Wahnsinns-Sommer 2003. Und wir hatten Glück in diesem Jahr: Der teils verheerende Frost in der Nachbarschaft hat uns weitgehend verschont. Erstaunt hat uns aber dann doch, wie früh die Trauben nach den vom Wetter her durchwachsenen Vormonaten reif waren.
Schon in der zweiten Septemberwoche ging es los mit der Vorlese, die dann nahtlos in die Hauptlese überging. Dabei mussten wir teilweise mächtig Gas geben, denn vor allem die Zuckerwerte der Spätburgunder legten schnell zu. Aber wir haben es geschafft, alle Trauben reif, aber nicht überreif und mit optimalen Öchslegraden in den Keller zu bekommen. Die Lese war ansonsten so entspannt wie eine Lese sein kann und nach gut drei Wochen hatten wir in der Reihenfolge Spätburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Gutedel, Syrah und Weißburgunder im Keller.

Der Jahrgang dürfte im Alkohol etwas üppiger ausfallen als 2016, trotzdem werden die Weine wegen der höheren Säure und damit niedrigeren pH-Werte nicht barock daherkommen, sondern kräftigen Körper mit reifer Säure ausbalancieren.

Herbstbericht 2018 – der Turboherbst

Hatten wir im vergangenen Jahr geglaubt, unsere Lese rekordverdächtig früh beendet zu haben, so wurden wir 2018 eines Besseren belehrt: In diesem Jahr haben wir unsere letzten Trauben am 25. September in den Keller geholt – und damit eine gute Woche früher als 2017. Turbo-Herbst trifft es als Begriff für die Lese in diesem Jahr ziemlich genau. Denn
angesichts des unglaublich prächtigen Sommers konnten wir schon am 3. September mit der Lese starten – und sie schon drei Wochen später beenden. Was an den Stöcken hing, war durch und durch gesund. Da uns dadurch viel Sortierarbeit im Rebberg erspart geblieben ist, konnten wir teilweise bis zu 1,5 Hektar Rebfläche pro Tag lesen. Diese Schnelligkeit war ein Segen, denn angesichts in die Höhe schießender Zuckerwerte mussten wir Gas geben, um das Lesegut nicht überreif in den Keller zu bekommen. Wer Ziereisen kennt, weiß, dass Trinkmarmelade nicht unser Ding ist…
So landeten in dieser Reihenfolge Spätburgunder, Grau- und Weißburgunder, Chardonnay, Syrah und Gutedel im Keller. Der Ertrag war angesichts der Wasserknappheit in den Rebbergen überraschend gut.

Und die Qualität? Verspricht, sehr gut zu werden. Wie gut, wird sich wie immer erst dann zeigen, wenn die Weine mal einige Monate im Fass gelegen haben. Die physiologischen Eckwerte wie Alkohol, Säure oder ph-Wert jedenfalls haben gestimmt. Die Weine werden sich voraussichtlich rund und reif präsentieren, aber dennoch ihren für Ziereisen typischen Charakter mit kleinen Ecken und Kanten behalten.

Herbstbericht 2019 – mal wieder ein „normaler“ Herbst

Nach den rekordverdächtig frühen Lesen der vergangenen beiden Jahre stand uns 2019 mal wieder ein „normaler“ Herbst ins Haus – sprich ein Herbstbeginn im letzten Septemberdrittel. Die Temperaturspitzen in den Hitzephasen Juni/Juli mit Temperaturen von über 40 Grad in einigen Weinbergen führten trotz nur geringer Entblätterung der Stöcke stellenweise zu Sonnenbrand. Da auch die Reifeentwicklung nicht so einheitlich verlief wie im letzten Jahr, startete unser „Herbscht“ mit einer Vorlese.

Richtig rund ging es dann mit dem Grauburgunder, den wir, abgesehen von den alten Anlagen, als erstes in den Keller geholt haben. Es folgte das „volle Programm“ beim Spätburgunder, den wir quasi am Stück aus unseren Weinbergen geerntet haben.

Da wir mit über 20 Erntehelfern sehr schnell unterwegs waren, kamen wir auch nicht in Zeitnot wegen eventueller Überreife. Es folgte der Syrah, der sich in unserem Klima inzwischen mehr als wohlzufühlen scheint: Die Beeren waren traumhaft reif und versprechen tolle Qualitäten. Pünktlich zum Traumwochenende am 12. und 13. Oktober landeten dann mit Weißburgunder, Chardonnay und Gutedel die letzten Trauben im Keller. Und obwohl uns die Zuckerwerte unserer Trauben nicht als maßgebliches Qualitätskriterium gelten:

Eine Parzelle mit alten Gutedelstöcken erreichte 2019 an die 90 Oechsle. Insofern bemerkenswert, weil Gutedel normalerweise zwischen 70 und 80 Oechsle liegt. Trotz dieses „Ausreißers“ verspricht dieser Jahrgang viel: Die meisten unserer weißen und roten Toptrauben lagen um die 95 Oechsle und damit im für unsere Stilistik idealen Bereich. Hinzu kommt eine ausgeprägte Säure bei niedrigen pH-Werten. Diese Kombination verspricht Weine, die trotz guter Struktur und Dichte dennoch saftig und vital sein werden.

Herbstbericht 2020 – erneut ein „Turbo-Herbst“

2020 hat uns nach 2017 und 2018 erneut einen „Turbo-Herbst“ beschert. Früher Lesestart, viele Rebsorten gleichzeitig reif, nach drei Wochen alles im Keller – und ein Lese-Ende am 24. September: Das sind die Eckpunkte unseres 2020er-Herbstes, der trotz Corona-Pandemie reibungslos und sicher über die Bühne ging.

Aber der Reihe nach: Nach einem erneut heißen und trockenen Sommer sorgte Mitte August kurzzeitig kräftiger Regen für Entspannung in unseren Rebbergen. Die Traubenreife setzte früh ein. So legten wir Ende August noch mit kleiner Mannschaft los. Die Lese des Sektgrundweines und Vorlese der übrigen Weinberge standen zunächst auf unserem Programm. Rund um den 12. September ging es dann in die Vollen: wir nahmen die Hauptlese in Angriff. Die geriet in diesem Jahr angesichts der nach der Vorlese top dastehenden Weinberge und dem nahezu gleichzeitigen Erreichen der Reife fast aller Traubensorten zum Sprint. Und es ist uns trotz der sehr zügig fortschreitenden Reife gelungen, alle Rebsorten nicht überreif und mit noch moderaten Zuckerwerten zwischen 90 und 100°Oechsle (Gutedel natürlich ausgenommen) aus den Weinbergen zu holen. Grauburgunder, Chardonnay, Spätburgunder, Weißburgunder, Syrah und Gutedel – in dieser Reihenfolge landeten die Trauben bei uns im Keller. Trotz der frühen, schnellen Reife zeigen die Moste eine gute Säure, vergleichsweise niedrige Ph- und sehr gute Extraktwerte – Grundlage für eine sehr schöne Balance zwischen Körper und Länge einerseits, Frische und Spiel andererseits. Alle weiteren Prognosen wären wie immer zu diesem Zeitpunkt Kaffeesatzleserei.

Medien & Auszeichnungen

Gault Millau Weinguide

2015 Kollektion des Jahres
2019 Aufstieg zum 5-Trauben-Weingut = Weltklasse

Anschrift des Weingutes:

Weingut Ziereisen | Markgrafenstr. 17 |79588 Efringen-Kirchen

Alle Weine dieses Winzers >>
Allgemeine Informationen
WeinartRotwein
RebsortePinot Noir (Spätburgunder)
Geschmacktrocken
LeitrebePinot Noir (Spätburgunder)
KategorieBadischer Landwein
Erzeugungkonventionell
VerschlussDrehverschluß
Herkunft
WeingutZiereisen
RegionBaden
BereichMarkgräflerland
HerkunftslandDeutschland
Verbrauch
Weintypmineralisch, mittelkräftig, frisch, trocken
Trinkreife2025 - 2038
Trinktemperatur16 Grad
Analysewerte
Alkohol13% Vol.
Restzucker0.7 g/l
Allergiker-Infoenthält Sulfite, kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten
Säure5,9%
Punktewertungen
K&M Punkte93 Punkte
Decanter97 Punkte
Falstaff Spätburgunder Trophy95+ Punkte
Wein-Plus91 Punkte
Meiningers Weinwelt94 Punkte

This wine transposes the sparse calcareous soil and Hanspeter Ziereisens subtle winemaking, which uses about 50% whole bunch fermentation in closed tanks to protect the fruit and later maturation in barrique, 20% new. A rather unique spicy bouquet of juniper, herbs, liquorice and a hint of eucalyptus, very dense and intense on the palate with spicy tannins and tense acidity.No mainstream wine, this has a strong character of its own with a long future ahead of it. 97/100 Punkte.

Im Duft Heidelbeere und Kirsche mit kräuterigen Noten, Latwerge, Waldhonig, Waldbeerkonfit, Rauch, Pfeffer, Nelke und Wacholderbere. Im Mund trocken und stoffig, sehr dicht, die Extraktion an die Grenze treibend, fast schmerzhaft extraktbeladen, aber zugleich mit einem geschmeidigen und fruchtgetragenen Hintergrund. Für die Langstrecke. Tasting: Spätburgunder Trophy Deutschland 2022 ; Verkostet von: Ulrich Sautter. Veröffentlicht am 17.02.2022.

Herber, fester Duft nach schwarzen und ein wenig roten Beeren mit Kirschanklängen, angedeutet Holunder, ein wenig Kräutern und floralen Nuancen. Saftige, frische, unentwickelte, wieder eher dunkle Frucht, leicht röstige und nussige Holzwürze, präsentes, ziemlich feines Tannin, nachhaltig und dicht am Gaumen, gute Tiefe, pfeffrige und kreidige Töne, wieder auch etwas Holunder, hat Kraft, aber keinerlei Schwere, sehr guter, straffer, ziemlich saftiger Abgang mit Biss und etwas dunkler Würze. Muss reifen. Bewertung: hervorragend (91/100 WP). Zuletzt bewertet am 28. Februar 2022. Trinkempfehlung:2024-2030+.

dunkler Typ in Farbe und Aroma, aber nie ermüdend-opulent, sondern stets mit Frische: Brombeere, Cassis, mineralisch schon im Duft, Graphit, kerniger Rotweinduft; Eleganz auch am Gaumen, für Spätburgunder durchaus druckvoll-massiv mit viel Extrakt, aber Gerbstoff und Säure halten die Spannung. (Meiningers Weinwelt Landweinverkostung 23.06.2022, 94/100 Punkten)